Bundstäbchen abgenutzt

von nigs, 16.01.05.

  1. nigs

    nigs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.05   #1
    Solangsam werden die Bundstäbchen in manchen Positionen echt extrem flach.

    Also jetzt gerade meine Lieblingslage, nämlich 12. Bund bzw. 14 Bund G-Saite(Also eigentlich die gesamte Pentatonik im 12. Bund ist sehr flach). Der 14. Bundstab ist auch ziemlich schräg, sprich er zeigt nicht 90 Grad nach oben sondern eher 65-80 Grad....(weiß nicht ob das schon war... wenn nicht dann :screwy: ).

    Kann das sein, dass da auch ein bisschen Schnarren herkommt?? Also die Fläche auf der jetzt z.B. die G-Saite aufliegt(12. bzw. 14. Bund) hat sich durch das Abnutzen sicher verdreifacht wenn nicht mehr. Und die Saite wird ja dann auch tiefer gedrückt, und die rechtsliegenden Bundstäbchen sind nicht so abgenutzt, sprich die sind dann höher; was zur Folge hat dass die Saite an den rechtsliegenden Bünden des gedrückten Bundes schnarrt, da der gedrückte Bund eine tiefere Lage hat.....

    Die Gitarre hat wenn ich mich recht erinnere um die 240Euro gekostet(Ibanez GSA-60). Von daher würde es sich nicht lohnen, da neue einzusetzen, oder?!

    Spare zurzeit auch auf ne neue Gitarre(vorraussichtlich ne Vindädsch '57 Strat, oder me normale American), und wollte dann gleich mal mitfragen ob sich da die Bundstäbchen auch so schnell abnutzen(die hier ist ein Jahr alt, und wird eigentlich täglich Stündlich in diesen Lagen bespielt). Weil wenn sich die da auch so schnell abnutzen würden, könnte ich da nach ein bis zwei Jahren immer neue Bundstäbchen draufmachen lassen, und das fänd ich nicht feierlich....
     
  2. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.01.05   #2
    Abhschleifen lassen. Besser vom Fachmann als selber. Wird genauer. Wenn du es selber machen willst, brauchst du mindestens eine gescheite Bundfeile.

    Die Fläche wird umson breiter, je breiter der Bundstab ist. Deshalb sind schmale Vintages mit einem mm Breite da ganz klar von Vorteil im Vergleich mit extra breiten 3mm Bünden. Wo, wenn die Kuppe abgeschliffen ist, die Saite echt auf 3mm Breite aufliegt. Das kann zu schnarren führen und v.a. zu einer miesen Intonation.

    Ganz normal.

    Klassischerweise passiert das einmal durch die Bendings, eher auf den höheren Bünden, da bekommt man dann so flache Wannen in den Bund.

    Und dann passiert es auf den untersten 2 oder drei Bünden (wenn man da viele Akkorde spielt), wobei es da keinen Wannen sind, sondern eher so senkrechte schmale Kerben.

    Beides führt auf den jeweils dahinter liegenden höheren Bünden zum Schnarren.

    Da hilft nur Bünde abrichten. Neue müssen es nicht sein. Vintage Bünde kann man ein bis zweimal abrichten lassen, hohe Jumbos evtl. auch mehr.

    Dann wirst du mit Fender noch weniger Freude haben. Fender hat das weichste Bundmaterial, das man sich denken kann. Angeblich klingt das besser (anderer Nickelgehalt), aber es macht halt schnell Kerben.

    Allerdings ist eine Fender American oder Vintage auch Wert, dass man die Bünde mal schleift oder neue draufmacht. Dann am besten harte Dunlops.

    Meine US-Strat hatte auch schon den ersten Schliff hinter sich, sehr schnell.
     
  3. Groovebox

    Groovebox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.05   #3
    Die Sache mit der Abnützung der Bundstäbchen ist echt ein Problem. Hab selber an einigen Gitarren schon deutliche Spielspuren aber was soll man machen? Gerade bei günstigeren Gitarren muss man sich die Frage stellen ob sich eine Abrichtung der Bünde oder sogar Neubundierung überhaupt bezahlt macht..
     
  4. nigs

    nigs Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.05   #4
    Tausend Mal Dank für die beiden(und vorallem Rays ausführliche) Antworten :)

    Hat mir echt weitergeholfen....

    Tjo, ist anscheinend schon nen Problem...

    Eine Frage hab ich:

    Wieviel kostet:

    -Neu Abrichten oder
    -Ganz neue Stäbchen?
     
  5. coffeebreak

    coffeebreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.05   #5
    Abrichten: ca. 70,- bis 100,-€

    Neubundierung: ca. 200,-Euro inkl. neuem Sattel (der muß meistens auch gleich mit erneuert werden)
    kann aber noch etwas teurer werden, wenn der Hals ein Binding hat und/oder eingeleimt ist.
     
  6. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.01.05   #6
    Da kann man nix machen. Höchstens mit noch weniger Fingerdruck spielen. Allerdings geht das auch nur bis zu einem gewissen Grad, sonst schepperts, weil man nicht fest genug drückt.

    Bünde schleifen gehört einfach dazu. Und es hat auch nix mit der Qualität zu tun. Die teuersten Fender-Gitarren haben weicheres Bundmaterial als preiswerte Ibanezgitarren.

    Es ist einfach ne Glaubensfrage, was den Nickelgehalt vom Neusilber angeht. Ich persönlich würde aber, wenn ich wählen kann, nur noch nach der Härte gehen. Also v.a. bei ner Neubundierung die härtesten nehmen. Die halten dann schon wirklich ordentlich.

    Bei ner Stagg Billigstrat für 79 Euro kann man sich echt ne neue kaufen und die alte als Übungsgitarre behalten. (um die Bünde der neuen zu schonen :D ).

    Aber ne Gitarre für 300 Euro kann schon nen Schliff vertragen.
     
  7. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.01.05   #7
    Also Abrichten kostete bei der Strat hier so gut 60 Euro, wenn ich mich recht erinnere. Und zwar fürs Ahorngriffbrett. Palisander ist meist billiger, weil man da die Bünde nicht abkleben muss. Da wird einfach drübergesifft und fertig, den Dreck sieht man da eh nicht. Bei Ahorn dagegen hätte man am Ende ziemlich gräuliche (und greuliche) Bünde, wenn man nicht abklebt.

    Neubundierung war hier afaik 150 oder so. Hab aber auch schon teurere und billigere gesehn.
     
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