Gretsch Electromatic Jets - Unterschiede, Qaulität, Bezeichnungen?

von Spell, 09.09.07.

  1. Spell

    Spell Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.06.04
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    1.056
    Zustimmungen:
    12
    Kekse:
    646
    Erstellt: 09.09.07   #1
    In der Hoffnung das sich hier mal ein paar Gretsch Spieler rum treiben eröffne ich jetzt mal diesen Strang :D

    Die sieht doch mal schnieke aus oder:

    [​IMG]

    Nur da tun sich mir doch ein paar Fragen auf...
    Wie sind eigentlich die Halsformate bei der Gretsch Electromatic Jet Serie? Wer weiss die genauen Maße :D

    1.In etwa so dick wie bei der Yamaha EG 112?
    2.In etwa so dick wie bei einer Epiphone Dot Studio?
    3.Dicker .o dünner?


    Die nächste Frage: Was bedeutet eigentlich dieses Junior in der Typbezeichnung mancher Gretsch Gitarren?
    Haben diese Junior Gitarren kleinere Korpusmaße usw?
    Oder hat das nix zu sagen?

    Dritte Frage: Wie viel wiegen diese Gretsch (Pro) Jet Gitarren eigentlich in etwa?

    Vierte Frage: Wie sieht das mit der Gretsch Qualität aus? Große Qualitätsschwankungen? Wie sind da so eure Erfahrungen?



    Diese hat auch was von der Optik her:

    [​IMG]

    Das interessante an Gretsch ist halt auch, das sie nicht diese standartmässige Tonabnehmerbestückung haben.
    Wo andere Firmen auf Humbucker setzen, gibt es bei Gretsch Single-Coils oder Mini Humbucker :)
    Wäre auch mal was, wenn man mal eine Gitarre hätte, die nicht jeder zweite besitzt (Strat, Les Paul, Metalaxt sowas spielt ja jeder Depp :D)

    Lange Rede kurzer Sinn: Mich würde einfach mal eure Meinung zu den Gretsch Electromatic Jet Gitarren interessieren ;)
     
  2. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

    Im Board seit:
    05.09.05
    Beiträge:
    7.272
    Zustimmungen:
    787
    Kekse:
    29.708
    Erstellt: 10.09.07   #2
    hi spell!
    ich habe das obengezeigte modell (pro jet) - und ja, die sieht wirklich sehr lecker aus ;)
    ich habe es allerdings ohne bigsby gekauft und mir ein später ein B3 montiert - passt besser zu dem modell, finde ich...
    ich habe die gitarre jetzt seit ca. 2 jahren und bin immer noch erstaunt was für den preis geboten wird - und ich habe reichlich vergleichsmöglichkeiten.
    tatsächlich sind die pickups sehr interessant. es sind halt humbucker, haben aber einen sehr gemässigten output (weniger als ne normale strat). dadurch kommst du automatisch zu anderen einstellungen an deinem amp und sie reagieren ganz anders auf overdrive-pedale + verzerrung im allgemeinen. sie reagieren irgendwie "gutmütiger" und kontrollierbarer als große humbucker und sie behalten auch bei reichlich gain ihre klarheit - ich liebe diese gitarre für´s lead-spielen!

    ich finde der hals ist klasse - ich kenne aber die beiden von dir genannten modelle nicht...
    er ist eher schlank (also VIEL schlanker als von ner epiphone dot), aber nicht dünn - einfach sehr angenehm zu spielen.

    das "junior" beduetet in dem fall, daß sie eine flache decke hat - im gegensatz zur gewölbten decke bei der pro-jet. möglicherweise hat sie auch einen geschraubten hals - im gegensatz zum eingeleimten bei der pro-jet.

    ja, das mit dem gewicht...
    ich hatte mir damals noch eine zweite bestellt, weil mir die erste mit 4,3 kilo ein bißchen zu schwer erschien.
    die zweite wog tatsächlich nur 3,6 kilo - was mir erheblich besser gefiel - klang aber nicht so gut wie die erste...
    d.h. es gibt da wohl schon deutliche schwankungen was gewicht und qualität angeht...

    fazit: ich kann die gitarre durchaus empfehlen, würde aber auch dazu raten möglichst verschiedene modelle anzuspielen/zu vergleichen...

    cheers - 68.


    p.s.: du kannst meine pro jet auf dem song "winterlied" auf unserer myspace-seite hören! alle gitarrenspuren wurden mit dieser gitarre gespielt!

    http://myspace.com/seasidemusicde
     
  3. Spell

    Spell Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.06.04
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    1.056
    Zustimmungen:
    12
    Kekse:
    646
    Erstellt: 10.09.07   #3
    Ein Bigsby ähnliches Tremolo is ja ganz fein...

    Aber ich habe an meiner Stagg Gitarre auch ein Bigsby ähnliches Vibratosystem. Und dort kann der Saitenwechsel halt auch schon mal in einem Nervenzusammenbruch enden :D


    Problem bei diesem Bigsby ähnlichen Vibrato:

    Die Endringe der Saiten müssen leider auf Stifte gesteckt werden.
    Und dort kann es halt schnell passieren, das die Saitenringe wieder von den Stiften abrutschen:mad:
    Und dann darf man wieder von vorne anfangen :bang:


    Für ein Bigsby ähnliches Vibratosystem bräuchtre man 3 Hände:

    - Eine Hand hält die Saite straff

    - Die zweite Hand hält den Endring der Saite fest, damit er nicht wieder vom Stift runter rutscht

    - Und die dritte Hand dreht an der Mechanik die Saiten stramm


    Dann wäre der Saitenwechsel perfekt :D


    Und ich schätze mal, das originale Bigsbys auch diese Stifte haben?
    Wieso können die das nicht so kunstruieren, das man die Saiten einfach nur durch zieht :screwy:

    Wenn ich mich jetzt nicht irre, dann gab es auch Bigsby ähnliche Vibratosysteme ohne Stifte, wo man die Saiten nur durch ziehen muß?
    Hatte die Firma Düsenberg oder Rockinger nicht sowas im Angebot?

    Eventuell wäre da eine Umrüstung auf ein Non-Stifte-Bigsby am besten :D

    Nur passen diese Bigsbys auch auf die vorgeborten Löcher der Gretsch?
     
  4. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

    Im Board seit:
    05.09.05
    Beiträge:
    7.272
    Zustimmungen:
    787
    Kekse:
    29.708
    Erstellt: 10.09.07   #4
    hallo spell!
    findest du das sehr charmant, daß du mit keinem wort auf meine - doch recht ausführliche - antwort auf deine fragen eingegangen bist?

    na gut, trotzdem:
    klar, das saitenwechseln beim bigsby ist total blöd.
    und ja, rockinger bietet sowohl für die originalen bigsbys als auch für die nachbauten entsprechende umbau-kits an.
    noch einfacher (und billiger) kann man´s haben indem man einfach die stifte rauszieht (zange und starke nerven) und dann mit einem kleinen bohrer die löcher aufbohrt.

    - 68.
     
  5. Spell

    Spell Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.06.04
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    1.056
    Zustimmungen:
    12
    Kekse:
    646
    Erstellt: 11.09.07   #5
    Sorry das ich nicht auf deinen Beiträg drauf eingegangen bin. Bitte nicht persönlich nehmen.
    Kann halt schon mal passieren, das ich einen Beitrag zu voreilig abschicke...

    Und dann fällt einem im Nachhinein ein: Ach wäre ich doch mehr auf dieses oder jenes drauf eingegangen.

    Aber dann ist es halt schon zu spät seinen Beitrag nachträglich zu ändern, weil du ja schon geantwortet hast ;)

    Nun wieder back to topic.

    Ist echt klasse das überhaupt jemand meine Fragen beantwortet bzw. sich mit Gretsch auskennt :great:

    Was du über die Tonabnehmer schreibst, hört sich doch recht interessant an.
    Würde aber gerne wissen, wie diese über meinen Amp klingen :)
    Wenn man noch keine Gitarre mit Mini Humbuckern besitzt, ist es echt mal reizvoll sich eine zu kaufen.
    Vor allem um auch mal einen etwas anderen sound abdecken zu können.
    Joa euer soundsample is ok;)
    Habt ihr die songs selber geschrieben?

    Die Gitarre eignet sich vielleicht prima, um ein paar Ärztesongs zu schrammeln :)
    Obwohl ich auch mal wissen möchte, wie diese Gitarre mit mehr gain klingt :D

    Aber auf soundsamples kann man ja auch nicht alles geben, was den Klang der Gitarre betrifft.
    Wer weiss, wie die Klampfe live gespielt und über meinem Amp klingt.
    Schade das es die Pro Jet nicht in weiß gibt :(


    Ne also Bigsby aufbohren muß nicht unbedingt sein... Dann doch lieber damit abfinden bzw. eine Taktik entwickeln, mit dem der Saitenwechsel leichter geht (Endringe der Saiten an den Stiften fest kleben bzw. fixieren oder so :D)
    Oder einfach die Variante ohne Bigsby kaufen...

    Mit Bigsby sieht die Gitarre zwar nicht ganz so nackt aus (scheiss auf die Funktion des Bigsbys, Hauptsache es sieht gut aus :D).
    Aber ich kann auch ohne leben.
     
  6. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

    Im Board seit:
    05.09.05
    Beiträge:
    7.272
    Zustimmungen:
    787
    Kekse:
    29.708
    Erstellt: 11.09.07   #6
    hi spell!
    ich habe auch nicht viel erfahrung mit mini-humbuckern, aber es heißt immer die von gibson seien z.b. höhenreicher als die normalen humbucker. das kann ich bei diesen hier nicht unbedingt bestätigen. tatsächlich benutze ich die allermeiste zeit den bridge-pu weil mir der am hals meist ein bißchen zu mulmig klingt - ausser bei ganz soften, cleanen sachen.

    tja, wie die gitarre mit deinem amp klingt kannst du wohl nur selber herausfinden...

    wenn du das bigsby eh nicht gebrauchen willst würde ich dir natürlich zu dem modell ohne bigsby raten - da sparst du geld und das "G"-tailpiece sieht doch auch sehr schön aus ;)

    klar haben wir die songs selbst geschrieben :great:

    cheers - 68.
     
  7. bassgitarrist

    bassgitarrist Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    26.05.07
    Zuletzt hier:
    31.10.12
    Beiträge:
    188
    Ort:
    Paderborn
    Zustimmungen:
    9
    Kekse:
    1.094
    Erstellt: 11.09.07   #7
    Ich habe selbst mal die Electromatic Pro Jet in schwarz ohne Bigsby besessen.. schöne Gitarre! Der schwere Korpus kommt dem Sound zugute, und der Hals ist ordentlich fett - da fühlten sich meine Fenders im Vergleich fast wie Spielzeug an. :)

    Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die Tuner (nicht besonders stimmstabil) und die Pickups - für meinen Geschmack zuwenig Output, und irgendwie ein bisschen leblos und mumpfig klingend. Aber ein heißer Austausch-P90 dürfte hier Wunder wirken, denn das Instrument ist ansonsten gut verarbeitet und eine hervorragende Basis für Upgrades.

    Ich hab das Teil meistens für Drone-Sounds benutzt und auf DADAAD gestimmt, letztendlich habe ich sie aber verkauft, weil ich mehr auf heiße Singlecoils stehe und meine Schraubhals-Fenders dynamischer und flexibler klangen - aber ich würde sie z.B. jeder Epiphone Les Paul vorziehen!

    Grüße,
    der bassgitarrist
     
  8. Spell

    Spell Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.06.04
    Zuletzt hier:
    10.12.16
    Beiträge:
    1.056
    Zustimmungen:
    12
    Kekse:
    646
    Erstellt: 13.09.07   #8
    Zu mulmig/mittig ist nicht so toll... Ich hätte da doch lieber eine Gitarre, mit einem eher höhen betonten Grundcharakter.

    Es muß ja nicht zu schneidig klingen, aber halt nicht so extrem muffig ;)

    Ich möchte aber auch mal wissen, wie diese Jet Special mit diesen U.S. DeArmond 2000 single-coil pickups klingt.

    Na ja aber im verzerten Betrieb fehlt einem dann vielleicht wieder der Humbucker.
     
  9. RomanS

    RomanS Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.08.06
    Zuletzt hier:
    18.04.13
    Beiträge:
    1.648
    Ort:
    Wien
    Zustimmungen:
    68
    Kekse:
    11.608
    Erstellt: 15.09.07   #9
    Zum Saitenwechsel mit Bigsby: da gibt's 2 Tricks:

    -) Saiteende auf den Stift am Bigsby stecken, saite stramm ziehen und mit einem Kapodaster am Hals festklemmen, dann kann man das andere Saitenende ganz bequem in die Stimmechanik einfädeln und strammkurbeln.

    -) Saitenende auf den Stift am Bigsby stecken, dann da was darunterschieben, damit es nicht runterrutschen kann - Bigsby empfiehlt ein Stück Schaumgummi, ich persönlich falte einfach das Plastiketui der Saitenverpackung zweimal, und schieb's drunter - dann die Saite ganz normal aufspannen.

    Hier ein paar Infos zu den DeArmond 2000 Pickups (auf der Seite ungefähr bis zur Hälfte runterscrollen!):
    http://www.the-jime.dk/Rockabilly_Guitar.htm
     
Die Seite wird geladen...

mapping