Gleiche Zugkräfte beibehalten -> welche Saitenstärke dann bei Drop-C Tuning

von spacepresident, 23.10.20.

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  1. spacepresident

    spacepresident Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.20   #1
    Hallo,

    ich möchte meine Gitarre von Standard E auf Drop C tunen. Normal kein Problem, aber bei der Gitarre möchte ich gerne bei der gleichen Zugstärke bleiben wie bei meinen jetzigen Saiten.

    Zur Zeit habe ich 9-42 drauf für Standard E. Was würdet ihr mir dann für Drop C empfehlen? Damit ich auch nicht zu viel umstellen muss am Hals etc.


    Viele Grüße

    Steffen Piper
     
  2. Mr.513

    Mr.513 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.20   #2
    Was ist Deine Mensur?
    Ich habe für Drop C auf einer 25,5" 10-52er drauf.
     
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  3. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.20   #3
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  4. saitentsauber

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    Erstellt: 23.10.20   #4
    Derselbe Hersteller - aber nicht nur er - hat auch eine App erstellt, mit der es für Leute wie mich einfacher ist als mit diesen Tabellen. Eingabe in die Suchmaschine: string tension calculator
     
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  5. Be-3

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    Erstellt: 23.10.20   #5
    Genau. Und alle Wege führen zu 0.054.

    Weil eine 0,042er Saite gestimmt auf E in etwa die gleiche Spannung hat wie eine 0,054er Saite eine große Terz tiefer gestimmt:

    saitenspannung-drop-c.png
    Die anderen waren zwar schneller, aber wenn ich das Diagramm nun schon habe... :rolleyes:

    Viele Grüße
    Torsten
     
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  6. Mr.513

    Mr.513 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.20   #6
    Habe ich auch was gelernt.
    Bei mir war die Stimmung inkl. Saitenstärke serienmäßig.
     
  7. spacepresident

    spacepresident Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.20   #7
    Ich habe eine ibanez az2402 prestige. Glaube auch 25.5 Mensur
     
  8. Be-3

    Be-3 Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.10.20   #8
    Ich würde mal sagen, für diese Problemstellung spielt die Mensur eigentlich keine Rolle, zumal sie von Gitarre zu Gitarre nur in relativ engen Grenzen variiert.

    Die Frequenz, mit der eine Saite schwingt, hängt im Prinzip von ihrer Länge und der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Wellen/Störungen ab.
    Die Länge (Mensur) ist gegeben und bei einer Gitarre fest.
    Aber die Ausbreitungsgeschwindigkeit c ändert sich mit Saitenspannung (so stimmt man eine Gitarre ja) und auch dem Durchmesser der Saite, weil eine schwerere Saite langsamer schwingt.

    1. Saitenspannung (nur zum prinzipiellen Verständnis)
    Gut zu merken: Wenn man die Saitenspannung vervierfacht (!), klingt die Saite eine Oktave höher.
    Das liegt daran, dass eine Oktave einer Frequenzverdopplung (und somit Ausbreitungsgeschwindigkeitsverdopplung) entspricht und sich die Geschwindigkeit mit der Wurzel der Saitenspannung ändert. Weil die Saitenspannung also unter der Wurzel steht, muss sie sich vervierfachen, um eine Frequenzverdopplung zu erreichen.

    2. Saitendurchmesser
    Eine dickere Saite hat eine größere Masse und schwingt bei sonst gleichen Rahmenbedingungen deshalb langsamer.
    Die Ausbreitungsgeschwindigkeit hängt vom Kehrwert des Durchmessers ab.
    Stimmt in der Praxis nicht hundertprozentig, weil umwickelte Saiten (round wound) nicht nur aus purem Metall bestehen, sondern auch Luft dazwischen ist.

    Einfache Überschlagsrechnung (ohne Tabellen, Diagramme und Programme, nur ein wenig Physik):
    Damit eine Saite bei gleicher Spannung und Länge 4 Halbtöne tiefer klingt (Drop C), muss sich die Frequenz um Faktor 0,7937 verringern und somit ihr Durchmesser um 1/0,7937 = 1,2599 dicker werden.
    Wenn man vorher eine 0,042 drauf hatte, bräuchte man nach dieser einfachen Rechnung also eine 0,053er Saite.
    Da es die nicht gibt, bietet sich 0,052 oder 0,054 an.

    Deshalb haben manche (z. B. @Mr.513) eine 0,052er drauf, manche sogar eine 0,054er.

    Durch die "Luft" in den Wicklungen spräche die Praxis eher für die dickere Variante 0,054.
    Könnte man auch durch einen Korrekturfaktor berücksichtigen, es spielt aber keine zu große Rolle - bei flat wound noch weniger.

    Viele Grüße
    Torsten
     
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  9. BeWo

    BeWo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.20   #9
    9-42 in E ist 10-46 in D. Beim 10-52 Set fühlt sich G und C im Vergleich zu stramm an.
    Fürs droppen kauf ich eine einzelne 49er Saite dazu und die 46er verwende ich wiederum bei meiner Gitarre in Drop Db. Rein rechnerisch wäre die 54er Saite die Richtige, aber die passt vom Gefühl her nicht. Ich hab zuerst 54 und 52er probiert und bin jetzt bei der 49er hängen geblieben.

    https://snipboard.io/JBC9i8.jpg
     
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