Guitar Pro - Abschnittsumbruch

Toxxi
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Ich hänge gerade bei einem Problem, das mir das Internet auch nach zweitägiger Recherche nicht beantworten konnte. Ich möchte in Guitar Pro so etwas wie einen neuen Abschnitt erstellen. Ich zege dazu Screenshots.

Das hier ist die ursprünglich erstellte Tablulatur:

Abschnitte direkt.jpg

Ich möchte nun, dass der Verse-Teil als neuer Abschnitt auf einer neuen Zeile beginnt. Dazu kann ich einen Zeilenumbruch erzwingen, dann sieht das ganze so aus:

Abschnitte mit Umbruch.jpg

Problem:

1. Die oberen Takte sind jetzt sehr lang gezogen über die gesamte Breite des Blattes. Das ist blöd und unübersichtlich. Ich möchte, dass die Takte irgendwo in der Mitte des Blattes enden.

2. Beim neuen Abschnitt sollte normalerweise noch mal das Taktmaß stehen, so als würde eine neue Tabulatur beginnen. So kenne ich das üblicherweise aus der musikalischen Notation.

Früher habe ich mit Soundslice gearbeitet, da geht das ohne Probleme automatisch. Bei Guitar Pro fnde ich dafür keine Option. So wie es jetzt dargestellt wird, wird es bei längeren Stücken mit mehreren Abschnitten schnell sehr unübersichtlich.

Hat jemand eine Lösung für das Problem?
 
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bluestime
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Ich habe jetzt leider keine Lösung gefunden. Falls du allerdings auf die Standardnoten verzichten kannst, könntest du den Rhythmus auch in der Tabulatur festhalten und es wäre dadurch vielleicht einfacher zu lesen. :)
 
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Hallo Toxxi,

auch ich bin auf keinen grünen Zweig gekommen.
Es deutet alles darauf hin, dass das mit Guitar Pro einfach nicht geht.


1. Die oberen Takte sind jetzt sehr lang gezogen über die gesamte Breite des Blattes. Das ist blöd und unübersichtlich. Ich möchte, dass die Takte irgendwo in der Mitte des Blattes enden.

Also im Prinzip eine Art "Flattersatz" (ragged right).
In dieser Hinsicht ist Guitar Pro leider offensichtlich völlig unflexibel. Zeilenbreite lässt sich global einstellen und fertig. Nur die letzte Zeile wird auf ihre "natürliche" Länge gekürzt, was meist aber auch doof aussieht.

Möglicher Ausweg:
Es lässt sich allerdings der Einzug der ersten Zeile verändern (im Stylesheet bzw. F7: "Erste Systemmarkierung ... mm". Die Beschreibung/Übersetzung ist zwar katastrophal, aber es ist der Einzug des ersten Systems gemeint. In Guitar Pros Muttersprache ist das eindeutig: "Indentation du premier système" oder "First system indentation" auf Englisch).
Damit verschiebt man eben nicht das Zeilenende, sondern den Zeilenanfang.

Übliche Lösung
Üblich wäre es aber bei extrem kurzen Intros, die zu kurz für eine eigene Zeile sind, einfach den Doppelstrich und somit den Beginn des zweiten Abschnitts in der ersten Zeile zu lassen.
Falls Gründe der Orientierung/Übersichtlichkeit einen neuen Zeilenbeginn fordern, geht das u. U. natürlich zu Lasten des Notenbildes, genauso wie aus schematischen Gründen erzwungene unnatürliche feste Taktzahlen pro Zeile.
Das ist dann wie schlechter Blocksatz. Einen Tod muss man sterben.


2. Beim neuen Abschnitt sollte normalerweise noch mal das Taktmaß stehen, so als würde eine neue Tabulatur beginnen. So kenne ich das üblicherweise aus der musikalischen Notation.

Nö, eigentlich ist das nicht üblich. Wenn sich die Taktart nicht ändert, wird sie üblicherweise nicht an "Abschnitts-Übergängen" wiederholt.
Wenn Du das trotzdem möchtest (es mag - vor allem bei Sprungstellen in Verbindung mit häufigen Taktwechseln - sinnvoll sein), bist Du mit Guitar Pro offensichtlich aufgeschmissen, denn es werden nur Wechsel der Taktart angezeigt.



Erkenntnisse daraus...

Nur, weil ein Programm "Pro" heißt, bedeutet das noch lange nicht, dass es auch professionellen Ansprüchen gerecht wird.
Guitar Pro ist als einfaches, für Gitarristen optimiertes Notationsprogramm für Skizzen, Notizen, Komposition/Arrangement gedacht.
Es erfüllt keinerlei professionelle Anforderungen (weder von der Satzqualität noch der unbedingten Forderung nach absoluter Kontrolle und Beeinflussbarkeit aller grafischen Objekte).
Deshalb benutzt (meines Wissens) auch kein ernstzunehmender Verlag Guitar Pro, denn die Anforderungen an ein professionelles Programm kann es wie gesagt nicht ansatzweise erfüllen.
Es gilt im kommerziellen Bereich zwar gnadenlos "Zeit ist Geld", aber wenn das Ergebnis nicht stimmt, hat das Programm keine Chance.

Dafür ist es recht einfach handhabbar (der Preis hierfür ist eben die mangelnde Flexibilität) und es ist genau auf die Bedürfnisse von Gitarristen zugeschnitten. Es kostet auch nicht viel.

Professionelle/kommerzielle Programme wie Finale, Sibelius, Dorico, aber auch auch LilyPond und in großem Maße sogar MuseScore bieten da weitaus mehr Kontrolle, was man sich aber wiederum durch vergleichsweise erhöhten Aufwand bei manchen gitarrenspezifischen Besonderheiten erkauft.


Viele Grüße
Torsten
 
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