Baubericht/Vorstellung IEM Rack

von Sebi Knetzgore, 07.05.19.

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  1. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.19   #1
    Einleitung
    Nachdem ich vor allem im deutschsprachigen Internetz nur wenige Anregungen zu IEM Racks gefunden habe und mir da mehr gewünscht hätte stand für mich fest, dass ich meines mal vorstelle, evtl. kann sich jemand hier nochmal Ideen abholen. vorab schonmal sorry für meinen langweiligen Schreibstil, die Rechtschreibfehler und schlechten Fotos :D
    Ich hoffe dem ein- oder andern hilft der Baubericht/Vorstellung, viel Spaß beim durchstöbern.

    Meine Frau und ich sind aktuell in 2 Projekten involviert, d.H. das Rack muss für uns beide Plug&Play aufgebaut sein und auch Anschlüsse für alle anderen Beteiligten der Projekte zu bieten. Über die Eingebauten IEM Systeme können 4 Mono-Mixe via Funk und 1 kabelgebundener Stereomix realisiert werden. Einen weitere Stereo, bzw. 2 Monowege kann man separat noch anschließen, somit kann das System für alle Projekte von meiner Frau und mir verwednet werden.

    "Planung":
    Zuerst habe ich die Höheneinheiten (HE) der vorhandenen Komponenten zusammengerechnet, dann überlegt was zusätzlich noch rein muss uns und wie viele HE noch benötigt werden, zum Schluss nochmal 2 HE Reserve eingeplant und dann langsam mal angefangen. wichtig war mir in jedem Fall eine möglichst hohe Flexibilität und möglichst wenig Platzbedarf. Rausgekommen ist ein 12HE Rack:

    Übersicht.png

    Übersicht der Komponenten:

    FrontBack
    IEM "t.bone IEM200"Buchsenleiste
    IEM "MEI 1000 G²"Steckerleiste
    2HE RackablageRackmixer
    2HE Rackschublade
    2HE XLR Splitter (2 Stück Behringer MS8000)Intern
    1HE XLR Link Out (Output vom Splitter Kanal 1...16)Router (Alte Fritzbox)
    1 HE XLR Leiste Aux 1-6 und Main OutSteckerleiste 3 Fach


    Bauphase:

    Hier habe ich leider nur eine unvollständige Sammlung an Fotos, aber das wichtigste ist dabei ;-)
    Wer sich den Aufwand mit dem Löten sparen möchte kann auch Durchführungen von Neutrik und Patchkabel holen, wird aber teuer ^^
    Den Router und die 3-Fach Steckerleiste habe ich direkt an die Rackwand links und rechts montiert, detailfotos vom Einbau habe ich nicht, man sieht aber die Platzierung der Komponenten auf den Fotos hier. Steckerleiste und Router sind verschraubt, da ich einem Klebeband nicht dauerhaft traue :D

    Die AUX- und Main-Out Leiste:
    Um die Oben erwähnte Flexibilität zu gewährleisten habe ich für die Ausgänge AUX1 - AUX6 Umschalter eingebaut.
    - Schaltstellung 1: Aux geht vom Pult zum Schalter an der 19" Blende und von dort im Rack intern auf die Funkstrecke
    - Schaltstellung 2: Aux geht vom Pult zum Schalter und von dort auf den XLR Ausgang.
    Sinn der Übung ist dass man beim verwenden von externen Geräten einfach einen Schalter umlegt anstatt mit Patchkabeln irgendwas rumzustecken. Die 3 Schwarzen Kabel sind jeweils 2*2*0,14 paarweise geschirmt und gehen auf die IEM Systeme eines davon ist nur als Reserve mit drin.

    Auxleiste.png

    Splitter und Link Out Leiste:
    WICHTIG!
    Wenn ihr live euer IEM Rack zwischen die Bühnenmikros und FOH Schalten wollt solltet ihr zwingend Splitter mit Galvanischer Trennung einbauen, normale Y-Kabel koppeln die Phantomspeisung von FOH und IEM Rack, wenn da dann irgendwo ein Potentialunterschied ist, dann kann es zu Beschädigungen kommen. Der MS8000 von Behringer ist mit Übertragern realisiert trennt somit auch eure Phantom von der FOH Phantomspeisung.


    Natürlich macht löten keinen Spaß, schon gar nicht im Rack. Glücklicherweise hatte ich noch 2 Rackschienen rumfliegen die ich genutzt habe um die Komponenten zu fixieren, somit konnte ich dann die gesamte Einheit vormontieren, verlöten und dann ins Rack übertragen.

    Splitter.png


    sooo das wars dann schon fast, weiter gehts mit der Rückseite ;-)
    hier gibts eigentlich nur 3 Dinge, das wären die Anschlussleiste
    Rackblende Back.png

    die Steckdosenleiste spare ich mir mal :D

    Mischpult
    die Winkel des XR18 lassen sich in 4 verschiedenen Positionen anbringen, das habe ich hier im Forum von dr_rollo abgeschaut, danke an dieser stelle für deinen Bericht ;-) somit kann man die Buchsen nach innen zeigen lassen was den Vorteil mitbringt, dass alles Geschützt ist.
    XR18 Back.png


    jetzt nochmal die Vorderseite, in der Schublade ist ein Schaumstoffausleger mit perforation, d.H. störende Teile kann man rausdrücken und hat somit eine Customeinlage für sein Equipment.
    Wenn man jetzt nochmal Vorder- und Rückseite vergleicht, dann sieht man dass die Schublade so angebracht ist, dass sie Ausgezogen den Platz über dem XR18 räumt, falls man also irgendwie schnell mal Hand anlegen muss kommt man somit sogar in den Kabelbereich.

    Schublade.png

    Den Abschluss macht der Rackdeckel der Rückseite, ich fand das mega geil, im Thomann Kunststoffrack sind nicht nur vorne und Hinten schienen, nein, der Deckel der Rückseite hat auch noch ein Netz mit eingearbeitet welches man als Kabelstaufach nutzen kann. Top Sache, kann man mit etwas Bastelgeschick auch in bestehende Racks noch nachrüsten :great:

    Deckel.png

    Kostenaufstellung:
    das lässt sich pauschal schwer sagen, weil die Kosten für ein IEM Rack von vielen Faktoren abhängen, ich habe einige Sachen gebraucht gekauft und bei manchen sogar auf low Budgetkrams zurückgegriffen. ich versuche es aber trotzdem:

    - Rackmixer 389,-€ (XR18)
    - Rack 85€ (Thomann Hausmarke)
    - Splitter 75€ (gebraucht)
    - XLR Einbaustecker 24 Stück / 27€ Adam Hall über Bieker Lightning (Amazon/Ebay) Tip!!!
    - XLR Male/Female Stecker über ARLI (Amazon/Ebay) sehr billig Preis zweifelhafte Qualität, nicht empfehlenswert, vor allem die Male sind richtig kacke. (20 Female und 20 Male Stecker ca.18€ d.H. 0,45€ pro Stecker)



    schon gehabt:
    - Funksysteme je 300 - xxx€
    - Rackschublade ca. 50€
    - Steckdosenleiste ca. 20€
    - Kabel Meterware
    - Headphones (ab 100€ pro Person)
    - Schaumstoff für Schublade ?? evtl 10€
    - Mikrofone Kick + Snare + 2mal Overhead ab 400€
    - Tablet (iPad neu ab 330€)
    - ...

    und halt alles was ich noch vergessen habe :D
    Also wenn euer Bestand an Material Null ist sind da ganz schnell mal 1000 bis 2000,- € zusammen, wenn man als Band zusammenlegt kann man das verschmerzen, das Plus am Sound ist es meiner Meinung nach auf jeden Fall wert, man muss in die Berechnung auch einbeziehen, dass man PA, 412er Boxen, Basstack dadurch einsparen kann.

    Grüße Sebi

     

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  2. MP_Cap

    MP_Cap Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.19   #2
    Hi Sebi,

    das sieht echt nicht schlecht aus, sehr hochwertig verarbeitet und durchdacht!
    Ich mache zufällig gerade etwas sehr ähnliches, aber mit einem leicht anderen Lastenheft: ich habe ein X32 rack, welches neben den IEM auch den FOH Mix macht.
    Witzig finde ich die Lösung des Kabelmanagements mit diesen Stahlstreben hinten an den Patchbays. Wie hast du die da befestigt? Kamen die mit dem patchfeld?

    Viele Grüße,
    Martin
     
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  3. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.19   #3
    Moin Maritn!

    Die Fangschienen habe ich selber aus Rohr-Reststücken gemacht. Einfach gebogen, abgelängt und Gewinde reingeschnitten (Rohrdurchmesser aussen 8mm / innen 4mm, glaub ich zumindest).

    Aber sowas gibts auch fertig von K&M und ist bei der Rackblende als Zubehör verlinkt, da hab zumindest die Idee her. ;-)

    Grüße Sebi
     
  4. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 20.05.19 um 18:19 Uhr   #4
    Ich hab das ähnlich realisiert, auch mit XR18 und zwei MS8000 Splittern, allerdings hab ich auf die zusätzliche XLR->FOH Leiste verzichtet, damit auch auf das Löten, und hab anstattdessen zwei 8er XLR Multicores im Rackdeckel verstaut. Ich hab das ganze auch auf 5HE untergebracht. Wäre mir sonst zu sperrig und zu schwer.
    Wie macht sich die Fritz.Box, vor allem an der Stelle, wo Du sie verbaut hast? Ich hab eher nur schlechte Erfahrung mit der Fritzbox. Diverse Verbindungsabbrüche, obwohl sie bei mir deutlich freier positioniert war. Seit dem Tipp von @netstalker mit dem Cisco Accesspoint, was ich auch umgesetzt hab, hatte ich noch nie wieder irgendwo ein Problem oder einen Abbruch.
     
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  5. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.19 um 20:17 Uhr   #5
    Verbindungsabbrüche hatte ich bisher nicht und auch sonst keine Störung.

    Getestet habe ich das System mit folgenden Funken gleichzeitig:
    Mei1000g2
    T Bohne iem200
    Line6 relaxt G50

    Dann noch
    Router zu Hause (Internet)
    Gleichzeitiger Zugriff aufs XR18 mit Laptop, Smartphone, 2 iPads und noch 1 Laptop via Kabel Lan.

    Reichweite hatte ich bis ca. 15 Meter getestet mit bis zu 3 Wänden dazwischen, ggf. gehts aber auch weiter, im Proberaum und der Wohnung war das die längste Distanz. Die kürzeste Reichweite hatte die IEM Funkstrecke, Steuerungstechnik ist also keine Schwachstelle.

    Ich weiß nicht welches Fritzbox Model du hattest, da kann man die Sendeleistung einstellen, ggf. war das bei dir zu schwach eingestellt mal schauen was die Zukunft zeigt, ich bin jedenfalls optimistisch.

    Grüße Sebi
     
  6. Sebi Knetzgore

    Sebi Knetzgore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.19 um 13:19 Uhr   #6
    Nachtrag:
    Hab jetzt erst gesehen, dass der Cisco auf 5 GHz sendet, kann zwar nicht jedes Tablet, hab aber gelesen, dass es weniger Störungsanfällig sein soll.
    Wenn man sowieso erst einen Router kaufen muss sicherlich sinnvoller als ne 2,4GHz Fritzbox wie ich sie verwende. Ich hatte die halt am Dachboden rumliegen und 0 Euro ist immer günstiger als neukaufen :D
     
  7. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 21.05.19 um 14:20 Uhr   #7
    Keine Frage. Und wenn's das tut, was es soll, ist ja alles ok. Ich hab ja nur gefragt, weil ich mit meiner ausrangierten Fritzbox - eine 7270 - häufiger Probleme habe, udn Deine denkbar ungünstig positioniert scheint.
    Ich kann auch nicht wirklich sagen, ob's am Cisco liegt, weil der aufgrunddessen, dass er für Business Use und nicht für den Heimgebrauch konzipiert wurde, in jeder Hinsicht qualitativ besser ist. Ja, der Cisco macht beides, 2,4 und 5GHz. Auf der Bühne ist 5GHz sicherlich die bessere Wahl, weil da weniger reingrätscht, und auch die Leistung höher ist, wenn auch die Reichweite etwas eingeschränkter als beim 2,4er Netz. Ich hab in einem Setup einen Cisco, der nur auf 5GHz sendet, im anderen einen, der beides zur Verfügung stellt. Mit beiden AccessPoints hab ich keine Probleme. Der andere Cisco hat einen Asus Accesspoint abgelöst. In beiden Fällen fahren wir jetzt wie gesagt super, sicher und ohne Ausfälle.
     
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