[Growlen] Verschiedene Atemtechniken bei Growls?

von WINTRIS, 26.03.08.

  1. WINTRIS

    WINTRIS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.03.08   #1
    Hi Leute!
    Ich übe eigentlich nicht direkt und konzentriert growling/screaming/pig squeals(exhales), fry..., etc. Nur immer durchgehend wenn ich gerade lustig bin wobei das seit 3 Jahren täglich auf etwa ner halben Stunde rausläuft.
    Im Übrigen möchte ich mich entschuldigen dass ich schon wieder einen Thread in dieser Richtung eröffne a la "Wie growlt man richtig" aber in meinem Fall fühle ich mich von allen Threads die ich bisher in diesem Bereich durchgelesen habe nicht wirklich angesprochen und die SuFu bringt mich dabei leider auch nicht wirklich weiter.
    Dabei ist mir nun aufgefallen dass es anscheinend unterschiedliche Methoden gibt einen Guturalsound zu erzeugen.
    Anscheinend gibt es bei mir aber auch 2 Unterschiedliche Arten von Atemtechnik.

    Die erste die ich (selbst) erlernt hatte war eine, bei der die Luft aus dem Bauch kontrolliert unter dem Kehlkopf in der Luftröhre gestaut wird und der obere Teil des Gaumens und Zunge anschließend den auströhmenden und anscheinend komprimierten Atem disonieren. Ich hatte immer das Gefühl dass das eine falsche Technik sei weil sie einfach immer viel zu leise war (Sprechlautstärke) aber wunderbarerweise tut mir dabei in keinster Weise irgendwas weh und meine Stimmbänder (die ich erhalten möchte) bleiben dadurch immer noch wunderbar geschmeidig und lassen es zu dass ich auch noch meine Tenorstimme ohne kratzen und Rauheit nutzen kann. Jedenfalls ist diese Methode extrem flexibel. Man kann wunderbar spielereien mit Pitch und Volumen erreichen und die Stimme hört sich danach ( dem Lautstärkefaktor weggerechnet) einfach nur richtig geil Brutal an (like Michael Ackerfeld oder Vader oder oder oder) Stimmt es dass es egal ist wie laut die Stimme ist und alles mit ner P.A. ausgemerzt werden kann? ( unsere im Proberaum schafft das nämlich bei bestem Willen nicht :D auch wegen schlechter Raumakustik)

    Die zweite Technik die ich wärhrend einer Studioaufnahme bei der ich mich mal sozusagen versuchsweise hinters Mikro klemmen sollte erlernt hatte war durchaus laut und explosiv.
    Anhörbar unter www.myspace.com/selaiah1 WANDERER OF TIME
    Dabei wird die Luft direkt aus dem Bauch an den Gaumen geschossen und führt dazu dass man bei den ersten Schritten recht schnell an Puste verliert. Doch das Ergebnis war eigentlich zufriedenstellend. Schmerzen hatte ich nicht direkt es kam mir lediglich so vor als ob meine Bronchen danach ein bisschen zu waren (bin Asthmagefährdet) und das Atmen erschwert wurde. Leider ist diese Methode viel Unflexibler. Ich kann sie lediglich zwischen Growl und Fy Scream kontrollieren. Spielereien im Tech Death Metal Bereich a la Psycroptic gehen dabei immens nicht mehr richtig mit vor allem da es bei Versuchen in diesem Bereich zu besagter Stimmbandüberlastung kommt und der Hals beginnt zu schmerzen. Also habe ich da sofort aufgehört und nicht weiter Experimente in diese Richtung unternommen.

    Ein Kollege bekommt in nächster Zeit die "Zen of Screaming" die werde ich mir natürlich dann auch sofort zu Gemüte führen aber ich will wissen ob mein Fall ein Einzelfall ist und dadurch meine Stimme vielleicht einfach nicht für Gutturals gemacht ist. (was ich jetzt nicht unbedingt glaube)
     
  2. scattered messia

    scattered messia Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 27.03.08   #2
    atemtechniken, kp ob das was du beschreibst "wiklich" auf was verschiedenes rausläuft.

    ich meine aber das zu kennen, was du als deine selbst erlernte beschreibst.
    im groben und ganzen ist es, dass wenn du ausatmest (normal), dass die luft irgendwie "zu schnell fliesst, und du sie im kehlkopf nicht spürst (zumindest wars bei mir so).
    bei der deinen atmest du also...naja, irgendwie anders... sodass die luft imho langsamer fliesst, und man sie primär im kehlkopf spürt, stimmts?
    da kommt halt dann noch das ganze luftstützen und zwerchfell zeugs dazu...

    wenn das stimmt, dann benutze ich diese technik auch, und zwar seid ich gemerkt habt, dass mir irgendwie viel zu viel luft verloren geht.

    bei deiner 2ten technik ists halt so, dass (imo) die luft einfach schneller durch die luftröhre kommt.
    das würde erklären, dass dir schnell die puste ausgeht, dass du dabei lauter bist, aber auch erschöpfter, was bei dir, und bei mir auch ( irgendwie kenn ich nen haufen guttur sänger, die asthmagefärdet sind... ;) )
    dadurch, dass diese atemtechnik brutaler ist, gehts natürlich auch mehr auf das stimmgebende organ.
    allerdings ist bei mir da die einbuße an lautstärke nicht so stark, ich bin immer noch über sprechlautstärke.

    bei deiner 2ten technik ists halt so, dass (imo) die luft einfach schneller durch die luftröhre kommt.
    das würde erklären, dass dir schnell die puste ausgeht, dass du dabei lauter bist, aber auch erschöpfter, was bei dir, und bei mir auch ( irgendwie kenn ich nen haufen guttur sänger, die asthmagefärdet sind... ;) )
    dadurch, dass diese atemtechnik brutaler ist, gehts natürlich auch mehr auf das stimmgebende organ.

    an sich schon. nur musst du dabei eine gewisse einbuße an qualität mitnehmen, da das alles einfach nur aufgeblasen wird, weshalb man dann die kleinen fehler, die du selbst gar nicht merkst (kratzer, aussetzer, schwankungen) immer stärker erkennt. also ist eine gewisse lautstärke schon von vorteil, zumal nicht überall ein sp super pa vorhanden ist.
     
  3. flaschendeckel

    flaschendeckel Guest

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    Erstellt: 27.03.08   #3
    die technik, die du zuerst beschreibst klingt für mich nach feuchtem fry..die luft wird gestaut und dann langsam durchgelassen, ähnlich wie bei einem trichter?? kannst du dich irgendwie damit identifizieren? :) lautstärke kann ducrh übung kommen, kommt auch meistens, aber sprechlaustärke ist doch ok find ich..leiser sollts jedenfalls nich sein

    die zweite klingt hauptsächlich wegen "explosionsartig, aggressiver, großer luftverbrauch" nach death, bei der technik muss man sich einsingen, weil sie übert die richtigen stimmbänder geht, die eben wegen der großen menge luft groß ausschwingen und die verzerrung geben. höhen und tiefen darfst du da nur durch verformen des mundes erreichen, sonst tuts weh nach ner zeit und is nich gut......kannst du dich damit irgendwie identifizieren?:)
     
  4. WINTRIS

    WINTRIS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #4
    zu 1 :)
    Identifizieren kann ich mich damit sehr gut doch ist es nicht außsschließlich ein Scream der dabei rauskommt. Irgendwie kann ich dabei von Frog Growls bis zu Fry Screams arbeiten.
    Der vergleich mit dem Trichter ist gut. Ich vergleiche es eher mit einem Ventil weil ich die Luft
    dabei nicht schaffe vollständig auszuatmen und eher Probleme damit bekomme, rechtzeitig die Überschüssige Luft rauszulassen und wieder einzuatmen.

    zu 2
    Über die Stimmbänder geht die Technik bei mir nicht. Der Knotenpunkt an dem der Luftstrom verzerrt wird liegt etwas über dem Kehlkopf (der dabei nach unten wandert) bei Grows und direkt vor der Kehle Bei Screams.(also generell über dem Kehlkopf). Ich spüre die Klangerzeugung jedenfalls bei beiden Gesangsstilen an unterschiedlichen Punkten. Der Mund bewegt sich automatisch in eine Andere Position sobald ich beide gegenüberstelle.( Bei Growl "Ohh" bei Scream "Ahh")
    Wie gesagt meine Stimmbänder fühlen sich dabei nicht tangiert. Lediglich die Bronchien etwas..
     
  5. flaschendeckel

    flaschendeckel Guest

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    Erstellt: 27.03.08   #5
    mit dem feuchten fry wird auch nicht nur gescreamt, damit kann man so ziemlich alles machen, tief growlen, hoch screamen und auch high pitched screaming glaub ich...die pigsqueels und frog noises gehen damit sogar auch, einen tiefen ton machen und "bree bree" ....
    beim 2. kann ich mir, wenn du den klang so beschreibst nurnoch die taschenfalten vorstellen, aber dafür brauchste eigtl nicht viel luft..normalerweise...
     
  6. WINTRIS

    WINTRIS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #6
    Dann ist es Fakt dass beide Atemtechniken verwendbar sind? :)
    Wie gesagt ich dachte dass erste Methode falsch ist weil irgendwie "nur" Sprechlautstärke

    Die 2. Technik hat sich bei mir stark gebessert seit der Aufnahme. Früher war es um die eine Sekunde die ich den Guttural halten konnte und jetzt sind es inzwischen 3-4 Sekunden.
    Ich denke mal dass ich das unbewusst auf Taschenfalten verteile.

    Die 1. Technik dagegen geht locker über 10 - 15 Sekunden raus die ich den Gutural halten kann (logisch^^)
     
  7. flaschendeckel

    flaschendeckel Guest

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    Erstellt: 27.03.08   #7
    also taschenfalten bewusst einsetzen is sowieso ne heikle sache..aber eine sekunde...also wenn ich death mach komm ich so auf die 5 seks..bei taschenfalten ca 20 und mit dem feuchten fry vllcht auf 30 wenns gut läuft
     
  8. WINTRIS

    WINTRIS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.08   #8
    Hmm dann kann das damit nichts zu tun haben :p denn das würde ja bedeuten dass ich irgendwo wieder Luft ansammeln müsste wenn ich die Taschenfalten nutzen wöllte.
    Da es aber direkt ausströhmt denke ich einfach dass es die normale (von dir "death" genannte) Methode ist.
    So langsam bin ich verwirrt :confused:

    Mal zusammengefasst.

    Die erste Methode von der ich ursprünglich keine Ahnung hatte, ob sie eine vertretbare Atemmethode ist wird anscheinend "Feuchter Fry" genannt und erlaubt es, den entstehenden
    Ton sehr gut zu verzerren und flexibel einzusetzen. Insofern wurde mir hier schon immens weitergeholfen Danke dafür :great:

    Die zweite Methode ist anscheinend die typische und am meißten angewandte Atemmethode und wird bei "Death Metal" (Ich denke das schließt auch andere Stilrichtungen ein) angewandt weil sie sehr kraftvoll und explosiv ist. Ist aber auch gefährlich weil die Stimmbänder dazu warm sein müssen um da nichts zu gefährden.

    Das mit den Taschenfalten war glaub ich ein Irrtum. Ich habe anscheinend noch nicht gelernt diese während der 2. Methode zu nutzen sonst müsste ich den Ton länger halten können als 3-4 (auch maximalst 5) Sekunden.
     
  9. scattered messia

    scattered messia Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 27.03.08   #9
    erstmal: super, damit hat sich für mich endlich die frage gelöst, was für eine technik ich jetzt benutze:
    normalerweise taschenfalten wenns hart und brutal sein muss, bei extremen höhen und tiefen ect., bei den langen sachen und squeels dann feuchtes.

    allerdings kann ich glaube ich eine kombination aus beiden...^^


    wahrscheinlich wirklich ANFANGS unterbewusst, 100%ig bewusst einsetzen kann man ds nicht.
    aber irgendwann kommt da ein gefühl für den moment, in dem sie anspringen und man die luft fliessen lasen kann.
    zumindest, wenn du behauptest, dass der ton so vom oberen bereich des kehlkopfes kommt.

    ich komm beim feuchten fry auf die 20, 25 sekunden, es klingt mmn aber nicht so doll.
    mit den falten komm ich inzwischen aud 15-20 sekunden, es klingt aber kraftvoller.
    eigentlich finde ich es super, wenn man beide techniken verwendet, jede hat so ihr vorteile.

    ich persönlcih finde die taschenfalten am flexibelsten^^
     
  10. flaschendeckel

    flaschendeckel Guest

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    Erstellt: 27.03.08   #10
    ich find beide sehr flexibel^^
     
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