Hohner Blues Harp D - was lässt sich damit anfangen?

von Wil_Riker, 18.08.10.

  1. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Moderator Moderator HFU

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    Erstellt: 18.08.10   #1
    Hallo Ihr Harp-Experten,

    als Werbegeschenk ist vor einiger Zeit eine Hohner Blues Harp (D) bei mir eintroffen, und bisher hat sie ihr Dasein in einer Schublade gefristet. Nun würde mich doch einmal interessieren, was man mit dieser Mundharmonika anfangen kann, d. h. welche Art von Stücken lässt sich darauf spielen, und wie "nähere" ich mich dem Spiel auf ihr?
    Ein paar einfache Melodien bekomme ich hin, ich würde es aber gerne "richtig" machen...

    Danke im voraus für die hoffentlich zahlreichen Hinweise :)!
     
  2. speedkills

    speedkills HCA Elektrotechnik HCA

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    Erstellt: 18.08.10   #2
    Hallo 1O
    die bluesharp ist (wie der name schon sagt) sehr gut für blues geeignet. ursprünglich als volksmusik-instrument gedacht wurde sie in der aufgedruckten tonart gespielt (grundton 4 blasen) denn sie hat dann (in deinem fall) geblasen IMMER den D-dur akord und gezogen entweder die dominante oder subdominante. (deswegen sind die ziehtöne nicht "durchgehend"). man konnte also beim gemeinen Volkslied NIE falsch spielen. ABER dann fand der Blueser raus, das es für Blues total klasse ist die harp "cross" zu spielen, das heist im Quintenzirkel einen schritt weiter (mit deiner D-Harp also Blues in A) da liegt der grundton dann auf 2 ziehen. da hat man dann bei ziehen 1-3 den Grundton-Akkord (I), auf den blastönen die subdominate (IV) und auf 4-6 ziehen den Dominantakkord (V, allerdings als Moll, was aber beim blues richtig gut passt) . in den Kanälen 1-6 lassen sich die Ziehtöne je nach kanal von einem halbton-1,5ton runterbiegen, so das man z.b. Bluenotes sehr gut spielen kann und überhaupt machen bendings den blues erst richtig bluesig.
    wie gesagt also am besten (einfachsten) blues. auf 2 ziehen anfangen und los gehts! (bluesskale wäre : 2 ziehen, 3ziehen mit halbtonbend, 4 blasen, 4ziehen 5ziehen, 6blasen)

    jajaja es geht auch anderes als blues z.b irish-folk sachen oder wasweisichwasalles, aber das ding wird ja nicht aus spass "bluesharp" genannt":D
    btw. das mit der modellbezeichnung "bluesharp" war keine schlechte idee von hohner, denn schon lange wurde diese art mundharmonika so genannt und so suggeriert man dem anfänger....
    tatsächlich heissen sie diatonische mundharmonikas oder richter-mundharmonikas (nach dem mann, der sich damals die tonanordnung ausgedacht hat)
    gruss, dardaniel
     
  3. Wil_Riker

    Wil_Riker Threadersteller Helpful & Friendly Akkordeon-Moderator Moderator HFU

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    Erstellt: 19.08.10   #3
    Hallo speedkills,

    erstmal Danke für die Antwort (auch wenn ich sie dreimal lesen musste um zu durchschauen, was Du meinst - meine Harp-Kenntnisse tangieren gegen Null :o).
    Gibt's irgendwelche empfehlenswerten Webseiten zum rudimentären Erlernen bzw. einfache Stücke, an denen ich mich mal versuchen könnte?
     
  4. speedkills

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    Erstellt: 19.08.10   #4
  5. Wil_Riker

    Wil_Riker Threadersteller Helpful & Friendly Akkordeon-Moderator Moderator HFU

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    Erstellt: 24.08.10   #5
    Hallo mal wieder,

    über ein paar weitere Tipps (nicht nur Verweise in ein anderes Board :rolleyes:) würde ich mich sehr freuen ;)...
     
  6. bigvik

    bigvik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.08.10   #6
  7. speedkills

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    Erstellt: 24.08.10   #7
    Hallo wil, was sind denn für dich einfache stücke? Oh susanna? alle meine entchen? der mond ist aufgegangen? die Webseiten, die es mit tabulaturen gibt sind meistens nicht ganz korrekt. man kann, wie du sicher schon rausgefunden hast, bei der harp durch blasen und ziehen töne erzeugen. das zauberwort ist also das "einzeltonspiel" um geziehlt einzelne kanäle anzuspielen. das kann man entweder mit nem spitzen mund (fast wie beim pfeifen) machen oder dadurch, das man die beiden töne links neben dem zu spielenden mit der zunge abdeckt. bei kanal 1-6 ist blasen der tiefere ton, bei 7-10 ist böasen der höhere ton. kanal 4 blasen ist der grundton der aufgedruckten tonart. von da an aufwärts spielt man eine dur-tonleiter. ich machs mal der einfachkeit halber am beispiel einer c-harp
    c d e f g a h c
    4b 4z 5b 5z 6b 6z 7z 7b
    (b ist der blaston, z der zeihton einer jeweiligen kanzelle) Halbtöne sind erstmal nicht vorgesehen, die kann man nur durch spezielle spieltechniken erreichen, wie das oben schon angesprochene bending, dabei werden beim einatmen blas-UND ziehzunge eines kanals angesprochen und der ton kan dadurch bis (fast) zum tieferen ton "heruntergebogen" werden.
    hth,
    derdaniel
     
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