hab angst um meine Bünde!

von E-Panda, 26.10.08.

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  1. E-Panda

    E-Panda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.08   #1
    Servus!
    Ich hab mir vor 2 monaten ne neue gitarre gekauft und die Bünde beginnen jetzt schon sich abzuwetzen. Ich hab ne 2 jahre alte Ibanez jetking 2 und sind die bünde auch schon ziemlich weit unten. Also anstatt das die Seiten auf nem ganz kleinen bereich auf dem bund liegen, liegen sie auf der jetking ungefähr auf 1 mm des bundes. Ist das normal? Ich benutze D'addario nickel plated strings falls das hilft. Ich will nicht, dass das auch mit meiner neuen passiert!
    und wenn die Bünde schon bei meiner 2 jahre alten so weit unten sind, wie sieht das dann bei so vintage dingern aus die 30 jahre gespielt worden sind? ist das normal???

    Jeder Rat was ich dagegen tun könnte oder sonstiges ist sehr erwünscht ;)

    Danke
    Electrical Panda
     
  2. Gast 2335

    Gast 2335 inaktiv

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    Erstellt: 26.10.08   #2
    Hallo,

    Was ist es denn für eine Gitarre?

    Es kann schon sein das sich die Bünde deiner Gitarre schneller abnutzen.
    Es ist hier vieleicht weicheres Bundmaterial verbaut was sich schneller abnutzt.
    Es kanna ber auch an der Spieltechnik liegen, viele Bendings etc. begünstigen natürlich eine schnelle Abnutzung.

    Dagegen hilft nur wenn sie schon sehr stark abgespielt sind ein Abrichten der Bünde oder eben im Extremfall eine Neubundierung.


    Gruß Johannes
     
  3. E-Panda

    E-Panda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.08   #3
    Es ist eine Schecter Strat. eine California Custom um es genau zu sagen.
    Ich mache viele bends das stimmt aber über das bundmaterial weis ich nichts. Aber ist das bei allen gitarren so? Spieler die schon 30 jahre spielen müssen das doch sicher auch haben? haben die alle refrets gemacht oder haben die andere saiten oder was geht da vor :p?

    Danke für deine antwort!!
    Electrical Panda
     
  4. worcy

    worcy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.08   #4
    Nein, die spielen die gleichen Saiten, das ist nicht so wie im Supermarkt wos die guten Melonen nur für die betuchten Kunden gibt ;-)

    Neubundierungen sind übrigens die Haupttodesursache für die berühmten Gitarren der noch berühmteren Stars.
    Eric Claptons Blackie wurde Ende der 80er zu Ruhe gesetzt da sie eine weitere Neubundierung schlichtweg nicht vertragen hätte. Daraufhin entwickelte Clapton mit Fender seine Signature Strat, welche bis heute sein Hauptinstrument ist. Die originale Blackie wurde soweit ich weiß nur noch einmal während den 24 Nights Konzerten Anfang der 90er rausgeholt.

    Stevie Ray Vaughans Number 1 bekam gleich einen neuen Hals verpasst nachdem Ende der 80er eine Neubundierung des originalen Halses nicht mehr möglich war. Kurzzeitig war wohl der Hals seiner Scotch Strat installiert, welcher jedoch bei einem Bühnenunfall kaputt ging. Fender lieferte daraufhin einen Vintage Replacement Hals im Stil eines 63er Halses, was Stevie wohl nicht sonderlich glücklich machte, da der urspüngliche Hals eben atypisch für eine 63er Strat war und ihm gerade deswegen zu Gute kam. Daraufhin wurde ein letztes Mal das Original neubundiert, was gleichzeitig die Grenze des machbaren darstellte. Im Zuge des Tribute Models, welches Fender herstellte, sagte John Cruz die Bünde der Number One ragten schon über das Palisander hinaus ins Ahorn des Halses hinein(!)

    Noch ne Spur eigener ist da Neil Young mit seiner Old Black: Nachdem die oberen Bünde praktisch nicht mehr vorhanden waren wurde neubundiert, was Neil Young jedoch nicht zusagte. Er verlangte die originalen Bünde wieder einzusetzen, welche jedoch bei der Neubundierung zerstört wurden. Also wurden die neuen auf das abgespielte Niveau der alten heruntergeschliffen und mit Kerben versehen, damit Neil Young sein ursprüngliches (fast schon bundloses) Spielgefühl zurückerhält.

    Du siehst also, alltägliche Probleme die so manchen Guitar Tech der Großen wohl schon ins Schwitzen gebracht haben. Auffallend ist die Haltbarkeit eines Halses bei regelmäßigem Spiel und entsprechendem Refretten. Sowohl Claptons als auch Stevies Gitarren stießen Ende der 80er an ihre Grenzen, geh also mal von groben 20, 30 Jahren aus die deine Gitarre durchhalten sollte.
    Solange nix schnarrt oder hängenbleibt würd ich mir da keine Gedanken machen. Danach Abrichten, und wenn das nicht mehr gehen sollte kannste immer noch Refretten (gegebenfalls mit härterem Bundmaterial, falls dein jetziges tatsächlich weicher und somit anfälliger sein sollte).

    Gruß Daniel
     
  5. RomanS

    RomanS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.08   #5
    ...und wenn ne Neubundierung fällig ist, gleich Edelstahlbünde (stainless steel frets) draufmachen lassen, dann hat sich das Problem erledigt.

    Ich kenne das von mir selber - jede neue Gitarre hatte nach spätestens 6 Monaten deutliche Kerben, ist einfach ne Frage der Spieltechnik (habe selber jahrelang Bass gespielt, und das kräftige Zudrücken läßt sich den Fingern schwer wieder abgewöhnen...)
    Spiele jetzt nur mehr Gitarren mit Warmoth-Hälsen mit Edelstahlbünden, und seither hat sich das mit den Kerben erledigt, selbst bei meiner meistgespielten Tele schauen die Bünde nach mehr als 3 Jahren wie neu aus!
     
  6. E-Panda

    E-Panda Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.08   #6
    Danke für die tollen Antworten RomanS und worcy! Ich dachte schon ich wäre ein Einzelfall weil ich noch nie jemanden gehört habe, der sich darüber beschwert hat. Lustige Sache das mit Neil Young haha danke dafür. Ich dachte schon, das ich den Hals irgendwann wechseln müsste aber gerade der Hals hat mich zum Kauf animiert haha.

    Danke für die Info damit habt ihr mir echt geholfen!!
    Electrical Panda
     
  7. Gespenst

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    Erstellt: 03.12.08   #7
    Klingen die Edelstahlbünde denn anders oder gibt es keinen hörbaren Unterschied?
     
  8. Tiger13

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    Erstellt: 03.12.08   #8

    ...sie "klingeln" etwas mehr ab dem 01. Bund - entscheidend neben der Haltbarkeit ist jedoch ein viiiiiel besseres Spielgefühl, wesentlich glatter und angenehmer beim Benden.

    Nicht verschwiegen werden sollte jedoch, dass das Abrichten von Edelstahlbünden etwas teurer ist. - beim Plekhaus sind´s 20,- Euro mehr.

    Ich kann Roman jedoch beistimmen, meine AMSTD hatte auch nach 2 Monaten erste Riefen, speziell im Bereich G3.

    Meine Warmoth sieht bundmässig nach einem halben Jahr aus wie neu - da ist nicht die kleinste Kinke.
     
  9. Brigde

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    Erstellt: 03.12.08   #9
    Hat das Auswirkungen auf die Haltbarkeit der Saiten? Könnte mir vorstellen, dass da durch das härtere Material der Verschleiß größer sein könnte...?!
     
  10. Pleasure Seeker

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    Erstellt: 03.12.08   #10
    Saiten sind aber Verschleissmaterial, welches man ohnehin ab und an wechseln sollte, wenn es denn überhaupt Einfluss hat. Meiner Erfahrung nach, gehen alte Saiten eher lieber in die Bünde rein als frische: wirken im verdreckten Zustand wie Sandpapier, vor allem die nicht ummantelten. Die Klangunterschiede jedoch, lassen sich nicht wegreden, harte Bunddrähte erfordern wesentlich genaueres spielen, schlucken nicht so viele Fehler weg wie Weiche.
     
  11. Gespenst

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    Erstellt: 03.12.08   #11
    Das lohnt sich ja auf lange Sicht trotzdem, denn das dauert doch bestimmt ein Weilchen, bis ein Abrichten erforderlich ist. Die Bundierung mit Edelstahlbünden ist wahrscheinlich auch teurer als mit normalen Bünden, oder?
     
  12. Lum

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    Erstellt: 03.12.08   #12
    Wie oft wechselst du Saiten? Reinigst du diese regelmäßig?
    (Alte, dreckige Saiten schrubben die Bundstäbchen schneller ab)
     
  13. Tiger13

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    Erstellt: 03.12.08   #13
    ja ist es: http://www.plekhaus.de/

    trotzdem, ich werde nach Möglichkeit kein Neusilber mehr verwenden.

    und die Aussage von Roman (3 Jahre ohne Spuren) lässt mich hoffen.
     
  14. Tiger13

    Tiger13 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.12.08   #14
    na ja, dann müsste schon die Oberfläche angerostet sein...

    Meine beiden Strats, die ich regelmässig spiele, kriegen spätestens alle 4 Wochen neue Strings.

    Ich habe eben wenig Zeit für meine Gitarren und wenn ich dann spiele, soll bitte schön alles perfekt sein.
     
  15. RomanS

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    Erstellt: 04.12.08   #15
    Ich kann nix dergleichen bemerken (weder auf meiner Haupt-Gitarre, wo ich die Saiten mind. 1 Mal im Monat wechsle, noch auf meiner "Backup-Gitarre", wo sie schon mal 3 oder 4 Monate draufbleiben).
     
  16. Brigde

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    Erstellt: 04.12.08   #16
    Ich wechsel auf meiner Hauptgitarre auch alle vier Wochen die Saiten - wenn die Edelstahlbünde das nicht verkürzen, wären die wirklich eine Alternative. Ich muss mich so langsam mal umschauen, weil nach 23 Jahren auf meiner Hohner-Strat bald ein Wechsel fällig wird. Hoffe, mir geht es dabei nicht wie Neil Young, denn an die ganzen Macken hab ich mich mittlerweile schon gewöhnt...
     
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