Gitarre aufnehmen: vor der Ampsimulation

von ...timur°°°, 29.11.07.

  1. ...timur°°°

    ...timur°°° Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #1
    Hi,
    Ich versuche gerade, im Rechner einen fetten Gitarrensound (es geht um einen verzerrten Mesa-Rectifier-Metal-Rhythmus-Sound) aus einer direkt eingespielten Gitarre + Ampsimulation (IK AmpliTube 2) zu zaubern, und habe heute beim Ausprobieren zufällig folgendes festgestellt: obwohl man natürlich den Klang von Amplitube anschließend mit EQ etc. noch etwas optimieren kann -- aber trotzdem immer ein gewisser dumpf-mulmig-undifferenzierter Grundcharakter im Vergleich zum echten Amp immer bestehen bleibt -- klingt es auf einmal sehr viel besser und differenzierter, wenn man VOR der Ampsimulation gewisse Mittenfrequenzen mit einem EQ-Plugin boostet. Nun kam mir eben der Gedanke, daß es vielleicht noch besser klingt, wenn man selbiges nicht mit dem EQ-Plugin von Logic macht, sondern per Hardware, die man zwischen Gitarre und Aufnahmeinterface (ich benutze ein Apogee Duet) schaltet. Da ich sowas leider nicht zuhause rumstehen habe ;) , jetzt die Frage: ist die Idee gut? Was eignet sich am besten: vielleicht ein Röhrenpreamp? Wenn ja, speziell für Gitarre oder auch ein normaler (Röhren?-)Channelstrip für Gesang? Oder etwas anderes?
    Ich glaube nämlich, die entscheidende Stelle im Kampf gegen schlechte Ampsim-Sounds ist eben, was VOR der Ampsim passiert, und nicht wie man das Signal DANACH verbiegt...
     
  2. Dieter B.

    Dieter B. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.11.07   #2
    Wenn du den digi-EQ VOR die Ampsim setzt, ist das doch vollkommen in Ordnung?
    Wenn du einen analogen EQ willst, der besser ist als das digitale Zeug, musst du schon ordentlich in die Tasche greifen.
     
  3. TrustInSteve

    TrustInSteve Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.07   #3
    Hi Timur!

    Etwas Leben einhauchen kannst du dem Sound natuerlich mit einem Roehren-Preamp. Hab mir auch so ein Teil geholt. Das ART StudioV3 fuer 89 €. Hat auch was gebracht, aber das sind Nuancen. Ich denke, du darfst keine Wunder erwarten. Man kann schon sehr schoene Dinger mit Amplitube 2 anstellen, aber 100%ig wirst du einen gut abgenommenen Amp nicht simulieren koennen.
     
  4. PlantaS

    PlantaS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.07   #4
    Hey

    Ich frage mich auch schon seit längerem wie ich es schaffe die Gitarren von Amplitube2 mehr leben einzuhauchen.
    Allerdings gehe ich schon bereits über einen Preamp (Studio Project VTB 1)

    Die Gitarre klingt ja auch wirklich super, aber irgendwie hört man doch noch, wenn man genau hinhört, das es nichts echtes ist.

    Ich stell später mal ein Soundsample rein. Dann könnt ihr hören was ich meine...


    Bye.


    EDIT: So, hier mal ein Beispiel...
    http://www.file-upload.net/download-533510/-2-2.mp3.html

    Ich denke man könnte beim Mischen noch einiges rausholen. Nur hab ich davon noch keine Ahnung...
    Wenn sich jemand versuchen will, nur zu ;)
    Achja, am Beispiel wurde noch nichts gemacht!
    Bye.

    EDIT2:
    So, und jetzt mal noch ein vergleich. Hier sind die Gitarren mit dem V-amp pro aufgenommen wurden...Nur mal so zum vergleich :D
    http://www.file-upload.net/download-533552/-1-01.mp3.html
    Bye.
     
  5. ...timur°°°

    ...timur°°° Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.07   #5
    Mich stört ja nicht, daß es sich irgendwie "künstlich" anhört. Viel mehr stört mich, daß es sich einfach viel viel dumpfer und undifferenzierter anhört... und daß man diesen dumpfen und irgendwie bedämpften Klangcharakter anschließend mit noch so viel Höhen reindrehen oder Exciter oder sonstwas nicht verbessern kann :(
     
  6. Kfir

    Kfir HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.12.07   #6
    Das dürfte auch der Grund sein, warum es im Rocktron Chameleon (Rackpreamp) sowohl einen "pre" als auch "post" EQ gibt. Die unterschiedlichen Auswirkungen sind da gar nich zu verachten...
     
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