Gitarre klingt grauenvoll - Ursache Spieltechnik oder Instrument?

  • Ersteller Ersteller slawekczaja
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  • #41
Es ist dahingehen unnötig für mich, weil der TE sich auch etwas beteiligen müsste, und z.B. die Vorschläge auch mal umsetzt, wie beispielsweise eine Aufnahme der einzelnen Leersaiten, dann am 5.Bund und dann am 12.Bund
Akkorde braucht man da erst mal nicht. Aber wie gesagt, der Händler im Laden hätte die Gitarre schon überprüfen müssen, Saitenstärke im Verhältnis zur Saitenhöhe und Stegeinstellung etc. Allgemein wird Stimmgeräten geglaubt (ich nicht allen). Also bleibt wohl nur noch der Spieler, der sein Instrument noch nicht richtig stimmen kann, weil er die Übung nie bekommt, wenn er immer nur ein Stimmgerät verwendet, oder halt seine Spielweise, die er auch nur durch Übung verbessern kann. Wie man als Anfänger eine Gitarre stimmt, wird einem der Lehrer gleich zu Beginn zeigen, oder für die die keinen Lehrer brauchen? gibt es bestimmt genug Youtubes wo das einigermaßen erklärt wird, und man dann auch hören kann, um was es geht.
 

  • #42
Tippe auch auf einen zu hohen Sattel. Wenn die Leersaiten gestimmt sind und sich offene Akkorde wo in den ersten 3 Bünden gegriffen wird schief anhören, liegt es meist daran - oft in Kombination mit zu festem Greifen. Hohe Bünde, dünne Saiten und/oder tiefere Tunings können es zusätzlich extremer machen. Die gestimmten Leersaiten stimmen dann aber die Gegriffenen sind zu hoch und dann klingen die offenen und gegriffenen Töne zusammen nicht mehr harmonisch.

Kann man die Intonation an der Brücke so dermaßen verstellen, dass die Töne der ersten 3 Bünde so schief mit den Leersaiten klingen? Ich denke eher nicht... Edit: Natürlich soll die auch gut eingestellt sein, aber ich denke der Hase liegt hier woanders im Pfeffer...
 
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  • #43
...da spiele ich das Intro von "Brothers in arms" von Dire Straits (die Akkustikversion von Metallica). Die Gitarre ist gestimmt und klingt trotzdem ABSOLUT fürchtbar und ich frage mich warum??? Ist es: 1. schlechte Spieltechnik von mir 2. liegt es an der Gitarre? Sie hat nur 250 Euro gekostet (Yamaha Pacifica) 3. der Verstärker taugt nichts? (Yamaha, 300 Euro). Oder noch etwas anderes? Ich würde mich über jeden hinweis freuen, danke!
Hallo,
du hattest geschrieben, du stimmst mit Stimmgerät.

1.) Stimmung/Einstellung der Bundreinheit der Gitarre
Ich habe dieses*
und dieses *Stimmgerät.
Beide sind chromatisch, zeigen also im "Chromatic-Modus" auch den Ton jeder gegriffenen Saite an.
Damit kann man überprüfen, ob z.B. der Ton der im 10. Bund gegriffenen D-Saite tatsächlich ein C ist oder leicht daneben liegt. Oder ob der Ton im 4. Bund gegriffen D-Saite ein Fis (F#) ist, oder daneben liegt.

Die Gitarre könnte nicht oktavrein sein, oder das Vibrato-System ist schlecht eingestellt.

2.) Greifkraft
Zu hohe Greifkraft kann dazu führen, dass Töne sich nach oben hin verstimmen.
Spielst du die Gitarre mit inkonsistenter Greifkraft, also je nachdem mal mit gerade ausreichender Greifkraft, mal an anderen Stellen mit zu viel Greifkraft, so verstimmst du dabei die Töne stets ein klein wenig, was sich mehr oder weniger stark als mal in Stimmung, mal als etwas verstimmt hörbar machen könnte.

3.) Oder noch was anderes?
Brothers in Arms ist kein einfaches Stück!
Es mag einfach aussehen von den Akkorden her, oder von den Tabs der Solo-Gitarre.
Es ist aber nicht einfach zu spielen.

Es klingt von Mark Knopfler gespielt, dem Komponisten des Stücks, mit seiner Band "Dire Straits" auf der CD-Aufnahme so einfach, so leicht, so unangestrengt und mühelos. Weil er die Gitarre zum singen bringt. Weil er die Dynamik (laut/leise), und die Rhythmik sehr sehr gut beherrscht.


Gut und unangestrengt klingt so ein Stück, wenn man nicht mehr darüber nachdenken muss, wann man welche nächste Note wo auf dem Griffbrett drücken muss.
Sondern diese Bewegungsabläufe "automatisiert" hat, automatisch quasi als Reflex weiß oder fühlt, wo welche Note, Tonhöhe auf dem Griffbrett zu finden ist.


4.) Verstärker
Yep, Metallica haben Effekte auf den Begleit-Akkorden. Das macht aber nicht das Feeling oder die "Unschäußlichkeit" aus.

5.) Rhytmus-Akkorde/Timing
Für mich fließt das Intro nicht, sondern es "hoppelt".
Nun ist ja auch das Intro in allen Aufnahmen nicht von rhythmischer Stabilität gesegnet, etwa, das da ein Schlagzeug stabil 4/4 durchtrommeln würde.
Das macht es nicht einfacher zu üben...
Willst du dies hier, Metallica - Brothers in Arms Video nachspielen?
Das klingt doch schon allein von dein Einsätzen ganz anders als deine Version...?

Grüße
 
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  • #44
Ich fürchte, so wichtig war das Thema dem neu registrierten User dann wohl doch nicht: :unsure:

Screenshot 2026-04-08 074659.jpg

Er war seit einer Woche gar nicht mehr hier.
 
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  • #45
Naja, die Beiträge sind ja nicht gerade freundlich gewesen und m.M.n. zu überladen (zu lang mit zu viel theoretischer Info) für einen Anfänger.

@slawekczaja falls du noch an der Fehlersuche interessiert bist (und noch nicht bei einer Werkstatt warst): mach ein Foto von der Gitarrenbrücke. Die Reiter "müssen" schief sein, ungefähr so.

1000003835.webp


Wenn es bei dir anders aussieht, würde es auf falsch eingestellte Oktavreinheit deuten. Ist keine 100% sichere Diagnose, aber ein starker Hinweis.

Gruß
P.
 
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  • #46
@slawekczaja falls du noch an der Fehlersuche interessiert bist
Siehe Beitrag über Dir ...

und noch nicht bei einer Werkstatt warst
Wegen einer verstimmten Gitarre würde ich persönlich nicht gleich zur Werkstatt gehen ;)

Der Thread hat ja nun eine Unmenge von Einzeltips, woran es liegen könnte. Aber ziemlich durcheinander. Mal unabhängig davon, ob der TE hier nochmal auftaucht, wäre es nicht sinnvoll, diese Tips mal zu ordnen und in eine Art Reihenfolge zu bringen, was man als Anfänger mit dem Problem nacheinander testen könnte?
Also
1. die möglichen Ursachen auflisten,
2. die Tests, die man jeweils machen kann, um diese Ursachen auszuschließen, und
3. das ganze in eine Reihenfolge zu bringen von einfach (zB mal die gestimmten Einzelsaiten aufnehmen und posten) bis aufwendig (Werkstatt, Rücksendung ...)

Das würde diesem Thread finde ich noch einen Sinn geben, auch ohne den TE ... Ich selber hab zu wenig Ahnung von Gitarren und das Problem habe ich auch nicht. Vielleicht ist das Problem auch nicht so häufig, dass sich sowas lohnt, keine Ahnung.
 
  • #47
Ich fürchte, so wichtig war das Thema dem neu registrierten User dann wohl doch nicht: :unsure:
Kann aber auch umgekehrt sein:

Der TE hat sich ja mit der Frage angemeldet, nach den ersten Ratschlägen bedankt (#8)👍, später auch noch was geschrieben und im Startbeitrag sogar ein Soundbeispiel eingefügt. Durchaus alles Zeichen, dass die Sache schon wichtig war.

@slawekczaja Willkommen im Board🤘.
Stell ruhig mal ein neues, ergänzendes Soundbeispiel ein oder schreib, welche Änderungen denn nun ausschlaggebend waren.
 
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  • #48
Hey pat876a5...ist das n Bild von ner Brücke mit 009-046 Satz?😉
 
  • #49
Wahrscheinlich. Das Foto oben ist aus dem Netz, also keine Ahnung was drauf ist. Ich habe früher 9-46 gespielt und seit paar Jahren spiele ich hauptsächlich 9-42 (auf E und Eb). Das Muster der Reiter ist dabei immer sehr ähnlich. Eine meiner aktuellen Gitarren hat sogar einen kompensierten Sattel und auch dort ist die Brücke ähnlich eingestellt. Klar variiert es je nach Stimmung und Saitenstärke (falls du darauf hinaus willst), aber im Endeffekt sieht es im "Normalfall" fast immer wie auf dem Bild aus. :)

Auf jeden Fall sollten die Reiter (höchstwahrscheinlich) nicht in einer Gerade angeordnet sein. Manche kommen auf die Idee sowas zu machen: schon alles gesehen. ;)

Wegen einer verstimmten Gitarre würde ich persönlich nicht gleich zur Werkstatt gehen ;)
Wenn man sich nicht auskennt, ist es u.U. keine schlechte Idee sich professionelle Hilfe zu holen. Die Gitarre wird einmal eingestellt und danach hat man für sehr lange Ruhe.
 
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  • #50
Die Gitarre wird einmal eingestellt und danach hat man für sehr lange Ruhe.
Ich kenn mich ja nicht so gut aus, ist es denn aus der Aufnahme sicher, dass die Einstellung das Problem ist?
Mein Eindruck war wie gesagt eher, dass sie gar nicht richtig gestimmt ist ... Aber da kann ich natürlich auch falsch liegen
 
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  • #51
Nein, aus der Aufnahme können wir natürlich nicht mit Sicherheit sagen woran es liegt. Der TE sagt im ersten Post, dass die Gitarre gestimmt ist (mit Stimmgerät, wie aus einem späten Post zu lesen ist): ich gehe also erstmal davon aus, dass die Stimmung der Leersaiten stimmt.

Anyways, bei der Werkstatt/Laden/Gitarrenbauer/Gitarrenlehrer o.ä. dauert es 15 Minuten das Problem zu beheben. Und wir müssen nicht weiter rätseln.

Selbst machen geht natürlich auch.
 
  • #52
Ich kenn mich ja nicht so gut aus, ist es denn aus der Aufnahme sicher, dass die Einstellung das Problem ist?
Mein Eindruck war wie gesagt eher, dass sie gar nicht richtig gestimmt ist ... Aber da kann ich natürlich auch falsch liegen

Wenn die Gitarre zwar für die offenen nicht gegriffenen Saiten richtig gestimmt ist, aber die Reiter auf der Brücke nicht richtig eingestellt sind, so klingt die Gitarre "schepp", wenn Saiten auf den höheren Bünden gegriffen werden.

Ich habe meine Gitarre auf niedrige Saitenlage eingestellt (also von der Werkseinstellung aus verstellt), also die Höhe der "Reiter" runter gedreht.
Und danach klang sie erwartungsgemäß nicht mehr oktav- und bundrein.

So gespielt, klang sie erwartungsgemäß wie immer etwas falsch gestimmt, wie gar nicht richtig gestimmt. Die offenen Saiten waren OK, aber irgendwo in irgendwelchen Bünden gedrückt, stimmte die Saitenlänge nicht mehr. Deswegen klang sie leicht schief, wie unsauber gestimmt.

Also habe ich die Reiter hinsichtlich der Mensur verstellt, also nach vorne oder nach hinten verstellt, bis die Saite sowohl ungedrückt, also offen und auch am 12. Bund gedrückt, den gleichen Ton (bloß eine Oktave höher) hervor gebracht hat.
So macht man die richtige Einstellung der Reiter, damit die Gitarre oktavrein ist.

Und damit war meine Gitarre dann oktavrein (offene Saiten und gedrückt am 12. Bund machen gleichen Ton), als auch bundrein (Saiten an allen Bünden gedrückt machen den Ton, die Note, die dort zu sein hat - etwa, D-Saite am 6. Bund gedrückt, macht ein sauberes Gis).

Bundreinheit kann man allein durch die Reiter nicht einstellen. Für Bundreinheit braucht es einen guten Hals, wo die Bünde richtig an den richtigen Stellen sind. Das liegt am Hersteller. Und die richtige Hals-Stab-Einstellung, um die richtige Hals-Krümmung einzustellen.

Und weiters, braucht es die richtige Kraft beim Niederdrücken der Saiten. Werden die Saiten mit zu viel Kraft in den Bünden und nahe an den Bünden runtergedrückt, so wird zu viel Spannung auf die Saiten ausgeübt, und sie verstimmen sich leicht zu etwas höheren Tönen - klingt dann so, wie etwa ein 8tel Ton zu hoch verstimmt...

Grüße
 
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  • #53
Es gibt zusätzlich noch ein paar andere Effekte. Der Sattel wurde weiter oben schon mal erwähnt. Wenn die Saiten nicht richtig in den Schlitzen liegen, und der "letzte Kontakt" der Saite nicht direkt an der Kante ist, so nutzt es auch nichts, wenn die Leersaite richtig gestimmt ist, weil beim Greifen am Bund die Tonhöhe dann nicht stimmt, auch führt nicht nur zu seltsamen Geräuschen, auch beim Stimmen merkt man dann, wenn die Saite z.B. im Sattel hin und herspringt.
Weiterhin etwas, was viele nicht bedenken, allerdings bei dieser Gitarre eher nicht zutrifft, ist, wie stark die Mechanik zum Hals hin abgewinkelt ist. Denn das bewirkt, dass die Saite eher wie in einem Bogen über dem Sattel liegt, und dann auch nicht richtig Kontakt mit dem Sattel hat. Das gleiche gilt für extrem dicke Saiten, deren Zentrum des Durchmessers liegt einfach zu hoch über dem Sattel. Beim Steg, vor allem bei Westerngitarren kann die Biegung ziemlich extrem werden. Das hört man zwar nicht als Verstimmung, sondern eher als unreine Obertöne. Aus diesem Grund gibt es auch die Piano-Saiten, die am Steg nicht auf der Umwicklung aufliegen sondern auf der Seele. Zumindest ich habe mit diesen Saiten auf meiner Leo Kottke 6 String gute Erfahrungen gemacht. E-Gitarrensaiten sind aber im Verhältnis so dünn, dass sich das nicht so stark auswirkt. Trotzdem würde ich beim Kauf einer Gitarre darauf achten, wie stark die Saiten über Sattel und Steg gebogen sind. Schön, dass man z.B. bei manchen E-Gitarren (Tune-o-matic Bridge + Stopbar) das einstellen kann. Bei der oben abgebildeten Konstruktion ist es nach meiner Meinung eher kontraproduktiv, dass ausgerechnet die tiefsten und somit auch dicksten Saiten den stärksten Knick erfahren. Auch müsste man, wenn man konsequent wäre, sobald man einen dickeren oder dünneren Saitensatz aufzieht, auch die Reiter nachjustieren.
Aber das alles sind nicht die Probleme mit denen sich Anfänger herumschlagen müssen.
 
  • #54
Ich habe meine Gitarre auf niedrige Saitenlage eingestellt ...
Danke für die Erklärung. ☝️ Woran genau hast Du denn aus der Aufnahme erkannt, dass es bei ihm dieses Problem ist? Das wäre sicher auch für andere interessant.
 
  • #55
Der Fragesteller hat ja versichert, er habe die Gitarre gestimmt. Somit werden wohl die Leersaiten schon stimmen.
Die Leute sagen, auf der Aufnahme klänge die Gitarre verstimmt.

Wenn beide Aussagen stimmen, liegt es nahe, zu untersuchen, ob etwa die gegriffenen Saiten verstimmt klingen, obgleich die Leersaiten gestimmt sind.
Mögliche Ursachen dazu haben wir aufgelistet.
Und auch, wie man prüfen könnte, ob es die eine oder andere Ursache wohl wirklich sei - etwa mit chromatischem Stimmgerät.

Grüße
 
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  • #56
Bei einer Fehlersuche würde ich nicht von irgendwas ausgehen. Schon gar nicht bei den Voraussetzungen (Anfänger mit Tremolo Gitarre).

Ohne weiteren Input des TE bringt eine Weiterführung der Diskussion hier nichts.
 
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