Gitarre über Kopfhörer - was brauche ich?

  • Ersteller The Spoon
  • Erstellt am
The Spoon
The Spoon
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
20.02.22
Registriert
01.02.09
Beiträge
1.028
Kekse
4.312
Ort
Frankfurt/Main
Aufgrund eines Umzugs will ich vermehrt dazu übergehen, Gitarre zuhause über Kopfhörer zu spielen. Ich weiß, dass es dazu schon einige Threads gibt, aber diese sind auf der einen Seite z.T. schon recht alt, sodass ich nicht davon ausegehe, dass diese bzgl. des Marktes oder vielleicht sogar technisch auf dem neuesten Stand sind. Zum anderen geht es in diesen Threads fast immer um den benötigten Kopfhörer. Darum soll es hier ausdrücklich NICHT gehen, soweit bin ich nämlich noch gar nicht. Mich interessiert erstmal: Was muss denn zwischen der Gitarre und den Headphones passieren, dass am Ende auch ein zufriedenstellender Sound herauskommt. Wenn das geklärt ist, soll es hier dann zu einer konkreten Kaufberatung übergehen.

Folgendes ist erstmal die Ausgangssituation:
- Ich spiele zuhause bisland über einen cleanen Amp, Verzerrung kommt aus Einzelbodenverzerrern. Und das soll auch so bleiben, sprich:
- Ich will keine Software-Lösund. Das neue Gerät bzw. die neuen Geräte sollen im Wohnzimmer auf oder neben dem alten Amp stehen. Den PC will ich da nicht einbinden.
- Ich will keinen Übungsamp und keine Multieffektkiste mit Kopfhörer-Ausgang. Ich hab für zuhause einen ordentlichen Amp und gute Einzeleffekte, da brauche ich nichts neues.
- Das neue Gerät muss nicht mehrere Kanäle oder etwas in der Art haben. Einfach ein gutes, cleanes Signal, das ich mit meinen Effekten bearbeiten kann.
- Wichtigstes Kriterium ist der Sound. Ich will jetzt nicht sagen, dass der Preis keine Rolle spiele, aber er ist erstmal nicht das zentrale Argument, da die Sache Zeit hat und in erster Linie gut klingen soll.

So, jetzt zurück zur Frage. Ich habe also eine Gitarre, einige Effekte und einen Kopfhörer. Was brauche ich jetzt zusätzlich noch und wo muss es hin in der Signalkette?
Was mir bislang über den Weg gelaufen ist, sind folgende Sachen:
- Preamp, z.B. https://www.thomann.de/de/amt_ss11b.htm
- Boxensimulation, z.B http://www.sfxsound.co.uk/mainpage.asp?page=micro_cab
Diese gibt es mit und ohne DI, oder besser gesagt umgekehrt: Es gibt reine Boxensimulationen und DIs mit Boxensimulation. Da ich so lange Kabelwege im Wohnzimmer ja nicht habe, werde ich wohl keine DI brauchen.
- Kopfhörerverstärker, z.B. http://www.sfxsound.co.uk/mainpage.asp?page=micro_h
Brauche ich das alles oder nur ein Teil davon? Oder noch etwas ganz anderes?

Die Signalkette würde ich jetzt mal unterteilen in: Gitarre -> Effekte vor der Verzerrung -> Verzerrer -> Effekte nach der Verzerrung -> Kopfhörer
Wo kommt was hin?

Vielen Dank schonmal für eure Mühe!
Grüße Spoon

PS: Je nachdem, in welche Richtung es gehen wird, ist der Thread im Amp-Bereich besser aufgehoben. Bitte ggf. verschieben.
 
Eigenschaft
 
Ich persönich emfehle dir einen Pod, der ist genau dafür gemacht, und er hat auch ein USB Interface zum spielen übder den PC, MAC, wie auch immer, und zum aufnehmen.

Ansonsten, hast du das wichtigste ja schon genannt, die Speaker simulation.

Die muss ganz am Schluss in deiner Signalkette sein, und du solltest dir am besten eine mit Kopfhörerausgang besorgen.

Oder zum selber bauen:
http://www.runoffgroove.com/condor.html

Oder eben deine Speaker simulation aus dem Link, dann brauchst du noch einen billigen Kopfhörer Verstärker.
An den Eingang kommt dann die Speaker Simulation, an den Ausgang der Kopfhörer.

Den Preamp brauchst du eigentlich nicht, wenn du deine Effekte verwendest( also Distortion usw).
Ein Tubescreamer würde natürlich ohne Amp der gepushed wird anders klingen.
 
@backnetmaster: Vielen Dank für deine Antwort!
Ich persönich emfehle dir einen Pod, der ist genau dafür gemacht, und er hat auch ein USB Interface zum spielen übder den PC, MAC, wie auch immer, und zum aufnehmen.
Wie gesagt, ein Multieffekt möchte ich nicht, da ich es einfach nicht brauche und somit Geld für Features ausgebe, die nie zum Einsatz kommen werden.

Ansonsten, hast du das wichtigste ja schon genannt, die Speaker simulation.

Die muss ganz am Schluss in deiner Signalkette sein, und du solltest dir am besten eine mit Kopfhörerausgang besorgen.

Oder zum selber bauen:
http://www.runoffgroove.com/condor.html

Oder eben deine Speaker simulation aus dem Link, dann brauchst du noch einen billigen Kopfhörer Verstärker.
An den Eingang kommt dann die Speaker Simulation, an den Ausgang der Kopfhörer.

Den Preamp brauchst du eigentlich nicht, wenn du deine Effekte verwendest( also Distortion usw).
Ein Tubescreamer würde natürlich ohne Amp der gepushed wird anders klingen.
OK, also jetzt mal zum Verständnis. Auf herkömlichem Wege setzt sich die Klangentstehung ja durch Vorstufe, Endstufe und Box bzw. Speaker zusammen. Die Rechnung Preamp=Vorstufe, Kopfhöreramp=Endstufe und Boxensimulation=Speaker geht aber nicht auf, wenn ich das richtig verstehe, oder?
Kann ich das ganze Thema so behandeln, als ob ich mit dem Board in eine PA gehen würde, wobei der Kopfhörerverstärker die PA ersetzt? Oder ist das auch falsch gedacht?
Wenn man das so sehen kann, ist mir immer noch nicht klar, warum sowohl Speakersims, als auch Preamps damit beworben werden, man könne mir ihnen direkt in die PA spielen. Beide Geräte tun doch unterschiedliche Dinge!

@MannmitGitarre: Auch dir Danke für den Tipp! Das hätte ich vielleicht sagen sollen: Dieser Amplug-Geschichte von Vox stehe ich etwas kritisch gegenüber. Selbst gespielt hab ich sie noch nie, aber bei dem Preis schätz ich den Sound einfach mal in etwa auf Höhe dieser kleinen Umschnall-Marshalls ein. Wie gesagt: Klingen muss es! Und da gibt es bestimmt noch bessere Alternativen als die günstigen und winzigen Geräte ;)
 
Hallo Spoon,

was für einen Amp und Pedale hast du denn.
Ich habe jetzt seit einiger Zeit das AMT CN-1 im Effekt-Send meines Amps und bin sehr begeistert vom Sound. Im Prinzip wird die Endstufe durch den eingebauten Köpfhörerverstärker und der Speaker durch die Speaker-/Micsimulation ersetzt und die Vorstufe bleibt die Vorstufe. Klingt richtig gut und ist schön einfach.
Das CN-1 kann man übrigens auch direkt hinter seine Effektkette/Gitarre hängen, dann solltest du aber irgendwo ein anständiges Klangformendes Pedal drinne haben, sonst kann es ein bissel Platt klingen.

Gruss
Moritz
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Auch dir, debster84, vielen Dank für die Antwort.
Wenn ich das jetzt richtig verstehe, brauche ich im Prinzip doch alles drei, oder?
- Preamp: Formt den Sound und ersetzt, wenn man so will, den Amp.
- Boxensimulation: Simuliert, wie der Name schon sagt, die Klangformung, die eine Box bzw. ein Speaker mit sich bringt.
Mit der Konstellation könnte ich ja jetzt in eine PA spielen. Da ich aber gar keine PA habe bzw. will, brauche ich jetzt noch etwas, was das Signal "kopfhörergerecht" macht und da wären wir beim
- Kopfhörerverstärker

Soweit glaube ich jetzt alles verstanden zu haben. Jetzt ist natürlich die Frage, was konkret sinnvoll ist.
Einen Preamp in Pedal-Form habe ich nicht. Funktioniert das denn gut, den Preamp vom richtigen Amp zu nehmen? Ist das nicht schlecht für die Endstufe, wenn die die ganze Zeit leer läuft? Gibt es evtl. auch anderen empfehlenswere Boxensimulationen mit Kopfhörerverstärkern, die weniger Einstellmöglichkeiten haben? Beim Chameleon hätte ich etwas Bedenken, ohne Weiteres gute Settings zu finden.
 
Also, das mit der PA ist der richtige Ansatz.
Pedale die man in die PA spielen kann, oder Multieffekte haben meistens eine (oder mehrere) eingebaute Speaker Simulations, die praktisch dann einen Speaker simuliert. Die Endstufe(des Gitarrensignals) fällt dann einfach weg, oder wird vom Pedal gemodelt.
Die PA würde das dann verstärken und es würde sich anhören als wäre es über eine Endstufe(Gitarre) und Speaker Cabinet gespielt.
In deinem Fall würdest du anstelle der PA den Kopfhörerverstärker verwenden.( kannst natürlich auch deinen Stereoanlagenverstärker verwenden und dort Headphones anschließen).

Nur so nebenbei, ich habe meinen POD XT bei ebay für ~70€ bekommen.
Verstehe aber dass du deine Pedale benutzen willst.
Persönlich habe ich hiermit gute Erfahrungen gemacht http://www.behringer.com/EN/Products/GI100.aspx
Habe ich früher 2 mal in meinem Stereo Rack zum recorden verwendet. Hat halt nur On/Off, aber klingt echt gut, die Speaker Simulation von Rath wird auch öfters gelobt.

Preamp wäre in deinem Fall einfach ein Distortion Pedal, oder sowas. Ein echter Preamp wäre natürlich besser.
Besonders wenn du das Distortion Pedal auch mal ausschalten willst.

Vielleicht wäre das auch etwas für dich:
http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=126
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Theoretisch müsste es mit den Sansamp Character Series Pedalen von Tech 21 gehen, die haben ja eine ein-/ausschaltbare Speakersim an Bord. Allerdings liefern die zu wenig Output für Kopfhörer, daher bräuchtest du noch einen Kopfhörerverstärker (z.B. den Headphone Amp von EHX). Also dann wäre die Reihenfolge: Gitarre -> Pedalboard -> Sansamp -> Headphone Amp -> Kopfhörer. Alternativ könntest du noch dein Pedalboard aufsplitten und Wah, Fuzz etc. vor den Sansamp schalten und Delay, Reverb etc. nach den Sansamp klemmen.
Das ist jetzt aber alles mal nur meine theoretische Auffassung, da ich mich auch schon mit diesem Thema beschäftigt habe (es aber mal auf unbestimmte Zeit "on hold" gelegt habe). Ausprobiert habe ich es nicht...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
An die Tech21-Geräte hab ich auch schon gedacht, schon bevor ich den Thread hier eröffnet hatte. Passt natürlich gut mit der Speaker-Sim.
Einziger Wermutstropfen an der Sache: Durch die Speakersim direkt nach dem Preamp kann ich keine Pedals mehr dahinter hängen, somit hätte ich keinen Loop. Auf der anderen Seite: Das habe ich zuhause bislang auch nicht gemacht und die Verzerrung hol ich eh nicht aus dem Teil, dann ist es auch nicht so wichtig. Oder macht das gar nicht aus, wenn ich das Signal erst durch die Speaker-Sim und dann noch durch einige Pedals schicke?

Ich sammle mal einfach noch ein paar Vorschläge. Zum einen für Speaker-Sims mit Kopfhörerausgang, zum anderen für bezahlbare (bis 200€), nach Möglichkeit einkanalige Preamps.
 
Hey Spoon,

im Grunde genommen braucht du neben deinen Effekten noch einen Vorverstärker, eine Boxensimulation und einen Kopfhörerverstärker.
Den Vorverstärker benötigst du zum Erzeugen eines anständigen Arbeitspegels und zur Anpassung zwischen Bodentretern und nachfolgenden Geräten, Boxensimulation und Vorverstärker zusammen zur Klangformung und den Kopfhörerverstärker zur Anpassung an den Kopfhörer und natürlich zur Regelung der Lautstärke.
Die Verkabelung sieht dann in etwa so aus:
Gitarre -> Effekte (in gewünschter Reihenfolge) -> Vorverstärker -> Boxensimulation -> Kopfhörerverstärker -> Kopfhörer

Es gibt allerdings auch Geräte auf dem Markt, die mehrere dieser Funktionen gleichzeitig erfüllen und zum Teil auch noch mehr (DI, Klangregelung, Verzerrung; z.B. die AMT Vorverstärker; m.M.n. zu viel des Guten für deinen Zweck).
Tatsächlich ist es sogar so, dass diese Kombigeräte häufiger zu finden sind, als Geräte, die nur einen speziellen Zweck erfüllen.
Besonders macht sich das bei den Gitarrenvorverstärkern im Bodenformat bemerkbar. Hier findet man eigentlich nur Booster, Simulationen irgendwelcher Verstärker (die eher nebenher als Vorverstärker fungieren und eher für den Effektweg konzipiert wurden) oder Vorverstärker mit mehreren Kanälen, deren Fokus eher auf den Zerrsounds als auf einem runden, soliden Cleansound liegen. Ein einfacher einkanaliger Gitarrenvorverstärker im Bodenformat mit Klangregelung ohne Schnickschnack, der einfach nur einen schönen Cleansound liefert ist mir zumindest nicht bekannt.
Bei den Boxensimulationen sieht es da zwar etwas besser aus, aber auch hier sind die bekanntesten Vertreter (allen vorran diverse Geräte von Palmer, Behringer GI-100, HK Redbox) nur in Form einer DI-Box mit integrierten Boxensimulationen zu haben. Diese würde ich für deinen Zweck eher nicht empfehlen, da du hierfür zunächst aus dem XLR-Ausgang in einen weiteren linearen Vorverstärker müsstest, bevor du in den Kopfhörerverstärker könntest.

Eine andere Sache, auf die du Acht geben solltest wie ein Fuchs ist die Anpassung zwischen den Geräten und die Pegel. Gerade bei Geräten im Bodenformat gibt es da gerne etwas Verwirrung, zumal sich die Hersteller oder die Verkäufer gerne zu dem Thema bedeckt halten und man nur schwer Angaben zu Ein- und Ausgängen findet.
Für gewöhnlich erwarten normale Effekttreter Instrumentenpegel (also das, was aus deiner Gitarre kommt). Manche kommen aber auch mit Line-Pegeln zurecht, was aber nicht die Regel ist.
Vorverstärker erwarten Instrumentenpegel am Eingang und geben normierte Line-Pegel aus (sonst wären sie ja auch keine Vorverstärker).
Alle übrigen Geräte erwarten für gewöhnlich Line-Pegel am Eingang und geben ebenfalls wieder Line-Pegel aus. Manche dieser Geräte werden allerdings dennoch so konzipiert, dass sie Instrumentenpegel am Eingang erwarten, da diese dann einfacher an das Pedalboard anzuschließen sind und man sich so den Vorverstärker sparen kann. So könntest du zum Beispiel nicht den von dir verlinkten Kopfhörerverstärker "SFX Micro-H" (bei dem das genau so gemacht wurde) hinter eine Boxensimulation stecken, die mit Line-Pegeln arbeitet oder zumindest würde dann der Eingang überemfpindlich reagieren und es käme eventuell auch zu ungewollten Verzerrungen.



Im Hinblick auf dein Vorhaben, dein aktuelles Equipment und aus vorheriger Betrachtung heraus würde ich dir daher zu Folgendem raten:
- Da du ja bereits einen Verstärker hast, mit dem du zufrieden bist, und separate cleane Vorverstärker kaum zu finden sind, verwende einfach den Vorverstärker aus deinem Verstärker. Das geht allerdings nur, wenn dein Verstärker einen extra Ausgang hinter der Vorstufe anbietet (heißt in der Regel "Preamp Out"). Der Ausgang einer seriellen Effektschleife ist dem gleichwertig.
- Eine Boxensimulation deiner Wahl (da gibt es klanglich durchaus große Unterschiede), die mit Line-Pegeln zurechtkommt.
- Benutze einen einfachen Kopfhörerverstärker. Dieser Kopfhörerverstärker muss auch kein exklusives Gerät extra für Gitarren sein. Da genügt ein einfaches Gerät, dass du auch für andere Zwecke verwenden kannst. Hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass entweder auch ein Monoeingang oder die Möglichkeiten auf Mono umzuschalten vorhanden ist, da es durchaus passieren kann, dass beim Einstecken einer Monoklinke in eine Stereoklinkenbuchse auf dem zweiten Kanal nichts ankommt, was sich darin äußert, dass eine Seite des Kopfhörers still bleibt.


Zum Sound muss ich an dieser Stelle aber anmerken, dass das wahrscheinlich nicht genauso klingen wird, wie dein Verstärker, was an sich auch nichts schlechtes ist. Das ist auch logisch, wenn man bedenkt, dass die Boxensimulation anstelle einer Gitarrenbox tritt, von denen es schließlich auch dutzende und damit einhergehend ebenfalls verschiedene Vorlieben gibt. Eine Boxensimulation wird auf jeden Fall auch ihren eigenen Charakter besitzen, die einem entweder gefällt oder eben nicht. Schließlich schließt man seinen Verstärker ja auch nicht an irgendeine beliebige Box an und erwartet dann, dass diese genauso klingt wie die eigene.
Im Umkehrschluss heißt das also, dass du deinen Verstärker beim Einsatz der Boxensimulation gegebenfalls komplett anders einstellen musst, als ohne.


MFG,
BigChiller
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
BigChiller, vielen vielen Dank für den ausführlichen Beitrag! :)

Nochmal die Frage zur Einspannung des richtigen Amps: Ist das für die Endstufe nicht schädlich, wenn sie dann leer läuft? Ich nutze einen Peavey Classic 30, also einen Vollröhrenamp. Ich dachte, so ein Verstärker muss immer unter Last laufen?
Das hätte ich jetzt ganz gerne erstmal geklärt, bevor ich weitere Überlegungen in die Richtung anstelle. :)
 
Du lässt ihn einfach auf Standby, dann passiert ihm nix.
Normalerweise sollte die Vorstufe trotzdem laufen.
 
Leider hat der Classic 30 keinen Standby ;)
 
An die Tech21-Geräte hab ich auch schon gedacht, schon bevor ich den Thread hier eröffnet hatte. Passt natürlich gut mit der Speaker-Sim.
Einziger Wermutstropfen an der Sache: Durch die Speakersim direkt nach dem Preamp kann ich keine Pedals mehr dahinter hängen, somit hätte ich keinen Loop. Auf der anderen Seite: Das habe ich zuhause bislang auch nicht gemacht und die Verzerrung hol ich eh nicht aus dem Teil, dann ist es auch nicht so wichtig. Oder macht das gar nicht aus, wenn ich das Signal erst durch die Speaker-Sim und dann noch durch einige Pedals schicke?

In den Anleitungen der Sansamps steht, dass man Delays etc. auch dahinterschalten kann. Führ dir die Manuals einfach mal zu Gemüte, gibt's auf der Tech 21 Homepage. Ansonsten kannst du Tech 21 auch einfach mal anschreiben, habe schon öfters gelesen, dass die einen guten und schnellen Service haben.

Alternativ solltest du dir aber auch mal folgende interessante Geräte anschauen:
https://www.thomann.de/de/palmer_pepamp.htm
https://www.thomann.de/de/carl_martin_rock_bug.htm
http://hg-effectz.de/HEAD_AMPS/POCKET_ROCKET/pocket_rocket.html

Und hier eine Lösung, wenn du doch über deinen Amp spielen möchtest:
http://www.ratvalveamps.com/dummy-load

Würde mich auf jeden Fall interessieren, für was du dich am Ende entscheidest bzw. was du ausprobiert hast und wie es klingt :)
 
Wow, jetzt wird's ja sehr schnell doch ziemlich konkret, hab ich gar nicht mit gerechnet :)

Also, über den richtigen Amp, das wär zwar super, weil vermutlich in der Summe auch günstiger, aber so einfach wird da wohl nichts draus. Wie gesagt, es gibt keinen Standby, damit fällt die Möglichkeit, nur die Vorstufe zu nutzen, weg. Er hat zwar einen Speaker-Out, aber der interne Speaker ist direkt verkabelt. Wenn ich also zwischen richtigem Amp-Betrieb und den Kopfhörern hin- und herwechseln will, wird dann immer umstecken nötig sein. Mit etwas Bastelarbeit könnte man dem bestimmt beikommen, aber an Amps trau ich mich selbst nicht ran, und das wäre den Aufwand wohl auch nicht wert.

Es muss also die vollständige Pedal-Lösung werden:
Sansamp steht nach wie vor auf der Liste. Der Sound soll ja sehr gut sein. Ist zwar nicht ganz günstig, aber die interne Speaker-Sim erspart ja auch Ausgaben an anderer Stelle. Nötig wäre dann noch ein Headphone-Amp. Ist das EHX-Teil da angemessen? Oder sogar noch was günstigeres?

Bleiben noch die drei weiteren Gerät, die AEIOU genannt hat:
Das Palmer hat mir zu schlechte Kritiken. Irgendwo muss der Preis ja herkommen.
Das CarlMartin und das HG sehen sehr interessant aus. Bei CM hab ich das Gefühl, dass hier in erster Linie auf die Speaker-Sim Wert gelegt worden ist. Es heißt zwar "Amp Simulator", aber bringt mir das Gerät wirklich den Sound eines Amps? (Das ist natürlich relativ zu sehen. Es geht mir um den Vergleich zu anderen Pedals, die zur Debatte stehen, z.B. eben die SansAmp-Teile.)
Umgekehrt frage ich mich, ob das HG auch eine Boxensimulation an Board hat, oder ob man eine solche noch davor schalten müsste.

Noch eine weitere Idee, die mir gekommen ist:
Von EHX gibt es ja das Caliber22. Wäre das vielleicht auch ein Ansatz? Allerdings will ich keine drei Geräte neu kaufen (höchstens zwei), wo es anscheinend recht viele Kombi-Lösungen gibt. Dann stünde also auch wieder die Anschaffung einer Boxensimulation mit integriertem Headphone-Out an. Der Vol-Regler des Caliber scheint ja auch auf die Verzerrung deutlichen Einfluss zu nehmen, also bräuchte ich eine Speaker-Sim mit Vol-Regler, oder ich müsste mein EHX Signal Pad dazwischen hängen. Wäre auf jeden Fall eine kompliziertere Lösung, aber das Caliber wird ja immer als vollwertiger Amp angepriesen, daher vllt vom Sound her zu befürworten?


Und OT: Von HG-Effectz hab ich noch nie gehört, sieht ja sehr interessant aus. Ist das generell empfehlenswert?
 
[...] Nochmal die Frage zur Einspannung des richtigen Amps: Ist das für die Endstufe nicht schädlich, wenn sie dann leer läuft? Ich nutze einen Peavey Classic 30, also einen Vollröhrenamp. Ich dachte, so ein Verstärker muss immer unter Last laufen?
Das hätte ich jetzt ganz gerne erstmal geklärt, bevor ich weitere Überlegungen in die Richtung anstelle.
Wenn du den "FX Send" verwendest, greifst du das Signal direkt hinter dem Vorverstärker ab und der normale Signalweg zwischen Ausgang der Vorstufe und Eingang der Endstufe wird (für gewöhnlich) getrennt. Stattdessen wird dann die "FX Ret."-Buchse zum Eingang der Endstufe. Sofern du da nichts anschließt wird die Endstufe mitsamt der Box dadurch effektiv "stummgeschaltet". Den Eingang einer Röhrenendstufe kannst du natürlich offen lassen, dann wird halt einfach nichts verstärkt, was du in diesem Fall ja auch möchtest. Was du aber auch hier auf keinen Fall tun solltest, ist, den Ausgang der Endstufe leer zu lassen; unbedingt den Lautsprecher dran lassen, auch wenn du die Endstufe nicht verwendest! Auch wenn du nur die Vorstufe nutzt ist trotzdem noch der gesamte Verstärker, also auch die Endstufe an.


[...]Alternativ solltest du dir aber auch mal folgende interessante Geräte anschauen:
https://www.thomann.de/de/palmer_pepamp.htm[...]
Vom Palmer Pocket Amp rate ich auf jeden Fall ab. Den benutze ich immer wieder mal zum Üben mit Kopfhörern. Der ist zwar zum Üben über Kopfhörer oder Hifi-Anlage insbesondere was den Preis anbelangt ganz in Ordnung, liefert aber leider keine brauchbaren Cleansounds, da die Gainreserven mehr als übertrieben sind und der Gain-Regler nicht weit genug runter geht. Dadurch ist der Pocket Amp mit externen Verzerrern praktisch nicht zu gebrauchen. Clean ist praktisch hässliches Crunch und Crunch ist für mein Empfinden bereits High-Gain. Selbst mit Drive-Regler auf Minimum und der Clean-Einstellung erhält man keinen Cleansound, was schade ist.
 
Wie gesagt, es gibt keinen Standby, damit fällt die Möglichkeit, nur die Vorstufe zu nutzen, weg.
Stimmt nicht, steck einfach mal ein Patchkabel in deinen Effekt-Send des Peavey und schaue was passiert.
Du wirst nichts mehr hören, da einfach nur der Signalweg zur Endstufe unterbrochen ist. UNd auf der anderen Seite des Patchkabels liegt das Signal aus der Vorstufe an, das du auf deine Kopfhörer Bekommen willst. Sprich du musst hier einfach einen Kopfhörerverstärker mit Boxensimulation anschliessen und schon kannst du mit deinem Peavey losrocken.

Er hat zwar einen Speaker-Out, aber der interne Speaker ist direkt verkabelt. Wenn ich also zwischen richtigem Amp-Betrieb und den Kopfhörern hin- und herwechseln will, wird dann immer umstecken nötig sein.

Nein! der Lautsprecher muss immer eingestöpselt bleiben, da die Endstufe ihre Last braucht. Bekommt doch eh kein Signal und ist somit stumm.

Gruss
Moritz
 
Nein! der Lautsprecher muss immer eingestöpselt bleiben, da die Endstufe ihre Last braucht. Bekommt doch eh kein Signal und ist somit stumm.

Gruss
Moritz
Das bezog sich auf den Rat Speaker Load, den AEIOU vorgeschlagen hat. Da wäre dann also schon Last drauf.

OK, der Effektweg ist seriell, bei der Endstufe kommt auf die beschriebene Weise nichts an, das ist klar. Ich dachte nur, es sei schlecht, wenn die Röhren die ganze Zeit "brennen" und kein Signal draufkommt. Falls dem nicht so ist, kann ich die Vorstufe tatsächlich einsetzen.

Dann bräuchte ich nach wie vor eine Speaker-Sim mit Kopfhörerverstärker. Das von debster empfohlene AMT-Teil hat mir, wie gesagt, zu viele Regler. Wenn mich jetzt jmd überzeugt, dass das alles nur Schnickschnack ist und man alles auf 12 Uhr lassen kann, würde ich es mir überlegen, ansonsten ist mir das zu viel des Guten.
Das Carl Martin-Gerät müsste man für den Zweck doch aber sicher auch einsetzen können, oder?
 
So, habe gerade nochmal einige Zeit mit Googlen zugebracht, aber das Ergebnis war eher ernüchternd.

Für mich gibts, wie eigentlich auch schon oben klar ersichtlich, zwei Optionen:
- Preamp + Speaker-Sim mit integriertem Kopfhörer-Verstärker
Hierbei würde dann wohl erstmal die Vorstufe meines Peaveys als Preamp fungieren. Evtl. kommt dann später was nach.
- Preamp mit Speaker-Sim + Kopfhörerverstärker

Die Wahlmöglichkeiten sind aber wohl sehr beschränkt.
Für eine Speaker-Sim mit Kopfhörerausgang hab ich jetzt tatsächlich nur das AMT CN-1 und das Carl Martin Rock Bug gefunden, wobei letzteres ja auch einen Preamp integriert hat, also gar nicht unbedingt dazuzuzählen ist.
Als Preamps mit Speaker-Sim, die zudem nicht funktionell überladen sind, gibt es wohl nur die SansAmp-Geräte und die Legend-Amp-Serie von AMT. Der Award-Session Sessionmaster konnte das auch, aber den scheint man wohl nirgends mehr zu bekommen.

Was mach ich jetzt? Hat jemand Erfahrung mit dem Rock Bug? Wirklich gelobt wird es ja nicht...
Ansonsten: Debster, wie bist du mit dem CN-1 zufrieden? Wie kommst du mit den Einstellmöglichkeiten klar?
Oder: SansAmp oder AMT Legend-Amps? Beide male interessiert mich die Fender-Emulation. Sollte die zufälligerweise gerade besonders schwach ausfallen, könnte ich mir auch die AC30-Version vorstellen.

Kennt sonst noch jemand Alternativen zu den genannten Sachen?
Bei HGEffectz hab ich übrigens schon nachgefragt wegen Speaker-Sim, da kam noch keine E-Mail zurück.
 
Debster, wie bist du mit dem CN-1 zufrieden? Wie kommst du mit den Einstellmöglichkeiten klar?

Ich finde das Teil sehr gut,hab auch schon vieles ausprobiert und bin mit dem CN-1 endlich (hoffentlich) länger zufrieden.
Von den Einstellungen, finde ich das Teil sehr unkompliziert. Hatte beim ersten Anschalten alle Regler auf 12uhr und dachte schon, dass das richtig gut kommt und ich eigentlich die Regler nicht zu drehen brauche.
Nachdem ich dann aber ein bissel rumgespielt habe finde ich es doch schon sehr passend die Speakersimulation meinem gewünschten Sound anpassen zu können.
Würde in Realität einen Plexi ja auch über nen anderen Lautsprecher spielen als einen Deluxe Reverb.
Keine Ahnung wie die von AMT das Schaltungstechnisch gemacht haben, aber die Regler regieren schon sehr ähnlich den zugewiesenen Funktionen, hatte anfangs die befürchtung, dass es doch nur ein bissl erweiterter EQ sein könnte.
Grundsätzlich spricht also nichts dagegen,die Regler auf 12uhr zu lassen, aber ich habe es bisher auch noch nicht geschafft wirklich unbrauchbare Sounds aus dem Ding herauszuholen, egal wie die Einstellungen waren.

Gruss
Moritz
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben