Humbuckerwechsel bei Les Paul sinnvoll?

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Chris13
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Ich habe vor einigen Monaten eine Gibson Les Paul Classic aus den frühen 90igern geschenkt bekommen. Bis dahin habe ich nur Akkustik gespielt.

Ich hatte also zum Einstieg null Ahnung von der Technik. Ich habe mir einen Marshall Class 5 Verstärker (den fand ich nach ein bisschen testen in dem Preisregion am besten) geholt und dann erstmal schön jeden Tag geübt. Dadurch das ich seit über 10 Akkustik gespielt habe ging das eigentlich recht flott und es geht auch gut voran.

Habe mich jetzt also in die E-Gitarren Welt ganz gut eingelebt.

Mein Traum Sound geht ganz klar in Richtung Mark Knopfler. Also vor allem auch die Sachen, die er selber auch seiner Les Paul spielt. Den Sound finde ich einfach super. Er hat natürlich eine alte Traum Les Paul mir Orginal PAF´s und dabei noch das unerreichbare Gefühl in den Fingern. Aber ich will trotzdem möglichst nah ran kommen und technisch sind die meisten Sachen ja garnicht super schwer zu spielen.

Jetzt wo ich mich mit der Technik etwas mehr beschäftigt habe stelle ich fest, dass mein Setup dafür wohl nicht ganz optimal ist. Meine Les Paul Classic hat ja Keramik Humbucker mit einem sehr hohen Output. Ist wohl eher für ganz harte Sachen geeignet als für den warmen Sound den ich suche. Zusammen mit dem Marshall Class 5 wird es dann doch sehr schnell "dreckig" im Sound.

Macht es Sinn die Les Paul auf einen PAF Nachbau umzurüsten? Oder sind das doch eher Feinheiten im Sound?

Vermutlich steht dann auch irgendwann noch eine neuer Amp an. Aber das hat ja vielleicht erstmal Zeit. Optimieren kann man ja immer.

Danke für Eure Tipps.

Chris
 
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Ich persönlich bin soweiso ein fan von etwas dezenteren Pickups in Les Pauls, ist aber Geschmackssache, zumindest würdest Du mit PAFs eher einem Knopfler Sound nahe kommen, als mit irgendwechen Out-Monstern. Ich denke schon, dass es Schritt in die richtige Richtung ist, ob sie Dir dann aber auch wirklich gefallen, das kannst dann nur Du beurteilen. Also ich würde es machen.
 
Ein Großteil der von der derzeit angebotenen Humbucker geht klar in die Richtung der alten Pafs, die ja vom Output her eher dünn waren.
Harry Häussel, Amber Pickups, David Barfuss, Kloppmann , aber auch Seymour Duncan ( Slash signature) bieten eine Reihe von Pickup Setups an, die dich deiner Soundvorstellung näher bringen könnten.
Letztlich ist aber auch das Holz der Gitarre und das Setup der Hardware mit ausschlaggebend für den Klang der Klampfe.
Insofern ist deine Frage nicht so einfach zu beantworten, da letztlich auch dein Geschmack die Auswahl des Setups bestimmen wird - denn eins ist wohl unzweifelhaft: Knopflers Ton kommt vornehmlich aus seinen FINGERN!!;)
 
Hab in allen Gitarren ausser einer Doppelhals Huber die Häussels letztlich wieder
rausgemacht, weil sie mir persönlich zu "deutsch korrekt " klingen - oder um´s anders auszudrücken: zu steril(?).
Bitte versteh mich nicht falsch: Harry Häussel baut wirklich tolle Tonabnehmer - und viele deutsche GItarrenbauer wie Huber, Oliver Baron (Helliver) oder Frank Hartung schwören drauf.
Trotzdem gefallen mir persönlich Wofgang Damm´s 59 Cross Point Set oder v.a. David Barfuss´ Patent Applied For Set besser.
Entscheiden musst Du letztlich selber....:redface:

PS.: Vielleicht liegt Barfuss auch einfach näher an Polsfuss....:D
 
Hallo Leute,
ich habe Mark Knopfler vor nicht allzu langer Zeit in der damals noch Köln Arena heißenden Halle gesehen. Er spielte 2 dieser sündhaft teuren Trainwreck Express Nachbauten, deren Hersteller mir gerade nicht einfällt. Die Teile standen auf entsprechenden 4 x 12er Boxen. Ich muß sagen, das der Sound mit seiner 59er Reissue Les Paul gigantisch gut war. Das Original hat er wohl zu Hause gelassen. Was mich allerdings wunderte war der relativ hohe Zerrgrad. Ich war von Dire Straits nur einen semicleanen Stratsound gewöhnt. Was ich da live hörte ging schon eher in Richtung Gary Moore.
Jetzt aber zu deinen Pickup Problemen: Ich befürchte, dass eine Les Pual Classic mit relativ starken Keramikmagnet PUs ausgestattet ist (500T und 498R), die sich eigentlich für eher vintage orientierte Sonds nicht eignen. Sollte deine LP allerdings mit 490T und 490R ausgestattet sein wäre die Gitarre schon so nahe am Original, dass ich keinerlei Umbau mehr vornehmen würde. Ich habe in meiner 95er LP Standard diese PUs serienmäßig verbaut gehabt. Eigentlich gefiehl mir der Sound so weit ganz gut. Allerdings wurde ich dann von einem starken GAS Anfall infiziert, der dazu führte, dass ich insesamt 14 veschieden Pärchen von edlen und edelsten PUs eingebaut habe. Na ja, kurz und gut: ich habe jetzt Gibson Burstbucker 1 und 3 instaliert, die von David Barfuss überarbeitet wurden. Die sind wirklich gut; aber ob sich der Aufwand gelohnt hat wage ich doch zu bezweifeln, denn wie sich abschließend heraustellte sind die 490T und 490R ganz hervorragende PUs, die locker viele dieser sog. Boutique PUs in den Schatten stellen. Fazit: es muß nicht immer das teuerste sein. Auf Ebay habe ich schon ein Pärchen 490T und 490R für unter 100 Euro wegehen gesehen.
 
Was für Verstärker nutzt(e) Mark Knopfler denn? Ich habe das unbestimmte Gefühl, dass der Class 5 da "der größere Hemmschuh" sein könnte... Beim testen fand ich, dass er trotz meiner PAF-Humbucker recht schnell "gecruncht" hat...

Vielleicht solltest du vor einem Tonabnehmer-Wechsel mal eine andere Gitarre (mit PAF-ähnlichen Humbuckern) an dem Class 5 testen. Wenn dich das klanglich deutlich weiter bringt auf deinem Weg, lohnt es wohl....
 
Alterntiv kann er ja mal mit seiner Classic ins nächste Musikhaus stapfen und dort Amps anspielen. Prinzipiell sei gesagt daß alles unter 20W Dir Probleme mit Knopflersound machen wird da einfach der Headroom nicht ausreicht.
Ich würde am ehesten einen Vox oder gar einen Fender vorschlagen, der neue SuperSonic 22 wäre z.B. einen Test wert. Auch wäre es ne Überlegung statt PAFs mal in Richtung P90 zu schielen, damit lassen sich noch mehr Knopflerähnliche Töne aus der Les Paul holen obwohl ja eigentlich die Strat das typische Knopflerinstrument ist...
Bezüglich Humbucker: falls Du nen extrem geilen PAF Clone haben willst besorg Dir den Wild Honey von Acys-Lounge.de ! Teuer aber sein Geld absolut wert.
 
@goofy2010

Meine Les Paul Classic hat 496R und 500T Pickups mit Keramikmagneten. Die Humbucker werde ich jetzt vermutlich als erstes einmal wechseln. Ich habe jetzt auch schon mal eine LP Standard am Class 5 gespielt. Das ist schon ganz anders. Sicher nicht in die Richtung wie ein Fender Amp (da werde ich vermutlich auch noch mal was ändern - aber nicht direkt alles auf einmal).

Die Frage ist jetzt - was nehme ich? Ich habe jetzt einmal folgende ins Auge gefasst:

- Gibson P-57 Classic https://www.thomann.de/de/gibson_p57_classic.htm
- Seymour Duncan SAPH-2S http://images.thomann.de/de/seymour..._set.htm?sid=d68222f97ede1e6e484e82a774373f6c
- 490 T / 490 R

oder etwas exklusiveres wie die Häussel?

Vielleicht erst einmal ein Standard PU wählen und dann weiter sehen?
 
Wie es sich dann am Ende anhört weiß man vermutlich eh erst, wenn es eingebaut ist.

Ich werde mich wohl zwischen dem ACL 1959 und Barfuss PatendAppliedFor entscheiden. Die beiden überzeugen mich von dem was ich bisher gefunden habe am meisten.
 
Hallo Leute,
mir ist eingefallen wie die Amps heißen, die Mark Kopfler live gespielt hat: Es waren Komet Amps bzw. The Komet! Das sind die einzigen von Ken Fisher autorisierten Trainwreck Nachbauten. Wie ein original Trainwreck Express Amp mit einer original 59er Les Paul Standard so klingt kann man sich unter http://www.youtube.com/watch?v=Y2_12Ler9B8 anhören. Alle Sounds werden nur mit den Potis der Les Paul und halt den Fingern gemacht.

Viel Spaß
 
Macht absolut Sinn, die Keramikpickups von Gibson klingen sehr "kratzig" und eher leblos, kaum ein Gibsonspieler mag sie. Da würde ich die standardmäßigen 490R/490T von Gibson empfehlen, die entsprechen den alten PAF Teilen. Wenn es am Steg noch etwas heißer klingen soll, dann 498T statt 490T.

Alternativ könnten dir die Duncan Pearly Gates gefallen, die klingen auch wie ein PAF, nur mit mehr "Rotz" in den Mitten (siehe ZZ-Top, es ist der Pickup den Billy Gibbons benutzt und entwickelt nach dem Originalpickup seiner "Pearly Gates" Paula). Ist vom Output her nicht sonderlich stark, auch gesplittet sehr schön, fast strat-ig.

Auch wenn er oft Gibson spielt, Knopfler hat das meiste mit seinen Pensa-Suhr MKII Klampfen aufgenommen (also eine Superstrat mit singlecoil am Hals). Da ist eine Gibson von der Sache her eher fehl am Platz finde ich. Es ist damit schwer einen solchen Sound zu erzeugen, der nicht zu fett klingt.
 
Ne kurze frage: Gibts es ein portal o.ä wo man pickups tauschen kann oder hauptsächlich gebrauchte PUs kaufen kann? Ich denke, dass die meisten das problem kennen, sich pickups gekauft ? Denn der PU klingt beim einen/der einen Git. schlecht, der andere/die andere git. liebt ihn… Gruss, Dirk
 
Ein Portal? Sowas wie Ebay und den MB- Flohmarkt? :)

Alex
 
....
Jetzt wo ich mich mit der Technik etwas mehr beschäftigt habe stelle ich fest, dass mein Setup dafür wohl nicht ganz optimal ist. Meine Les Paul Classic hat ja Keramik Humbucker mit einem sehr hohen Output. Ist wohl eher für ganz harte Sachen geeignet als für den warmen Sound den ich suche. Zusammen mit dem Marshall Class 5 wird es dann doch sehr schnell "dreckig" im Sound. ...

Hi.
PU-Tausch kann Sinn ergeben, muss aber nicht.
Probiere zuerst mal die Lautstärkeregler deienr Paula etwas runterzudrehen. das macht den Klang oft etwas wärmer, vor allem aber wenigger zerrend.
Genügt das nicht, reine wärmemäßig, drehe noch die Tonregler etwas runter.
Genügt das immer noch nicht, stelle die Amp-Klangregelung anders ein.

Hilft das auch nicht genug, dann käme entweder ein anderer Amp, oder ein anderer Lautsprecher, oder andere Tonabnehmer in Frage. Was der beste Weg ist? Gute Frage, ich habe da keine Pauschalantwort.
Probiere aber in jedem Fall vor dem Neukauf von Speaker/Amp/PUs erstmal das mit den Reglern an Gitarre und Verstärker hinzubekommen.
Falls es nach Reglerdreherei nicht reicht und es dann andere PUs werden sollen, schaue dir mal bei www.rockinger.de von Rockinger die AlnicoII, PAF ETC und für die Stegposition vielleicht auch den Bellbucker an.
Die sind gut und nicht zu teuer.
 
In seinem Fall machts wirklich Sinn da die 496R/500T clean echt grauslich klingen, insofern kann er für sein angestrebtes Klangbild durch den Tausch eine wirklich Verbesserung erzielen denn das Harsche kriegst Du bei diesen Tonabnehmern nur mit Vol/Tone nicht gebändigt, dazu ist einfach zu viel Magnet und Draht an diesen PUs...
 

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