Gitarre verstimmt sich bei Druck auf Saite oberhalb Sattel

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Hi miteinander,

Ich bin neu hier und Suche nach Ratschlägen zu einer ausgefuchsten Sache.

Vorab: Spiele seit 10 Jahren E-Gitarre, habe schon diverse Modifikationen vorgenommen und weiß wie man Saiten korrekt aufzieht, dehnt und stimmt.

Jetzt zum Problem:
Bei einer meiner Klampfen besteht seit Tag 1 das Problem des ständigen verstimmens. Ich spiele 2 Minuten und zack, vor allem die A und D Saiten sind wieder um 5 cent höher, oder auch mal tiefer. Manchmal auch die E Saite.

Also ab zum Gitarrenbauer und für einige Euros die Gitarre einstellen, Sattel prüfen und nachkerben sowie hals einstelln lassen. Hatte ich alles vorher zuhause auch wie gewohnt selbst gemacht, ohne erfolg.

Dann nochmal mit neuen Gotoh Locking Tunern versucht, auch wenn es ja eh nicht an den Mechaniken liegen kann/sollte. Jedenfalls hat auch das nix gebracht ausser das es besser aussieht.

Jetzt habe ich bei genauem hinsehen estgestellt, das wenn man die Saiten zwischen Mechanik und Sattel drückt, der Ton also höher wird, die Saite nicht zurück zum eigentlichen tuning kommt, sonder im Sattel hängen bleibt. Trotz Bleistift und trotz Kerbung vom Profi. Wenn ich die Saiten ungespannt mit der Hand durchziehe laufen die sauber durch. Sobald alles gestimmt und auf Spannung ist ist da irgendwo am Sattel der Wurm drin.

Erfahrungen mit sowas? Kann das auch was anderes sein? Schelchtes Holz? Halsstab defekt?

Bin dankbar für weitere Tipps die ich ausprobieren kann!

Thx!
 
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wenns im sattel hängt ist auch der sattel schuld. neuer Sattel ! .... von neuem Gitarrenbauer...
 
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Jetzt habe ich bei genauem hinsehen estgestellt, das wenn man die Saiten zwischen Mechanik und Sattel drückt, der Ton also höher wird, die Saite nicht zurück zum eigentlichen tuning kommt, sonder im Sattel hängen bleibt. Trotz Bleistift und trotz Kerbung vom Profi.

Du hast ja nachvollziehbar Diagnostik betrieben.
Klingt also wirklich nach einem Sattel mit für Deine Saitenstärke zu engen Schlitzen, trotz Graphit und Gitarrenbauer.

Edit:

wenns im sattel hängt ist auch der sattel schuld. neuer Sattel ! .... von neuem Gitarrenbauer...

Sehe ich - wie gesagt - ähnlich. :)

-----

Vielleicht kann Dir @Bassturmator als Profi hier noch Tipps geben? :)
 
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Da würde ich zuallererst zum Gitarrenbauer zurück und reklamieren dass das Nachkerben scheinbar keine Besserung gebracht hat.
Vielleicht wäre es dann auch ratsam den Sattel auszutauschen durch einen aus besserem Material, wie die anderen vor mir schon gesagt haben.

LG
Thomas
 
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Da bin ich schon!

Wenn es sich um die in der Signatur erwähnte PRS-SE handelt wundert es mich schon ein bisschen da diese ja einen sehr geraden Saitenzug aufweist. Allerdings ist der verwendete Kunststoff meines Wissens nach nicht der gleiche wie bei den USA-Core-PRS.

Ich würde empfehlen einen Sattel aus ungebleichtem Rinderknochen einbauen zu lassen.

Willkommen im Musiker-Board!
 
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Kann das auch was anderes sein?

Der Winkel der Kerbe?
Das wäre aber ein schlechtes Zeugnis für den Gitarrenbauer der sie gefeilt hat.
Du schreibst nicht welches Modell die Gitarre ist.
So neigen z.B. Les Paul mit der original Kopfkonstruktion gelegentlich zu ruckartigen Reaktionen weil der Durchlauf der Saiten in einem Winkel erfolgt.

im Sattel hängen bleibt

Das lässt auf zu viel Reibung schliessen.
 
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Vielen Dank schonmal für die netten Rückmeldungen!

Denke auch das ich nochmal zum Guitar Doc gehen werde. Und nein es handelt sich nicht um die PRS, die ist wirklich sehr pflegeleicht, sondern un eine...Achtung nicht schlagen: Harley Benton DC Jr. für 199euro.

Da soll man eh nicht allzu viel erwarten, aber das die in Stimmung bleibt ist ja das mi deste was ich an Anspruch an eine Gitarre stelle.
 
Harley Benton DC Jr.

Da verlaufen die Saiten bedingt durch die Kopfform auch leicht schräg.

Ich hab eine SC-550 und eine DC-580, selbes Kopfproblem.
Eine kräftige Prise Bleistiftabrieb in alle Schlitze des Sattels hat das Problem so da eines war wohl behoben.

Ich muss gestehen das ich das gewohnheitsmässig bei allen Gitarren mache ohne Rücksicht auf auftretende Probleme, sozusagen präventiv.
Geschadet hats noch nie. Bei manchen musste ich das ein paar mal machen bevor ich eine Verbesserung festgestellt habe.
 
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Was man hier alles lernt, hätt mich viel eher anmelden sollen.

Das ist mir bisher gar nicht so aufgefallen mit den schräg auf den sattel laufenden saiten!

Da wäre es ja fast am besten man versetzt die löcher der mechaniken nach innen

Dann versuch ich mal noch mehr graphit drauf zu hauen als eh schon. Oder mit sandpapier die ecken der kerben etwas runden?
 
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Oder mit sandpapier die ecken der kerben etwas runden?

Sattelfeile, auch gerne Nagelfeile (mache ich gerne so ;-) )

Aber dann nur!! in die Breite erweitern, nicht in die Tiefe. :)

Welche Saitenstärke spielst Du eigentlich? Und auf welche hat Dein Gitarrenbauer den Sattel angepasst? :gruebel:
 
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Da wäre es ja fast am besten man versetzt die löcher der mechaniken nach innen

Oder man macht den Kopf kleiner. Was PRS und andere auch machen.
Das lässt sich aber im Nachinein glaube ich schwer realisieren.
 
Welche Saitenstärke spielst Du eigentlich? Und auf welche hat Dein Gitarrenbauer den Sattel angepasst?

Ich hatte die kerben auf 11- 58 für D Standard bzw. Drop C feilen lassen. Mittlerweile habe ich die 10-52 Ernie Ball drauf, also ne nummer kleiner. Ein Punkt mehr warum es mich wundert das die Saiten da nicht durchflutschen.
 
eigentlich ist ja schon alles gesagt worden, aber ich hör mich gerne reden, bzw. sehe mich gern schreiben.
Trotz Bleistift und trotz Kerbung vom Profi.
schlimmstenfalls einen neuen Sattel (Knochen) von einem anderen Gitarrenbauer einsetzen lassen.
wenn alles schon gemacht ist, kann das material mist sein, und/oder der typ versteht sein Handwerk nicht so ganz.
 
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Aber es kann theoretisch NUR am Sattel liegen? Das evtl. das komplette Gitarrenholz mist ist oder an der Brücke was faul?
 
Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Druck, der oberhalb des Sattels zu Verstimmung der Saiten führt, sich auf das verbaute Holz oder auch auf die Bridge zurückführen lässt. :)
 
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So, dann melde ich mich auch noch mal kurz.

Auf Gibson-artigen Kopfplatten macht die D-Saite oft die meisten Zicken. Ich feile da tatsächlich eine sanfte Kurve in die Sattelkerbe damit kein zweifacher Knick entsteht. Ist schwer zu erklären, aber noch schwieriger zu fotografieren wie ich gerade festgestellt habe, denn das hätte ich eigentlich gerne mit einem Bild veranschaulicht.

In diesem Fall kann es aber auch am Material liegen was ich nicht mit Bestimmtheit sagen kann weil ich noch nie so eine HB-Gitarre in der Hand hatte.

Bei vielen Asiatischen Gitarren wird jedenfalls ein sehr weicher Kunststoff verarbeitet und da ist es dann so dass sich die Umspinnung der Saiten ins Material "eingräbt" und mit diesem verzahnt, so dass kein gleichmäßiges gleiten zustande kommen kann.

Knochen, Tusq oder "synthetik bone" wie es von Fender genannt wird sind dagegen hart genug und müssen nur sorgfältig gefeilt werden.
 
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Danke. Ich war mit genau diesem Problem auch schon zum Service und mir wurde von einem neuen Sattel abgeraten. Habe dann gegen mein Bauchgefühl auf den Gitarrenbauer (so es denn einer war, die Leute haben ja selten ein Schildchen mit Name und Profession um den Hals hängen) im Laden gehört. Dann werd ich auch mal einen anderen Kollegen aufsuchen.
 
(so es denn einer war, die Leute haben ja selten ein Schildchen mit Name und Profession um den Hals hängen) im Laden gehört.

Meiner hat sein Diplom zur abgelegten Meisterprüfung an der Wand der Werkstatt hängen. :great:
 
Da wäre es ja fast am besten man versetzt die löcher der mechaniken nach innen

Bevor du den Bohrer raus holst suche (auch hier im Forum) mal nach "String Butler".

Persönlich denke ich allerdings auch, dass ein vernünftiger, gut gekerbter Sattel das Problem auch ohne Hilfsmittel löst.
 
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