[Gitarre] Strandberg Boden OS 7


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Strandberg Boden OS 7

So, ich hab mich dazu entschieden diesmal gleich in der ersten Woche ein „Honeymoon-Review“ zu schreiben :love:

Hier kommen jetzt also ganz frische Eindrücke einer eher speziellen Gitarre, die ich sicher mit der Zeit noch präzisieren oder auch relativieren werde aber heute gibt´s die frische, emotionale Entdeckungstour der Strandberg Boden OS 7!
IMG_1225.jpg

Vorgeschichte:
Zu 7-Saitern kam ich eigentlich aus einer fixen Idee heraus. Eine Nachbarband aus dem Probekeller fragte mich, ob ich nicht Bock habe auch bei ihnen Gitarre zu spielen, auch weil sie neuen Input wollten. Die Band ist im Stile des 90`Crossover, sollte aber auch etwas moderner werden.
Ich dachte mir also, ich hätte Bock auf tiefer gestimmte Gitarren und hab mich dann für eine 7-Saiter entschieden, einfach weil ich ja schon eine Band habe in der ich meine Strat zocke (und ich brauchte natürlich eine neue Gitarre, wer will denn Crossover mit ner Strat spielen...hust, Tom Morello,hust)

Also ein paar angezockt und eher gelangweilt gewesen von den sehr stereotypen „Metalgitarren“, die da so angeboten werden. So fiel die Wahl auf eine Jackson JS22-7 Dinky SB, die optisch fast noch die beste war, stimmstabil wirkte und vor allem nur 260€ kostete. Und weil ich ja neue Gefilde erobern wollte packte ich mir noch einen EMG 85-7 rein (nur Bridge + Vol-Poti).
IMG_1234.jpg

Diese Gitarre kann nun genau eine Sache ganz ok, das ist voll auf die Fresse und für mich schreit sie auch danach, dass sie als 7-Saiter auch nur dafür da ist, dass man noch eine tiefere Saite hat, mit der man noch mehr auf die Fresse kann.
Sie ist mit ihrer 26,5er Mensur so groß, dass sie nicht wirklich Spaß macht, man keine 6-Saiter Sachen drauf spielen will, dass Fretboard wirkt endlos breit, usw.
Ich nehme sie also zu Proben in die Hand und das war´s. Macht auch wenig Spaß damit kreativ zu sein.

Beste Voraussetzungen also, um sich noch eine zu kaufen! :D

Warum also? Eigentlich gibt es nur einen Grund: Es stehen Gigs an und ich werde den Teufel tun mich einzig und allein auf meine Jackson zu verlassen! Nein, ich denke es ist echt furchtbar peinlich nur mit einer Gitarre zum Gig zu kommen und sich bei gerissener Saite entweder eine Gitarre bei den Kollegen leihen zu müssen (Geht sicher super bei ner 7-Saiter) oder schnell eine neue draufzuziehen. Das geht vielleicht noch mit unter 20 aber der Zug is abgefahren...

Also braucht es eine Neue! :cool:
Nur was? Optisch ist grundsätzlich alles beim Alten geblieben, 7-Saiter sehen aus wie, als ob auf allen der Hinweis „Metal only!“ klebt und das langweilt mich weiterhin.
Nun habe ich schon vor einer Weile hier im Board die Gitarren von Claas kennengelernt und steh voll auf die Leviathan, die ich letztes Jahr bei der Holy Grail Guitar Show auch schon in der Hand hatte. Claas macht ja auch viel Headless, ich war mir aber nie ganz sicher, ob ich eher mit oder ohne Kopf nehmen würde.
Egal, die Dinger kosten sowas wie dreieinhalbtausend und fallen damit leider ganz weit raus...

Aber dann kam ein Angebot in den Kleinanzeigen...und war immer noch zu teuer :weird:

Aber ich war angefixt und durch Zufall fand ich dann eine Standberg Boden OS7 in den Anzeigen, und dass auch noch in Berlin!
Die Farbe fand ich etwas...naja, und ich war mir eigentlich auch bei der Form gar nicht sicher aber die Specs dieser Gitarre haben mich so sehr überzeugt, auch weil der Vorbesitzer die EMG 707 gegen Bareknuckle Juggernauts getauscht und dazu den Toneknob durch einen Splitschalter ersetzt hatte.
Also mussten nur meine PRS Mark Holcomb, ne Garmin Fenix 5 und meine Audeze LCD-2 (ach, um die tut´s mir leid...) gehen und schon konnte die Strandberg kommen!

Also auf ans Eingemachte, hier ist meine Strandberg Boden OS 7:
IMG_1233.jpg


Specs:
Bolt-On construction

Book-matched Flame Maple top

Chambered Swamp Ash body

Torso carve, arm bevel

EndurNeck™ profile neck

5-pc (3x) Birdseye Maple neck with Carbon Fiber/(2x) rosewood fillets

Birdseye Maple fretboard

26.25” – 25.5” scale

20” radius

24 x stainless steel frets

.strandberg* EGS Series 4 fixed bridge

EMG 707X pickups

3-way switch

Ebony Volume/Tone controls

Black hardware

Glow in the dark side dot markers

Glow in the dark fret markers (offset low > 12th < high)


Strandberg baut soweit ich weiß, ausschließlich Headless Gitarren, in verschiedenen Varianten und drei verschiedenen Linien: Die Production Line (Original/Original Series), die „kostengünstig“ in Korea gefertigt wird (ab ca 2200€), die Custom Shop Variante, die aktuell von Washburn in den USA gefertigt wird (ca 4000€) und die „Made to Measure“ Variante, bei der man dann mit Ola Strandberg direkt Kontakt hat und die dann voll Custom für dich gebaut wird (Preis wahrscheinlich noch höher ;))
Ich habe eine aus der OS Reihe, die so wie ich das überblicke auch so nicht mehr hergestellt wird, sondern jetzt Original heißt.
In allen Modellreihen kann man im gewissen Rahmen sich z.B. PU Varianten auswählen (z.B. EMGs oder Fishman).

Bei Strandberg heißt es oft „form follows function“, es geht darum, die Gitarre so nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten und sie ergonomisch so zu konstruieren, dass das Gitarrespielen „leichter“ wird.

So kann man beim Korpus anfangen, der von einem Kumpel als „Metal-Zacken-Gitarre“ beschrieben wurde, bis ich deutlich gemacht habe, dass es eigentlich eine normale Stratform ist, bei der der hintere Teil fehlt, damit man an die Tuner kommt und der hintere untere Teil ausgeschnitten ist, damit sie eine weitere Sitzposition ermöglicht, bei der der Hals näher zu einem kommt (ähnlich der klassischen Gitarrenhaltung).
Da kommt dann schnell der Aha-Moment, auch bei Nicht Gitarristen.


Aber ich komme ins Schwafeln und werde lieber mal konkret und fang von vorne an:

Headless?
Das Erste, was ja nun ins Auge springt ist die Headless-Konstruktion. Und ich muss sagen, dass ich das schon immer cool fand, allerdings auch ein großer Fan von Kopflatten-Design bin und so hin und hergerissen war. Aber was soll´s ich wollte sie einfach haben und es ist mal ein Hingucker!
IMG_1227.jpg

Und da die Gitarre nicht in meine Saitenstärke war musste ich ja auch gleich mal ran. Und siehe da, bis auf dass man für die Klemmung am Sattel einen Inbus braucht, ähnlich wie bei Floyd Rose Systeme, ist der Vorgang des Saiten Aufziehens der simpelste, den ich bisher hatte: Die Stimmschraube an der Brücke komplett lösen, dann die Klemmung am Sattel lösen und die Saite rausziehen und bei der neuen Saite umgekehrt.: Von hinten reinstecken (jaja;)), vorne durch den Sattel durch, mit etwas Zug anklemmen und dann die Stimmschraube rauf und stimmen.
Leicht die Saiten dehnen, nachstimmen, fertig. Find ich weniger fummelig als normale Tuner aber da kann man die Kirche im Dorf lassen, vom Handling bis zur Stimmstabilität, finde ich es ähnlich gut wie eine Gitarre mit Locking Tunern. Trotzdem Top!
IMG_1235.jpg

Was ich beim Spielen aber feststellen konnte war, dass es theoretisch möglich ist, sich ganz schön die Finger aufzuschneiden, da 1. die Saitenenden ziemlich spitz vorne rausgucken und auch der Sattel selbst etwas scharf ist. So könnte man bei schnellen Bewegungen hin zum Kopfende (slides o.Ä.) über den Sattel hinauskommen und beim zurückbewegen fies hängenbleiben.

Ist mir nicht passiert und ich habe schon mehrere Sets mit der Gitarre durchgespielt auch mit vollem körperlichen Einsatz aber bei einer klassischen Strat kann dir sowas gar nicht erst passieren.

Größe/Gewicht?
Das zweite was auffällt, wenn man sie dann sieht und in die Hand nimmt ist die lächerliche Größe (das Gigbag ist ne Handtasche, ehrlich! Ich muss jedesmal lachen wenn ich es sehe und ich habe schon mehrmals vergessen, dass ich die Gitarre auf dem Rücken habe) und das nicht vorhandene Gewicht (2,3kg...ich sag nur Lebensqualität!).
IMG_1219.jpg IMG_1221.jpg

Also, selbst wenn die Gitarre nicht gut wäre, dann müsste man trotzdem überlegen, ob man sie nicht behält, fürs Altenteil:opa: oder dem spontanen Hexenschuss.:rolleyes:

Als ich sie zum ersten Mal in der Hand hielt, war mir auch sofort klar, dass ich mit der Gitarre auf die Bühne will, einfach weil es sich wie fast nix anfühlt.:m_git1:

Fanned Frets?:
Fällt auch schnell auf, auch wenn es nur eine sehr geringe Fächerung ist von 25,5 auf 26,25
Hier passten für mich die Specs auch perfekt, als Stratspieler liebe ich die 25,5er Mensur und die leichte Fächerung verspricht eben etwas mehr Saitenzug auf den tiefen Saiten und da ich die tiefste Saite auf A stimme passt das schon. Außerdem spiele ich ja schon die Jackson mit einer 26,5er Mensur, also war klar, dass es mir auch nicht zu groß wird.
IMG_1223.jpg

Die Fanned Frets spielen auf jeden Fall im „Alltag“ keine Rolle, eigentlich merke ich es gar nicht, ist tatsächlich auch eher ergonomisch sinnvoll, weil die Finger selbst automatisch leicht „fächern“ beim am Hals entlang Wandern.
Ob sie zur Stimmstabilität beitragen oder die Intonation dadurch besser ist kann ich nicht wirklich sagen, nur eben, dass die Gitarre sehr stimmstabil ist, besser hab ich es noch nicht erlebt aber nun auch nicht wundersam...eine gute Gitarre kann das natürlich auch mit herkömmlicher Hardware.
Ein Plus sind für mich auf jeden Fall die Edelstahlbünde, für mich das eindeutig bessere Bundmaterial.

Pick Ups/Elektronik?
Bevor ich zum spannenden Teil komm, hier noch die oblgatorischen Infos:
Die Gitarre kam mit EMG707(x?), Drei-Wege-Schalter, Volume- und Tonepoti.
Der Vorbesitzer hat die EMGs durch Bareknuckle Juggernauts getauscht und aus dem Tonepoti ein Coilsplit Schalter gemacht.
Beide Umbauten waren für mich weitere Pluspunkte, da ich weder EMGs wollte noch einen Tonepoti brauche. Außerdem hab ich die Mark Holcomb PRS dafür abgegeben, da ist es doch fast Schicksal, dass ich wenigstens noch Mishas Pus bekomme:)
IMG_1226.jpg

Klang?
Ist immer noch nicht der spannende Punkt für mich aber der wohl grundsätzlich wichtigste bei einem Musikinstrument...aber schwer zu beschreiben...

Die Gitarre klingt schon sehr klar, fast analytisch und ich finde mich schnell dabei, entweder sehr fettes, gainlastiges zu spielen oder sehr „cleane“ cleansounds, offene Arpeggien, o.Ä., sprich es passt auch sehr zu modernen Djentgeschichten, da die Gainsounds sehr aggressiv mittig und schnell daherkommen und die Saitentrennung im allgemeinen sehr fein ist (ist sicher auch den Pus geschuldet).
Für mich genau das, was ich wollte, zu mal ich die Gitarre mit der Splitoption und den PU-Stellungen sehr flexibel finde und man kann natürlich auch vieles andere bedienen.
Nur wirklich Vintage kann sie nicht und ich finde den Dynamikumfang nicht so riesig (auch hier vielleicht wieder die PUs), meine klassische Strat kann in diesen Bereichen die Boden so was von an die Wand spielen, diese Dynamik, dieser Rotz, usw ihr wisst schon.
Aber das muss die Strandberg ja gar nicht, sowas holt man sich nicht, wenn man auf der Suche nach Strat, LP, Tele, o.Ä. ist.

Aktuell hat der Vorbesitzer die Saitenlage recht tief gemacht, was Spaß macht aber auch den Ton härter macht, die Saiten knallen geradezu. Will gerade noch nix daran machen aber ich könnte mir vorstellen, dass ich da noch mal rangehe und schaue ob ich damit das Spielgefühl und auch die Dynamik etwas „verbessern“ kann.

Halsprofil?
Ja, das Halsprofil ist für mich das Spannendste an der Gitarre, fast würde ich mit Worten wie „Gamechanger“ rumwerfen aber ich kann mich gerade noch beherrschen ;)

Zunächst einmal soviel: Wer gerne seine Gitarre zärtlich am Hals hoch nimmt, um über die weichen Rundungen zu streichen, ihn sanft durch die Hand gleiten zu lassen, der hat meinen Segen jetzt angewidert das Review wegzuklicken. Ich unterschreibe 100%ig, dass niemand den „Endurneck“ von Strandberg braucht, noch dass die Gitarre es irgendwie nötig hätte, dass man sie neu erfindet.
Und doch spiele ich mit dem Strandberg-Hals besser. Nicht gefühlt, sondern einfach wirklich sauberer, präziser und schneller.

So, was ist der „Endurneck“ nun?
Das Halsprofil der Strandberg ist nicht rund, sondern eckig! Keine Ahnung, ob es ein Trapezoid ist oder wer weiß was, es ist ein Dreieck, dem die Spitze gerade abgeschitten wurde.
Diese Fläche auf dem Dreieck ist aber nicht der Clou, sondern die Tatsache, dass sie wandert. An den ersten Bünden ist sie näher zu den tiefen Saiten und wandert zum Korpus hin zu den hohen Saiten.
So kann der Daumen auf dieser Fläche mit wandern und rutscht automatisch in eine ergonomisch sinnvolle Position: auf den ersten Bünden näher an den tiefen Saiten, optimal fürs Riffing und auf den hohen Bünden näher an die hohen Saiten für Solozeug.
IMG_1229.jpg IMG_1230.jpg IMG_1231.jpg IMG_1232.jpg


Das wäre jetzt etwas sehr einfach erzählt und nun will ja nicht jeder genau so spielen aber dafür sind die zwei weiteren Seiten des Dreiecks, um dieses Prinzip seinem Spielstil anzupassen, jedenfalls gelingt mir das super intuitiv. Auch das Übergreifen mit dem Daumen geht recht gut (ist eher ein Halsbreite-Problem, könnte mit schmalen Finger schwieriger werden), ist aber nicht der Sinn der Sache und das merkt man auch – kein Vergleich mit einem runden Hals.
Mir machts richtig Spaß und ist wirklich förderlich für mein Spiel.

Ich glaube allerdings, dass das nur Sinn macht, wenn man seine Gitarre auch recht hoch am Körper hat, eher wie in sitzender Position, damit man die „richtige“ Handhaltung einnehmen kann. An den Kniekehlen hat man wohl weniger Vorteile von dem Halsprofil.

Fazit?
Ich hatte erst wenig Gitarren, die ich so sehr nicht aus der Hand geben wollte und in den letzten Tagen hatte ich zwar Urlaub aber hab meine ganzen Vormittagsplanungen versaut, weil ich nicht weg von ihr kam...;)
Ich bin vor allem wirklich beeindruckt, dass all die ergonomischen „Verbesserungen“ von Strandberg bei mir funktionieren. Mir macht die Gitarre Spaß, sie ist sooo leicht und klein, ich krieg mich gar nicht ein...und spielt sich so gut, dass ich nun auch mein 6-Saiter Set mit meiner Hauptband einfach mit der gespielt habe (7. Saite ignoriert) und selbst das macht richtig Laune und geht locker von der Hand.
Das sage ich in dem Wissen, dass ich meine Jackson, niemals so spielen würde, genauso wie den gesamt Bestand an 7-Saitern bei Just Music (hab ich angespielt...) da sind die Hälse für mich Fremdkörper, breit wie Sau und ungemütlich.

Ich wurde von Band- und Musikerkollegen in den letzten Tagen oft gefragt wie ich die Boden OS7 finde und mir kam immer ein Wort in den Sinn: überlegen.
Ich weiß, kein sinnvolles Wort für ein Musikinstrument aber das ist die Strandberg für mich.

überlegen.
 
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...und die „Made to Measure“ Variante, bei der man dann mit Ola Strandberg direkt Kontakt hat und die dann voll Custom für dich gebaut wird (Preis wahrscheinlich noch höher ;))
Früher, als Ole noch nicht (so) bekannt war, gab es die Gitarren von ihm für umgerechnet 2600€ (~2008), mittlerweile liegen die bei 4800€... wow.

Und da gibt es dann wahrscheinlich nicht mal den ollen Holzständer für Umme mit bei? Hätte ich mir damals mal eine gekauft, dann wäre ich jetzt reich. :D
 
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Schönes Review! Mich würde mal interessieren, ob sich irgendwo am Instrument ein Clip-on-Tuner sinnvoll anbringen lässt? Headstock gibt's ja keinen und das überstehende Stück Hals hinter der Saitenklemmung sieht auf den ersten Blick recht dick aus - wäre toll, wenn du das mal ausmessen könntest. :)
 
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Dankeschön! Hab ich mich übrigens auch gefragt aber hab meinen wie immer nicht gefunden (ich verlegt die Teile pausenlos) aber ich teste es mal morgen.

@Der Gepuschelte : der Ständer kostet 50€ glaub ich...:eek:und man kann die Gitarre wirklich nirgendwo vernünftig hinstellen. Ich nehme sie in Pausen immer mit auf die Couch, weil ich keinen Platz finde. Werte ich mal als den 1. Minuspunkt, auch wenn ich sie gerne immer dabei habe:D
 
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...weil ich keinen Platz finde. Werte ich mal als den 1. Minuspunkt...
Deswegen habe ich meinen Custom-Bass auch eine Kopfplatte spendiert, den kann ich dann wenigstens irgendwo einhängen.
 
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Und wir haben auch noch unsere Wall of Fame im Proberaum:
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Bin schon am überlegen, wie ich sie trotzdem irgendwie Custom-mäßig an die Wand kriege

@Der Gepuschelte Hammer Bass übrigens:eek::great:
 
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Sehr schönes Review. Ich brauche auch irgendwann mal eine Strandberg. Die Washburn-Variante die ich mal gespielt habe war top verarbeitet und lag toll in der Hand, klang aber leider unglaublich langweilig. Ich hoffe das war nur dem konkreten Modell geschuldet. Sobald eine der aktuellen Korea-Gitarren in den Kleinanzeigen auftaucht könnte ich schwach werden (oder die japanischen Sugis, die es ja auch gibt, aber von denen man hier leider nichts mitbekommt...)

Bin schon am überlegen, wie ich sie trotzdem irgendwie Custom-mäßig an die Wand kriege

Wie wäre es hiermit?

Ich nutze sowas für eine Gitarre und es klappt genau wie es soll und sieht super aus.
 
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Früher, als Ole noch nicht (so) bekannt war, gab es die Gitarren von ihm für umgerechnet 2600€ (~2008), mittlerweile liegen die bei 4800€... wow.

Und da gibt es dann wahrscheinlich nicht mal den ollen Holzständer für Umme mit bei? Hätte ich mir damals mal eine gekauft, dann wäre ich jetzt reich. :D

Reich? Note ich war Besitzer von Nummer 9 und alle die er selber gebaut hat waren in der Qualität absolut nicht gut. Ein Freund von mir hat sich dann auch eine bauen lassen und hat gut 1500 Euro mehr bezahlt und die war schlechter als meine und meine war schon nicht gut. Wobei meine noch komplett ohne cnc war.

Finger weg von seinen Handmade Gitarren. Die Boden die über washburn gebaut werden sind allerdings okay jedoch hat seine Hardware ein paar gravierende Design Fehler aber ich will hier niemanden die Freude verderben. Meine Erfahrungen mit Ola sind nicht gut. Auch sein Customer Support lässt zu wünschen übrig. Mein Kumpel wartet nun seit 2 Jahren auf dem ihm versprochenen potiknopf weil der alte komplett abgeblättert ist. Das Austausch Tremolo hatte er wenigstens „schon“ nach wenigen Monaten bekommen.

Also Strandberg Custom Shop -> Finger weg!
Boden -> okay, aber eigentlich zu teuer für das wo die Gitarren gefertigt werden. Andere Firmen bieten Gitarren mit gleichen Speck um weitaus weniger Geld an. Hier zählt man schon mal gut 500-1000 € mehr fürs Design bzw. die hauseigene Hardware / Tremolo
 
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Die Boden die über washburn gebaut werden sind allerdings okay jedoch hat seine Hardware ein paar gravierende Design Fehler aber ich will hier niemanden die Freude verderben.
Boden -> okay, aber eigentlich zu teuer für das wo die Gitarren gefertigt werden. Andere Firmen bieten Gitarren mit gleichen Speck um weitaus weniger Geld an. Hier zählt man schon mal gut 500-1000 € mehr fürs Design bzw. die hauseigene Hardware / Tremolo
Kannst du das erste ein wenig ausführen? Als potentieller Käufer wäre es schön zu wissen worauf ich achten sollte. Wie gesagt war die USA-made die ich mal kurz zum Test hatte von der Verarbeitung her top.
Mit den Specs hast du fast recht. Ich finde das Design und die Art von Ola cool, das wäre für mich auch ein Grund Strandberg zu kaufen, allerdings geht es mir in erster Linie um Fanned Frets und den Endurneck. Gibt es da andere Hersteller, die das bauen und die du empfehlen würdest?
 
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Alex, da verwechselst du was. Ein kurzer Blick nach Gibson sollte doch klar machen, dass der aufgedruckte Name gerne mehr Wert ist als das eigentliche Produkt dahinter. :D

Meine Theorie ist ja, dass der Ole damals Glück hatte, das Tosin Abasi (?) eine seiner Gitarren gekauft hat, sonst würde den wahrscheinlich heute kaum einer kennen, obwohl ich das Design ja grundsätzlich super finde, ich habe mir davon ja auch was für meinen Custom-Bass abgeguckt. :)
 
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Ich würde auch gerne wissen, welche Design Fehler du meinst. Ich persönlich finde nur den Sattel etwas scharfkantig und die Tuner sind manchmal etwas schwergängig, ist bei dem Design natürlich aber logisch...

Ich hab ja nun die Korea Variante, die mit 2200 zwar recht teuer ist, allerdings wüsste ich nicht, was man in der Preisklasse für ähnliche Gitarren bekommen könnte. Insofern passte für mich das Preis/Leistungsverhältnis recht gut. Aber klar, wenn eine Gitarre dann einfach schlecht gemacht ist, dann ist es natürlich zu viel, vor allem noch, wenn es eine CS Variante ist.
Und kannst du noch was zum Tremolo sagen? Bin am überlegen, ob ich mir noch eine mit Tremolo hole, da hätte ich gerne noch Erfahrungsberichte.

@lax_flow danke für den Tipp mit dem Wandhänger:great: den hole ich mir.
Ich glaube der Endurneck ist patentiert und den bekommst du wirklich nur bei Strandberg.
 
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und die Tuner sind manchmal etwas schwergängig, ist bei dem Design natürlich aber logisch...
Naja, die passenden, ollen Axiallager würden das Stück unter einem Euro kosten... allerdings verbaut nicht mal ABM die Dinger, obwohl das die Ergonomie drastisch verbessern würde. :D

Meinen Bass habe ich diesbezüglich mal "gepimpt":

12002570_1463607707302774_982921679870533836_o.jpg


Seitdem stimmt sich das Teil butterweich. :great:
 
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Ich glaube der Endurneck ist patentiert und den bekommst du wirklich nur bei Strandberg.
Patentiert ist der Endur-Neck in der Tat, aber Ola verkauft durchaus auch Lizenzen dafür an andere Hersteller.
Mir fällt da Frank Montag ein ( https://www.montagguitars.de/bestellen/konfigurator.html ), der bietet das auch an. Eines seiner Modelle (Alia Headless) geht dann auch sonst so in etwa in die selbe Richtung wie Strandberg mit der Boden. Für Made in Germany preislich sogar noch nicht einmal besonders abgehoben, wenn man das mal mit der Korea-Boden vergleicht. Höchstens die (wahrscheinlich lange) Wartezeit könnte da noch ein Knackpunkt sein...
 
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Würdest du die Gitarre weiterempfehlen ?
 
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Ich habe die Boden Original 7, die ich mir letztes Jahr vorbestellt hatte, nach 1,5 Stunden wieder verpackt und zurück geschickt. Die neue Serie kommt nicht mehr aus Korea, sondern aus Indonesien. Und dort scheint einiges schief zu laufen. Das Teil hatte 0 Sustain und zahlreiche Deadspots. Der Ton ist extrem schnell abgeklungen und das trotz perfekter Saitenlage. Das Finish war höchstens mittelmäßig - ich hatte auf jeden Fall nicht das Gefühl, eine über 2.000 Euro teure Gitarre in der Hand zu halten. Für das, was geliefert wurde, wären 500 Euro ausreichend gewesen. Zusammen mit den wirklich üblen Deadspots fiel die Entscheidung, die Gitarre ganz schnell zurück zu schicken, nicht schwer.
 
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Hey, hier meine Bestandsaufnahme:
1. Ich hab im GAS Anfall die Strandberg verkauft:D
Ich bin absoluter Stratspieler und hab mich beim testen in eine American professional verliebt...und da ich schon immer eine brandneue Fender Strat wollte (mein Waynes World Moment;)) musste die einzige Gitarre gehen, die den Traum finanzieren konnte:nix:

Auf die Qualität öässt das aber nicht schließen.
2. Die Strandberg, die ich hatte war die beste Gitarre, die ich je hatte in Punkto Verarbeitung (da waren andere gleichwertig, PRS o.Ä.) und Bespielbarkeit (da kam bisher nix ran). So kann ich sie 100% weiterempfehlen.
Der Klang ist natürlich sehr subjektiv. DIe Bareknuckle Juggernauts sind glaub ich nicht die beste Wahl, da hätte ich noch gerne mal andere gehört, insgesamt klingt sie sehr ausgewogen und präsent, die Kombination Ahornhals/Griffbrett und ziemlich gechamberter Esche Body ist aber sehr Höhen- und Mittenreich. Für härtere Sachen finde ich eigentlich Palisander Griffbretter besser, allerdings hab ich auch die Rückmeldung bekommen, dass die Gitarre live gerade bei SInglenote Riffs Super direkt, knallig, Punchy, naja, ihr wisst schon ist.

3. Ich hab jetzt auch schon öfter von enttäuschten Strandberg Käufern gelesen, Allerdings von den Customs bis zu den Korea/China/ Indoniesien Modellen. Die anderen Käufer sind eher wie ich und total begeistert. DIe Qualität scheint also etwas schwankend zu sein, wobei ich mir auch vorstellen kann, dass einige mit der Ergonomie und vor allem dem Hals nicht klarkommen und daher enttäuscht sind.
Ich hatte auch überlegt, ob ich es wagen soll und mir die Classic bestellen, um zu gucken, ob ich da einen Strat Ton finde. Die kommt nun aus China und kostet auch 1500. Klar können die auch Gitarren bauen aber für das selbe Geld konnte ich mir eben eine Fender holen, die mir sicher einen traumhaften Strat Ton bietet...da hatte ich keine Lust auf Experimente.

@Atomic sowas ist echt Mist...gerade bei solchen Gitarren, gibt es da für mich auch keine Entschuldigung mehr. Klar, wenn du ne Vintage Strat willst, dann lebt du mit einem im Grunde miserablem 5 Schrauben Trem und den ganzen anderen "Fehlern" einer Strat. Bei so modernen Highend Instrumenten geht das nicht, da erwarte ich mehr...

Naja, mein Fazit ist, mit mehr Geld hätte ich sie noch und ich hätte weiterhin große Lust auf eine Classic, bzw eine Prog mit Trem...aber auch da gilt: ich brauche mehr Geld:D
 
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@FullTilt Ich war megaenttäuscht. Die Vorfreude war riesig, ich hatte allerdings sofort Bedenken, als ich gehört hatte, dass die den Produzenten der "günstigen" Productionmodelle gewechselt haben. Meine war eine der ersten Gitarren, die von Cort in Indonesien gefertigt wurden. Ich war dann schon beim Auspacken enttäuscht. Die Maserung war langweilig, die Verarbeitung ok, aber haptisch und optisch halt 0 Unterschied zu dem, was LTD & Co für 500-600 Euro auch können. Am geilsten war, dass die Gitarre out of the Box nicht funktioniert hat, weil der 9V-Block leer war! WTF...

Der Klang mit den Fishman Fluence war ok, aber das Sustain... Ab dem 14 Bund hatte die Gitarre auf fast allen Saiten Deadspots ohne Ende. Ich habe parallel meine Schecter KM-6 immer wieder in die Hand genommen, um sicher zu stellen, dass das nicht an den Verstärkereinstellungen oder am Gate liegt. Ton auf der Schecter angeschlagen: ordentliches Sustain. Gleicher Ton auf der Strandberg: Ton nach spätestens 1,5 Sekunden tot. Man konnte richtig spüren, wie der Ton durch irgendwelche Resonanzen abstirbt. Ich dachte zunächst, dass sei die Saitenlage, habe das aber penibelst kontrolliert: keinerlei Kontakt der Saite zu den Bünden oder sonstiger Hardware, das war alles perfekt justiert.

2 Tage später habe ich mir dann ne KM-7 MK II für 1.000 Euro bestellt und muss sagen, dass die klanglich und von der Verarbeitung in einer völlig anderen Liga spielt, als die Strandberg für 2.400 Euro.

Die Produktbilder auf der HP sind auch massiv bearbeitet bzw. zeigen sehr fotogene Exemplare. Bei meiner Boden Original 7 war die Maserung kaum sichtbar und der Hals sah einfach nur billig aus.
 

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