Gitarre spielen mit Kopfhörer + Spotify/Youtube

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Abbuzze
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Hi,

ich spiele schon eine Weile E-Gitarre, bislang war es kein Problem das einfach mit meinem Verstärker zu tun. Nach einem Umzug passt das aber nicht mehr so, daher möchte ich jetzt vermehrt mit Kopfhörern spielen.
Mein Ziel ist dabei, mit Kopfhörern zu Spotify/Youtube Musik zu spielen.

Mein Marshall MG100DFX Verstärker hat zwar ein CD In, an den ich mein Smartphone anstöpseln kann und dann Musik abspielen kann, das hört sich aber leider sehr grausig an (eigentlich fast nur dumpfer Bass zu hören).

Ich hatte mir jetzt gebraucht mal ein Steinberg UR12 Audiointerface gekauft um mir das spielen am PC zu ermöglichen. Meine Kopfhörer habe ich direkt an das UR12 angeschlossen und mit der kostenlosen Amplitube Version ein wenig herumprobiert.
Leider habe ich hier aber eine merkbare Verzögerung zwischen dem gespielten und der Soundausgabe. Packe ich mein Digitech Drop Gerät noch dazwischen, wird die Verzögerung so groß, das es wirklich gar keinen Spaß mehr macht.

Eventuell habe ich hier nur grundlegende Einstellungsprobleme, aber mit allem was ich bislang probiert habe, habe ich mit diesen Einstellungen noch die geringste Verzögerung.
E Gitarre Amplitude.PNG


Bei der Buffersize ist 512 das einzige, was im Menü verfügbar ist.

Bin ich einfach nur zu Anspruchsvoll? Muss man mit einer gewissen Verzögerung rechnen, wenn man mit einem Interface am PC spielt? Ist das Interface zu "schlecht" oder meine Einstellungen einfach komplett daneben?
Fragen über Fragen.

Ich hätte gedacht, für mein Ziel mit Kopförern zu Musik zu spielen, ist der PC wohl eigentlich die beste Lösung. Oder gibt es hier doch bessere, die ich nicht auf dem Schirm habe?

Das herunterstimmen der Gitarre mit dem Effekt ist mir schon sehr wichtig, da viele verschiedene Tunings spiele und natürlich im besten Fall nicht immer manuell stimmen möchte. Funktioniert z.B. der Pitch Shifter in Amplitube eventuell genau so, nur ohne deutlich mehr Verzögerung?

Ich würde mich über ein bisschen Input sehr freuen :)

Besten Dank und beste Grüße
 
Hallo,

bin in sachen Interface und Einstellung leoder auch nur amateur und da können andere sicherlich besser helfen und beobachten werde ich das Thema auch.

Was ich aber zu meiner erfahrung sagen kann, das ich mit einem Mac viel viiieel besser klar kam. als mit meinen Windows rechner. Und der mac mini war damals aus 2013.


Aber nun zum anderen Punkt. Ich denke da gibt es mittlerweile andere bessere Möglichkeiten und preislich auch attraktiv. Zb Mooer Prime serie, haben nen akku, klemmste an deinen gurt oder so, Gitarre und Kopfhörer dran: Und kannst vom Handy aus musik da drauf abspielen lassen und zu jammen. Mit einem Fusskontrolltaster kannst sogar noch presets ändern. Und wenn du willst sogar noch am Handy über das interne Interface vom Mooer Prime aufnehmen.

Solche multieffekt geräte sind heutzutage schon was feines. Und einige bieten mittlerweile auch schon bluetooth verbindung mit an.
 
Hier werden sich hoffentlich noch Leute melden, die mehr Ahnung von der Materie haben als ich aber zunächst würde ich sagen, das die Buffer Size von 512 zu hoch ist. Eventuell kann man dies in der Konfiguration des ASIO Treibers direkt einstellen. Was kann denn der Button „Control Panel“, neben dem „ASIO“?
Ausserdem ist der Pitch Shifter auch digital und die Latenzen addieren sich. Besser wäre es diesbezüglich, wenn das Pitch Shifting im PC stattfinden würde.
 
512 ist zu hoch. Werte um die 100 müssten besser funktionieren. Dann ist die Latenz weniger
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Wenn es zu knacken anfängt etwas mehr Puffer geben. Sonst kann man soweit runter gehen bis es mit der Verzögerung erträglich ist.
 
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ich spiele schon eine Weile E-Gitarre, bislang war es kein Problem das einfach mit meinem Verstärker zu tun. Nach einem Umzug passt das aber nicht mehr so, daher möchte ich jetzt vermehrt mit Kopfhörern spielen.
Mir ging´s nach meinem Umzug in meine erst eigene Wohnung ähnlich. Ich hab mir dann irgendwann kleine, batteriebetriebene Amps von Blackstar und Laney gekauft, die sich über Kopfhörer spielen lassen. Außerdem verfügen sie über einen 3,5 mm AUX IN und die Möglichkeit sie per Bluetooth mit einem Gerät zu koppeln.
Das schöne ist, ich kann die kleinen Teile bei schönem Wetter auch mit auf meine Terrasse raus nehmen und dort etwas spielen und bin nicht an meinen Schreibtisch gebunden. Am Schreibtisch wiederum nehm ich meistens ein 3,5 mm Klinkenkabel um die Amps mit dem PC zu verbinden, auch wenn das über Bluetooth machbar wäre.

Hier mal mein Review zu den Amps: Thema '[Amp] Laney MINISTACK-B-LION vs. Blackstar FLY 3 Bluetooth'
Wobei ich aber mein Fazit von damals ein bisschen revidieren muss. Was den Sound angeht betraf das geschriebene nur den Sound aus den Speakern und nicht über Kopfhörer. Über die klingen sie nämlich alle recht ähnlich. Da kommt´s dann auch etwas auf die verwendeten Kopfhörer an. Mit meinen AKG-Studio-Kopfhörern klingt alles ein bisschen nasal. Jetzt hab ich aber seit kurzem noch ein JBL-Gaming-Headset, das natürlich vom Klang ganz anders abgestimmt ist, mit dem alles viel runder klingt.
Und selbst über die Speaker ist das einfach Gewohnheit. Da klingen sie einfach recht unterschiedlich. Im direkten Vergleich würde ich sagen, dass der Blackstar nasaler und dünner klingt und die Laneys dumpfer und bassiger. Wobei man das alles aber über den Tone-Regler jeweils etwas ausgleichen kann.

Meine Empfehlung wäre: Wenn man Bluetooth nutzen möchte, ist der Blackstar die bessere Wahl. Wenn man aber ein 3,5 mm Klingenkabel verwendet, würde ich zu den Laneys tendieren, da man die Lautstärken von Amp und Eingangs-Gerät über die vorhandenen Potis besser aufeinander abstimmen kann.

Mittlerweile spiele ich Zuhause fast nur noch über diese kleinen Amps und über Kopfhörer. Auch immer wieder abwechselnd alle drei. Mich holen sie total ab, weil sie halt auch örtlich flexibel sind und über Kopfhörer relativ gut klingen, für mein Empfinden.

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Ich verwende zwei kleine AMP Modeller. Die kann ich über USB mit dem Laptop verbinden und wenn ich am Laptop den Modeller als Soundausgabegerät auswähle, kann ich da sehr schön beispielsweise zu YT dazuspielen. Oder die Gitarre direkt in einer DAW aufnehmen. Kostenpunkt 240 (Valeton GP200) bis 340 (Ampero 2 Stomp) Euro, Preise lt. Thomann Website. Die haben beide richtig gute Sounds drauf. Ohne Latenzprobleme.
 
Hi, vielen lieben Dank für die ganzen Antworten.

Beim Klick auf "Control Panel" konnte ich tatsächlich dann doch unter 512 Buffer gehen, allerdings kommt bei allem unter 512 (schon bei der nächst kleineren Stufe von 384) kein korrekter Sound mehr bei raus. Eine Sekunde recht klarer Sound, dann mehrere Sekunden nur noch Störgeräusche, immer abwechselnd. Dabei ist meine PC CPU eigentlich gut (Ryzen 7800X3D).

Das mit den AMP Modellern bzw. Effektgeräten hatte ich so nicht auf dem Schirm. Hört sich für meinen Anwendungsfall aber wirklich sehr passend an.

Das Mooer Prime P2 (mit dem 4er Footswitch) ist preislich auch recht attraktiv (knapp 200€). Vielleicht probiere ich das einfach mal aus.
 
Ich spiele das jetzt seit drei Jahren und bin recht zufrieden. In meiner Sig findest du, falls es dich interessiert, ein paar Soundbeispiele. Interessant vielleicht im letzten Soundbeispiel der Bass. Das ist dieselbe Gitarre wie die Leadgitarre und zeigt meines Erachtens, wie vielseitig diese Modeller sein können. Du brauchst aber einen guten Kopfhörer oder eine gute Anlage um den zu hören, weil ich den bewusst auf tiefe Frequenzen beschränkt hab, gefällt mir halt so.
 
Beim Klick auf "Control Panel" konnte ich tatsächlich dann doch unter 512 Buffer gehen, allerdings kommt bei allem unter 512 (schon bei der nächst kleineren Stufe von 384) kein korrekter Sound mehr bei raus. Eine Sekunde recht klarer Sound, dann mehrere Sekunden nur noch Störgeräusche, immer abwechselnd. Dabei ist meine PC CPU eigentlich gut (Ryzen 7800X3D).

Das ist seltsam. Geh mal ins Asio Control Panel und gucke, mit welcher Samplerate das läuft. 44.1 oder 48 sollten es für gute Performance sein, nicht höher.
Ich kann auf meinem Macbook Air alles ohne Probleme mit 32 Samples Puffergröße betreiben, das ging auch schon auf meinem alten Mac von 2010 so, am Rechner sollte es normalerweise nicht liegen, allerdings bin ich mit Windows und Audio auch nicht mehr sehr vertraut, da gibt's ja einfach sehr viele Abhängigkeiten.
 
Aha, die Buffer Problematik ist gelöst. Wenn ich das ASIO Panel direkt in Windows öffne, bevor Amplitube läuft und dort 32 Buffer Size eintselle (Samplerate 44.1), kann ich danach auch die 32 in den Amplitube Settings einstellen und es läuft ohne Störgeräusche. Wenn ich das ASIO Control Panel über Amplitube aufrufe und das gleiche auswähle, gibts die beschriebenen Sound Probleme. Mit 32 Buffer Size hört sich das ganze schon deutlich besser an (wenn auch immer noch mehr Verzögerung als Gitarre direkt in der Verstärker? Kann mich aber auch täuschen).

Besten Dank für eure Hilfe.

Allerdings bin ich jetzt trotzdem stark an einem Effektgerät interessiert und werde wohl mal eins kaufen müssen :)
 
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wenn auch immer noch mehr Verzögerung als Gitarre direkt in der Verstärker?

Das kann sein. Interfaces haben streckenweise recht unterschiedliche "Eigenlatenzen", abhängig vom verbauten Chipset, der Firmware und den Treibern. Die Unterschiede können da tatsächlich recht groß ausfallen. Und auch wenn dein UR12 sicherlich solide ist, so kann man dem auch ein in digitalen Maßstäben gemessen ziemlich hohes Alter (>10 Jahre) attestieren. Günstige Interfaces mit sehr kleinen Latenzwerten sind vermehrt eigentlich erst in den letzten Jahren auf den Markt gekommen. Vielleicht willst du dich da ja verbessern - dann nur her mit den Fragen.
Ob man die Unterschiede dann wirklich deutlich bemerkt, steht übrigens nochmal auf einem anderen Blatt, das Thema Latenz (also Verzögerung) ist tatsächlich vielschichtiger, als man denken mag.

Allerdings bin ich jetzt trotzdem stark an einem Effektgerät interessiert und werde wohl mal eins kaufen müssen

Also, wenn du einen kleinen und mMn wirklich sehr kompetenten "Sparringspartner" für Kopfhörerübesessions suchst, speziell in Kombination mit von mobilen Endgeräten gestreamten Tracks (woher auch immer die kommen mögen): Ich habe mir kürzlich ein Valeton GP-50 gekauft und finde das genau für solche Zwecke (und für mehr) schlichtweg sensationell. Läuft auch mit eingebautem Akku (ca. 4 Stunden), Backintracks kann man sehr einfach per BT reinstreamen und die Sounds sind, wenn man auch ein paar Dinge ausprobieren muss, streckenweise großartig. All das für €119.

Ich habe hier schon ein wenig mehr dazu geschrieben:
Beitrag im Thema 'Valeton GP-5 User Thread'

Wenn du an sowas Interesse hast, kann ich gerne noch mehr dazu schreiben.
 
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Ich verwende dafür den Tonex Plug.
 

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