Gitarre lässt sich nicht oktavenrein stimmen

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insane_duck
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Guten Abend allerseits,

ich habe ein Problem mit der Oktavenreinheit meiner E-Gitarre (Ibanez BL10). Und ja - ich habe die Suchfunktion genutzt. Nicht nur im Forum ebenso auf anderen Seiten.

Die E, A und D Saiten der Gitarre sind perfekt oktavenrein.
Die G, B und E Saiten hingegen nicht. Logische Schlussfolgerung? Richtig - die Reinheit einfach am Saitenreiter justieren.

Bisher musste ich noch keine Gitarre oktavenrein stimmen, habe mich daher vorher darüber informiert.
Im 12. Bund sind alle 3 Saiten etwas zu hoch Daher habe ich, bei der G Saite angefangen, die Schraube am Saitenreiter nach außen gedreht und die Saite, wie in vielen Tutorials beschrieben, neu gestimmt.
Jedoch kann ich die Schraube bis nach draussen drehen - die Saite wird zwar immer wieder tiefer, aber nach neuem Stimmen ist sie immer noch unrein, es gibt keinerlei Veränderung zwischen der falschen Stimmung im 12. Bund. Ganz egal an welcher Position sich die Schraube befindet.
Genauso bei der B und der E Saite.
Ich hoffe dies war recht verständlich.

Handelt es sich hier um Bundunreinheit oder einfach nur einen dummen Fehler meinerseits?


Vielen Dank und guten Abend!
 
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hALLOOchen,


hört sich verdächtig nach "uuhralten" Saiten an.:) Da die ersten 3 Stimmen, müsste die Mensur (Saitenlänge vom Sattel bis zum Stegreiter) z.B. 648 mm oder so sein.
Ist schwer vorstellbar, aber die Intonation (Oktavenreinheit) verändert sich rapide mit dem Alter derselben. Bundunreinheit + Länge der frei-
schwingenden Saite, die Mensur

http://www.baroquebows.net/contenuti/calculator.htmlist das geeignet nachzutesten. (Stimmt meist, der Rechner immer) Viel Glück u. Erfolg.

P.s. die Höhe der Stegreiter spielt auch 'ne Rolle, nennt man Spannungszulage
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorerst - vielen Dank für die Antwort.

Alte Saiten sind auszuschliessen, da ich diese vor ca. 2 Wochen gewechselt habe.
Genrell wechsel ich diese spätestens alle 3-4 Monate (Elixier 009 - 042), da ich diesen Verzug mit veralteten Saiten kenne.
Anzumerken ist vielleicht, dass diese Unreineheit noch nie so da war - erst seit dem neuen Satz Saiten.

Kann es durch die Temperatur draussen bedingt sein? Aber da würden ja alle Saiten falsch sein sein, und nicht nur 3 ...

Wie kann ich die Spannungszulage ändern? Nur für den Fall, falls es daran liegt.

Das mit der Mensur schau ich mir heut Abend an, muss nun los.
 
Da die ersten 3 Stimmen, müsste die Mensur (Saitenlänge vom Sattel bis zum Stegreiter) z.B. 648 mm oder so sein.

Aha und woher nimmst Du diese Erkenntnis? Die Mensur wird doch durch den doppelten Abstand von Sattel und 12. Bund definiert. Darauf müssen die Saitenreiter initial eingestellt werden. Anschließend folgt Kompensation der durch die Biegesteifigkeit der Saiten hervorgerufende Mensurverkürzung.

Alte Saiten sind auszuschliessen, da ich diese vor ca. 2 Wochen gewechselt habe.
Aha!

Anzumerken ist vielleicht, dass diese Unreineheit noch nie so da war - erst seit dem neuen Satz Saiten.
Der natürlich die Bundreinheit verändert hat. Hmm.:gruebel: Also...

Als erstes googeln beide nach Bundreinheit und Okatvreinheit, um den Unterschied zu lernen und

als zweites schmeißt Du insane_duck diesen Satz weg und ziehst neue Saiten auf. Dann sehen wir weiter!

Bis dahin ist alles andere pure Spekulation bis Blödsinn!

Ulf
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Antwort, DerOnkel.

Der Unterschied zwischen Oktavenreinheit und Bundreinheit ist mir durchaus bewusst, nur um das anzumerken. Falls das bei meinen vorherigen Posts in irgendeiner Art und Weise unklar erschien, bitte ich um Entschuldigung.

Da werde ich das mit dem neuen Satz mal machen. Für einen Schüler ohne Einkommen sind zwar schon 10€ für einen neuen Satz problematisch, aber wenn es eine Lösung darstellt nehm ich das gern in Kauf.

Grüße.
 
Da werde ich das mit dem neuen Satz mal machen. Für einen Schüler ohne Einkommen sind zwar schon 10€ für einen neuen Satz problematisch, aber wenn es eine Lösung darstellt nehm ich das gern in Kauf.

Ich vermute, daß sich Dein Problem mit hoher Wahrscheinlichkeit dadurch lösen wird, denn die Massebelegung einer Saite kann produktionsbedingt durchaus Schwankungen unterliegen. Ist die Massebelegung nicht homogen über die gesamte Länge, dann hat das Folgen für die Entstehung der Teiltöne. Im Extremfall klingt so eine Saite einfach unrein, da die Dispersion (Teiltonspreizung) zu groß ist.

Ich weiß zwar nicht, wo Du Deine Saiten kaufst, aber der Onkel verwendet seit Jahren EXL120 von Daddario. Die sind eigentlich überall für 4 bis 5 Euronen zu haben!

Ulf
 
Ich weiß zwar nicht, wo Du Deine Saiten kaufst, aber der Onkel verwendet seit Jahren EXL120 von Daddario. Die sind eigentlich überall für 4 bis 5 Euronen zu haben!

Im Musikladen neben an. Neben an = 25 km entfernt in der nächsten Stadt. Als unflexibler und dazu noch mittelloser Möchtegernmusiker hab ich es da nicht leicht, vorallem bei solch Wetterbedingungen wie heut.
Um meine Geldtasche ein wenig zu schonen, werde ich auf die von Dir genannten Saiten zurückgreifen. Diese nutzte ich auch eine Zeit lang, jedoch waren sie mir zu schnell abgespielt.
 
Beim Musikladen nebenan zahlt man natürlich immer einen gewissen Adder! Da ich immer ein paar Sätze mehr übers Jahr benötige, bin ich unlängst auf 5er oder 10 Pakete umgestiegen, die natürlich "aus dem Internet" direkt ins Haus kommen.

Ulf
 
Ja. Aber mehr als 1-2€ sind es kaum. In der Masse macht es sich jedoch schon bemerkbar.
Da es sich ja nur um einen Versuchssatz handelt, ob das Problem damit zu lösen ist, geht das schon in Ordnung.
Ich erstatte schnellstmöglich Bericht ob es funktionierte.

Vielen Dank für die Hilfe, DerOnkel.
Um anzumerken - guitar-letter.de gefällt mir.
 
---------- Post hinzugefügt um 18:18:21 ---------- Letzter Beitrag war um 18:15:04 ----------

Aha und woher nimmst Du diese Erkenntnis? Die Mensur wird doch durch den doppelten Abstand von Sattel und 12. Bund definiert. Darauf müssen die Saitenreiter initial eingestellt werden. Anschließend folgt Kompensation der durch die Biegesteifigkeit der Saiten hervorgerufende Mensurverkürzung.

Danke, das war 'mal eine konstruktive Kritik;)
In der Tat kann man das nicht immer wissen. Aber mithilfe des Rechners im Link
kann man die Mensur auch anhand der Bundabstände zumindest ableiten.
Wie der Onkel sagt, z.B. vom Sattel zum 12. Bund
abmessen u. dann verdoppeln.
Bundunreinheit gibt's in der Regel bei Gitarren "von der Stange" nicht.
Probier das doch 'mal aus, mit neuen Saiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bundunreinheit gibt's in der Regel bei Gitarren "von der Stange" nicht.

Aber, aber! Wenn das Griffbrett einer Gitarre nicht bundrein ist, dann ist das Instrument unspielbar, da es nicht sauber intonieren kann! Das ist ein eindeutiger Mangel. Soviel Mühe müssen sich die Hersteller schon geben!

Die Positionierung wird natürlich um so schwieriger, je kleiner die Mensur ist. Ich hatte da unlängst eine Sopran-Ukulele in der Hand, die jetzt wieder an der Wand des Händlers hängt...

Probier das doch 'mal aus, mit neuen Saiten.
Na, soweit waren wir doch schon, oder?

Ulf
 
Aber, aber! Wenn das Griffbrett einer Gitarre nicht bundrein ist, dann ist das Instrument unspielbar, da es nicht sauber intonieren kann! Das ist ein eindeutiger Mangel. Soviel Mühe müssen sich die Hersteller schon geben!

Ulf

Jetzt steh ich auf dem Schlauch - roestie schreibt ja gerade, dass Bundunreinheit in der Regel nicht mehr vorkommt. Hast du vielleicht das "un" überlesen?

Rudi
 
Hoppsa, das un hat der Onkel doch glatt überlesen! :eek:

Aber dann verstehe ich den Rest leider nicht mehr. Bei "von der Stange" kommt Bundunreinheit in der Regel nicht mehr vor, okay! Und die, die nicht von der Stange sind also die Custom-Modelle, die ja wesentlich teurer sind, bei denen kommt das dann doch noch vor? Hmm....

Ulf

ps: Ich gebe zu, jetzt wird es spitzfindig! ;)
 

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