Harley Benton vs Epiphone Dot

von elAwesome, 04.08.16.

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  1. elAwesome

    elAwesome Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #1
    Hallo zusammen,

    Bevor ich ertränkt werde mit Hinweisen auf die Sufu: Habe ich benutzt! Mir geht es um ein expliziteres Thema , als allgemein die beiden Gitarren zu vergleichen.

    Vorgeschichte: Ich habe mich in den Klang und das Feeling der ES335 mit Lollartron-Pickups verliebt (Chris Cornell ES 335 von Gibson). Genau mein Ding. Kann ich mir leider nicht ansatzweise leisten

    Insofern habe ich folgenden Plan: Guten, günstigen Semihollow-Body besorgen, komplette Elektrik ersetzen, falls nötig Steg, Tuner, Brücke tauschen und von meinem Fachmann einstellen lassen. Kostet hochgerechnet circa 700€. Auf kosmetische Makel wie z.B. ein schlecht ausgesägtes Pickguard lege ich keinen Wert, eine gute Bespielbarkeit vom Hals ist mir aber wichtig.
    Fürs selbe Geld bekäme ich auch eine Hagstrom Viking, aber dann habe ich halt keine Lollartrons.

    Meine konkrete Frage ist nun, ob als Basis die sehr günstige Harley Benton HB-35 genügt, oder die Epiphone Dot qualitativ doch besser ist (Wie gesagt, Pickups, Potis etc sind kein Kriterium, fliegt eh raus).
    Es gibt einige gebrauchte Dots, jedoch sind diese kaum günstiger als neue und angeblich schwanken die Exemplare in der Qualität ubd ich vermute, dass die guten Exemplare eher selten erneut auf den Markt kommen.

    Was würdet ihr mir raten?
    Blind drauf los bestellen wird etwas schwierig, da ich in der Schweiz wohne und ein Paket zurück an Thomann 35€ kostet.

    Liebe Grüsse,
    Alex
     
  2. Slideblues

    Slideblues Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #2
    Nimm die HB... ist ne feine Gitarre... Die Epiphone hat vielleicht bessere PU und Mechaniken, Grover, oder Kluson Tuner kannst du ja evtl. noch nachrüsten und die Elektrik willst du eh wechseln... Die HB hat einen angenehmen Hals und ist nicht schlechter als die Epiphone verarbeitet...
     
  3. MS Raz

    MS Raz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #3
    Naja angenehmeren Hals ist Geschmacksachen bei jedem. Kommt drauf an.

    Zur Frage:

    Zuerst sieht die Epi natürlich mehr nach deiner verliebten gibson aus als die HB, optisch würde die Dot also eher passen aber das ist wieder Geschmack.
    Qualtitätschwankungen gibt es bei beiden, obwohl wie ich es erlebt habe bei Epi schlimmer sein soll aber das soll nicht heißen das sie schlechter ist.

    Wenn du aber so oder so vor hast alles zu wechseln kommt es eig eh nur auf den Hals und die Verarbeitung an
    Die Epi hat nen Slim Taper D der mir persönlich gut liegt, welchen die HD hat weiß ich leider nicht. Auch Tuner hat die Epi wie gesagt bessere.

    Ich würde eher zur Epi tendieren, wobei wenn das Budget sehr eng ist eher zur HB raten würde.
     
  4. Slideblues

    Slideblues Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #4
    richtig, ich mag diese "Slim Taper" Necks nichts so gerne... aber wie gesagt, ist Geschmackssache.. Was die Verarbeitung betrifft.. tja, da werden sich beide Modelel nichts tun... wobei ich in letzter Zeit mehr Vertrauen in die Gitarren von HB habe... besonders was die Bearbeitung der Bundstäbe - ab Werk - betrifft.
     
  5. schmendrick

    schmendrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #5
    Warum sagt ihm keiner, dass das wirtschaftlicher Unsinn ist? Es bleibt eine Billiggitarre mit guter Elektronik..
    Man baut in einen Renault Twingo keinen Porschemotor ein...
     
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  6. clone

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    Erstellt: 04.08.16   #6
    ..weil ich mich in diesem Forum mit den ganzen Fachleuten das nicht mehr traue... .
     
  7. schmendrick

    schmendrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #7
    :D Ach komm so schlimm ist es nicht. Wenn du länger hier im Forum bist, kannst du das gut filtern.
     
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  8. clone

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    Erstellt: 04.08.16   #8
    na ja , so ganz neu bin ich nun nicht ... .

    vieles hier bringt leider nichts, eigentlich ein bisschen zu viel relativ gesehen ... .
     
  9. elAwesome

    elAwesome Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #9
    Danke für den Input!
    Der Hals wäre eher ein Grund für die Harley Benton. Worin liegt eigentlich genau der Unterschied zwischen den beiden Formen? Ist Slim Taper D abgeflachter an der Rückseite und deswegen schmaler?
    Des weiteren hätte ich eine gebrauchte Epi für 250.- inkl. Koffer angeboten.. Fast gleich viel wie eine neue HB.

    Optisch gefällt mir die Epi schon besser.
    Ich meinte gelesen zu haben, dass die HBs und die Epis im selben Werk hergestellt werden?
    Ich könnte mir gut vorstellen, dass bei der Epiphone auch einfach Gewinn für die Marke drinliegt. Ist ja immerhin die kleine Tochter von Gibson.

    Wenn man im Internet rumliest, kriegt man den Eindruck, man könne angeblich 80% vom Klang einer Gibson aus einer guten Epi mit besser Elektrik rausholen. Wenn sich HB und Epi so wenig nehmen, müsste das ja ergo auch mit der HB klappen.
    Was wäre denn deiner Ansicht nach wirtschaftlich sinnvoll?
     
  10. Steve S.

    Steve S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #10
    Ich kann Deine Intention total gut verstehen und das liebe fehlende Geld ist leider oft ein Klotz am Bein :(

    Aber ich sehe es auch so, dass es schon heftig ist, 700 Öre in ein 170-Euro (bzw. 3xx-Instrument) zu stecken. Sicherlich oder sehr wahrscheinlich würden die Gitarren erwas besser klingen als ab Werk - wie auch der Twingo mit Porschemotor vermutlich etwas besser ginge als mit dem Werksmotor...

    Aber wenn man mal den Preis der Dot und Dein "Optimierungs-Budget" addiert, kommt man ja auf gut 1000 Euro. Nach meiner Erfahrung bekommt man ab dieser Summe schon recht ordentliche Instrumente. Ich bin da im Ergebnis bei Schmendrick...

    So ne Gibson Midtown - die is echt ganz ordentlich - oder ähnliche kämen nicht in Betracht? Oder was gebraucht? Könntest ja dann später das eine oder andere nachrüsten (z. B. Pickups).
     
  11. clone

    clone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #11
    Hi Alex, ich verstehe den Gedanken. Ich fürchte aber du hast dich da erheblich verrechnet. Mit 700€ kommst du da lange nicht hin. Allein die Pickups kosten so um die 400€. Die muss dir vermutlich ein Fachmann einbauen, das kostet ebenfalls. Dann Elektronik und Hardware tauschen... und wenn du das Bigsby möchtest sind noch einmal 200€ fällig.

    Also, nach meiner Meinung gibt das die Basis der beiden von dir genannten Gitarren nicht her.
     
  12. schmendrick

    schmendrick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #12
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  13. Steve S.

    Steve S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #13
    Hehe, gleicher Gedanke zur gleichen Zeit :rolleyes:
     
  14. clone

    clone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #14
    wobei die nun wirklich nicht viel mit einer ES-335 zu tun hat, außer der relativen optischen Ähnlichkeit... .
     
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  15. Deltablues

    Deltablues Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #15
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  16. elAwesome

    elAwesome Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #16
    Naja, Pickups kann ich schon selber wechseln, habe ich auch schon gemacht (obwohl das bei den ES Modellen mühsam wird durch die F-Löcher)
    Aber kann gut sein, dass die 700 sehr optimistisch waren ;)

    Hatte gestern Abend lange auf der Sheraton II von nem Kumpel gespielt. Der Klang war an sich wunderbar, der Hals nach ein wenig Gewöhnungszeit auch okay (bisschen zu schmal für meinen Begriff, aber das würde mich jetzt nicht abhalten). Der Semihollow-Charakter war deutlich zu hören, nur haben die Pickups meinen Spass mit ihrer Matschigkeit gebremst
    Die Midtown ist doch vom Körper anders aufgebaut als die ES, eher eine wie eine übergrosse Les Paul mit Hohlkörper. Laut Testberichten und einigen Youtube-Videos ist sie auch viel näher am Klang ebendieser... und das habe ich bereits (Gibson 70s Special mit den Mini Humbuckern. Grandiose Tonabnehmer, schöne Cleans, aber sobald ein bisschen Gain dabei ist schreit und sing das Teil wunderbar. Allerdings nicht sehr dynamisch, das hat mich eben an den Lollartrons wie auch in den CS 69ern in meiner Strat fasziniert). Aber ich werde sie bestimmt mal anspielen, wenn ich sie im Laden meines Vertrauens finde :)

    Amp-mässig bin ich zufrieden.. hab mich ein wenig durchgespielt und bin meinem kleinen Vox AC4 treugeblieben (allerdings auf einer 2x12 Box) und dazu habe ich einen Marshall Vintage Modern 50W, dem ich gerade ein neues 4x12 Cab mit Greenbacks gönne. Es geht mir nur darum, den ES-Charakter einzufangen (den ich in der Sheraton schon bemerkt habe) und mit dem Touch der Lollartrons zu versehen.

    Sollte ich mir meine Idee einfach schönreden, sagts mir bitte. Aber mit meiner Strat habe ich praktisch dasselbe gemacht - war eine günstige MIM, die ich als erste Gitarre gekauft habe. Irgendwann habe ich dann gute, teure Pickups eingebaut, vom Profi einstellen lassen und habe nun den Klang, den ich wollte. Klar wäre vielleicht nocht mehr drin mit einem besseren Body und besserem Lack etc, aber vermissen tu ich nichts. Auf der anderen Seite ist eine Strat technisch auch nicht so aufwendig wie eine Semihollow.
    --- Beiträge zusammengefasst, 04.08.16 ---
    Faber scheint mehr oder weniger dasselbe wie Tokai zu sein?
    Von Tokai habe ich sehr viel gutes gehört.
     
  17. Slideblues

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    Erstellt: 04.08.16   #17
    Ich denke, das muss jeder selbst für sich entscheiden... und wenn die Basis stimmt, was sollte dagegen sprechen..? Eine Gibson ES XXX ist auch nur eine Gitarre mit Sperrholz Body und Mahagoni Hals... Ich kenne auch Leute, die einen V8 in einen Käfer gebaut haben, mit Erfolg... :D...

    Was Sinnvoll ist und was nicht - wo liegt da die Grenze? Es gibt auch Jene, die sich für 3000 Euro eine Customshop Bla Bla Gitarre kaufen und noch mal diverse Euro in bessere Hardware investieren...

    Letztlich möchte ich mir auch keinen Kopf darum machen, ob etwas, das hier gepostet wird - wirtschaftlich Sinn macht - oder nicht, denn dann hätte ich keine Lust mehr zu schreiben...
     
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  18. elAwesome

    elAwesome Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #18
    Habe im Winter in einem Porsche Rennstall ausgeholfen - der eine is damals mit nem Formel-Motor im Käfer Slalomrennen gefahren :D



    Aus dem Thread nebenan über die Rolle des verwendeten Holzes einer Gitarre:

    "Würde das Holz keinen Unterschied machen, könnten wir ja alle billige Instrumente kaufen, teure Pups reinschrauben und fertig"

    Naja, worum liegen denn von den Materialien her die Unterschiede bei Gibson vs Epi? Ist das nicht eher Massenproduktion vs Handarbeit?
    Das wiederum wäre dasselbe Thema wie Handwired vs Plantinen-Amps...
     
  19. Slideblues

    Slideblues Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #19
    Ich habe dazu ja eine ziemlich ketzerische Meinung... und sage mal lieber nichts... ;) .... Ein großer Teil des Geldes geht für den Nimbus drauf.. "Gibson" ist halt Kult und "Hasi Benton" ist für Einsteiger... Natürlich macht es einen unterschied, ob eine Gitarre in China, oder in den USA gebaut wird... Wobei der chinesische Handwerker bestimmt nicht schlechter arbeitet, als sein mexikanischer Kollege im Stammwerk... Schau dir mal nen "Factory Tour" Video an, dann siehst du, dass die Standard Geschichten von Gibson und Fender auch viel mit angelernten Arbeitern an Maschinen ausgeführt werden. Trotzdem ist eine Gibson hochwertiger als eine "Harley Benton" oder "Epiphone"... da braucht man gar nicht diskutieren...

    Was aber nun speziell das "Holz" der ES Modelle betrifft... da sitzt ja keiner bei Gibson und schnitzt die Bögen und Decken von Hand, da wird Sperrholz in Form gepresst - genauso wie bei HB oder Epiphone... Sperrholz bleibt Sperrholz... Bei der Montage mag das wieder anders aussehen..
     
  20. Paruwi

    Paruwi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.16   #20
    Beides ist Massenproduktion....
     
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