Hilfe: Schlagzeug Live-Mix an Yamaha MG24

von funken-tm, 09.10.08.

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  1. funken-tm

    funken-tm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.08   #1
    Hallo liebes Volk,

    ich arbeite und lerne zur Zeit den Umgang mit Tontechnik an einem Yamaha MG24 Mischpult.

    Kann mir jemand einen kleinen Crashkurs geben in Sachen Schlagzeug abmischen? Oder gibts irgendwo eine gute Erklärung?

    Zur Abnahme habe ich 2x Overheads, 1x Bass Mikro, 3x Thoms Mikro, 1x Snare Micro.
    (Natürlich keine Elite Marke)
    Das Ganze läuft auch über eine dB Technologys PA ab ^^".

    Schlagzeug: Es ist glaube ich ein einfaches Yamaha oder Sonsor Set, mit 3 Thoms und 3 Crash Becken (+ Hihead, Snare und Bass natürlich...)

    Was muss ich beim Aufstellen der Mikros beachten? Wie sieht es mit einer allgemeinen Frequenz einstellung aus, bzw. wo sollte ich auch dort aufpassen?

    Häufiges Problem: Bass und Hihead kommen nicht richtig durch, Crashbecken kratzen mächtig in den Ohren,... Matsch. :D

    Hilfe!!! :confused:
     
  2. wuiii

    wuiii Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.08   #2
    Also das allerwichtigste ist ein gut gestimmtes Schlagzeug. Das ist schon einmal die halbe Miete vom Sound. Ich gehe davon aus, dass dein Drummer das beherrscht, sonst einfach noch einmal melden.

    Dann fangen wir einmal mit der Kick an:
    Ich positioniere Das Mic immer in der Trommel und richte es in ein paar cm Abstand direkt auf das Fell, je näher du das Mic auf den Schlegelpunkt richtest, desto knackiger wird der Klang.
    Boosten solltest du bei dem Mic bei ca 60-80 Hz ein wenig, also bei deinem Pult den Lo-Shelf. Mit der semiparametrischen Mitte suchst du dir den Kick, sollte bei ca 2 kHz liegen, die Höhen ziehe ich immer komplett raus. Je nachdem, ob du dann den Lo-Shelf oder den Kick etwas mehr boostest, wird die Kick dann basslastig oder knackig. Generell gilt aber: Immer sparsam boosten!!!
    Dass deine Kick nicht richtig durchkommt kann entweder am falschen Mic (welches hast du denn genau?), an den falschen Boxen (besitzt deine PA Subwoofer?) oder am falschen EQing liegen. Vor allem der leichte Kickboost hilft sehr der Ortbarkeit und sollte dein Problem eigentlich lösen.

    Bei den Toms richte ich das Mic meistens ungefähr auf den halben Radius. Beim EQing kommt es auf deine Tomdurchmesser an, aber normalerweise solltest du den Semiparametrischen EQ benutzen, um die 1. Resonanz raus zu ziehen, das ist der Ton der normalerweise so hässlich mit reinschwingt und beim Ausklingen in der Tonhöhe abfällt. Wenn du mit dem EQ durchsweepst, solltest du gleich hören was ich meine. Boosten würde ich bei denen, solange du keinen 2. parametrischen EQ hast, gar nix.

    Bei der Snare das Mikro auch ca auf den halben Radius richten und je nach Geschmack etwas Anschlag (sollte so um die 6kHz sein wenn ich mich nicht irre) boosten oder nicht. Desto mehr du dazu gibst, desto knackiger wird die Snare.
    Hier könnte auch das Problem der nicht hörbaren Hi-Hat begraben sein. Da das Snare Mic normalerweise ziemlich mittig eingestellt ist, solltest du darauf achten, dass du das Mic so positionierst, dass die Hi-Hat möglichst in der Off Axis des Snare Mikros ist (bei einem Nierenmikro also möglichst am Kabelende des Mics), da Diese sonst ziemlich dahermulft.

    Zu guter Letzt noch die Overheads: Diese ca 1m über den Toms (also bei einem normal aufgestellten Schlagzeug ca auf Kopfhöhe, wenn der Drummer die Becken an die Decke hängt natürlich höher) in etwa 0,5 m Entfernung zueinander aufstellen und gerade nach unten zeigen lassen (NIEMALS beide richtung Mitte drehen). Hier kannst du bei Bedarf den Top-Shelf minimal boosten um die Becken und das Hi-Hat besser hörbar zu machen, bei guten Mics sollte dies aber nicht nötig sein. Dann am Pult noch richtig pannen (linkes Mic ganz nach links, rechtes Mic ganz nach rechts) und gut is.
    Hier wäre auch noch interessant, was für Mics du dafür verwendest, dann können wir dir mit den Einstellungen (vor allem bezüglich der mulfenden Becken) besser helfen.

    Das sind mal die groben Grundlagen des Mikrofonierens und EQens der Drums, die besten Mic Positionen findest du natürlich nur durch probieren (kann ziemlich in Millimeterarbeit ausarten).
    Auch die EQ Einstellungen hängen sehr von der Musikrichtung ab. Im Metal legt man z.B eher wert auf eine ballsastige Kick und ein "blecherne" Snare, im Funk hingegen soll wahrscheinlich beides ziemlich knackig klingen.

    Ist jetzt zwar ein wenig viel Input auf einmal, aber bei weitern Fragen einfach melden.

    so long
    wuiii
     
  3. Witchcraft

    Witchcraft R.I.P. exMOD Ex-Moderator

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