Headvoice erst, dann Brust und Mischstimme.

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JW2019
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Ich singe seit einigen Jahren und ich will hier mal einen Gedanken loswerden. Findet ihr auch, dass es sinnvoller wäre die Headvoice (Definiton: supportetes Falsett) wesentlich früher ins Training einzubinden als andersherum? Ich habe mich erst auf den Aufbau meiner Bruststimme gewidmet und immer etwas zu meckern gehabt. Zu dünn, zu schrill, zu sehr von unten, zu dunkel, zu viel Maße zu weit hinten zu weit vorne usw usw usw Bis ich anfing erst meine Kopfstimme aufzubauen und danach mit dem ähnlichen Gefühl in die Bruststimme zu gehen. Warum wird das nicht mehr erwähnt? Ich meine, wer gut, schön und resonanzreich mit gutem Verschluss in der Kopfstimme singen kann für den ist dann Brust ein "leichtes" denke ich. Also im Vergleich ist die Kopfstimme schwerer als die Bruststimme zu steuern und der Fokus auf das schwerer verbessert das leichtere (so denke ich)

Ein Beispiel: Ich singe eine Passage in der Kopfstimme vor, achte auf guten Verschluß, Support, etwas Twang und danach singe ich die selbe Passage (mit dem ähnlichen Gefühl) in der Brust und es ist VIEL "richtiger" als andersherum.

Idee dazu? Sehr interessant finde ich.
 
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Ehrlich gesagt, verstehe ich die Frage nicht. Wie kommst du dazu, die Passage mal nur in Kopf- und nochmals nur in Bruststimme singen zu wollen/müssen/dürfen? Manchmal kommt es vor, dass man eine Passage mit einem Tonumfang singen muss, der irgendwo zwischen deinem Brust- und deinem Kopfregister liegt. Um den "Jodeleffekt" zu vermeiden, muss man dann überlegen, was am besten passt: Kopfstimme mit etwas Brust, oder Bruststimme mit etwas Kopf. Beides müsste gehen.

Meine Erfahrung dazu:
Als mein Kumpel (Tenor) und ich (Bass-Bariton) so um die 19, 20 Jahre alt waren, sangen wir im Kirchenchor. Bei den (Stimm-) Proben machten wir uns ein Spaß daraus, die Alt-Partien mitzusingen. Das heißt, wir schalteten beide in "Counter-Tenor-Mode." Als Bariton musste ich dazu falsett singen - musste allerdings darauf achten, dass ich bei den tieferen Alt-Töne nicht ins "männlich" klingende Brustregister rutschte.
Es hat Spaß gemacht, aber es war eine gute Übung, denn auch heute mit 75 Jahren schaffe ich die höchsten (und tiefsten) Basstöne der kirchlichen Chormusik mit relativ weichem Übergang zwischen den Registern.
Cheers,
Jed
 
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Als mein Kumpel (Tenor) und ich (Bass-Bariton) so um die 19, 20 Jahre alt waren, sangen wir im Kirchenchor. Bei den (Stimm-) Proben machten wir uns ein Spaß daraus, die Alt-Partien mitzusingen. Das heißt, wir schalteten beide in "Counter-Tenor-Mode." Als Bariton musste ich dazu falsett singen - musste allerdings darauf achten, dass ich bei den tieferen Alt-Töne nicht ins "männlich" klingende Brustregister rutschte.
Genau deshalb singe ich da lieber die Sopran-Partien ab und zu mit. Da fällt man nach unten normal nicht so leicht raus, und nach oben reicht’s bei mir normalerweise. Unterhalb von E₄ oder so noch zu falsettieren ist… schwer.
Deiner Erfahrung nach ist das aber eine gute Übung? *notier*
 
Jed
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Ich denke, jede Übung ist gut, die über unsere Grenzen hinaus geht. Wenn wir uns daran gewöhnen, agieren wir umso sicherer innerhalb jener Grenzen.
Auf jeden Fall hat es mir damals Spaß gemacht - und hatte auch noch den praktischen Effekt, dass ich später als Teil eines Männerquartetts die 2. Stimme erspüren konnte.
Cheers,
Jed
 
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