Grundeinstellung (destruktiver Equalizer) am Mischpult...Was ist damit gemeint????

von TMike, 03.02.06.

  1. TMike

    TMike Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.06   #1
    Hallo...wollen in Zukunft unsere Drums aufnehmen. Habe mich auch sehr viel über dieses Thema im Board und auf homerecording.de erkundigt.

    Jetzt steht aber bei HOmerecording.de das man den destruktiver Equalizer schon während der Aufnahme einstellt: hier ist der Link

    http://homerecording.de/modules/news/index.php?storytopic=28

    Meinen die das man bestimmt grundeinstellung am Mischpult vornimmt??? Wie macht ihr das....???? Grobe Einstellung am Mischpult und bei der Software die Feineinstellung oder macht ihr alles über die Software???

    Will nur vermerken das ich ein behringer Mischpult habe....weiß nämlich nicht ob der EQ da so besonders ist...!!!! Was würdet ihr mir empfehlen????
     
  2. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 03.02.06   #2
    Ich benutze meist keinen destruktiven EQ bei der Aufnahme, mache also alles über Software, eben weil man dann noch alle Möglichkeiten hat. Außerdem ist der EQ flexibler; mein Pult hat nämlich keinen Parametrischen EQ.
    Ein grober destruktiver EQ kann aber Sinn machen, weil man dann eine bessere Dynamik herausholen kann, z.B. bei den Overheads. Wenn man eine sehr laute BassDrum hat, dann muss man wahrscheinlich den Gain bei den Overheadmikros ziemlich runterdrehen. Dabei sind die Pegelspitzen nur in einem Frequenzbereich, den man nachher eh raushaut, und das restliche Signal ist dann unnötig leise. Sprich einen Hochpass, den man auch in Software definitiv setzten würde, kann man schon reinmachen, wenn auch vielleicht noch nicht so großzügig.
     
  3. Lasse Lammert

    Lasse Lammert HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 03.02.06   #3
    halte mich da auch absolut mit zurück. gibt so'n paar kleinigkeiten, die ich vorher mache, dazu gehört z.b. ein highpass auf alle spuren, wirklich ins frequenzgeschehen eingreifen tu ich kaum, lieber 2 stunden länger mikros rücken etc, letztendlich soll ja schon das optimum ankommen, den eq später nutz ich auch weniger zum "verbiegen" des sounds (dann wäre schon was bei der mikrofonierung schief gelaufen), sondern eigentlich nur leicht zur geilifikation (herauskitzeln der schönen und wegnehmen der schlechten bereiche) und vor allem zum aufräumen, sprich jedem instrument seinen platz zuweisen.
     
  4. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.06   #4
    Destruktiv heißt ja wohl, daß die Frequenzen, die Du bei der Aufnahme rausfilterst, nicht mehr auf der Aufnahme zur Verfügung stehen. Wenn Du hinterher beim Mischen feststellst, daß da was fehlt, ist da nichts mehr richtig zu machen. Also clean aufnehmen und dann mit dem Programm bearbeiten - da gibt es immer Undo oder Kopie anlegen oder soetwas... Gegen einen leichten Lowcut (oder Highpass) gibt es allerdings nicht das geringste einzuwenden :-), den Beiden über mir kann ich nur voll und ganz zustimmen!

    Und, sollte das die nächste Frage sein: das Gleiche gilt für Raumhall! Draufmachen ist leicht, reduzieren unmöglich!
     
  5. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 03.02.06   #5
    .....grundsätzlich nehme ich so trocken wie möglich , d.h. ohne EQ und Effekte auf. Alles was ich in hier EQ mäßig verstellen würde, bekomme ich später nicht mehr wirklich zurück, falls ich es brauche.

    Daher gilt die James Bond Regel : DRY, DRY und nochmal DRY
    muss der Martini sein.



    Topo :cool:
     
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