Gitarre klingt grauenvoll - Ursache Spieltechnik oder Instrument?

  • Ersteller Ersteller slawekczaja
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  • #21
Sorry, wusste nicht, dass durch meinen Beitrag hier gleich der Forumsspeicher überläuft. :eek2:
Zudem kann man nicht mit allen Stimmgeräten "Zwischentöne" überprüfen.
Und dass er beim Drücken auf andere Bünde und Saiten sein "Drücken" und Intonieren überpüfen kann, war ja mein Kernaussage.
 

  • #22
und stimme die Gitarre vor jedem Spiele
Wenn ich mir den ersten Akkord aus der Aufnahme oben anhöre, kann ich mir das nicht so richtig vorstellen ... Daher meine Frage, mal die gestimmten Leersaiten und dann ein paar Akkorde zu spielen, ggf auch Arpeggio oder eine Tonleiter, Pentatonik ...
 
  • #23
Im Screenshot sieht man die mit SpectraLayers "gemessenen" Frequenzen der etwa ersten drei Akkorde. Manche Frequenzen kontnen nicht so recht zugewiesen werden.
Interessant ist auch bei etwa 4.7sek eine Kombination aus D A E A C# F# H

frq.png
 
Grund: Bild eingebunden
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  • #24
OK, das ist ja spannend! Wenn ich es richtig deute, sind ganz links die "Sollfrequenzen" und rechts die tatsächlichen, in Hz?
Welche Abweichungen von den Sollwerten wäre denn jeweils OK?

Wobei das ja vermutlich das ist, was man auch hört, insofern wäre mal interessant, was Du aus den Werten schlussfolgerst.
 
  • #25
Ja, genau so.
Die maximal erträgliche Abweichung kommt ja auch auf die Tonhöhe an. Das kann man ausrechnen, oder sich anhören, da habe ich jetzt aber keine Muse dazu.
Interessant ist ja, dass die Frequenzen des "A" in allen Oktaven passend sind. Während die anderen Töne nicht so gut stimmen. Aus so eine Analyse Rückschlüsse zu ziehen, ob es nun das Spiel, oder die Gitarre ist, ist natürlich schwierig. Und es ist ja nicht klar, wie das Stimmgerät gehandhabt wurde. Selbst mit Stimmgerät kann man Fehler machen. (Und sich nur auf die Stimmung der Leerseiten zu verlassen.) Eine Gitarrenstimmung ist ja auch immer ein Kompromiss. Rein oder temperiert, wer's hört...
Soll das "D A E A C# F# H" ein Hm11/D sein, kommt der dort vor? So lange ich keine Noten von dem Stück vor mir habe, kann ich dazu allerdings nichts sagen.
 
  • #26
Hey,
es wird sehr oft deutlich unterschätzt wie wichtig Intonation für den Gesamtklang der Gitarre ist. Nur mit der richtigen Intonation haben zB die Obertöne die bei Zerre entstehen die Möglichkeit die zum Grundton richtigen Tonintervalle auszubilden.
Fast alle sehr guten Gitarristen zeichnen sich durch saubere oder teilweise trickreich leicht verzogene Intonation in Akkorden und Mehrklängen aus, kombiniert mit Varianten von sauber und gekonnt verzogen intonierten Läufen...wodurch sie ua auch einen eigenen Sound bekommen.
Deswegen bleibt dir als Einsteiger nur die Option zu versuchen in Sachen Intonation möglichst sauber zu spielen und erst mal daran intensiv zu arbeiten bevor du dann mit der Zeit deine eigenen kleinen kontrolliert-musikalischen Abwandlungen und somit eigenen Sound/Stil bilden kannst.
So lange du Intonatonsprobleme hast wird dein Gitarrenspiel immer sehr unharmonisch klingen...soll heißen, dass dein Brothers in Arms mit der gleichen Einstellung wie jetzt immer besser klingt je sauberer du es schaffst zu intonieren.
Gruß,
Bernie
 
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  • #27
Ich bin nicht primär Gitarrist und staune über die teils beinahe wissenschafliche Herangehensweise. Für mich klingt die Aufnahme tatsächlich - völlig unwissenschaftlich - einfach verstimmt. Ich hoffe, der TS liest noch mit und hat nicht vor den "Profibetrachtungen" kapituliert ;)

In 45 Jahren hatte ich aber schon so manche Gitarre in der Hand, gestimmte, ungestimmte, perfekt eingestellte und völlige Gurken. Und deshalb behaupte ich einfach mal, was wir DA hören, ist nie und nimmer (nur) eine Folge falscher Einstellung, auch wenn das zusätzlich mit reinspielen mag. Aber offene Chords in den untersten Lagen sollten bei ordentlicher Stimmung nicht so klingen.

Da man auch hört, dass die Gitarre beim Solo nicht identisch gestimmt ist wie bei der Begleitung, ist mein Tipp wirklich simpel: lerne und übe richtig stimmen. Ein gutes Setup wird dein Problem nicht lösen, ist aber natürlich immer von Vorteil.
 
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  • #28
Ich bin nicht primär Gitarrist
...jo, ich will dir nicht zu nahe treten, aber einem Einsteiger der wahrscheinlich primär Gitarre spielen möchte aus fast 50 Jahre Praxis und (unwissenschaftlicher!) Auseinandersetzung hervorgehenden Erkenntnisse darzulegen könnte doch schon diesem nützlich sein...
Mindestens genauso auch darstellende Abweichungstabellen die diesem Einsteiger sofort offensichtlich zeigen warum es falsch klingt und viele weitere hier sehr aufschlussreiche Beiträge.

Im Gegendstz dazu kann ich mich noch gut daran erinnern dass mir mit 13 als mein Spiel richtig beschissen Klang super Tipps wie "du musst halt richtig üben und richtig stimmen" überhaupt nicht weiter geholfen haben...😉
 
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  • #29
Okeee?
Mindestens genauso auch darstellende Abweichungstabellen die diesem Einsteiger sofort offensichtlich zeigen warum es falsch klingt und viele weitere hier sehr aufschlussreiche Beiträge.
Also mir hilft so ne Tabelle mal so gar nicht, weil ich Musik HÖRE und nicht SEHE. Also brauch ich wen, der mir zeigt, worauf ich HÖREN sollte, um ein besseres Ergebnis zu bekommen. Wie @Bassturmator schon schrub, Gitarrenlehrer können da hilfreich sein ;)
 
  • #30
Mindestens genauso auch darstellende Abweichungstabellen die diesem Einsteiger sofort offensichtlich zeigen warum es falsch klingt
Also zumindest dieser "Messung" und der daraus resultierenden Tabelle würde ich jetzt nicht unbedingt vertrauen. Wer viel misst misst Mist oder so ähnlich :D
 
  • #31
Also zumindest dieser "Messung" und der daraus resultierenden Tabelle würde ich jetzt nicht unbedingt vertrauen. Wer viel misst misst Mist oder so ähnlich :D
Wenn die Messung (wozu die "Anführungszeichen") korrekt durchgeführt wurde, gibt's erst mal keinen Grund, daran zu zweifeln. Sie belegt einfach nur eine nicht passende Tonhöhe. Ob's hilft oder nicht, ist dann auch egal, denn hier wird sowieso beinahe jeder Thread bis zum Exzess verblubbert...
Da find ich diesen Messung sogar noch einigermassen themenbezogen und wenn jemand sich reinfuchst und tatsächlich die Frequenzen einer Hörprobe analysiert... why not?
Also mir hilft so ne Tabelle mal so gar nicht, weil ich Musik HÖRE und nicht SEHE.
Hm, also um Musik zu SEHEN nahm ich einst gewisse Substanzen zu mir und das war dann schon ein Erlebnis. Aber man wird älter und verträgt nicht mehr alles so wie früher. Dementsprechend ist die Excel Tabelle gesünder... ;)
 
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  • #32
Wenn die Messung (wozu die "Anführungszeichen") korrekt durchgeführt wurde, gibt's erst mal keinen Grund, daran zu zweifeln. Sie belegt einfach nur eine nicht passende Tonhöhe. Ob's hilft oder nicht, ist dann auch egal, denn hier wird sowieso beinahe jeder Thread bis zum Exzess verblubbert...
Da find ich diesen Messung sogar noch einigermassen themenbezogen und wenn jemand sich reinfuchst und tatsächlich die Frequenzen einer Hörprobe analysiert... why not?
Hi,
Zu einer richtigen Messung gehört auch eine richtige Interpretation der Messwerte.
 
  • #33
Tipps wie "du musst halt richtig üben und richtig stimmen" überhaupt nicht weiter geholfen haben..
Richtig stimmen (lernen) ist aber wirklich kein schlechter Tip 🤔
Ansonsten hier zum dritten Mal die Anregung an den TE, einfach mal die gestimmten Leersaiten hier vorstellen und dazu ein paar Akkorde.
 
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  • #34
Hab den Faden gerade nochmal gelesen und musste schmunzeln.

Frage: meine Aufnahmen klingen sch***, habt ihr Tipps, woran das liegen kann?
Antwort A: hört sich nach verstimmter Gitarre an, das kann man aber lernen.
Antwort B: mir haben als Anfänger pauschale Ratschläge wie "lern richtig stimmen" nicht geholfen, hier in der Tabelle steht doch genau, welche Töne in welchem Akkord falsch sind.

Finde nur ich den Ansatz, die Aufnahme mittels Software "auszumessen", statt das Stimmen mittels Gehör und/oder Stimmgerät vernünftig zu lernen, extrem umständlich?
 
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  • #35
Ist ja schön, dass die Frage des TE zum Klang seiner Gitarre in eine Debatte über die Relevanz und Genauigkeit von Messmethoden musikalischer Frequenzen abdriftet, aber könnte dem TE trotzdem mal jemand seine Frage beantworten?

@slawekczaja Es liegt nicht größtenteils an der verstimmten Gitarre (ja sie ist verstimmt). Die Gitarre ist ein sehr dynamisches Instrument und NIEMALS perfekt gestimmt. Perfekt gestimmte Leersaiten bedeutet, dass die Leersaiten gestimmt sind, verschiedene Akkorde in verschiedenen Regionen des Griffbretts werden trotzdem teilweise leicht oder sogar stark verstimmt klingen, deswegen stimmen sehr fortgeschrittene Gitarristen ihre Gitarre teilweise auch so, dass die Akkorde im Song den sie spielen passen, wie die Leersaiten gestimmt sind interessiert da niemanden, das als kurze Info.

Warum die Gitarre "furchtbar" für dich klingt ist eine Mischung aus zu hoher Erwartung deinerseits wie es klingen soll und vor allem deiner Spieltechnik. Ich weiß nicht wie du das aufgenommen hast, aber der Sound klingt komplett raw und unbearbeitet, das sorgt für diesen trockenen Sound den du wahrscheinlich als "furchtbar" wahrnimmst. Der Sound an sich klingt aber trotzdem so, wie eine komplett unbearbeitete Gitarre ohne Effekte klingt. Das größte Problem ist hier, dass du komplett offtime bist. Wenn du sowas aufnimmst, stell im Programm das Tempo so ein, wie der Song ist den du spielst und aktiviere das Metronom, dann nimmst du auf und kannst anhand der Gitarrenspur exakt sehen, welche Noten wo liegen und wie weit entfernt sie von den "Linien" sind die du im Programm siehst. Dein Ziel sollte es sein, sowohl mit den Akkorden als auch mit der Melodie so nah wie möglich an diese Linien ranzukommen.

Du sagst selbst du bist Hobbygitarrist, daher denke ich deine Erwartungen sind einfach zu hoch und du dachtest deine Aufnahme würde mit einer einzelnen unbearbeiteten Gitarre so klingen wie die Aufnahme mit zahlreichen Effekten und professionellen Gitarristen dahinter. Arbeite an deinem Timing, das ist die größte Stellschraube, an der du aktuell drehen kannst, um den Sound zu verbessern.
 
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  • #36
offene Chords in den untersten Lagen sollten bei ordentlicher Stimmung nicht so klingen
Wenn der Sattel schlecht (zu hoch) gefeilt ist und die Intonation falsch eingestellt ist, klingt es genauso.
 
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  • #37
Keine Frage, da bist du sicher mehr Fachmann als ich.
Ich beziehe mich letztendlich auf meinen Höreindruck und die Wahrscheinlichkeit. Und ich halte es für wahrscheinlicher, dass ein Anfänger noch kein Gehör und wenig Übung im Stimmen hat, als dass Yamaha* ein Instrument mit schlecht gefeiltem Sattel liefert. Sicher nicht völlig ausgeschlossen, aber in Zeiten CNC gefräster (?) Bauteile vom Massenmarkt doch eher unwahrscheinlich.
 
  • #38
Ich habe 30 Jahre lang meine Gitarren nur mit einer Stimmgabel gestimmt. Dazu nicht nur im 5. 4. Bund, sondern auch alle möglichen Oktaven, Quinten und Flageolett-Töne. Und ich würde mich auch heute nicht nur auf die Stimmung der Leerseiten mittels eines Stimmgerätes verlassen. Ich sehe allerdings natürlich auch, dass es manchmal schwer ist, im Lärm vor einem Konzert, sich nur auf das eigene Gehör zu verlassen. Und ich denke auch, dass ich nicht der einzige bin, der seine Gitarren so stimmt. Dass ich "nebenbei" auch Messgeräte und Messsoftware habe, hat damit erst mal nichts zu tun. Ich stimme meine Instrumente nicht damit, aber wenn es darum geht heraus zu bekommen, warum etwas schief klingt, sind solche Messungen schon sinnvoll. Weder meine Klarinette, noch Saxophone, noch Flöten stimmen 100% ig. Darum muss man diese Instrumente ja auch üben, und langsam ein Gehör dafür entwickeln, wann man tiefer und wann man höher ansetzen muss. Und meine kleine Anmerkung über "rein" und "temperiert" wollte ich eigentlich auch nicht so genau ausführen, aber es ist schon so, wie hier auch jemand anmerkte. Es kommt bei der Stimmung auch noch darauf an, in welcher Tonart man eigentlich spielen will. Aber das würde hier zu weit führen. Wirklich zu erkennen, ob die Gitarre nur verstimmt ist, oder ob der Spieler die Töne zu sehr zieht, da habe ich echt nicht die Zeit dazu, und es wäre auch ziemlich unnötig, das heraus zu finden. Solche trivialen Dinge, wie dass der 12te Bund die Oktave ist, und der Ton dort passend zu den Saiten und deren Lage mittels des Stegs eingestellt werden muss, das sollte der Musikhändler natürlich schon erledigt haben. Dumm nur, wenn man diese Instrumente vielleicht nicht im Laden gekauft hat, sondern schicken ließ. Das ist dann wie bei den Fahrrädern, die man im Versandhandel bestellt, und die Schrauben sich bei der ersten Fahrt lösen. Aber jetzt habe ich genug darüber geschieben...
 
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  • #39
Warum die Gitarre "furchtbar" für dich klingt ist eine Mischung aus zu hoher Erwartung deinerseits wie es klingen soll und vor allem deiner Spieltechnik.
Hast Du Dir die Originalaufnahme im ersten Beitrag mal angehört? Ich habe selbst keine gute Spieltechnik, aber so klingt das nicht, wenn eine Gitarre in Ordnung ist und gestimmt ist. Soweit lehne ich mich hier mal als Nichtprofi aus dem Fenster.

Das größte Problem ist hier, dass du komplett offtime bist.
Auch da muss ich widersprechen, das hat mit der Tonhöhe nichts zu tun und ist ein extra Ding.

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt hatte, der Kollege könnte mal einfach die (seiner Meinung nach) gestimmten Leersaiten spielen und dann ein paar Akkorde.
Wirklich zu erkennen, ob die Gitarre nur verstimmt ist, oder ob der Spieler die Töne zu sehr zieht, da habe ich echt nicht die Zeit dazu, und es wäre auch ziemlich unnötig, das heraus zu finden.
Schade, dass Du keine Zeit hast, aber ich versteh nicht, warum das für dich unnötig ist ... gerade darum geht es ja in dem Thread ... :unsure:

Wir wollen doch differenzieren zwischen
- Gitarre ist verstimmt bzw nicht ordentlich gestimmt - dafür Leersaiten spielen
- Wenn Gitarre gestimmt - klingen die Akkkorde dann OK? Wenn nicht, mit Einzeltönen checken, ob die Gitarre bundrein ist.
- Wenn bundrein - Akkorde spielen, und prüfen, ob er zu sehr die Saiten "verzieht".

So könnte ich mir eine Fehlersuche vorstellen. Bestimmt habt Ihr auch bessere Ideen für so einen Ablauf, aber man muss doch meiner Erfahrung nach vom Einfachen zum Komplizierten mögliche Fehler ausschließen und nicht sowas mit verschiedenen Stimmungen anfangen.

Selbst wenn der TE jetzt hier unverständlicherweise raus ist, könnte so eine Abfolge auch für zukünftige Leser interessant sein. Vielleicht ist er ja nicht der einzige mit dem Problem.
Falls er doch nochmal auftaucht, könnte man ihm ja auch mal zeigen, wie man mit Flageolett stimmt bzw prüft, bzw checken, ob er sein Stimmgerät richtig bedient.
 
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  • #40
Warum Anfängerfragen so ausarten müssen?

+1 für TE macht eine Aufnahme der gestimmten Leersaiten und danach mit ein oder zwei Akkorden.
 
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