Häufig genutzte Töne/Tonraum der Flöten

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Dora
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Hallo,

ich wollte mal von der Erfahrung her fragen, welchen Tonraum ihr mit Euren Flöten in der Regel benutzt. Es gibt doch sicher Töne (nach unten, aber vor allen Dingen nach oben) die ihr, je Flöte, weniger bedient, oder?

Letztens schrieb hier z.B. jemand, dass er ab einer gewissen Höhe lieber auf die "nächst höhere" Flöte wechselt (meine Wortwahl jetzt). D.h. für mich, dass es pro Flöte Töne gibt, die man mit dem jeweiligen Instrument nicht so gut spielen kann und dann lieber auf eine Flöte in einer anderen Stimmlage wechselt.
Von daher interessiert mich halt: Welchen Tonraum benutzt ihr mit Eurer Garklein, Sopranino, Sopran, Alt, Tenor, Bass, Großbass,...... am Meisten und welchen eher nicht?
Wobei es sicher auch Noten gibt, die generell weniger gespielt werden, weil sie seltener in der Notation vorkommen?

VG, Dora.
 
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Wobei es sicher auch Noten gibt, die generell weniger gespielt werden, weil sie seltener in der Notation vorkommen?

Würde ich so generell nicht sagen. Es ist halt abhängig von der gespielten Musik.

... ab einer gewissen Höhe lieber auf die "nächst höhere" Flöte wechselt ...

Ich analysiere den Tonraum einer Melodie und stelle dadurch fest, auf welchen Blockflöten sie spielbar ist. Dann probiere ich aus, auf welcher Blockflöte sie am besten klingt oder greifen lässt. Meiner Erfahrung nach klingt die Musik am schönsten, wenn man nicht unentwegt in einer der Randlagen spielt, sondern ein Instrument wählt, auf dem sich die Musik eher in der Mittellage realisieren lässt. Diese Erfahrung bezieht sich auf meine 2oktavigen Barockflöten. Vielleicht unterscheiden sich da ja die Erfahrungen bei verschiedenen Blockflötentypen.

Gruß
Lisa
 
Okay. D.h. das Entscheidende ist für Dich gar nicht die Tonhöhe, sondern das Instrument, was man dafür auswählt?
 
Nein. (Oder verstehe ich Dich falsch? :gruebel: )

Die Tonhöhe ist doch genau der Punkt, um den es geht.
Wenn eine Melodie den Tonraum c'' bis a'' hat, klingt sie auf einer Sopran-Blockflöte ganz anders als auf der Alt-Blockflöte. (Sopran > unter Umständen sehr dünn / Alt > kräftig mit mehr Farbe und Ausdruck)
Auf beiden Blockflöten wird genau dieselbe Tonhöhe gespielt aber halt eben in einem anderen Bereich:
Sopran > unterer Randbereich
Alt > tiefe Mittellage
 
Ne, ich glaube, wir meinen das Selbe. Wenn zwei Flöten rein theoretisch den selben Tonraum abdecken könnten, aber einige Töne auf Flöte B besser klingen, weil sie z.B. nicht in der Randlage liegen, wie bei Flöte A, nehme ich Flöte B.

Wenn also z.B. das c'''' auf der Sopranflöte zu quietschig klingt, ich es aber auf der Sopranino gut hinbekomme und alle anderen Töne aus dem Stück auch damit gut gehen, dann nehme ich die Sopranino.
 
Ja, genau.

Ich mache das aber nicht immer.
1. weil ja auch die Töne in den Randlagen trainiert werden wollen.
2. wenn man mehrstimmig zusammen spielt, muss man auch den Zusammenklang bewerten.

Außerdem
Wenn eine Blockflöte in der tiefen Randlage einen zwar leisen aber sehr schönen Ton hat, kann das ja unter Umständen genau das gesuchte Klangbild sein.
Und wenn eine Blockflöte in der hohen Randlage einen sehr harten, brillianten, vielleicht aber auch "kratzigen" Klang hat, kann auch das unter Umständen das gesuchte Klangbild sein.

Und
wenn man auf eine kleinere Blockflöte wechselt, wirkt sich das erheblich auf die Atmung aus.

Es hängt also immer davon ab, was man sucht: einen bestimmten Klang, eine bestimmte Intonation, andere Möglichkeiten bei der Einteilung der Atembögen, anders/bequemer/schneller spielbare Grifffolgen.

Das ist das, was mir gerade spontan einfällt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass ein Stück mit Tönen der hohen Lage auf der "nächsthöheren Flöte" einfacher zu spielen ist, kann man nicht unbedingt sagen. Stücke, die man z.B. sowohl auf der Sopranino- als auch auf der Garkleinblockflöte spielen kann, sind oft trotzdem einfacher/bequemer auf der Sopranino zu spielen. Das hängt u.U. von der Größe/Dicke der Finger und der Garkleinflöte (Marke) ab: Bei den meisten Garkleins liegen die Finger so eng zusammen, dass man ganz schlecht schnellere Melodien spielen kann (bei einigen Garkleins liegen die Grifflöcher nicht auf einer Linie, sondern sind leicht versetzt, was das Abdecken der Löcher erleichtert, da die Finger sich nicht so sehr selbst im Weg sind).
Ein ähnlliches Problem könnte es sein, wenn man statt auf einer Bassblockflöte das Stück auf einer Tenorblockflöte spielen soll (auch hier hauptsächlich auch abhängig von der Firma bzw. der bequemen bzw. unbequemen Greifbarkeit der Tenorgrifflöcher).

Ddie Aussage, dass ein Stück mit Tönen der hohen Lage auf der "nächsthöheren Flöte" einfacher zu spielen ist trifft am ehesten dann zu, wenn z.B. statt Tenor- eine Alt-, statt einer Alt- eine Sopran- und statt einer Sopran- eine Sopranino-Blockflöte verwendet wird.

Blockarina
 
Danke Euch. Eure Gedanken leuchten mir ein. Frage geklärt.

Was mir nur aufgefallen ist, dass sich die hohen Töne auf der Alt und auf der Tenorflöte irgendwie nicht so klar anhören. Ich würde es als "rohrig" bezeichnen. Eben nicht so wie ein schöner klarer Flötenton. Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Vielleicht gefallen mir die hohen Töne auf den tieferen Flöten einfach nicht so.

Einen schönen Abend noch.
 

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