Gitarren und Singen

von darccord, 07.03.17.

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  1. darccord

    darccord Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.17   #1
    Hallo,

    ich spiele sonst immer die Lieder...also die Melodien nach Noten.

    Akkorde kann ich natürlich auch wechseln. Das kann ich noch von früher (zu der Zeit als meine Haut noch so schön frisch aussah). Ich habe früher auch dazu gesungen. Ich habe auch gezupt, irgendwelche Zupfmuster, welche weiß ich nicht mehr, weil es so lange her ist.

    Nun wollte ich mal "relaxed" was spielen und nahm mir das als Folkbook von Peter Bursch aus der Mottenkiste (das braune Buch, welches jeder kennen müßte).

    Ich bin wirklich entsetzt, ich kann es gar nicht beschreiben. Mir ist das Singen mit Zupfbegleitung überhaupt nicht gelungen. Dann habe ich einfach nur ein einfaches Schlagmuster angewendet.

    Mir ist es schleierhaft, wie ich das Üben kann. Dabei ist es so nett zu zupfen. Okay, ich habe Schwierigkeiten meine Stimme zu halten bei der Gitarre, nicht beim Klavier. Aber irgendwie möchte ich schon mal so nette relaxte Lieder begleiten und dazu Singen.

    Mir fällt es auch nicht mehr ein, ob ich "früher" mal ein Konzept hatte.

    Ich meine, ich habe einfach immer nur die Akkorde gespielt und den Wechsel geübt und dann gesungen? Ich weiß es wirklich nicht mehr. Ich habe aufgehört, weil ich die Gitarre ausgeliehen von meiner Mitbewohnerin ausgeliehen hatte und F konnte ich nicht greifen, was mich frustrierte. Jetzt kann ich das F, aber nicht dazu Singen

    Gibt es eine Technik, daß man den Gesang zur Gitarre lernt. "Gefühlt" habe ich das früher automatisch gemacht. Aber das ist so lange her. Mit dem Gitarre spiel mit Noten bin ich viell. 1 Jahr dabei, glaube ich.

    Kann jemand dazu ein paar Takte was sagen?

    Warum klappt es nicht?

    Liebe Grüße

    Toni
     
  2. GeiGit

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    Erstellt: 07.03.17   #2
    Mir ging es früher (und auch teilweise heute noch) so, dass ich eines der beiden Dinge gut und relativ automatisiert können mußte.
    Meist war das die Gitarre.
    Die mußte sitzen, egal ob Schlag- oder Zupftechnik.
    Dann konnte ich dazu singen.
    Du mußt es üben.
    Die beiden Rhythmen übereinander legen und synchronisieren.
    Es ist auch heute für mich noch herausfordernd wenn der Gesang teilweise verzögerte Teile, oder gar einen anderen Rhythmus beinhaltet.
    Such dir erstmal was einfaches wo die Rhythmen gerade sind und zusammenpassen.
     
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  3. Filztier

    Filztier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.17   #3
    Zu Schlagrythmen zu Singen ist immer einfach. Aber gerade wenn man interessantere Zupfmuster spielen möchte oder wie ich über Basslinien singen möchte....
    Nun ich spiele den Instrumentalteil (z.b. Zupfbegleitung) so lange, lange, lange bis die Bewegungen selbstverständlich werden. Ich fange irgendwann an auf "Autopilot" zu schalten. Ich denke, während die Zupfbegleitung automatisch weiter spielt, darüber nach was ich am Abend esse, wann ich mich zuletzt rasiert habe, über den letzten schlechten Witz am Arbeitsplatz,... usw.
    Wenn das klappt, kann ich mich während dem Spielen auch leger mit jemanden unterhalten.
    Und wenn DAS funktioniert - kann ich auch dazu Singen.
    Bis dieser Autopilot reibungslos funktioniert muss ich Üben, Üben, Üben. Bei jedem Lied aufs Neue.
     
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  4. Corkonian

    Corkonian Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.17   #4
    Du denkst zu viel. Das muß alles ohne denklen gehen. Früher war das einfacher, da hat man einfach gemacht und es war scheiBegal, wie man wo, was für wen gespielt hat. Es war just Fun. Heute denke ich viel zu viel, will gut - wahrscheinlich zu gut - klingen, will es "richtig" machen und wenn da ein sus4add9min13 Akkord steht, dann muß es auch ebenjener sein. Früher hat man da halt einen sus-irgendwas gegriffen und niemand hat's gemerkt. War auch egal, weil man war eh breit oder dicht. So waren hat die 70'er.
    Mit zunehmendem Bewußtsein nehmen halt die Zweifel zu. Und wenn ich einmal einen Fhler gehört habe, ist der Flow auch wieder im Arm.
    Früher war's Spaß. Heute ist es Arbeit.
     
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  5. nasi_goreng

    nasi_goreng Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.17   #5
    Hi,

    klingt banal aber "üben hilft".
    Beide Parts getrennt üben und dann zusammenführen.
    Zuerst langsam, Normalgeschwindigkeit kommt dann von selbst.

    Diese Vorgehensweise muß nicht allgemeingültig sein - aber für mich passt sie.

    Auf alle Fälle Geduld haben!
    Gruß
     
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  6. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.03.17   #6
    Oft hilft es, schrittweise vorzugehen. Könnte z.B. in der Art sein, dass Du Dich vom reinen Schlagen über einen Wechsel von Daumen und Rest über ein vereinfachtes und möglichst gleich bleibendes Zupfmuster an das heranarbeitest, was Herr Bursch da vorgeschlagen hat.

    Interessant wäre auch zu wissen, was genau Du auf dem Klavier machst. Vielleicht könntest Du die Begleitung daran anlehnen.

    Das nur ergänzend zu dem, was schon geschrieben wurde.
     
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  7. darccord

    darccord Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.17   #7
    Ich war angeschlagen und antworte deswegen jetzt erst.

    Wenig denken und üben waren die beiden Stichwörter. Ich erinnere mich wieder. Ich habe jetzt ein Lied mit 2 Akkorde und es klappt, wenn ich die Gitarre sozusagen nicht beachte , sondern mich aufs Singen konzentriere. Ich glaube, erst Akkorde und Wechsel üBen und dann aufs Singen konzentrieren.

    Ich spiele kein Klavier. Früher gesungen mit Klavierbegleitung jnd das ging gut. Mit Gitarre verliere ich ab und zu den Ton.

    Liebe Grüße
    Toni
     
  8. Filztier

    Filztier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.17   #8
    Naja, du müsstest dich auf beide Sachen gleichzeitig konzentrieren. Wie sagen viele in der Situation? Entweder sie verspielen sich oder versingen sich. Je nachdem auf was sie ihren Fokus setzen in dem Moment.

    "Weniger Denken" trifft es nicht präzise. Freilich sollst du denken, aber bestenfalls nur an eine Sache.
    Wenn eine Sache (wie von mir beschrieben) per "Autopilot" von der Hand geht, musst du folglich nicht mehr dran denken und kannst dich somit auf die verbliebende Sache konzentrieren. Und Üben musst du das immer wieder.
    --- Beiträge zusammengefasst, 11.03.17 ---
    Versuch doch einfach zur Probe wärend einer Akkordbegleitung dich mit jemanden Unterhalten. Wirst so schon merken ob du noch Übung brauchst. Oder schau einen Film und versuch dem zu folgen ohne dich zu verspielen. "Trockenübungen" Leute.
     
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  9. darccord

    darccord Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.17   #9
    Hallo Filztier,

    ja, genau, so meinte ich es auch. Die Akkorde üben bis es ins Blut übergegangen ist und dann weiterspielen und "einfach" Singen. Sonst habe ich mir immer die einzelnen Notenwerte angeguckt.

    Autopilot ist ein guter Ausdruck.

    Wie gesagt, vor 25 J. ging es...was man nicht alles verlernen kann.

    Singen ist eigentlich ganz schön zum Relaxen.

    Schade, daß ich es nicht so gut kann. Aber viell. wird es ja auch besser.

    Liebe Grüße

    Toni
     
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