Heimpiano bis 1000 €

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Hallo ihr lieben,

Ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken mir ein Digitalpiano anzuschaffen. Ich hatte als Kind/Jugendliche Klavierunterricht, allerdings habe ich seit ca. 10 Jahren nicht mehr gespielt.
Daher würde ich meine Fähigkeiten im Bereich Anfänger einordnen, meine Erfahrung aber im Bereich Fortgeschritten. Das nächste was ich lernen möchte ist das spielen mit Pedal.

Budget wäre ca. 1000€.

Das Piano soll auch als Möbelstück dienen und muss nicht portabel sein.

Wichtig ist mir der Piano sound und eine gute Tastatur, die möglichst nah an ein akustisches Klavier heran kommt. Es sollte ein Metronom integriert haben, bei dem anderen technischen Schnickschnack weiß ich nicht genau was taugt, was sich lohnt und was nicht.

Allein durch Recherche bin ich auf das Roland FP-30X bzw. 60 gestoßen, welches aber keine Abdeckung hat.
Außerdem klingt das Yamaha YDP-164 als könnte es meinen Anforderungen gerecht werden.

Bevor ich in ein Musikhaus gehe, wollte ich mich erkundigen welche anderen Pianos sich zu testen lohnen. Ich hoffe, dass ich hier noch etwas input bekomme.

Vielen Dank im voraus.
 
Eigenschaft
 
Beim YDP lieber das ydp S 54 nehmen wegen der Tastatur.

Ansonsten mal die Marken testen:

Yamaha, Roland, Kawai, Korg, Casio

Die sind alle auf ihre Art gut.
 
Bei "klavierähnlicher" Bauweise mit Tastaturabdeckung ist unter 1.000 Euro nur Casio mit im Boot, bei Kawai und Roland müsste man noch eine ordentliche Schippe drauflegen.

Ich würde zum Wiedereinstieg das Roland FP30X mit Holzständer bevorzugen, weil es besser als die "kleinen" Yamaha klingt und die Roland-Tastatur im "X" gut repetiert, außerdem ließ sich schon das FP30 bestens wieder verkaufen.
Die fehlende Tastaturabdeckung hat in der Praxis keinen Nachteil für die Funktion.

Bei der Yamaha GH3-Tastatur in den Vorgängern des S54 und YP-164 habe ich die Repetition nie ausprobiert, sie war mir zu anstrengend.

Gruß Claus
 
Das S 54 ist unter 1000, oder?


Und von Korg gibt es eins mit Wohnzimmeraussehen.

Aber du merkst schon, wir tendieren dazu, bei Wohnzimmeroutfitwunsch über 1000 zu gehen, da wird's dann gut.
 
Beim YDP lieber das ydp S 54 nehmen wegen der Tastatur.

Ansonsten mal die Marken testen:

Yamaha, Roland, Kawai, Korg, Casio

Die sind alle auf ihre Art gut.
Danke für die Markenvorschläge, Korg kannte ich bisher noch nicht.

Was ist denn der Unterschied zwischen der Tastatur des YDP-S54 und des YDP-164? Ich hab mehrfach gelesen, dass die Tastatur die gleiche sein soll und sich nur vom YDP-144 unterscheiden soll. Sind auch identisch vom Preis und bei ziemlich genau 1000€.
 
Das Korg B2 ist m.E. ein Billiginstrument, gegenüber dem ladenhütenden Vorgänger nur mit MIDI aufgerüstet auf einer heute nicht mehr konkurrenzfähigen Tastatur ausgestattet, auch die Klangerzeugung liegt leider zurück.

Bei den angesprochenen Yamahas ist die GH3-Tastatur gleich, der CFX-Klang auch, bleibt vor allem der kleine Designunterschied einer Klappe beim S54 und Kanten statt Rundung.
Lt. Yamaha gehört beim YDP-164 eine Bank dazu, die ist bei dt. Onlinehändlern offenbar nicht zwangsläufig dabei.
Gegenüberstellung bei Yamaha:
https://de.yamaha.com/de/products/musical_instruments/pianos/arius/ydp-164/specs.html#product-tabs

Yamaha hat die effektivsten Absatzwege und bietet erstaunlich oft gute bis sehr gute Qualität für's Geld, liegt aber gerade im Einstiegsbereich der Digitalpianos für mich klar hinter dem ewigen Zweiten und innovativeren Roland.
Im Segment der besseren Clavinova (CLP) änderte Yamaha beim letzten Modellwechsel die Tastaturen weg von den "Graded Hammer"-Varianten hin zur aktuellen GrandTouch und GrandTouch-S.

Mit den Kawai Grand Feel Tastaturen - verbaut in Digitalpianos ab ca. 3.000 Euro - konnte bisher noch keine andere Tastatur unterhalb der regelrechten Simulationen (Avant Grand und Novus) gleichziehen.
Sehr gut spielt sich aber z.B. die Roland PHA-50 in "klavierähnlichen" Digitalpianos ab ca. 2.000 Euro oder im besser ausgestatteten Roland FP-90X ab ca. 1.800 Euro.

Wie @stuckl schon andeutet, unter 2.000 Euro muss man bei "klavierähnlich" gebauten Digitalpianos m.E. gerade bei Wiedereinstieg und entsprechend steilerer Lernkurve bald spürbare Kompromisse eingehen. Deshalb plädiere ich für ein gutes Einstiegsinstrument und Umstieg, wenn man dessen Möglichkeiten ausgereizt hat. Das Einstiegsinstrument ist dann bei bewährten Marken immer noch gut verkäuflich und das Geld für ein gutes bis sehr gutes Digitalpiano angespart.

Gruß Claus
 
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Bei "klavierähnlicher" Bauweise mit Tastaturabdeckung ist unter 1.000 Euro nur Casio mit im Boot, bei Kawai und Roland müsste man noch eine ordentliche Schippe drauflegen.

Das stimmt überhaupt nicht. Das neue Kawai Kdp 120 liegt zwischen 950€ und 999€ genau in dieser Preisklasse und wäre hier mit großem Abstand auch meine erste Wahl. Zumindest wenn es ein neues Gerät sein soll.
Eine sehr gute Alternative wäre ein gutes gebrauchtes CN 29 zum gleichen Preis. Das wäre dann so ziemlich das beste was man hier rausholen könnte.
 
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Aber da ist für mich der Abstrich zB der sehr kurze Tastenweg bis zum Boden.

"Überhaupt nicht" gilt also nur mit Einschränkungen, jedenfalls aus meiner Sicht.

Es wird deutlich besser ab 1500.
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Das ydp mit gh3 ist schon fein, man muss es aber testen.
 
Aber da ist für mich der Abstrich zB der sehr kurze Tastenweg bis zum Boden.

Was genau soll das denn bedeuten und wo hast du das her?
Weder beim Kdp 120 noch beim CN 29 gibt es irgendwo einen "sehr kurzen Tastenweg bis zum Boden". Im Gegenteil, beide Tastaturen gehören zu den besten in ihrer Klasse.
 
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Das stimmt überhaupt nicht. Das neue Kawai Kdp 120 liegt zwischen 950€ und 999€ genau in dieser Preisklasse und wäre hier mit großem Abstand auch meine erste Wahl. Zumindest wenn es ein neues Gerät sein soll.
Eine sehr gute Alternative wäre ein gutes gebrauchtes CN 29 zum gleichen Preis. Das wäre dann so ziemlich das beste was man hier rausholen könnte.
Ich hab mir mal alle Modelle die bisher genannt wurden angesehen. Anspielen kann ich Sie hoffentlich in den nächsten Tagen mal.
Grundsätzlich muss es kein neues Piano sein. Ich kaufe normal gerne gebrauchte Dinge, bei einem Piano für 1000€ tu ich mich ein wenig schwerer.
Ich habe ein Angebot für ein ca. 1 Jahr altes CN 29 gefunden. Sofern mir die Spielbarkeit zusagt, woher weiß ich, was ein angemessener Preis dafür wäre?
 
Ich hab mir mal alle Modelle die bisher genannt wurden angesehen. Anspielen kann ich Sie hoffentlich in den nächsten Tagen mal.
Grundsätzlich muss es kein neues Piano sein. Ich kaufe normal gerne gebrauchte Dinge, bei einem Piano für 1000€ tu ich mich ein wenig schwerer.
Ich habe ein Angebot für ein ca. 1 Jahr altes CN 29 gefunden. Sofern mir die Spielbarkeit zusagt, woher weiß ich, was ein angemessener Preis dafür wäre?
Das CN 29 ist ein aktuelles Modell und kostet neu ca 1300€-1500€. Ein gebrauchtes wird also nie älter als 1,5 Jahre sein, oft steht es auch in den Anzeigen, am besten die Rechnung ist noch vorhanden.
In einem guten Zustand (in dem Alter normal ohne irgendwelche "Unfälle") ist alles um die 1000€ oder drunter ein sehr guter Preis.
 
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Mir ist der Tastenweg zu kurz. Ich kenne die Modelle.

Bei meinem mp7 ist es auch so, ebenso beim es 8 das ich in der Gemeinde spiele.

Hinzu kommen drei Fälle, wo die Tastatur repariert werden musste, bei einem cl 36, CA 95 und es 8.

Sorry wenn ich die Lobhudelei etwas dämpfe bzw in vernünfte Bahnen lenke.

Antesten ist eh Pflicht, gerade bei Kawai.
 
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Das stimmt überhaupt nicht. Das neue Kawai Kdp 120...
Richtig.
Das KDP 120 ist ein erst im Mai 2021 eingeführtes Einstiegsmodell und ich habe es schon wegen diverser Corona-Einschränkungen und Lieferschwierigkeiten noch nicht gesehen.

Wenn Du es anspielen konntest wären Vergleiche der Tastatur mit dem Vorgänger RH Compact willkommen, die Klangerzeugung ist ausweislich der Klangbeispiele auf der Kawai-Homepage die gleiche wie in älteren Einstiegsmodellen.
https://www.kawai.de/products/digitalpianos/kdpserie/kdp120/

Gruß Claus
 
Mir ist der Tastenweg zu kurz. Ich kenne die Modelle...
Sorry aber das kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Null.
Und ich spiele auch nicht alle meine Entchen sondern zur Zeit ein Klavierkonzert von Beethoven und am Tastenweg gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Ich selbst habe das CA 49, spiele auch öfter auf einem CN 29 und einem Yamaha Ydp 164, es ist also keine Lobhudelei sondern persönliche Erfahrung.
Beleidigung entfernt


Edit:
Ich habe folgendes bei bonedo.de gefunden (https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/von-hammermechanik-bis-synthesizer-tastatur.html):
"Interessant ist außerdem der Tastenhub, also wie tief sich eine Taste nach unten bewegen lässt. Klavierbauer sagen dazu „Niedermaß“ und es bewegt sich um einen Zentimeter herum."
Das habe ich nachgemessen und voila: 11 mm.

Beitrag automatisch zusammengefügt:

Das KDP 120 ist ein erst im Mai 2021 eingeführtes Einstiegsmodell...
Ich hätte es in meinem Bekanntenkreis ausprobieren können, da ist es dann aber auch das CN 29 geworden.
Aber im Endeffekt muss die TE ja selbst ihre Optionen antesten und nehmen was ihr am meisten zusagt.
Ich wollte nur ihre Liste um diese Modelle erweitern, weil es in meinen Augen ein Fehler wäre sie nicht zu berücksichtigen.
 
Grund: Bitte keine Vollzitate, nur das für die Antwort Wesentliche wiederholen
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe ein Angebot für ein ca. 1 Jahr altes CN 29 gefunden. Sofern mir die Spielbarkeit zusagt, woher weiß ich, was ein angemessener Preis dafür wäre?
Kawai würde ich nicht gebraucht kaufen (zB Garantie / Gewährleistung übertragbar?)
 
...Ich selbst habe das CA 49, spiele auch öfter auf einem CN 29...

Man kann sich zur Bauweise und Unterschieden einiger Kawai-Tatasturen u.a. in diesem YT- Video informieren:
youtube.com/watch?v=H0RR06XsGPM
Das Kawai CA-49 hat die bessere Grand Feel Compact Tastatur gegenüber einer RH-C II im KDP-120 und dazu die bessere Progressive Harmonic Imaging (PHI) Klangerzeugung. Diese Klangerzeugung findet sich auch im CN 29, allerdings mit wiederum anderer Tastatur RH III.
Bei Kawai bedeutet das "Compact" hinter der Bezeichnung des Tastaturtyps: gleiche Konstruktion bei vergleichsweise kürzeren Tasten.

Die Grand Feel ist Kawais beste Tastatur unterhalb der Kawai Novus Millenium III. Die gute Spielbarkeit der Grand Feel beruht auf der Länge der Tasten und der Waagebalkenmechanik, die somit anders konstruiert ist als alle anderen Hammermechaniken.

Mit einem KDP-120 ist man davon bei Klangerzeugung (HI) und Tastatur (RH-C II) ein gutes Stück entfernt.
Für mich gab die Vorgängertastatur im (seinerzeit aktuellen) ES 110 den Ausschlag, zum Wiedereinstieg auf dem Digitalpiano einem Roland FP-30 den Vorzug zu geben.
Im aktuellen FP-30X wurden die zum Vorgänger gleichnamige Klangerzeugung und Tastatur verbessert (undokumentiert).

Auch das ließe sich beim Anspielen der im Thread angesprochenen Modelle direkt vergleichen.

Gruß Claus
 
Kawai würde ich nicht gebraucht kaufen (zB Garantie / Gewährleistung übertragbar?)
Darf ich fragen warum du davon abrätst? Garantie ist meines Wissens nach nicht unbedingt personengebunden und ohne Originalrechnung würde ich eh kein so teures Gerät kaufen. Bei Gewährleistung müsste man gucken ob die übertragbar ist.
Also wird ein so junges Gerät noch Gewährleistung (und Garantie?) Haben.
Ist Kawai irgendwie fehleranfälliger als andere?
 
Ja, würde ich nicht machen, die Gründe stehen unter #12.

Übertragung der Garantie / Gewährleistung müsste man eben sichern.

Mein Ranking (Tendenz) ist so:

Verarbeitung / Gesamtpaket

1.Yamaha
2. Roland
3. Kawai

Klang
1. Kawai
2. Roland
3. Yamaha

Tastatur

1. Roland
2. Yamaha
3. Kawai

In diesem Fall:
Yamaha ydp s 54 und gut is' 😅
 
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Also wird ein so junges Gerät noch Gewährleistung (und Garantie?) Haben.
Ist Kawai irgendwie fehleranfälliger als andere?
Kawai ist im Digitalpianoabsatz mit deutlichem Abstand kleiner als Roland und beide sind wesentlich kleiner als Primus Yamaha.
Zu Kawai gibt es allerdings wesentlich mehr Mängelberichte als zu Roland und Yamaha zusammen, auch da fügt sich stuckls oben berichtete Erfahrung ins allgemeine Bild.
Rein statistisch hat man natürlich trotzdem gute Chancen, ein fehlerfreies Gerät mit guter Lebenserwartung zu erwerben.

Was Du zu Garantie und Gewährleistung schreibst, das passt nicht zu den nachlesbaren Bedingungen von Kawai, s. Punkt 4 (Kauf bei Kawai-Händler, Garantie nicht übertragbar).
https://www.kawai.de/service/kawai5jahregarantie.pdf

Eine sog. "Gewährleistung" betrifft dagegen eine gesetzliche Pflicht des Verkäufers und eben nicht die des Herstellers.
https://www.bmjv.de/DE/Verbraucherp...aehrleistung/MaengelGewaehrleistung_node.html

Sie besagt nach meiner laienhaften Meinung und Erfahrung mit dem Kauf und Verkauf gebrauchter Instrumente, dass ein Verkäufer für Sachmängel haftet, wenn diese beim Kauf für den Käufer nicht erkennbar waren, betrifft also nur "verdeckte" Mängel.
Die Frist der Haftung beträgt zwei Jahre nach Übergabe, aber nur für die taggenau ersten sechs Monate gilt Beweislastumkehr, durch die ein Käufer in der starken Position ist.
Nach der 6-monatigen Frist könnte ein Nachweis des bei Kauf verdeckten Mangels ungewiss sein und durchaus teurer werden als eine Reparatur auf eigene Kosten.
Wesentlich ist, dass ein privater Verkäufer die "Gewährleistungspflicht" formal einfach und rechtlich wirksam ausschließen kann, was ich ebenso halte und nur empfehlen kann.

Gruß Claus
 
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Ich schätze auch dass der Verkäufer das ausschließen wird.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Mir ist der Tastenweg bei den CN Modellen zu kurz. Der inhaltliche Bezug der Anmerkung musste entfernt werden
.

Ich habe das mp 7, ebenfalls mit dem Tastenweg. Die Tastatur klickt in Teilen.

Bei der CA Reihe finde ich es deutlich besser, was den Tastenweg angeht, es gibt also einen Unterschied wenn es Richtung höherpreisig geht. Flügelähnlicher.

Aber zB beim CA 95 musste eine Schülerin die Tastatur für 100,40 eur und dann für 387,67 eur überholen lassen.

Der zweite Techniker hat Filze statt der Kawai-Sliptaps verwendet, weil er damit bessere Erfahrungen hat.

Es gibt auch Anleitungen bei youtube, dies selbst zu tun.

PS
Zum Vergleich steht bei mir noch ein Klavier von Schimmel mit Rennermechanik.
 
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