ich bin high

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levidus
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hab mal ein kleines lied aus der sicht eines drogenabhängigen geschrieben.(ich gehöre nicht dazu)

jeden tag
der gleiche scheiß
jeden tag erzählt mir jemand
etwas dass ich schon weiss
jeden tag
die gleichen leute
war morgen gestern
und ist heute wirklich heute

ich fliehe
aus der realität
nach deiner meinung
kommt für mich hilfe zu spät
ich hab den draht verlorn
und schwebe durch den raum
ich hör euch drüber reden
doch es stört mich wirklich kaum

ich bin high
man könnte sagen
wirklich gut dabei
ich bin drauf
und lass dem leben
lass dem leben seinen lauf

jeden tag
komm ich für dich zu spät
jeder tag komm ich zu spät
weil mein wecker anders geht
jeden tag
der selbe alte trott
ich bin vielleicht hirnlos
doch schon lange emotionsbankrott

ich fliehe
aus der wirklichkeit
für meine nächste dröhnung
ist es wirklich langsam zeit
ich hab die suche aufgegeben
artikulier mich durch schweigen
du kannst mich gerne hassen
ich kann mich selber kaum leiden

ich bin dicht
das zeug ist nicht das beste
doch man nimmt halt was man kricht
ich bin weg
mit mir zu reden
mit mir zu reden hat kein zweck
 
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Wüstenstaub
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Heydioho


hab mal ein kleines lied aus der sicht eines drogenabhängigen geschrieben.

naja aus der sicht eines dorgenabhängigen?
meiner meinung ist dein text nicht aus der sicht eines Junkies geschrieben!

ich kann ganz genau deine "kritik" rauslesen... das gefällt mir nicht so gut!
aus dem einfachen grund weil du im "ich" modus schreibst und der passt meiner meinung nicht rein.

wenn du schon so direkt kritisierst kannst du auch genaus gut aus deinem eigen standpunkt schreiben also "jeden tag erlebst Du den selben scheiß"

wenn du aus der sicht eines anderen schreiben möchtes, solltes du dich auch "richtig" in ihn hinein versetzen...

mir fällt auf das du recht viele themen aufeinmal postest dich danach aber nicht mehr richtig dahinter bleibst und das du dich nicht weiter mit deinem liedern auseinandersetzt! (jedenfalls nicht im theater)
das find ich schade... du könntes dich dadruch bestimmt schneller weiter entwickeln



grüße
 
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Paddycore
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finds gut wenn es so im stile götz widmann vorgetragen wird...songwriter mäßig....monsters of liedermaching oda so eben^^
 
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levidus
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ich hab geschrieben ich bin kein drogenabhängiger,das heißt nicht das ich nicht mal sachen versucht habe ....
aber du hast recht ich hab die angewohnheit zu schreiben und dann alles fallen zu lassen,
aber das wird sich bald ändern da ich momentan eine band zusammen stelle!
 
antipasti
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Ich finde die Ich-Form gar nicht verkehrt.

Zum einen ist es probates Stilmittel, als Erzähler eine Rolle einzunehmen, zum anderen hat der Text dadurch weniger diesen "belehrenden" Charakter (ala "ich weiß wo es lang geht und ihr Junkies seid so dumm").

...
 
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moinsen

@antipasti
ja die ich form is nicht verkehrt... aber ich kann wüstenstaub schon verstehen.
meinste der gemeine junkie kann seine Handlungen noch richtig reflektieren.

Also mit son paar sachen hatt und hab ich auch meine erfahrungen... würd mich aber nich als junkie sehn ^^
also könnte ich das noch vertreten, auch kritik an meinem Rauschzustand zu setzen.
Nur nicht so wie levidus.
z.b. dieses emotionen tot finde ich nicht passend als selbsteinschätzung und kritik.

dass der junkie die "realität" in frage stellt find ich widerum jut.

levidus, vllt überdenkste die Anregungen von hier mal
gl hf

der dekan
 
antipasti
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moinsen

@antipasti
ja die ich form is nicht verkehrt... aber ich kann wüstenstaub schon verstehen.
meinste der gemeine junkie kann seine Handlungen noch richtig reflektieren.

Aber das genau macht es doch: er erzählt in der Ich-Forum aus Sicht eines Junkies, wie der sein Leben beschreiben würde, WENN er eben reflektieren würde, wie er außen ankommt ... dadurch bekommt das ganze einen ironischen Touch, was ich ganz gut finde...

Denn umgekehrt wäre es dann genauso "unkorrekt": würde er in der Du-Form erzählen, müsste man ihm vorwerfen: woher willstn das wissen, wenn Du gar kein Junkie bist?

Letztendlich geht es bei einem Songtext ja nicht darum, alle Betrachtungen der Wirklichkeit und des tatsächlich Möglichen mit einzubeziehen. Denn ein Songtext ist ja keine reale Biografie oder kein Dossier. Es ist die Transportation von Gedanken und Beschreibungen unter Zuhilfenahme künstlerischer Mittel. Welche er dabei nimmt, hängt davon ab, wie er seinen Song verstanden haben will und welche Mittel die Absicht am besten transportieren. Will er den Junkie im Text eher denunzieren, belehren oder ihn beschämen, wäre die Du-Form besser. Will er aber den Drogensüchtigen eher ironisch karikieren oder persiflieren, wäre die ich-Form besser.

Da ich selbst das Karikieren sympathischer finde als das Belehren, gefällt mir die Ich-Form besser. Aber das ist Geschmacksache.
...
 
willypanic
willypanic
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solide, levidus, mehr nicht in diesem Falle.
Die Ich- Perspektive ist mMn schon in Ordnung für so was, aber mach dir mal Gedanken, was du mit deinen Texten eigentlich erreichen willst. Das Talent mit Worten umzugehen, hast du ja zweifelsohne, deine Textideen sind gut. Es wird Zeit, dass Texte aus deiner Feder auch einen Henkel zum Angreifen bekommen. Für dich und deine Leser. (und demnächst hoffentlich auch Hörer)
Dieses ziellos- beliebige Betroffenmachen musst du überwinden indem du dich intensiver mit der Wirkung deiner Texte auseinandersetzt.
Wüstenstaub hat hier unbedingt recht.
Mehr Klasse statt Masse sollte dein Ziel als Texter sein.
Du willst dir selbst näher kommen über deine Texte,
deine Hörer willst du erreichen und mitnehmen, auf eine Reise in deine Gedankenwelt.
Du bist bereit, dich über deine Texte zu öffnen, du wirst angreifbar, im positiven Sinne fühlbar.
Bekenne dich zur Aussage deiner Texte, gib ihnen Henkel und Griffe zum Anpacken.
In diesem Text fehlt mir daher der ausgestreckte kleine Finger, und das letzte Zögern vor dem Abgang, wo ist die Bindung? Wo ist der Griff...

Grüße
willy

PS Suchst du einen Proberaum? (Wie du weißt, wohne ich in deiner Nähe und hätte was anzubieten)
 
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jonas krull
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ich hab absolut nix gegen die ich-form
und auch bin ich dagegen junkies einfach zu beschämen
und natürlich soll ein songtext einfach gedanken und gefühle transportieren

aber: ich würds anders machen.
ich würd versuchen mehr realität darzustellen um einfach den finger in die wunde zu drücken und zu sagen: so ist es, so seh ich es, macht euch selbst ein bild.

das ist aber meine Meinung und wenn levidus das anders macht: gerne

wollte nur ne andere sichtweise einbringen.
(und mit den anregungen meinte ich alle und nich nur meine... das klang aber auch arrogant da oben... sonst bin ich eigtl nicht so)
grüße
der dekan
 

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