Ich packe es einfach nicht... - Einstieg ins Spielen der Mundharmonika

von Saarfürst, 13.12.18.

  1. Saarfürst

    Saarfürst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.18   #1
    Hallo,

    Dies ist mein erster Post hier, habe mich sozusagen aus purer Verzweifelung registriert...
    Ich habe mit 40 Jahren angefangen, Mundharmonika zu lernen. Oder besser gesagt, ich habe vor es zu lernen...

    Nach Studium von unzähligen Tutorial Videos und Lektüre von Anleitungen bin ich kurz davor, wieder aufzugeben, der Frust ist einfach zu groß.

    Es fängt schon damit an, dass ich keine einzelnen Töne treffe... egal wie sehr ich einen Kussmund mache... es geht einfach nicht. Ich habe herausgefunden, dass ich die Töne deutlich besser treffe, wenn ich die Mundharmonika ziemlich quer halte, fast schon im 90 Grad Winkel. Ich spiele also nicht von links nach rechts, sondern von unten nach oben... das sieht ziemlich dämlich aus, und von dieser, aus der Not heraus entstandenen "Spieltechnik" habe ich auch noch nirgendwo etwas gelesen...
    Horizontal klappt es einfach nicht, egal was ich anstelle.
    Mittlerweile bilde ich mir schon ein, dass die Harp defekt ist...

    Nächster Punkt ist das Bending. Klappt zwar, aber die Töne klingen irgendwie schmutzig und matschig.

    Ich benutze als einzige Harp eine Hohner Marine Band in A. Habe mir jetzt das selbe Instrument in C bestellt, in der Hoffnung dass es irgendwie besser funktioniert.

    Würde gerne Unterricht nehmen, leider bieten die hiesigen Musikschulen nur Klavier, Guitarre etc. an.

    Macht es überhaupt Sinn weiterzumachen, wenn es schon an den einfachen Dingen hapert?
     
  2. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.12.18   #2
    Hallo Saarfürst
    Das Einzeltonspiel gelingt mir am besten mit der "Kipptechnik". Die Kanzellenöffnungen werden dabei ein wenig Richtung Unterlippe gekippt. Wenn man dabei mit den Lippen ganz entspannt ein O formt, bildet sich in der Unterlippe eine kleine Rinne. Die leitet den Luftstrom in einen einzelnen Kanal.
    Es dauert eine Weile, bis man das heraus hat. Beim Einen geht's schnller, der andere braucht länger. Wenn ich meinen Schülern diese Technik beibringe, beobachte ich sehr genau, wie sie die Harp halten und mit der Hand bewegen. Zum Teil sind es ganz winzige Korrekturen, die zum Erfolg führen.
    Vielleicht kannst Du ja mal einen Wochenendworkshop besuchen, wo man Dir ein paar Grundbegriffe beibringt. Vielleicht macht es bei Dir dann ja "klick".

    Weitermachen lohnt sich ganz bestimmt. Du brauchst nur jemanden, der Dich auf den richtigen Weg bringt.

    Wenn das Einzeltonspiel im Moment zu schwierig ist, könntest Du Dir z.B. eine Tremolo-Harp (z.B. eine Echo von Hohner) besorgen und damit ganz entspannt erst einmal das Akkordspiel üben. Auf so einem Instrument spielt man meistens in Straight Position (Position 1). Du kannst auch auf einer Bluesharp Akkordspiel in der 1. Position üben, um zu einem entspannten Spiel zu kommen. Dann experimentierst Du mit unterschiedlich breiten Mundstellungen, findest horchend heraus, ob Du Dreiklänge, Terzen oder Einzeltöne erwischt und improvisierst damit. Auf einer Tremolo-Harp liegen Blas- und Ziehtöne in separaten Kanzellen. Deshalb ist das Erwischen eines einzelnen Tones viel leichter als auf einer Bluesharp.

    Vielleicht wäre auch eine Chromatische Harp eine Alternative für Dich. Aus bautechnischen Gründen liegen bei der die Kanzellenöffnungen weiter auseinander als bei Bluesharps. Der andere Vorteil: Du kommst ohne Benden an jeden Ton ran. Kauf Dir ein gutes, dichtes Instrument, dass sich mit wenig Luftverlust spielen lässt. Dass erleichtert das Spielen lernen immens! Wenn Dein Geldbeutel es erlaubt, nimm eine Seydel.

    Gruß
    Lisa
     
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  3. Saarfürst

    Saarfürst Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.18   #3
    Hallo Lisa,

    Vielen Dank für die Aufmunterung.

    Die Technik, sie harp hinten etwas anzuheben habe ich auch schon erfolglos probiert, bin dann aber irgendwann bei meiner "Vertikalspieltechnik" gelandet...

    Tongue blocking klappt auch nicht, damit treffe ich überhaupt keine Töne, im Gegenteil, ich komme noch mehr durcheinander beim Spielen...

    Werde mich mal in die von dir angesprochene Akkordspieltechnik einarbeiten und dann langsam versuchen, darauf aufzubauen.

    Auch die anderen von dir vorgeschlagenen Mundharmonika Varianten scheinen sehr interssant zu sein.
    Dummerweise habe ich mir jetzt eine weitere Marine Band bestellt, diesmal in C.
    Mit der jetzigen A-Variante klingt irgendwie alles schief und Melodien nachspielen oder Songs begleiten geht auch kaum, da ich in gar nicht tief genug runter komme in vielen Fällen.

    LG

    Tim
     
  4. Shubidu

    Shubidu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.18   #4
    Moin Saarfürst...darf ich mal fragen, wie lange du denn schon mit einer harp übst??
     
  5. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 14.12.18   #5
    Hallo Tim
    Es wäre wirklich das Sinnvollste, wenn Du zu einem Workshop fährst, wo sich jemand Deine Spieltechnik ansieht und Deine Fehler korrigiert. Wenn Du nichts in der Nähe findest, suche nach Wochenendangeboten. Am besten kann Dir geholfen werden, wenn Du Einzelunterricht buchst.

    Wenn Du mit dem Einzeltonspiel so gar nicht zurecht kommst, könntest Du auch zu ganz anderen Modellen greifen, die Dir das Einzeltonspiel erleichtern. Hier >klick< habe ich beschrieben, wie der Tonraum der kleinen Speedy als Ausgangspunkt für das Spiel auf verschiedenen Harptypen genutzt werden kann. Eigentlich wurde die Speedy für Kinder konzipiert. Jedoch berichteten mir wiederholt Erwachsene, wieviel Spaß ihnen dieses kleine Ding macht und wie die Speedy ihnen mit ihren großen Kanalabständen den Einstieg in das Einzeltonspiel erleichterte.

    Gruß
    Lisa
     
  6. kabeem

    kabeem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.18   #6
    Hi,
    manchmal gibt es auch an den Volkshochschulen Einsteigerkurse. Vielleicht schaust Du da auch mal nach.
     
  7. MichaHH

    MichaHH Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.18   #7
    Moin,

    nur mal so ... weil dann klickte es bei mir:

    Locker lassen... und evtl. auf dem Rücken liegend, auf dem Sofa... ganz locker ATMEN. Dann ist evtl. alles im Gesicht Beteiligte auch lockerer ... und irgndwann klappts. Am Material liegts meistens nicht.

    Dranbleiben!

    Micha
     
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  8. Handimen

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    Erstellt: 14.12.18   #8
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  9. hermanson

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    Erstellt: 15.12.18   #9
    Hallo Tim,

    ich war dieses Jahr auch bei einem VHS-Kurs von Didi Neumann. Hier mal seine Angebote. Vielleicht ist ja auch in deiner Nähe ein Kurs.

    https://www.didi-neumann.de/unterricht/aktuelle-kurstermine/

    War zwar etwas chaotisch, aber hat Riesenspaß gemacht.

    Das von dir erwähnte Schrägstellen (ca. 45°) der Harp beim Spielen zeigt er übrigens als alternative Spielhaltung. Einige Teilnehmer sind damit auch besser zurechtgekommen.

    Nicht aufgeben. Gut Ding will Weile haben oder zu schnell geschlagene Milch kann keine gute Butter geben.

    Gruß Hermanson
     
  10. Saarfürst

    Saarfürst Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.18   #10
    Hallo euch allen, Vielen Dank für eure Unterstützung.

    Ich spiele noch nicht lange. Etwas über 2 Monate :)

    Mittlerweile schaffe ich es vereinzelt, einzelne Töne sauber zu treffen, indem ich die oben angesprochene Kipptechnik verwende, dabei muss ich die Harp leicht auf die Unterlippe pressen. Der Tonwechsel gelingt mir allerdings so gut wie nie... kommt vielleicht noch.
    Akkorde hingegen sind halbwegs brauchbar, aber das switchen ist auch hier noch so eine Sache.

    Habe mich auch über VHS Kurse informiert, Hier im Saarland leider Fehlanzeige...

    Allen ein Schönes Wochenende

    Tim
     
  11. Jed

    Jed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.18   #11
    @Saarfürst , die Antwort auf Shubidus Frage würde mich auch interessieren. Ebenso die Frage, was du in den letzten 40 Jahren für Musik gemacht hast. Erst dann können wir gezielt nach einer Lösung für dich suchen.

    Aus dem, was du bisher gepostet hast, kann ich nur eine Vermutung anstellen: nämlich dass du versuchst zu laufen, ehe du gehen kannst.

    Denn der Anfang bei der Mundharmonika ist denkbar einfach - man klemmt das Ding zwischen Ober- und Unterlippe und atmet ein und aus. Schon ein kleines Kind merkt, dass ein- bzw. ausatmen verschiedene Geräusche erzeugen, ebenso das linke bzw. das rechte Ende des Instruments. Recht bald kann man diese verschiedene Geräusche gezielt abrufen, um in etwa eine bekannte Melodie anzudeuten, und nach einer Weile kann man bekannte Melodien erkennbar vorspielen.

    Und DANN kann man an Einzeltöne, Bending, Tongue-Blocking etc. denken. Und wenn das klappt, dann kommt das Nachspielen von Profiaufnahmen.

    Cheers,
    Jed
     
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  12. Saarfürst

    Saarfürst Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.18   #12
    Wie gesagt, ich spiele seit etwas über 2 Monaten.
    Die letzten 40 Jahre habe ich kein Instrument gespielt, lediglich als Kind mal ein paar Klavier Grundkenntnisse erlangt.

    Das "Problem" ist die überwältigende Flut an Informationen im Netz... Adam Gussow und Co... ob handele mich von Video zu Video, aber so wirklich weiter komme ich dadurch auch nicht. Es ist wirklich so, dass ich verdammt ungeduldig bin und es gar nicht schnell genug gehen kann. Da das Projekt Selbststudium und Learning by Doing nicht den gewünschten Erfolg bringt, muss halt eine Alternative her...

    Immerhin habe ich mir den Anfang der Nationalhymne schon selbst beibringen können. Zwar nur in Form von Akkorden, aber ich erkenne es wieder :)
     
  13. Moti Vation

    Moti Vation Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.18   #13
    Wie heißt es so schön: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

    Ich fürchte, du wirst keine Ausnahme sein. Ich habe auch vor gut 2 Monaten angefangen, allerdings mit Altflöte und Tin Whistle. Mit der Flöte komm ich ganz gut zurecht aber um der Whistle ansprechendere Töne zu entlocken dauert. Vor allem weil sie in der oberen Oktave sehr laut ist und ich Mitleid mit Hund und Nachbarn habe. Es hat mich gut 4 Wochen gekostet um das D zu treffen und mich mit dem Klang anzufreunden. Ich nehm sie teilweise zum Gassi gehen mit, da kennt mich keiner (außer andere Hundebesitzer) und ich traue mich auch mal kräftiger zu pusten. Dann klappt das auch mit der Oktave. Inzwischen komm ich fast unfallfrei zum B. Allerdings nur draußen, drinnen hab ich noch das Gefühl das Dach fliegt weg. Ich hatte das Glück sehr hilfreiche YouTube Tutorials sowohl für Flöte als auch Whistle zu finden, das hat mir extrem geholfen. Vielleicht hat jemand ja noch einen Tipp für gute Videos für dich im stillen Kämmerlein.
    Nicht aufgeben, das wird schon.
     
  14. Shubidu

    Shubidu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.12.18   #14
    Ja gut.....2 Monate für ein Instrument ist schon sehr sehr wenig und du musst einfach Geduld haben. Vielleicht übernimmst du dich ja ein wenig mit Beispielen aus dem Netz??
    Wie schon vorher erwähnt, " es ist noch kein Meister.....usw." Deine Ungeduld glaube ich dir jedenfalls...nützt aber nix.
    Übe tgl. und lass dich beraten und in einem Jahr oder so bist du sicherlich weiter....ein wenig :hat:
     
  15. Bernd11061947

    Bernd11061947 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.19   #15
    Ich bin knapp 72, habe mi 8 Jahren meine erste Muha zu Eeihnachten geschenkt bekommen und habe dann in meinem späteren Leben alles bis zur großen Tremolo Echo und Comet Wender in C und G leidlich gespielt- 2014 Hab ich mich mal beie einem Trikertreffen zu ein paar Gitaristen gesetzt und habe bald gesehen mit Cund G oder A und F war ich bald am Ende. So kamen meine Ersten Bluesharps ein Satz Seydels Blues Sesson bestellt bei Thoman, jetzt hatte ich C D E F G A B und Bb. Um so öfters ich mich irgendwo dazu setzen durfete um so mehr entdeckte ich meine Mangos. Allein am Lagerfeuer viel mir das gar nicht auf, auch wenn wer mitgesungen hat, die sangen ja was ich gespielt habe.

    Einzeltöne waren für mich ein Fremdwort. Eines tages kam mein Freund Peter, der schon ein langes Leben als Rythmusgitarrist unterwegs ist die Hurricanes Herrenberg damals mitgegründet hat un Heute mit Roger Dorn zusammen Karo As und Alb- Dudler macht.

    Dem schellten die Ohren und plötzlich kam er mit eine,m Flyer an: Bluesharp für Beginner ohne Voraussetzungen Leiter Ralf Brendle beim Harmonica Club Jettingen vor den Toren Stuttgarts.

    Dort lernte ich mit System 2 1/2 Workshops , dann gab ich auf , weil ich nicht so der Bluser sondern mer der Liedle Spieler war, das sagte er mir auch und bat mich aber weiter zu machen, das tue ich bis heute.

    Zur Zeit mache ich den Einsteiger Bluesharp noch einmal , mein Vorteil, Einzelton und einfache Bends sind kein Problem, habe auch gelern, dass Pausen auch Musik sind und habe mir als Ziel gesetzt, bis das Jehr zu Ende geht, Blues Scales vorwärts und Rückwärts mit Einzeltönen, ich spiele abgedeckt oder Tonque blocking sauber hin zu bekommen.

    Da ich aber aus einem satz herau nach der richtigen Muha greifen will, muss ich ein wenig Noten kennen.

    So C hat kein Vorzeichen, D hat 2 ## G hat 1 #, A hat ### bb ist Tonart Bb. weist Du das nicht , sind wenn Du Unterhaltung machst, die andern auf Vers 3 und Du suchst noch die passende Muha.

    Um dem zu entgehen, mache ich gerade den Chromonika Einsteiger Wo wir gerade sauber Einzetöne Üben müssen, das kann ich ja ber trotzdem bemerke ich , dass ÜBEN TALENT auf die Dauer schlägt.

    Am schmutzigen Donnerstag, habe ich mit meinem Musiklehrer und meiner Frau an der Mandoline einen Kappenabend gespielt, da bin ich in den C Liedern auf die 12 Kanal Chromonika umgestiegen, weil meine Bends auf Kanal 1 nicht so kommen wie ich das gerne hätte und die Chrom, ja da alles hat.

    Meine Frau und üben jeden Tag, Anne Akkordeon, ich Muha zwischendurch fürs Seniorenheim altes deutsches Liedgut, alle 14 Tage und freuen uns wenn wir immer wieder die Leutchen zum Singen motivieren können

    Das war meine Geschichte die jedem Einsteiger mut machen soll. Ein Muha Club macht es einfacher und jeder findet dort Leute die auf der selben Stufe stehen, oft werden die zu Freunden oder wenigsten Musikkameraden. Nach einem Jahr durften wir schon beim Konzert mit The Rose die Zugabe spielen, das war ein Erlebnis.

    Als unser Lehrer plötzlich aaus dem Kopf ein Walzer und ein Marsch Medley anzog mit Titeln wie ein kleiner grüner Cactus, und ich sofort eingestiegen bin, hat er sich schon ein wenig gewuindert. Aber erkonnte ja nicht wissen , dass ich das ganze alte Zeug vom Gesangverein her kannte.

    Zum Schluss sich nicht mit ÜBEN Quälen sonst legst Du sie bei Seite und hörst irgendwann auf . 3 oder 4 mal am Tag 10 Minuten sind besser als einmal am Samstag 2 Stunden um Frust und Abbruch.

    Online Lessons sind nicht schlecht, aber wer das in so kurzer Zeit inne hat, hat meines erachtens keine Hilfe gebraucht

    Ganz liebe Muhagrüße Bernd.
     
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  16. Mecky

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    Erstellt: 24.12.19   #16
    Ist zwar schon länger Ruhe in diesem Thema, möchte aber trotzdem dazu mal etwas loswerden.

    Vielleicht kommt von @ Saarfürst ja auch noch mal eine Rückmeldung darüber ob sich für ihn nach
    über einem Jahr Erfolge im Einzeltonspiel eingestellt haben.

    Der ewige Kampf mit dem Einzeltonspiel:

    Ich habe keine Ahnung wie viele Möglichkeiten- Hilfen- Ratschläge- usw. es geben könnte wodurch für so manchen ein treffsicheres Einzeltonspiel von Erfolgen gekrönt sein könnte. Ich habe mitunter den Eindruck das nicht wenige sich in der Tat übernehmen- sich selbst unter Druck setzen- weil allzu gerne, die Messlatte an dem gesetzt wird, was das Netz mittlerweile so bietet.

    Nicht nur für Mundharmonika, für nahezu jedes Musikinstrument stehen Videos bereit, wo Spieler auf einem Niveau von akrobatischen Fähigkeiten zu sehen- und hören sind. Wenn sich daran Einsteiger „hoch ziehen“ und ernsthaft meinen- glauben-, sich nach kürzester Zeit- zumindest Ansatzweise- auf ein Wunsch- Fantasieniveau geschaukelt zu haben, sind das m. E. die Wurzeln für gewisse Misserfolge, die nicht selten zum Aufgeben des Ganzen führen.

    Ich selbst kann mich so gut wie nicht erinnern wie ich was- gemacht oder nicht gemacht habe.
    Das was meine eigenen- sowie auch die Ohren der Zuhörer erreichte, muss wohl schon in meinen Anfängen vor vielen- vielen Jahren, so gewesen sein das ich nie den Mut verlor immer weiter zu üben. Ich spielte schon Mundharmonika noch bevor ich in die Schule kam.

    Von Anfang an kannte ich nur die chromatische 16- Loch Mundharmonika von meinem Vater. Internet mit Videos in denen hochkarätige Spieler ihr Können zeigten gab es damals nicht und live kannte ich „nur“ das was ich mir von meinem Vater aneignen konnte.
    Ich kannte nicht einmal den Ausdruck „Einzeltonspiel“. Ich versuchte das nachzuspielen was Vater- Mutter- Oma- usw. sangen, nicht zusammen eher einzeln. Da einer allein auch „nur“ einstimmig sang, war mein Spiel dem angeglichen.
    Eine Art von Selbstbegleitung durch „Zungenschlag“ kam dann auch noch dazu.

    Zum Einzeltonspiel:
    Ich kenne Spieler die versuchten alles Mögliche um einzelne Töne zu treffen.
    • Nachbarkanzellen zuhalten-
    • Lochstreifen auf die Kanzellen legen-
    • Kussmund in allen Variationen-
    • Mundharmonika kippen-
    Egal was, die Erfolge hielten sich in Grenzen und wollten sich nicht so recht einstellen. Manche gaben auf, andere hielten durch.
    Irgendwann kam es dann wie von selbst das es klappte mit den Einzeltönen. Selten konnte aber jemand erklären was genau zum Erfolg führte.

    Ich selbst spiele nie mit „Kussmund“ um Einzeltöne zu treffen, ich Spiele fast nur im „Breitmaulmodus“. Den Luftkanal steuere ich mit meinen Wangen im Mundraum.

    Also liebe „Einsteiger“ lasst euch, besonders in euren Anfängen nicht verrückt machen.
    Es mag sie geben, aber ich kenne niemanden dem seine Erfolge einfach so zugeflogen wären. All das was theoretisch leicht und locker aussieht / anhört,
    setzt nicht selten für die praktische Umsetzung einen langen- steinigen Weg voraus.
    Schätzt euch glücklich wenn euer Weg das Ziel ist.


    In diesem Sinne alles Liebe und Gute und ein frohes Weihnachtsfest 2019 wünsche ich allen.
     
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  17. Bernd11061947

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    Erstellt: 24.12.19   #17
    Eigntlich ist mir nur kämpfen aus dem letzten Thread übrig geblieben und Seydel oder Marine Band es ist schade, aber als

    Punkt 1 Üben kommt vor Talent,

    Punkt 2 wieso mit der Chrom anfangen, wenn du diese ohne Schieber spielst ist es auch eine normale C. mit dem unterschied, dass Bendings mit einer Chrom nur sehr begrenzt gehen

    Ich spiele Zungenblock. Deshalb habe ih jetzt noch einen Kurs für Anfänger gemacht um Spitzmund zu lernen, weil verschiedene dinge damit besser gehen, als beides ist besser.

    Warum fängst Du nicht mit der Melody Star einteiger fü 12 Euro an, die hat einen Kanzellenkörpe mit führung, wi deine Zungespitze drin läuft und eine Wölbung an jedem Kanal, die Du mit der Zunge fühlen kannst, wenn Du damit übst, triffst Du bald Einzeltöne, jeden tag spielen und wenn es nur die tonleiter rauf und runter ist, dass Duirgendwann saubere Töne anspielen kannst, dann kannst Du auf der C Kanal 4 mit iuuuuuuuui versuchen die Zunge , wie wenn Du Rauch sagst oder einen tiefen Ton pfeifst mehr in den rachen fallen lassen kannst, dann is I der Grundton U beim ziehen wird tiefer Zunge in normal position I ist wieder Grunbdton wenn du das ganz langsam schaffst immer wieder übst und schneller wirst und nicht kämpfst hast Du einbe Chance. Ansonsten bist du auch einer von denen der irgenwann leider auf gibt. Ein Workschp Crush Kurs denke ich wird Dir so nix bringen. Ausser Kontakte mit denen Du gemeinsam üben kannst. Schau Dir mal dieMelody Star an den Blauen Kanzellenkörper, damit lernt man als einsteiger.
     

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  18. Mecky

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    Erstellt: 25.12.19   #18
    @ Bernd11061947
    Auf wem- oder was- beziehen sich deine Ausführungen?
     
  19. Mecky

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    Erstellt: 25.12.19   #19

    Für den einen oder anderen Möglicherweise ja, aber generell finde ich nicht das Einsteiger explizit bestimmte Mundharmonika Modelle ans Herz gelegt werden sollte.
    Wichtig wäre m. E. das Einsteiger über gewisse Tonanordnungen der verschiedenen Modelle Bescheid wissen sollten, sowie darüber das sologestimmte- und chromatische
    Mundharmonikas sich nur sehr eingeschränkt für mehrtöniges Spielen eignen.

    Ob man das Einzeltonspiel mit einer Solo- oder chromatischen Mundharmonika schnelle- besser- leichter- erlernen und beherrschen könnte als mit einer z. B. Bluesharp weiß ich nicht aber ich könnte es mir vorstellen.
     
  20. Bernd11061947

    Bernd11061947 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.12.19   #20
    Frohes Fest.

    Auf das Einzeltonspielen, ist doch wenn ich es richtig gelesen habe dein momentanes Problem.

    Wenn Du dir die Melodie Star anschaust. hat deine Zunge eine Führung oben und unten, die Position, für den Zunmgenblock ist eine vertiefung.

    Mit deiner Spielweise wie du sie beschriebst, ist es sehr schwierig den Luftstrom exakt so zu lenken, dass du nicht den Kanal links und rechts noch mit nimmst.

    Ich spiele ja aus Jux manchmal die Little Lady , das bedurfte aber schon erheblich Übung de einen erkennbaren einzelton hin zu bekommen.
     

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