Heritage H575 Jazzgitarre

von ph1L, 10.08.07.

  1. ph1L

    ph1L Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.08.07   #1
    Hi,

    ich habe vor, mir demnächst eine Heritage H575 zuzulegen. Ein Musikgeschäft in meiner Umgebung bietet so eine auch gebraucht an. Angespielt hab ich sie auch schon und der Sound hat mich einfach umgehauen! Sie hat einen sehr weichen "jazzigen" Klang, bei dem mich vorallem die Bässe überzeugt haben. Allerdings bin ich mir noch nicht ganz sicher ob der Preis von 1350 € gerechtfertig ist, da die Gitarren schon ziemlich gebraucht ist.
    Folgende Mängel hab ich an dem Instrument gefunden:
    -an der Stelle wo der Vorbesitzer(in meiner Stadt ein sehr bekannter Jazzgitarrist) seine Hand aufgelegt hat, ist der Lack schon ziemlich matt.(ich weiss, das könnte man wegpolieren, würde mich aber wieder was kosten)
    -das Schlagbrett wurde entfernt. Man sieht nurnoch die zwei Bohrlöcher.
    -wo die Deckenplatten(?) in der Mitte unterhalb des Stegs zusammentreffen, befindet sich ein Riss im Lack, der Laut verkäufer stabil ist und sich nicht negativ auf den Klang auswirkt.
    -die üblichen Dellen und Kratzer im Lack, vorallem auf der Rückseite.
    Außerdem sieht die Gitarre nicht ganz so aus, wie die auf der Abbildung von Musik-schmidt.de.
    -die Potiknöpfe sehen etwas anders aus, der Steg ist nicht aus Holz sondern aus Metall und das Teil was unten die Seiten hält(ich weiss leider immer noch nicht wie es heisst)hat in der Mitte kein großes" H" ist aber ansonsten das gleiche.
    Als ich den Verkäufer darauf angesprochen hab meinte er, dass es sich vielleicht um ein älteres Modell handelt.
    Besonders der Riss im Lack macht mir sorgen.

    Vielleicht weiss einer von euch, wieviel die Gitarre noch wert ist. Gibt es irgendwas, was gegen die Gitarre oder überhaupt die Marke Heritage spricht oder gibt es vielleicht noch stellen auf die ich beim Kauf achten muss? Würde mir sehr helfen wenn jemand noch was über die Verarbeitung von Heritage Gitarren sagen könnte!

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen !

    So far Phil
     
  2. ph1L

    ph1L Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.07   #2
    Weiss einer in wie weit der Riss den Preis beeinflusst?
     
  3. Eggi

    Eggi Inaktiv Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 12.08.07   #3
    Eigentlich überhaupt nicht mein Gebiet. Mit Rissen und speziellen Heritage Modellen kenn ich mich überhaupt nicht aus. Daher nur was allgemeines.

    Als Verkäufer sollte er dir schon genau sagen können, ob es ein älteres Model ist.

    The Heritage genießt einen sehr guten Ruf was die Verarbeitungsqualität und Auswahl der Materialien betrifft.

    Ich würde mich an deiner Stelle mal an den "prominenten Vorbesitzer" wenden.
    Das sind auch nur Menschen. Also keine Angst. Einfach mal anrufen.
     
  4. LP/SG-David

    LP/SG-David Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.07   #4
    Heritage Gitarre werden (meines wissens nach seit 1984) in dem alten Gibsonwerk in Kalamazoo/USA gefertigt, ich hab mal eine H535(ES-335) gespielt, diese Gitarre klang wirklich traumhaft, da gabs nix zu meckern.

    Zum Thema Gebrauchsspuren:
    Viele Leute zahlen extra für solche aging Spuren, sieh dir mal die Jeff Beck Esquire an und was die kostet.
    Ich habs natürlich auch gern, wenn ein Instrument gepfelgt und wie neu aussieht.
    Die Matte Stelle dürftest du mit einem Gitarrenputzmittel wegbekommen, wenn nicht, sieht mans ohnehin nicht, liegt eh deine Hand drauf;)
    Schlagbretter fehlen öfters bei Gebrauchten Gitarren, sind aber i.d.R. für rund 30€ nachzubekommen
    Solange der Riss nur im Lack ist, macht das gar nix, ein guter Nitrolack bekommt mit der Zeit ohnehin Haarrisse, die das Holz atmen lassen.
    Die Dellen und Kratzer im Lack lassen darauf schließen, dass es eine gute Gitarre ist und es dem vorbesitzer Spaß gemacht hat, darauf zu spielen. Ich frage mich z.B. schon, wenn ich eine fast unberührte Gibson aus den 60ern sehe, denn wenn ein Instrument wirklich gut ist, dann will man es auch spielen während die Gurken meist gehütet und gesammelt werden
    Das Teil das die Saiten hält ist das Tailpiece oder das Tailpiece, und bei dem kann es, wie bei den Potiknöpfen gerne mal vorkommen dass in verschiedenen Baujahren verschiedene Teile verwendet werden, da diese ja nicht unbedingt eine Auswirkung auf den Klang haben

    Du sagtest der Vorbesitzer ein bekannter Jazzgitarrist war, deshalb kann ich mir vorstellen, dass er die Gitarre viel und oft gespielt hat, und vielleicht war ihm die originale Bridge nicht stimmstabil genug oder er hatte andere Probleme, weshalb er sie gegen ein besseres Modell ausgetauscht hat, ich glaube kaum dass ein Profimusiker etwas an seiner Gitarre absichtlich verschlechtern würde, sondern sie eher optimiert

    Um den Lackriss brauchst du dir wirklich keine Sorgen zu machen, es sei denn er ist wirklich tief und man sieht dass er ins Holz geht, was ich mir aber kaum vorstellen kann, ist eher unüblich.
    Worauf ich bei einer viel gespielten Gitarre eher achten würde sind die Bünde, haben sie Kerben oder sind durch öfteres neu abrichten schon ziemlich flach?

    Ich würde sagen wenn sie dir vom Klang her gefällt, hol sie dir, vielleicht kannst du beim Preis noch was machen, ich hielte 1200€ eher für angebracht

    Ich hoffe ich konnte Helfen:)
     
  5. idefix

    idefix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.07   #5
    Hallo!
    Ich spiele seit 1991 die The Heritage H-576, das ist, wenn Du so willst die Luxusversion der H575, mit Blockinlays, Sustainblock, Holzschlagbrett etc.
    Deine 575 müsste auch etwa von 1991 stammen. Die Qualität dieser Gitarren ist einfach toll. Steigern kann man die noch mit dem Einbau von Gibson Burstbucker PU's und eventuell dem Austausch der Schaller-Rollenbridge (gegen einen Gibson-Typ, mit "Keil-Reitern"). Bei meiner waren damals die Sattelkerben zu eng - war ne Kleinigkeit - ansonsten hab und hatte ich viel Spaß mit dem Teil.
    Viele Grüße
    Klaus
     
  6. ph1L

    ph1L Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.07   #6
    Ich seh grad, dass ich den Riss oben falsch beschrieben. Er geht wohl schon auch ins Holz, allerdings eben nicht durch. Man kann nicht "durchschauen". Es ist nicht der typische Nitrolackhaarriss.
    Ansonsten schonmal vielen danke für eure Posts. Ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass ich mir die Gitarre kaufe, wenn die Sache mit dem Riss geklärt ist. Ich werd wohl auch den Verkäufer darauf nochmal ansprechen.


    Die Bridge wurde schon vom Vorbesitzer ausgetauscht. Ist jetzt so eine wie bei meiner Epi Les Paul, was ja dann dem Gibson Typ ensprechen dürfte.
    Den Sound will ich erstmal nicht verändern, weil ich den so schon hammer finde. Trotzdem würde es mich interresieren, was die von Gibson kosten .

    So far
    Phil
     
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