Individuelle Monitoring-Lösung - UI24R, oder doch besser was anderes?

von Gouvi, 25.05.20.

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  1. Gouvi

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    Erstellt: 25.05.20   #1
    Hallo zusammen,

    ich plane mittelfristig mir für meine verschiedenen Bands ein individuelles Monitoring-Setup aufzubauen. Dabei soll der Mix jedes Monitors auf der Bühne (Mischung aus In-Ear Monitoring per Kabel (Keys/Drums) und normalen Monitorboxen auf der Bühne für den Rest (Bläser/Gesang/Bass/Git)) vom jeweiligen Musiker individuell eingestellt und gemischt werden können, ohne dass der FOH das tun muss.

    Meiner erster Gedanke war der Kauf eines Soundcraft UI24R, über welche sich dann alle per Tablet ihren Mix zurechtschieben können. Vorteil wäre, dass ich das Ganze gleich auch noch als Audio-Interface für Homerecording nutzen kann, gelegentlich mal ein paar Live-Mitschnitte anfertigen kann und zusätzlich noch ein Pult für kleinere Gigs hätte. Allerdings ist es wohl so, dass sich dann zu den etwa 720 Euro fürs Soundcraft nochmal 500+€ für 16-Kanal Splitter + Kabel/Rackkoffer brauche, damit ich alles durchschleifen kann. Zudem weiß ich nicht wie praktikabel das Ganze ist, wenn man auf verschiedenen Anlässen auch mal eher kürzere Changeovers hat und auch oft immer wieder andere Techniker.

    Meine erste Frage wäre, ob mein Gedankengang vom Aufbau her überhaupt so korrekt ist oder ob das vielleicht sogar einfacher oder noch komplizierter ist?
    Als zweites hätte ich die Frage, ob es da eventuell auch andere günstigere oder eben praktikablere Setups gibt? Die zusätzlichen Anwendungsmöglichkeiten des Soundcraft sind zwar ganz gut und der Kauf lohnt sich dann eher, aber es wäre kein muss, wenn Anderes besser funktioniert oder deutlich günstiger wäre.

    Wichtig ist einfach nur, dass z.B der Gittarist den Mix seiner von der Technikfirma gestellten Frontmonitorbox ebenso individuell abmischen kann, wie der Schlagzeuger sein selbst mitgebrachtes In-Ear-Monitoring-Setup und dass das ganze so machbar ist, dass die Techniker nicht die Hände überm Kopf zusammenschlagen, weil ihnen das Ganze super viel Arbeit und Stress bereitet, auch wenn das alles natürlich so gut es geht im Tech-Rider beschrieben werden soll :)

    Vielleicht habt ihr da ja etwas Input oder Vorschläge für mich?

    Schon einmal vielen Dank im Voraus für Eure Antworten.
     
  2. tombulli

    tombulli HCA Digitalmixer HCA HFU

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    Erstellt: 25.05.20   #2
    dein Gedanke ist soweit richtig. Um völlig autark zu sein und für jedes FOH-System einsatzfähig zu sein, brauchst du die Splitter. Alternativ wäre nur zu Dante zu raten, aber das setzt voraus, dass das jeweilige FOH-system damit umgehen kann. Sowas ist übrigens super-praktikabel, gerade bei kurzen Changeoverzeiten - richtige Beschriftung der Kabelpeitsche aus dem Splitter für die Stagebox und ein klarer Belegungsplan für selbige vorausgesetzt.

    Ich würde dir allerdings eher zum M/X32 raten, als zum ui. Alleine deshalb, weil du das M/X32system beliebig erweitern kannst, es weit verbreitet ist - und somit richtiges Routing vorausgesetzt - mit einem Catkabel zu einem FOH-M/X32 oder wing einsatzfähig wäre.

    zudem finde ich die App - egal ob vom Hersteller oder die MixingStation wesentlich besser, als dieses Browsergedöns beim Ui.

    Wo ihr aber natürlich nicht drumrum kommt, ist euch mit der Materie auseinander zu setzen. Zu glauben, das funktioniert alles beim ersten einstecken zur Zufriedenheit, wird eher zu Frust führen.

    btw: wäre ich euer Mischer, würde ich niemandem erlauben, selbst an (der Einstellung von) Wegdes herumzuschrauben. Die Tabletlösung gibts bei mir nur für die IEMler.
     
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  3. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 25.05.20   #3
    Seh ich ganz genauso. Bei Wedges ist die Gefahr von Feedback ungleich größer als bei IEM. Und beim Mischbetrieb schon gar nicht, denn wenn ein Wedge ein Feedback erzeugt kann das für die IEM-bestückten Ohren extrem fatal enden.
     
  4. Gouvi

    Gouvi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.20   #4
    Ok Danke für das erste Feedback :) Also macht es möglicherweise gar keinen Sinn in dieser Form, da außer mir (als Drummer) und dem Keyboarder in einer meiner Bands niemand IEM nutzt und alle lieber normale Monitore nutzen. Denn so ein umfangreiches Setup nur damit ich meist alleine mein Monitoring regeln kann, macht denk ich keinen Sinn, zumindest nicht wenn es primär um individuellen Monitormix geht und nicht die anderen Funktionen des Pults.

    Gibt es da noch Tips für Setups für mein IEM alleine? Ich arbeite halt ständig mit anderen Mischern zusammen, vor allem im Coverbereich und würde einfach gern weniger abhängig von deren Monitormix sein, denn wenn der bei IEM nicht passt ist man halt sehr schnell aufgeschmissen und das bei schnellen Changeovers oder mitten im Programm ständig genau zu kommunizieren und nachzubessern, gestaltet sich oft als kompliziert.
     
  5. tombulli

    tombulli HCA Digitalmixer HCA HFU

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    Erstellt: 25.05.20   #5
    im Grunde ist es egal, wieviele User dann an einem Monitorsystem hängen, das wird nur begrenzt über die outputs des Monitorpultes. Fakt ist, du musst die (benötigten) Signale alle in das Monitorpult routen - eben am gescheitesten mittels Splitter.

    Für den Proberaum findet man sicherlich eine Möglichkeit, auch die Wedges über das Monitorpult zu steuern - live würde ich (und mfk) dazu nicht raten, gerade dann, wenn der Musiker "mal eben" etwas lauter machen möchte, dann ggf ein Feedback erzeugt und unter dem Spielen kaum die Möglichkeit findet, dies wieder schnell zu eliminieren.
     
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