Hohe Latenzen mit UAD Twin X TB3

  • Ersteller QOTSA_Lover
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Ich würde sagen, irgend ein Plugin oder Gerät meldet einen falschen Delay Wert. Den nimmt dann die DAW her, um das Signal zu verzögern. Das Plugin oder Gerät meldet einfach genau 165 Sample zuviel. Oder es ist das OX. Das hat ja keine direkte Verbindung zur DAW und kann kein Delay an die DAW weitergeben. Ich würde mal nachsehen, was das für eine Latenz hat. Vielleicht ist das Rätsel dann gelöst.

Ich ziehe mir über EZ Drummer MIDI Drums in das DAW

Die könnte man testweise mal in ein Audio File umwandeln. Und dann nochmal probieren.
 
Das OX hat angeblich so um die 3ms Latenz.
Verstehe nur nicht wirklich warum die Gitarrenspuren dann zu früh und nicht zu spät kommen?!?

Ansonsten läuft da aktuell nix. Keine Plugins oder so. Außer eben EZ Drums.
Wobei ich das Gefühl der Verzögerung schon vorher hatte.

Also auch wenn ich von einem Kumpel wirklich echt gespielte Drums ins DAW ziehe (.wav) hatte ich dieses Problem.
 
Verstehe nur nicht wirklich warum die Gitarrenspuren dann zu früh und nicht zu spät kommen?!?

Na ja, Du startest die Aufnahme. Nun spielt die DAW. Und nimmt auf der Spur auf. Dann, idealer weise kommt dann nach dem bekannten Delay die Gitarre. Da das "Band" weitergelaufen ist, liegt die Aufnahme ohne den Ausgleich des Versatzes früher. Muss dann also nach beenden der Aufnahme um den Betrag des Versatzes vorgeschoben werden.

Das OX hat angeblich so um die 3ms Latenz

Das sind so um die 44100 / 1000 = Samples pro Millisekunde x 3 = rund 132 Samples. Sieht verdächtig nach dem Versatz von 128 Samples aus, den Du ermittelt hast.

Also auch wenn ich von einem Kumpel wirklich echt gespielte Drums ins DAW ziehe (.wav) hatte ich dieses Problem.

Solange Du durch den OX mit unbekanntem Versatz spielst, ist es unerheblich, woher die Quelldatei stammt, die Du abspielst und zu der Du dann aufnimmst.
 
Ich melde mich nochmal mit einem kurzen Update...

Es hat mir keine Ruhe gelassen mit den vorgezogenen Gitarrenspuren und auch wenn es mir überhaupt keinen Spaß macht scheint der Fehler wohl bei mir als Spieler zu liegen.
Bin gespannt was ihr dazu sagt...

Ich habe mir heute mal ein Mikrofon aus dem Proberaum geholt. Ein einfaches SM57.


1. Test:
- Mic an einen Eingang des Interface gehängt
- Klick im DAW über Kopfhörer abgehört
- Mic in die Ohrmuschel des Kopfhörers gehalten und den Klick über das Mic aufgenommen
- Im DAW passt die Aufnahme des Klicks perfekt auf die Zählzeit. Das ist mehr oder weniger Spot on...

FAZIT: Weder das Playback (in dem Fall der Klick) noch die Aufnahme haben einen Versatz. Somit wird das Mikrofon ja scheinbar perfekt 1:1 übertragen. Ohne Latenz (weder zu früh noch zu spät)...

2. Test:
- Da das Mic ja offensichtlich funktioniert wie es soll, habe ich das Mic vor die E-Gitarre gelegt und so weit es ging ausgepegelt
- Zusätzlich eine weitere MONO-Gitarrenspur erstellt -> mit meiner regulären Equipment-Kette (E-Git - BluGuitar - OX - Interface)
- beide Spuren zeitgleich recorded und schöne abgehackte Akkorde zum Klick gespielt.
- Ergebnis: Die Mikrofonspur, die die reine Akustik der E-Gitarre aufgefangen hat, und die Amp-Spur sind komplett synchron. Da fehlt es vielleicht um 1-4 Samples maximal. Das SPDIF/OX Signal ist sogar das "schnellere" Signal.
- Die Spuren sind synchron aber meine Aufnahme ist wieder nicht zu 100% auf dem Klick. Es weicht leicht ab. Es kommt einen Hauch zu früh.



Die Kombination dieser Tests sollte doch eigentlich beweisen, dass ich als Spieler der "Übeltäter" bin und einfach zu früh einspiele.
Oder sehe ich da irgendetwas falsch bzw. habe ich da einen Denkfehler bei meinen "Tests"?!?
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Dann wäre noch meine Frage an die Profis:

Ich bin ja weder Profi noch Roboter... Wie viel Abweichung vom Klick ist denn tolerierbar und erlaubt? Hören tut man es nicht unbedingt. Man sieht es nur wenn man erheblich in die Spur zoomt. Hin und wieder habe ich das Gefühl, dass meine Aufnahmen etwas "schwimmen". Aber ich habe jetzt auch lange nichts mehr mit Recording gemacht und muss mich da scheinbar erst einarbeiten und daran gewöhnen.

Lustiger Weise habe ich das Gefühl, dass ich mit dem RME Babyface "exakter" einspiele als mit dem Apollo. Warum das so ist kann ich nicht sagen. Das RME performt nicht wirklich besser. Es sitzt aber einfach besser am Ohr... Keine Ahnung.

Ich habe jetzt mit diversen Bands ca. 6 CDs bzw. EPs aufgenommen. Eine in Eigenregie und die anderen 5 in professionellen Studios. Bisher ist da nie ein Problem mit meinem Timing aufgetaucht.

Bin echt ein wenig ratlos...

Vielleicht stresse ich mich zu sehr, keine Ahnung
 
Ich habe jetzt mit diversen Bands ca. 6 CDs bzw. EPs aufgenommen. Eine in Eigenregie... Bisher ist da nie ein Problem mit meinem Timing aufgetaucht.


Da ist es dir vielleicht nicht aufgefallen.


Ich habe jetzt mit diversen Bands ca. 6 CDs bzw. EPs aufgenommen. ...und die anderen 5 in professionellen Studios. Bisher ist da nie ein Problem mit meinem Timing aufgetaucht.

Da wurde es vielleicht nicht angesprochen, weil es nicht (so) tragisch (wie Du es darstellst bzw. empfindest) war, weil es vielleicht sogar zu den Songs bzw. im Kontext zum Spiel der anderen Bandmitglieder gepasst hat oder weil man keine Lust auf lange Analysen und Diskussionen hatte und man es einfach korrigiert hat.

Jetzt scheint es dich zu stören. Es stört dich, weil Du den resultierenden Klang als "schwimmend" empfindest, allgemein wird man wohl von "(etwas) undefiniert)" sprechen. Da gibt's zwei Möglichkeiten: Das altbekannte (und oft unbeliebte) Üben oder Du korrigierst eben den Versatz - was Dir bei bei eventuell stattfindenden Live-Darbietungen natürlich nichts bringt.
 

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