Grundlagen: Unterschied Impedanz 300 Ohm / 600 Ohm ?

von sonycom007, 27.08.10.

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  1. sonycom007

    sonycom007 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.10   #1
    Ein nettes Hallo.

    Was ist der Unterschied, wenn ein Gesangsmikrofon 300 Ohm Impedanz hat und ein anderes 600 Ohm? Ist das mit 300 Ohm empfindlicher bzw. gibt bei gleich hoher Ansprechlautstärke ein stärkeres Signal ab?

    Danke für eine Antwort - die Suche half mir nicht weiter - aber das ist für euch sicher so eine einfache Frage dass ihr mir die aus dem Ärmel geschüttelt beantworten könnt ;)

    Gruß,

    sony
     
  2. Astronautenkost

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    Erstellt: 27.08.10   #2
    Mach Dir da keine Gedanken, diese Impedanzunterschiede machen in der Praxis keinen Unterschied.
     
  3. sonycom007

    sonycom007 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.10   #3
    Welcher WErt bezeichnet denn dann die Unterschiede in der Ansprechempfindlichkeit?

    Also z.B. : Da sind 2 Mikrofone, bei dem einen muss man den Mischerregler viel weiter nach oben schieben als beim anderen um eine Vergleichbare Lautstärke zu bekommen.

    Wie kann ich beim Kauf eines Mikros die "Leisen" erkennen?
     
  4. mikroguenni

    mikroguenni HCA Mikrofontechnik HCA

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    Erstellt: 27.08.10   #4
    Anhand der Angabe der Empfindlichkeit. Diese wird als "Freifeld-Leerlauf-Übertragungsmaß" oder ähnlich bezeichnet. Die Angabe ist immer mV/Pa. Je höher der Zahlenwert umso empfindlicher ist das Mikrofon.

    Höhere Empfindlichkeit kann aber gerade bei lauten Instrumenten auch von Nachteil sein, wenn das Mischpult durch höheren Ausgangspegel des Mikrofons übersteuert wird.

    600 Ohm sind meist ein Hinweis dafür daß das Mikrofon in Fernost (China) hergestellt wurde.

    Gruß Mikroguenni
     
  5. sonycom007

    sonycom007 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.10   #5
    Aha.

    Also wäre das hier

    Leerlaufempfindlichkeit: -54,5 dBV/Pa (1,88 mV)

    z.B. genannter WErt für die Empfindlichkeit.

    Danke.
     
  6. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikrofone Moderator HCA

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    Erstellt: 27.08.10   #6
    Hallo, sony,

    das Problem hatten wir vor einiger Zeit schon mal in einem anderen Kontext, ich bin mal so frei und verlinke ;) : Hier

    Viele Grüße
    Klaus
     
  7. sonycom007

    sonycom007 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.10   #7
    Danke für die Ergänzung. Aber nochmals zur Empfindlichkeit...

    ...nur mal zur Orientierung:

    also wäre z.B. ein Wert von 2,5 mV / Pa / 1 Khz auf einem Mikrofon zu finden, das empfindlicher, oder sensibler reagiert als -54,5 dBV/Pa (1,88 mV).

    Richtig?
     
  8. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikrofone Moderator HCA

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    Erstellt: 28.08.10   #8
    Hallo,

    ja, richtig. Das mit 2,5 mV hat aus seinem "normierten" Pascal (Messung bei 1 kHz mit 94 db SPL) Druck mehr gemacht als das andere. Du hast ein stärkeres Ausgangssignal und brauchst nicht so viel zu verstärken. Wobei in dem von Dir gewählten Beispiel die Unterschiede ja nicht sooo gewaltig sind. Der Übertragungsfaktor ist natürlich von der Bauart abhängig, so ein paar typische Größen wären z. B. 1 - 3 mV/Pa für Tauchspulenmikrofone und bei Kondensatoren 2 - 30 mV/Pa.
    Wobei die Empfindlichkeit alleine nichts über das fertige Klangergebnis aussagt... Bändchen haben üblicherweise, sofern nicht aktiv, eine geringe Empfindlichkeit.

    Viele Grüße
    Klaus
     
  9. sonycom007

    sonycom007 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.08.10   #9
    Danke.

    Und dann der Vollständigkeit halber:

    Ist es richtig: -54,5 dB kann gleichgesetzt werden mit 1,88 mV ?

    Wenn ja, wieviel dB wäre es dann bei 2,5 mV ?


    Denn eine mathematische einfache Gleichung kann hier zur Ergebnissuche sicher nicht angesetzt werden ...

    -----------------
    Und dann habe ich nochmals eine irritierende Angabe zu einem Mikrofon gefunden:

    Empfindlichkeit: -50dB+/-3dB (0dB=1V/Pa at 1 kHz) --> Quelle: http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/PA/Mikrofone/Fame-MS-81-Mikrofon-dynamisch/art-PAH0006245-000

    -----------------
    Und zum Schluß (darum gehts eigentlich)

    Wir haben im Proberaum so ein kleines Sammelsurium an Gesangs-Mikros. Da gibt es auch keine DAten mehr dazu etc - wir merken nur, das eine klingt voluminöser als das andere und/der muss wesentlich weniger Verstärkt werden als ein weiteres.

    Daher halte ich mal die Augen offen (bzw. will mich mal schlau machen) nach evtl. gebrauchten und/oder günstigen Gesangsmikros für den Probraum die "nicht so hoch verstärkt werden müssen" - um das mal ultra-Laienhaft auszudrücken.

    Für rund 25 - 35 € finde ich da schon relativ brauchbare bei Thoman oder auch bei ebay.

    Beispiele:

    http://cgi.ebay.de/Dynamisches-Mikr...=DE_Elektronik_Computer_Audio_Hi_Fi_Mikrofone

    http://cgi.ebay.de/MIKROFON-ORIGINA...=DE_Elektronik_Computer_Audio_Hi_Fi_Mikrofone

    https://www.thomann.de/de/t-bone_mb85.htm

    Geld ist wie immer keins da da wir gerade erst etwas in Verstärker etc investiert haben ...aber ich weiß, ich weiß: Qualität hat seinen Preis und Qulität macht langfristig auch Freude ;) aber die Kasse ist nun mal ziemlich leer.

    Viele Grüße,

    sony
     
  10. Basselch

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    Erstellt: 28.08.10   #10
    Hallo, sony,

    darf ich Dir mal gerade die Formel an den Kopf werfen: x = 20X log(Spannung in mV/1000 mV). Ergibt somit für 2,5 mV/Pa -52,04 db, 1,88 mV wären dann -54,5 db.
    Von den verlinkten Mics kenne ich keines aus eigener Erfahrung, allerdings hatte mix4munich in einem Vergleich mal festgestellt, daß das MB85 mit gewissen Einschränkungen durchaus zu gebrauchen wäre. Ich selbst würde - damit habt ihr auf die Dauer doch mehr Spaß - anraten, hier einzusteigen. Oder z. B. ein Sennheiser 835...

    Viele Grüße
    Klaus
     
  11. mikroguenni

    mikroguenni HCA Mikrofontechnik HCA

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    Erstellt: 30.08.10   #11
    Moin,

    ob ein Mikrofon voluminös klingt oder nicht hängt nicht mit der Empfindlichkeit oder der Impedanz ab. Teilweise spielt der Frequenzgang eine Rolle. Dazu kommen aber Faktoren wie der Nahbesprechungseffekt (Tiefenanhebung des Mikrofons bei geringem Besprechungsabstand) , der wiederum von der Richtcharakteristik im Tieftonbereich bestimmt wird.
    Ein empfindliches Mikrofon gibt zwar mehr Spannung bei einer bestimmten Lautstärke ab und muß daher weniger verstärkt werden, mehr Spannung bedeutet aber evtl. auch früher einsetzende Rückkopplung.
    Billige Mikrofone koppeln früher, sind also leiser und klingen also auch dünner!

    Am besten ist es verschiedene Mikrofone direkt auf der Bühne mit Beschallung und Monitor zu vergleichen und danach die Kaufentscheidung zu treffen. Die Empfehlung von Basselch ist da schon richtig. Darunter würde ich nicht gehen, schon gar nicht ein ominöses ebay Mikro.

    Gruß mikroguenni
     
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