IEM Funk-Antenne im Rack?

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Mr. Pickles

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Moinsen alle zusammen.

Mein IEM Rack ist fertig.
Die Antennen der Funksysteme liegen standardmäßig auf der Rückseite bieten aber auch die Option diese vor in die Rackblende zu verlegen.

Tests in den eigenen 4 Wänden haben ergeben, dass ich bei Antennen innerhalb vom Rack locker 10 Meter Reichweite habe (auch durch Wände) eingeschaltet waren dabei W-Lan Steuerung für XR18 über Fritzbox, W-Lan Kopplung Notebook auf XR18, beide IEM Funken und eine Gitarrenfunke auf 2,4 GHz.
Eine auf die Frontblende verlegte Antenne hat keine wahrnehmbare änderung gebracht. Live werde ich realistisch gesehen bis max. 8 Meter vom Rack entfernt sein und die Tests haben auch keinen wahrnehmbaren Unterschied gemacht. jetzt würde ich zum Schutz der Antennen natürlich die Antennen lieber im Innenraum vom Rack haben.


so jetzt die Frage aller Fragen:
Kann ich mit innenliegenden Antennen jetzt auch auf die Bühne, oder gibts da dann in der Livesituation ein böses Erwachen durch irgendwelchen Krams den ich gerade nicht auf den Schirm habe?

Grüße Sebi
 
siebass

siebass

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moin,
ausprobieren!
neue bühne, neues glück :)
genau so läuf es bei mir. etliche gigs ohne probleme.
horst
 
Y

yamaha4711

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Für einen unbedarften, nur-Anwender mag es simpel sein: Ist doch egal wo die Antennen sind und wie diese ausgerichtet sind. Bei mir zuhase hat es funktioniert.

Leider ist es nicht so einfach. Man eroiere daher folgende Punkte

1. In welchem Frequenzband ist man unterwegs?
2. Wieivele Kanäle dieser Anwendung sollen/müssen zeitgleich betrieben werden?
3. Wieviele andere Anlagen für andere Anwendungen (dazu zählt auch WLAN, Intercom, Betriebsfunk, etc.) werden regelmässig mit diersem Setup zeitgleich betrieben?
4. In welchem Frequenzbereich liegen die anderen Anwendungen, welche zeitgleich betrieben werden?
5. Gibt es neben den Sendern auch Empfänger und umgekehrt, welche in räumlicher nähe zueinander stehen?
6. Soll die Anwendung ausfallsicher sein bzw. wie wichtig ist ein möglichst störungsfreier Betrieb oder anders ist es egal, wenn hier und da mal der eine oder andere Kanal ausfällt oder zickt?

Es gilt immer: Die sicherste Verbindung zwischen zwei Geräten ist eine Leitung.

Da es sich um die Sendeeinheit (ist ja IEM) handelt, ist eine nicht optimale Abstrahlung der Sendeenergie erst mal quasi sekundär und damit können die Antennen auch innerhalb des Racks nach hinten in irgendeine Richtung platziert werden. Man sollte allerdings ab 4 IEM Sendern über einen Antennenkombiner nachdenken. Man tut sich damit nur einen Gefallen, da es ab 4 eben technisch mehr als sinnvoll ist.

Eine Antenne, welche frei abstrahlen kann, wird auch immer die qualitativ bessere Performance bieten, da einfach mehr Sendeenergie frei abgegben werden kann. Das kann manchmal das Zünglein an der Waage sein, vor allem wenn die Empfangsseite nicht über gute bis sehr gute HF Module (Trennschärfe, Filter usw.) verfügt. Gerade bei günstigeren Geräten wird vor allem an dieser Stelle gespart.

Des Weiteren sollte man über sogenanntes Back EMF nachdenken bzw. über die Rückeinstrahlung der abgestrahlten Sendeengergie in den Sender. Wenn die Antenne ihre Sendeenergie eben nicht optimal abgeben kann, dann wird ein Teil der Energie wieder in den Sender selbst zurück reflektiert, was innerhalb des Senders zu diversen Probleme führen kann. Daher ist es immer ratsam einer Antenne eine optimale Abstrahlung zu ermöglichen, damit eben die Energie frei in alle Richtungen oder bei Richtantennen in deren Vorzugsrichtung abgegeben werden kann.

Ich würde daher anraten die Antennen nach vorne zu verlagern und dort eben entsprechend ausrichten. Der Aufwand ist minimal und man hat zumindest eine mögliche Performancebremse gelöst.

Für Empfagsantennen im überigen ist es meiner Meinung nach zwingend notwendig und auch die richtige Ausrichtung sei hier zu beachten, vor allem bei Diversitysystemen.
 
netstalker

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Dazu kommt, dass die 2,4GHz Sender/Empfänger Pfennig-Schüttware sind und damit alles andere als trennscharfe, intermodulationsfeste Geräte.
 
Liceo

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Vielleicht noch ein Tipp am Rande: WLAN am besten nur im 5GHz Band betreiben und das 2.4GHz Band deaktivieren. Sollte auf diese Distanzen und auf Sicht kein Problem sein.
 
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Mr. Pickles

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danke für die vielen Hinweise.

Da die nächsten Auftritte sehr kleine Bühnen sind und nicht viel dran hängt werde ich es glaube ich mal testen, zur Not lege ich die Antennen dann halt noch vor.

Den Router kann ich leider nicht auf 5GHz umstellen.
 

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