Größe spielt doch eine Rolle?! Behringer vs. Mesa und TT-Cabs 2x12 oder 4x12

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Hallo zusammen,
sicherlich ein Thema, das schon mehrmals durchgekaut wurde, aber nicht so speziell, dass ich mir ein klares Bild verschaffen konnte.

Bisher habe ich zuhause zwei Mini Stacks betrieben:
- Marshall JVM410H mit TT-Cabs Rex Pro 2x12 (Celestion V30 Made in UK)
- Mesa Dual Rectifier mit Mesa Rectifier Horizontal 2x12 (Werkseitige UK V30s)

Ich spiele für mich allein, keine Band, also normales Gitarrenspiel, zum Teil auch zu Backing Tracks. Rock und Metal. Also gelegentlich Clean, größtenteils Overdrive und High Gain. "Gehobenere Zimmerlautstärke" ist bei mir das Maximum, mehr brauche ich aber auch nicht.

Die Grundsatzdiskussionen in Richtung "So überdimensionierte Amps zuhause kann man nicht vernünftig ausfahrren" möchte ich hier bitte vermeiden. Die Amps haben Master Volume und funktionieren für meinen Geschmack hervorragend bei genannter Lautstärke und hören sich immer noch um Welten besser an als Modelling- und Transistior-Amps.

Bisher war ich immer zufrieden mit dem Klang meiner beiden Ministacks. Bis ich vor Kurzem einen Engl Invader 100 MK1 geholt habe und eine Behringer* Ultrastack BG412H der alten Serie mit Jensen Speakern sagenhaft günstig ergattern konnte.

Plötzlich klang Engl+Behringer* Stack deutlich den beiden oberen überlegen im Klang. Aufgeräumter Sound, drückender Bass, sahnige Mitten, klare Höhen. Ich habe also etwas rum experimentiert, und die Behringer* abwechselnd an alle drei Amps in Mono und Stereo angeschlossen. In allen Fällen war das Ergebnis deutlich besser als mit den 2x12 Boxen. Nun war ich echt aus allen Wolken gefallen - beide 2x12 Boxen sollten eigentlich sehr gut sein und die Behringer* in Grund und Boden spielen, sie klingen aber fizzelig und kratzig im Vergleich zur viel billigeren 4x12er. Das habe ich so nicht erwartet. Selbst wenn ich die Amps im Stereo-Betrieb an nur 2 Speakern der Behringer* spiele, klingt es immer noch um Welten besser, als mit den 2x12ern. Ich sehe also echt keinen Grund, die letzteren zu behalten. Vielleicht sind nach all den Jahren die V30er doch nicht mehr so toll für mich? Die beiden 2x12er habe ich sogar auf die 2x1 Kallax Regale von Ikea gestellt, damit die Speaker mehr in Richtung meiner Ohren abstrahlen.

Stand ihr auch Mal vor ähnlichem Dilemma? Zur 2x12er wird ja geraten, um den Rücken zu schonen bei vielen Auftritten aber wenn es klanglich so große Unterschiede gibt, warum sind die 2x12er trotzdem so beliebt? 4x12er sind ja überdimensioniert, klar, aber selbst "leise" klingen die immer noch besser. Ich bin immer davon ausgegangen, es müsste andersrum sein und deswegen habe ich mich nie mit 4x12er Boxen beschäftigt. Wenn es also keine Platzprobleme gibt und man nicht schleppen muss, müsste doch eine 4x12er immer gewinnen, oder? Also entweder sind die Jensen Speaker so gut, oder das Innenvolumen der Box hat selbst bei Zimmerlautstärke eine große Auswirkung auf den Sound. Oder die Liebe zu den V30 ist verflogen.

Es ist also keine richtige Frage, sondern vielmehr Einladung zum Austausch, falls ihr Mal auch die beiden Formate durchprobiert habt, zu erzählen, wie euer Weg war und warum ihr euch für eine bestimmte Größe entschieden habt.
 
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Hi @Harvester Of Sorrow

klingt für mich so, als würdest du die neuen Speaker einfach besser als die V30 mögen.

Und zu Thema Invader, der klingt schon auf Zimmerlautstärke fantastisch, aber auf Bandlautstärke aufgedreht ist noch eine ganz andere Nummer. Da sollten es auch mit einer 2x12 keine Wünsche offen bleiben.

Gruß
P.
 
Also die Behringer Ultrastack ist keine schlechte Box, wenn vielleicht auch mit dem budget brand Stempel und 'damit gehe ich doch auf keine Bühne'-blabla. Was evtl. noch hinzukommt ist, das bewährte Sachen plötzlich nicht mehr so nice klingen, wenn etwas neues kommt. Kenne das selber zur genüge, das gibt sich ein paar Tage später 😄.

Aber um auf Dein Grundthema zu kommen. Mir ging es ähnlich, eine 4x12er in der Wohnung geht gar nicht... angeblich. War dann bei 1x12 und 2x12, bis ich meinen Proberaum räumen musste und die 4x12er hier eingezogen ist, weil ich sie nicht losgeworden bin. Wahrscheinlich weil es auch eine low budget Box ist, allerdings mit V30ern, die ein Tanzmugger jahrelang jedes Wochenende eingeprügelt hatte. Seitdem spiele ich fast nur darüber mit verschiedenen Tops, geht butterweich und in normaler Lautstärke. Ich muss allerdings auch nix mehr hin und herschleppen.

Manchmal ist man auch einfach satt von bewährten Dingen, bei Dir evtl. der Switch von den V30ern auf die Jensen Speaker, unabhängig von der Boxengröße?!
Gab hier vor Jahren mal einen interessanten Thread, ob man 4x12er auch in der Butze spielen kann, war auch sehr interessant. Also wenn das so für Dich passt...enjoy!

Gruß
 

Da geht es auch um die Membranfläche einer 4x12
Die Box alleine mit einem Top macht
mehr Wind als eine 2x12 alleine.Mit einem Micro wird meist immer nur ei Speaker abgenommen. Hatte selbst schon Engl und Marshall 4x12 ,beide gerade ,die Engl hatte den meisten Dampf. Heute habe ich eine TT REX 2x12 die
reicht mir ,sie hat mehr Tiefe als manch andere 2x12.
 
Mal ganz ohne den Lautsprecher zu beurteilen klingt eine größere Membranfläche anders als 2kleinere jenachdem wie sie aufgestellt und in welchem Raum und Winkel zum Ohr sie sich arrangiert.
Vertikal übereinander und im 15° Winkel versetzt hat man früher gerne genommen.
Mit den 2 *12ern hast du. Bestimmt schon herum probieren können.

(Dass der Selestion sch... Klingt ist doch so gewollt, V wie Vindädsch Sound.) Ich war mit meinen Greenback damals zufrieden, hatte ja nichts anderes.
Später habe ich nur noch über die Bassanlage gerockt.
4*15" Thiele mit Fane bestückt.
Mit AC 50 Antrieb.
 
Zuletzt bearbeitet:
Behringer Ultrastack BG412H der alten Serie mit Jensen Speakern
die hatte ich vor Ewigkeiten auch mal, die hatte wenn ich mich recht erinnere einen überschaubaren Wirkungsgrad und war im Bandkontext (damals sehr laute Band) auch nicht mehr so definiert wie ich es gerne gehabt hätte, da du zu Hause spielst ist das aber egal, da wäre jetzt z.B. ein schlechterer Wirkungsgrad den die Behringer wie gesagt aus meiner erinnerung hatte aus meiner sicht sogar ein Vorteil, da der Amp dann in einen Bereich kommt wo er besser arbeitet als im untersten Bereich der Endstufenaussteuerung.


zum Thema allgemein: bei boxen kommts quasi auf alles an, Lautsprechertypen machen einen gewaltigen Unterschied, ebenso die Geometrie deiner Cabs im allgemeinen.
- d.h.: wenn du die Mesa Speaker in die Rex Pro schraubst wird das möglicherweise komplett anders klingen als die Mesa V30 im Original Mesa gehäuse.
- speaker des Gleichen Bautyps kann durchaus auch stark variieren, hierzu gibts z.B. vom Kohlekeller auch Videos auf Youtube, hier gehts zwar um Front vs.Rear loaded, aber er hat das veranschaulicht, indem er zwei gleiche Speakerchassis in selber Abnahmeposition verglichen hat:
View: https://youtu.be/6HIWu6aWL5I?si=kNZgqa93BIp-l7K8&t=246
- und das was bei dir den vermutlich allergrößten unterschied macht sind einfach die unterschiedlichen Speaker. der Jensen wird gewaltig anders klingen als der V30, da es einfach komplett unterschiedliche Speaker sind.



um zu deinem Fall zurück zu kommen: scheiß drauf was auf den Boxen und Speakern für Marken stehen, wenn du einen Sound hast der dir gut gefällt ist egal ob Celestion, Jensen, Hoi Chong, oder sonstwas drauf steht. es geht ja soweit, dass hervorragendes Equipment bei Gitarrist A super funktioniert und bei Gitarrist B nicht.
ich komme z.b. mit Marshall und Mesa nicht so zurecht, gibt aber zig bands die mit genau diesen Marken den Nagel am Kopf treffen. Peavey 5150, bzw. 6505 oder Lichtlärm Prometheus hingegen passen bei mir irgendwie immer, das werden Mesa Player wieder anders sehen, und bei Clean zum beispiel mag ich den Roland JC120 am liebten (hoch lebe Profiling technologei, sonst müsste ich mehrere Amps nutzen :ROFLMAO: )

hab sogar schon ein Behringer Ultra Metal 30€ Billigpedal vor einem Rockerverb gesehen und das hat auch brutal geil geklungen.

d.H. wenn du mit dem ultrastack nen geilen Sound bekommst go for it:great:
 
...sie klingen aber fizzelig und kratzig im Vergleich zur viel billigeren 4x12er.
Das fizzelige und kratzige kann entweder vom Amp oder von den Speakern selbst kommen.
Das ist durchaus so gewollt, weil sich der Sound damit im Bandkontext besser durchsetzen kann.

Das war aber unter anderem für mich der Grund, weg von einem richtigen Amp zu gehen und ein "NAM" Gerät zu verwenden. Da kann ich sehr einfach High und Low Cuts einstellen, und schon klingt der V30 auch viel definierter und sahniger.

Zu 1x12 vs 2x12 vs 4x12 kann ich auch nur so viel sagen, dass ich nach Möglichkeit immer zu größeren Boxen greifen würde. Mehr klingt halt einfach nach mehr, auch bei geringen Lautstärken.
 
Mehr klingt halt einfach nach mehr, auch bei geringen Lautstärken
da geh ich nicht ganz mit, bei gehobener Zimmerlautstärke, zumindest so wie ich die Lautstärke für mich definiere, wäre würde die ein oder andere 412er bei mir rausfliegen, weil ne 212er da für gleiche Lautstärke mehr auslenkung hat und somit für meinen Geschmack besser klingt.
wenn ud mit NAM und IR arbeitest ist das halt wieder ne ganz andere sache, da die IRs der Boxen in der Regel so aufgenommen wurden, dass sie Klingen und das IR arbeitet ja unabhängig von der Lautstärke die du über dein Monitoring abrufst.

aber pauschalisieren kann man halt bei musik mehr oder minder nix. hab schon Musiker gesehen die aus gefühlten Nichts guten Sound bringen, ebenso Musiker die aus einem 5000€ Setup nur Rotz rausblasen.
hab erst im Sommer ne Doom Band gesehen wo ein Gitarrist über Basstopteile und Bassboxen spielt, das würde mit meinem Sound gar nicht aufgehen, da hats aber extrem gut gepasst, war nur zu laut, aber worscht
 
Stand ihr auch Mal vor ähnlichem Dilemma?
Ja, da stand ich im wahrsten Sinne des Wortes wirklich mal - und jetzt besitze ich zwei 4x12er Cabs und ein 212 Cab :biggrinB:

- Eine 412er Mesa Rectifier oversized
- Eine 412er Marshall 1960lead (mit Austauschspeakern, Eminence V12 Legend)
- Eine 212 Harley Benton mit V30

Ranking könnte man auch vom Sounderlebnis so stehen lassen.

Die Mesa steht im Proberaum und dient für Recording. Für Gigs nehme ich entweder gar keine Box mit, falls eine Backline gestellt wird, oder mit Prio die 212 oder die Marshall 412. Klanglich macht das Live meines Erachtens wenig aus, wenn man etwas an den Einstellungen dreht. Die 412er nehme ich nur mit, wenn Gig irgendwie um die Ecke und auf der Bühne genug Platz, oder wenn´s irgendwie um den Look geht, falls was spezifisch gefilmt oder fotografiert wird.

Zusatz: Ich spiele Live analog und digital. Mein Quad Cortex geht mit einem Rectifier Capture und (m)einer Mesa OS 412 IR zum FOH - das klingt vorne immer gleich fett. Dann geht´s aus dem QC gesplittet in meinen Dual Rectifier und dann eben die Box auf der Bühne. Wird höchstens beigemischt, oder meinetwegen auch garnicht per Mikrofon abgenommen. Dient nur dem Druck an meinem Hosenbein, meinem Ego und RocknRoll. Wenn ich keinen Bock habe meinen Recto mitzuschleppen, habe ich noch eine Seymour Duncan Powerstage Endstufe die den Recitifer ersetzt und das QC quasi ohne Box IR auf der Bühne befeuert.
 
  • #10
Zusatz: Ich spiele Live analog und digital.
Same here :biggrinB:

wobei ich statt topteilen einfach 4x200 Watt@4Ohm auf 2HE ins Bandrack gebaut habe, das fällt dann transporttechnisch gar nicht mehr auf.
 
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  • #11
Da habt ihr ja megainteressante Erfahrungen, Beobachtungen und Theorien geteilt. Unglaublich spannend, Danke dafür. Ich kann nahezu jeder Aussage zustimmen. Eins vorweg: ich spiele auch über Amplitube und Kopfhörer am Rechner, oder neuerdings über NAM+Valeton GP-200. Alles sehr feine Sachen, die ich aber eher zum Üben oder ungestörtem Musizieren verwende. Trotzdem liebe ich den Sound der echten Röhrenamps mehr. Es ist ein ganz anderes Gefühl. Aber ich möchte auch hiermit keinen Glaubenskrieg entfachen.

Ich stelle es mir so vor, dass in meinem Anwendungsfall (Röhrenamp, aber bei max. gehobener Zimmerlautstärke, keine Transporte, keine Liveband), die Qualitätsmerkmale einer 412-Box sehr stark aus dem Fokus geraten:
- Die Box steht nicht im feuchten Keller, also wird das MDF-Gehäuse nicht stark beansprucht und Argument der Langlebigkeit wird uninteressant
- MDF macht die Box schwerer. Da ich nicht schleppen muss, soll mir das auch egal sein

Welche Argumente aus meiner Sicht stärker in den Vordergrund treten:
- Der Eigenklang des Lautsprechers erhält jetzt den höchsten Anteil am Klangbild
- Bei Zimmerlautstärke sind die Schallwellen geringfügig (weil die Membtane sich ja auch viel weniger bewegt), daher hat nach meinem Verständnis das Holzmaterial in diesem Fall nahezu keine Auswirkung auf den Klang (es wird kaum zum Schwingen angeregt). Auf der Bühne, ändert sich dies aber gewaltig. Und zudem denke ich dass ALLE 412 Boxen zumindest die Frontplatte (an der die Speaker montiert sind) aus Multiplex besteht. Und ob es sibirische oder lampukistanische Birke ist sowieso egal, denn das sind in mehreren Schichten verleimte Platten, da ist jeder Multiplexplatte gleich.
- Das Innenvolumen der Box. Das spielt nach meiner Erwartung deutlich höhere Rolle als die Holzart des Gehäuses. Klar, in meinem Vergleich sind nicht nur die Boxengrößen verschieden, auch die Speakermodelle sind grundlegend anders. Zum belastbaren Vergleich müsste man dieselben Speaker in allen Boxen getestet haben. Das ist natürlich ein Luxusproblem :-D

Ich habe aber weiter verglichen. Gestern Abend habe ich dann den Engl an allen drei Boxen gespielt:

1. Behringer 412
2. TT-Cabs 212
3. Mesa 212

Das ist dann auch die Rangliste nach Klanggüte. Die V30s der Mesa und die UK-V30s der Rex Pro sind natürlich auch nicht gleich, aber der Klangunterschied war dann doch sehr spürbar. Ich schreibe es dem unterschiedlichen Innenvolumen der Boxen und den Speakermodellen zu, denn die TT-Cabs ist etwas voluminöser.

Ich überlege noch, ob ich mir die Mühe mache und die beiden V30s testweise auf eine Seite der Behringer montiere und dann im Stereobetrieb V30 gegen Jensen vergleiche.

Aber ich vermute stark, dass der Gesamteindruck vom Klang einer 4x12er Box doch klar ausfällt - für mich auch bei Zimmerlautstärke deutlich besser, als 2x12. Und man hat ja noch EQ-Einstellungen bei den Amps, sodass man Einiges anpasst, sofern der Bass außer Kontrolle gerät oder Mitten/Höhen nachjustiert. Das habe ich ein wenig ausprobiert. Aber den fehlenden Bass und Druck der 212er gleicht kein EQ mehr aus, deswegen denke ich, dass dieser Punkt ausschließlich wegen dem Volumen der Box kommt.
 
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  • #12
Hallo,ich hatte einmal.eine Engl Standart 4x12,spielte damals mit einem Freund zussmmen,er hatte mehrere Marshall 4x12er ,und dennoch sagte er ,daß die Engl die beste Box im Raum ist. Wir übrigens richtig Gas gegeben,also nix mit Zimmerlautstärke.
Später bekam dann eine Rex Pro 2x12 mit Eminence Speakern.Dieses Cab habe ich mitlerweile 12Jahre, und macht immer noch Spaß, leise oder brüllend laut,geht alles.
 
  • #13
Aus meiner Sicht sollte das Gehäuse so gestaltet sein, dass es möglichst wenig Einfluss auf den Klang hat.
Zu bedenken ist, dass das Gehäusedesign (geschlossen, halboffen, offen) schon einen großen Einfluss auf den Klang hat. Das hab ich an einer Box selbst mal ausprobiert, und war vom Ergebnis sehr überrascht! Das übertrifft jedenfalls jede wie auch immer geartete Tonholzdebatte.

Über zu wenig Bass oder Druck konnte ich mich lustigerweise noch nie beschweren. Im Gegenteil, die Bässe musste ich immer fast komplett runter drehen.
 
  • Ersteller
  • #14
Ich habe den Eindruck von den Marshall-Boxen, dass da viele Gurkenmodelle unterwegs sind. Zumindest habe ich viele geteilte Meinungen gelesen in all den Jahren. @blackbird 04e hattest du die Engl 412 Standard und Rex Pro 212 zufälligerweise auch zur gleichen Zeit und konntest die miteinander vergleichen? Wenn ja, was ist dir dabei im Vergleich besonders aufgefallen?

@cirex ich finde das auch so. Ich meine MDF und Multiplex können doch nicht die erste Wahl sein, wenn es darum ginge, den Einfluss des Gehäuseholzes auf den Gesamtklang der Box zu maximieren. Natürlich kann man durch Öffnungen hinten mehr Einfluss darauf nehmen. Bei meiner Rex Pro habe ich tatsächlich 1/3 der Rückwand (in der Mitte) herausnehmbar. Bei Zimmerlautstärke vernehme ich geringfügige Klangveränderung. Sollte es lauter werden, kann ich mir gut vorstellen, dass die Klangdifferenz steigen wird.

Über zu wenig Bass oder Druck konnte ich mich lustigerweise noch nie beschweren. Im Gegenteil, die Bässe musste ich immer fast komplett runter drehen.
Auf welche Box beziehst du dich?

Ich habe jetzt nachgesehen, die beiden V30s in der Rex Pro haben oben das Marshall-Logo auf dem Magnetlabel. Ich kann mich nicht genau erinnern, kann aber sein, dass ich Mal die beiden Speaker einzeln gekauft hatte und in die Rex eingebaut habe.

Noch etwas zum Thema Marke/NoName bzw. Teuer/billig. Vor ca 20 Jahren habe ich in der Band gespielt. Damals hatte ich den Hughes&Kettner Matrix 100 Transistor Head und die gleiche Behringer Box, nur in gerader Ausführung (ich vermute, damlas waren es auch noch die Jensen Speaker). In der Proberaumlautstärke klang dieser Halfstack saugeil. Damals hatte ich aber keine Referenzen, kannte also nichts Besseres, denn ich hatte bis dahin noch nie einen Röhrenamp gespielt.
Sicherlich, jetzt, 20 Jahre später, wenn ich ein Paar weitere 412er Boxen zum Vergleich heranziehen würde, gäbe es viele Unterschiede, die aber zum größten Teil von den Speakern kämen. Und welche Box für mich gut und welche schlecht klingen würde, läge ausschließlich an meinen persönlichen Präferenzen, ein anderer würde womöglich ganz anderen Urteil fällen. Trotzdem habe ich die beiden Label-Metallplatten von der Behringer-Box abgeschraubt - so sieht die verdammt heiß und brutal aus.
 
  • #15
@Harvester Of Sorrow ,hatte nach der Engl Standart,Gehäuse aus MDF,von meinem Kumpel eine Marshall V30 4x12 abgekauft,die auch gut war. Irgendwann war es mit diesem Proberaum zu Ende,die Matshall wurde verkauft,ich fand einen neuen Raum und die TT-REX 2X12 kam und blieb.
Die 4X12er vermisse ich nicht
Für zu Hause habe ich ein Headrush Core, meist mit Kopfhörern,ab und zu mit dem Amp für die Akustik Gitarre.
Grüße
 
  • #16
Natürlich kann man durch Öffnungen hinten mehr Einfluss darauf nehmen. Bei meiner Rex Pro habe ich tatsächlich 1/3 der Rückwand (in der Mitte) herausnehmbar. Bei Zimmerlautstärke vernehme ich geringfügige Klangveränderung.
Ich hab bei Zimmerlautstärke auch schon deutliche Unterschiede wahrgenommen. Aber das war eine komplett geschlossene Box. Die klang geöffnet bzw mit einer Rückplatte die Luftaustausch zuließ deutlich anders. Der Unterschied zwischen geöffnet und der modifizierten Rückplatte war nicht mehr gewaltig.


Auf welche Box beziehst du dich?
1x12er mit V30, 1x12er mit T75, 1x12er mit Gold, aber auch eine 4x12er eines Freundes (da kenne ich die Bestückung leider nicht).

Und es war auch egal welcher Amp: Marshall AVT 2000 Combo, H&K Tubemeister / Grandmeister, Valeton Gp-150 mit Power MOD 150, Marshall JVM210, Laney Ironheart.
Einzig beim Laney musste ich den Bass etwas "hochdrehen", ich glaub da war ich im Bereich 10Uhr.

Aber vl mag ich auch einfach den Bass nicht 🤷‍♂️🙈 oder ich spiele zu wenig die Genre die das erfordern.
 
  • Ersteller
  • #17
Ich habe Neuigkeiten. Das Thema hat mich nicht losgelassen, dass Mesa und Rex Pro dermaßen schlecht sind. Ich habe gezielt nach schlechten Erfahrungsberichten zur Mesa gesucht, denn es kann ja nicht sein, dass ich der einzige bin, dem die Box nicht gefällt. Und ich wurde fündig. Einige unzufriedene Stimmen haben genau mein Problem bemängelt. Und dann gab es ein Paar identische Tipps: die Box auf den Boden stellen.

- kurz zurück spulen: vor dem Kauf des Engl Invader und der Behringer Box standen die beinen Mini-Half-Stacks auf dem Boden. Dabei waren bei beiden 212-Boxen die Rollen dran montiert. Eigentlich war ich mit dem Sound immer zufrieden.

Weiter gehts. Also habe ich heute Abend weiter getestet: Mesa Rectifier abwechselnd an Mesa 212 Box und Behringer in Stereo (alos nur ein Speaker-Paar). Zuerst als die Mesa 212 auf dem Kallax 2x1 Regal (ohne Rollen) stand. Das Resultat war, wie ich im ersten Beitrag geschrieben habe - Mesa 212 klang dünn, wie Blechdose, ohne Bass und ohne Feedback. Dann die Mesa abwechselnd auf dem Regal und auf dem Boden (immer ohne Rollen). Und da ging das Licht auf! Auf dem Boden gestellt kamen Bässe, das fizzlige ging, Mitten, Höhen - alles wunderbar! Die Mesa 212 klang auf einmal wie eine 412. Der Test Mesa 212 auf dem Boden gegen Behringer in Stereo bestätigte es nur noch. Die Mesa klang nun genauso volumenös wie die Behringer und auch etwas sauberer. Die Behringer zeigte sich auf gleicher Höhe mit der Mesa, präsentierte jedoch noch etwas eigenen Charakter. Und dieser Charakter passt sehr gut zum Engl, aber der Charakter der Mesa 212 passt dann doch ein Quäntchen besser zum Dual Rectifier.

Also zur Hälfte aufatmen. Denn jetzt steht der zweite Test, diesmal mit Marshall JVM410H, TT-Cabs Rex Pro und der Behringer in Stereo. Vorgehensweise genauso wie soeben mit Mesa Mini-Stack. Und auch hier zeigte es sich sofort, wie wichtig es ist, dass die Box auf dem Boden steht. Der Matshall klang an der Rex Pro sehr aufgeräumt, hatte aber sehr schöne dirty Note im Sound, an der Behringer kippte diese dirty Note dann etwas ins kratzige. Somit passt die Rex Pro auch besser zum Marshall, als die Behringer.

Einen Test muss ich aber noch wiederholen: Gestern hatte ich ja den Engl Invader an allen drei Boxen getestet, dabei standen die beiden 212er natürlich jeweils auf den Kallax-Regalen. Nun, wo ich jetzt weiß, dass die beiden Zwerge unbedingt den Bodenkontakt zum Erblühen brauchen, werde ich den Test des Engl an drei Boxen nochmal machen.

Es ist schon erstaunlich, wie leicht man sich selbst täuschen kann. Vorher war ich mit beiden Mini-Half-Stacks sehr zufrieden. Dass es mir nicht direkt aufgefallen ist, dass der Sound beider Boxen nach dem Höherstellen verschlechtert hat, finde ich erstaunlich. Ich war so fokussiert auf den Vergleich zur Behringer. Dabei dachte ich, dass wenn ich die beiden 212er höher stelle, dass ich mit den Ohren den Abstrahlungswinkel erwische und es dann noch besser klingen wird, weil die oberen Speaker der Behringer ja auch zu mir geneigt sind. Aber anscheinend sind die 212er Boxen ab Werk so konzipiert, dass sie wirklich unten bleiben müssen. Wieder was gelernt. Die "guten" Mesa und Rex Pro haben also ihren guten Ruf wieder zurück. Aber auch die Behringer hat ein weiteres Mal bestätigt, dass sie eine geile Box ist und eigenen Klangcharakter besitzt, ohne gegen die Kleinen abzustinken. Ein Test gegen ein Paar "gute" Marken-412er wäre jetzt umso interessanter...
 
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  • #18
Vielen Dank für deine Mühe mit deinem
Boxen Test.Habe zu Hause noch mein Engl minimal Stack Fireball25 mit Engl Pro 1X12 Cab.Die Box war noch nie außer Haus,das Ganze läuft immer auf der ein Watt Einstellung.
 
  • #19
Na siehste , dann hat sich das mit den 2x12er schon geklärt. Auf Rollen stehend entkoppelst Du diese vom Boden und die Bässe fallen Dir sprichwörtlich nach unten raus und es klingt nicht so pfundig.

4x12er Boxen, auch die Marken bekommt man mit Glück recht günstig, weil sich die wenigsten noch diese Schmerzen antun möchten. Aber berichte mal weiter.

Gruß
 
  • #20
^^vl liegts ja auch daran, bei mir stehen Boxen immer am Boden
 

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