Griffbrett beizen möglich?

von riddler, 04.10.06.

  1. riddler

    riddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.06   #1
    Hi

    mir kam grad die Idee das man ja vllt ein Griffbrett schwarz beizen kann, nur aus optischen Gründen, also ein Griffbrett das bundiert ist mit Binding und Inlays. Würde die Beize auch das Binding und Inlays verfärben/angreifen oder würde sowas funktionieren und gut aussehen hinterher, sprich: Binding immernoch schön weiss und die Inlays ebenso?

    Speziell würde ich dann gern Rosewood schwarz beizen, hab auch noch ne billige Gitarre an der ichs ausprobieren könnte bevor ich es an ner teureren mache.

    gruss Stef
     
  2. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.10.06   #2
    Wenn du wasserbasierte Holzbeize nimmst, die du beim Auftragen von Binding und Inlays sofort abwischst, werden die das wahrscheinlich schon überleben. Vorher würde ich es allerdings mit einem Wattestäbchen an einer kleinen Stelle probieren, ob das Material (wahrscheinlich Kunststoff) die Farbe sofort annimmt oder ob es sich rückstandslos wieder abwischen läßt.
    Problematischer wird die Tatsache sein, daß an den Randbereichen der Inlays manchmal Klebstoffreste sind, die keine Beize annehmen und daß dein Griffbrett auf keinen Fall jemals geölt worden sein darf, sonst nimmt es höchstwahrscheinlich nichts an, was auf Wasserbasis angemischt wurde. Afaik wird Palisander (Rosewood) häufig vor der Endverarbeitung im Tauchverfahren durchgefärbt, weil es durch die Materialdichte schwer Farbe annimmt. Bringt man die Färbung nachträglich nur oberflächlich an, wird nach einiger Zeit des Spielens möglicherweise wieder der Braunton durchkommen.
    Da ich das aber selbst noch nicht versucht habe, sind das im Wesentlichen Vermutungen meinerseits, daher wie gesagt am besten an einer kleinen Stelle ausprobieren.
     
  3. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.06   #3
    Hab's mal probiert und es hat echt sch**** ausgesehen, da Palisander von Natur aus ölhaltig ist, plus das Fett aus dem Handschweiß, Kleberreste etc. Hat auch nicht lange gehoben am Holz, dafür an den Inlays und Binding :(

    Vielleicht war ich zu doof, keine Ahnung, aber mein Rat ist - lass es lieber.

    Am Korpus oder der Halsrückseite gibt es allerdings nichts schöneres als Beize + gute Schellack-Behandlung. Aber die schleift man ja vorher und Schellack deckt es ja vollständig ab wie Lack, daher kein Thema.
     
  4. riddler

    riddler Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.06   #4
    hm, schade wäre ein guter weg zur einer (annähernd) ebenholzoptik gewesen, aber sein muss es nicht. dann wird das griffbrett eben weiterhin sehr regelmässig mit lemon oil behandelt, hat in etwa denselben effekt, nur nicht ganz so dunkel :)
     
  5. JPage

    JPage Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.10.06   #5
    Hallo!
    Was wäre denn bei einem fabrikneuen, unlackierten Ahorngriffbrett?
    Das dann beizen und Klarlack drüber... Das müsste doch erstmal halten, oder?

    MfG
    Pagey
     
  6. gitarrero!

    gitarrero! Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.10.06   #6
    Es gibt ein ölbasiertes schwarzes Zeug namens "Oil Dye" zu kaufen, das sollte bei einem gut gereinigten Ebenholz- oder Palisandergriffbrett gut als Färbemittel funktionieren. Erhältlich z.B. bei Stewart-MacDonald (Link) Wird manchmal auch als "Ebonizer" bezeichnet.

    [​IMG]
     
  7. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.10.06   #7
    Das ist zwar eigentlich ein Leder-Färbemittel, aber wenn es ohne Mitfärben besagter Bindings und Inlays funktioniert, warum nicht!
     
  8. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #8
    JPage, warum willst denn einen Ahornhals dunkel machen? :confused:

    Heben sollte es mit dem Lack dann schon, mußt aber mit den Griffbretträndern höllisch aufpassen.

    Aber ehrlich gesagt, finde ich nichts schöner als einen naturfarbenen unbehandelten (nur geölt) Ahornhals :)
     
  9. gitarrero!

    gitarrero! Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.10.06   #9
    Interessant, jetzt sehe ich es auch an den abgebildeten Sätteln auf dem Etikett. Schon lustig, dass es im Sortiment eines Gitarrenbau-Zubehör-Ladens zu finden ist. :cool:
     
  10. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.10.06   #10
    Zumindest würde ich dem Produkt wegen des Öl-Anteils eine pflegendere Wirkung glauben, als einer Wasserbeize. Ich könnte mir vorstellen, daß es einfach wegen der geringen Nachfrage nicht im Musikinstrumenten-Sektor vertreten ist. Die meisten Gitarristen verwenden ja irgendwelche farbneutralen Öle für's Griffbrett, die ja je nach Holzsorte ohnehin schon etwas dunkler färben. Bei Eiche z. B. (für Griffbretter allerdings eher ungebräuchlich :D ) ist die Farbänderung wegen der Reaktion des Öls mit den Gerbstoffen im Holz extrem. Leder ist ja in vielen Fällen von vorneherein auf der Oberfläche gefärbt, so daß diese Farbe eben bei entsprechender Abnutzung auch nachbehandelt werden muß. Die schlüssige Folgerung aus diesen Überlegungen wäre jetzt die Frage: warum nicht mit schwarzer Schuhcreme probieren? ;)
     
  11. think.funny

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    Erstellt: 05.10.06   #11
    Hi 500/1 :),
    na weil die sich nach dem Spielen an den Fingerkuppen wiederfindet. :eek:

    Ich tendiere eher zum nicht Färben. Frische ein Griffbrett aus Rosewood oder Mahagoni einfach mit Griffbrettöl, wie zB. AxWax auf. Die erhellten, abgegriffenen Stellen bekommen doch eher den Charme einer gern gespielten Gitarre.

    Anstatt einen Ahornhals zu färben, würde ich mir lieber einen anderen Hals zulegen. Gefärbt kann doch echt nur schlimm aussehen. Ich denke an Billiggitarrenhälse, denen man die Färberei auf den ersten Blick ansieht.
    think
     
  12. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 05.10.06   #12
    Da ich noch aus der grauen Vorzeit stamme, als man seine Schuhe noch putzte, kann ich dir versichern, daß sie das nur innerhalb der ersten 10 Minuten tut. Wenn sich die ätherischen Bestandteile (meist Terpentin) verflüchtigt haben, kann nach Entfernung des getrockneten Überschusses (auch Blankbürsten genannt) die behandelte Fläche problemlos berührt werden. Wäre das nicht so, würde man sich ja an allen schwarzen Schuhen (so sie denn geputzt sind) die Finger schwärzen.
    Aber da ich weiß, daß du weißt, daß das eh nur ein joke von mir war (wer will schon, daß seine Gitarre nach Schuhwichse stinkt) und die meisten Beantworter dieses Threads die Färberei ohnehin eher ablehnen, sehen wir diesen OT-Ausflug einfach akademisch ;) .
    Nach einem Blick auf dein Profilbild würde ich sagen, laß ihn lieber dran, er steht dir ganz gut! :)
     
  13. JPage

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    Erstellt: 05.10.06   #13
    Ja, schön ist das auch. Aber ich wollte einfach wissen ob das geht ;)

    MfG
    Pagey
     
  14. Rockminstrel

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    Erstellt: 05.10.06   #14
    Ich würde es mit alkoholbasierter Beize machen. Die löst sich auch sicher nicht durch Handschweiß an.
     
  15. JPage

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    Erstellt: 05.10.06   #15
    Ja, aber was ist mit dem Griffbrett?
    Nimmt es alkoholbasierte Beize überhaupt an?
    Das ist ja i.d.R. ölig...

    MfG
    Pagey
     
  16. think.funny

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    Erstellt: 05.10.06   #16
    Also wenn schon Beize,sollten Schmutz, Fett, Wachsrückstände entfernt werden, da sie hinterher evtl. durchschimmern oder verhindern, dass die Beize in's Holz eindringt.
    Es gibt einen neuartigen, weißen Schwamm, den man leicht angefeuchtet wie einen Radiergummi einsetzt. Damit kann man das Holz sehr schonend abschleifen.
    Denn gibts sicher in Haushaltswarengeschäften, Drogeriemärkten und ab und an als Aktionsposten in Lebensmitteldiscountern.


    Ich will nur schlimmstes verhindern, der Joke könnte bare Münze werden :p
    Aber nochmal zu Schuhen und .....: Du bist nicht der Einzige, der diesen Sport betreibt ;-).

    Und ich hätte ihn fast gegen Mahagoni ausgetauscht :D ...
     
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