InEar Monitormix (x32 Producer)

von littlebalu, 02.05.16.

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  1. littlebalu

    littlebalu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.16   #1
    Hallo Leute,

    vorab eine kurze Beschreibung meiner Band, für die ich z.Z den InEar Mix "verwalte".
    Cover Band mit 5 Musikern (3 x Gesang, 1x E-Gitarre + A-Gitarre, 1x Bass, 1 x Akkordeon + Keys, 1 x Schlagzeug, 1 x Steierische Harmonika)
    Musikrichtung ist hauptsächlich Rock/Pop, Top 40, Schlager, "Heavy Volxmusic" aber alles sag ich mal sehr rocklastig und halt auf Vollgas Stimmung ausgelegt :D

    An Equipment nutzen wir die Shure PSM-300 Reihe und als Monitordesk das X32 Producer, Hauptmischpult ist das normale X32. Die beiden sind übers Netzwerkabel gekoppelt und ein Stagebox S16 ist auch integriert.

    So jetzt zur aktuellen Situation:
    Wir waren und sind mit unserem InEar Sound eigentlich nie so richtig zufrieden, da wir keinen separaten InEar Mixer haben, weshalb ich das jetzt selbst in die Hand nehmen will und bis jetzt auch schon meiner Meinung nach ganz gute Resultate erzielt hab.
    Ich selber bin der Gitarrist, beschäftige mich aber nebenbei auch mit dem Thema Mixing etc.
    Mittlerweile habe ich es ganz gut hinbekommen, die Instrumente sauber frequenztechnisch auf dem InEar zu trennen, sodass der Bass trocken und kanckig kommt, die Gitarre mittig bei 800Hz und nicht zu aufdringlich und die Keys mit Synthisounds nicht alles komplett nierderwalzen :D
    Mein Problem im Moment sind die Stimmen...
    Die hatte ich bis jetzt betont auf 3kHz liegen und den Bass etwas rausgenommen bloß klingen die einfach zu dumpf und nicht klar genug. Ich hab aber daruaf geachtet die 3kHz bei den Instrumenten wie Gitarre und Keys etwas abzusenken um Platz für die Stimmen zu schaffen, jedoch ohne Erfolg. Ich weis es gibt kein Kochrezept für einen perfekten Mix, aber ein paar Tipps von alten Hasen, die das vllt. schon ein paar mal öfters gemacht haben, insbesondere InEar Mixing, wären wirklich hammer.
    Ich hab beim letzten Gig viel rumprobiert, jedoch einfach die Stimmen nie wirklich so hingebracht, dass sie durchsetzungsfähig und klar waren.
    Auch mit dem Akkordeon hatte ich noch Probleme.
    Gibt es vllt. ein paar Tipps, die ich beachten kann, damit mir das Leben als Frisch gebackener InEar Mixer etwas erleichtert wird :p?
    Am Equipment sollte es ja nicht scheitern mit nem eigenen X32 für den Monitormix, oder sollte da noch etwas investiert werden?

    Ich weiß, dass man einen eingenen Tonmann fürs InEar Pult nicht ersetzen kann, bloß haben wir den definitiv nicht und den muss jetzt mehr oder weniger ich darstellen, da das Producer immer in Reichweite bei mir auf der Bühne steht und die anderen Bandmitglieder recht wenig damit anfangen können in Bezug auf Bedienung, Mixing etc.

    Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Mühen :)
    Viele Grüße Marco
     
  2. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 02.05.16   #2
    Kannst Du mal die Szene vom MonitorMix hochladen und etwas genauer beschrieben was ihr da für Equipment hat, Gesangsmikros, Ohrhörer usw.
    Das ist etwas..... äh.... unterspezifiziert;-) Kannst du da etwas genauer werden?

    Grundsätzlich muss man aber sollte man sowas mit dem X32 hinbekommen ohne nochmal groß investieren zu müssen.
     
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  3. littlebalu

    littlebalu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.16   #3
    Sobald ich daheim bin, lad ich die Scene hoch ;)

    Oh ja stimmt, das war wirklich recht unspezifisch :D
    Das Hauptproblem ist die extreme Dynamik... sprich zu starkes ziehen oder drücken und man hat extreme Lautstärkesprünge im Mix. Hab hier schon versucht mit einem Kompressor gegenzuarbeiten, jedoch geht das Akkordeon dann meiner Meinung nach unter. Es fehlt einfach an Brillianz aber ich weiß nicht wie ich diese herbekomm, ohne die Stimmen und die E-Gitarre zu überdecken. Meiner Meinung nach sollte die Egitarre das mittige Fundament bilden, darüber dann das Akkrodeon mit einer klaren Brillianz ohne die Stimmen zu beeinträchtigen. Weiß aber nicht ob das vllt. die falsche Herangehensweise ist...

    Ich denke anhand der Scene kann man dann schon einige Diagnosen stellen später :D

    An Gesangsmikros nutzen wir alle das SM58 und die Hauptstimme läuft übers Sennheisser EW 100-935. Kopfhörer benutzen der Akkordeonist/Keyboarder und ich die InEars Stagediver SD-3s, unser Sänger Ultimate Ears UE-11, Bassist und Schlagzeuger spielen mit Shures der SE Reihe. Also auch hier eigentlich relativ hochwertiges Equipment...
     
  4. littlebalu

    littlebalu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.16   #4
    Ich kann die .scn Datei hier leider nicht hochladen weil sie ein "ungültiges Format" hat... Hat jemand eine Idee, wie ich die trotzdem hier hochladen kann?
    --- Beiträge zusammengefasst, 02.05.16 ---
    Ok hab sie nur in .pdf umgewandelt und schon gehts :D also wer sie sich anschauen möchte einfach bitte wieder auf .scn ändern :)
     

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  5. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 02.05.16   #5
    Ändere die Datei von .scn auf .txt und es geht. (Die Datei enthält ohnehin nur Text)
     
  6. littlebalu

    littlebalu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.16   #6
    Jop mit .pdf gings ja auch, wie oben geschrieben. Hoffe du kannst Sie jetzt lesen?
     
  7. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 02.05.16   #7
    Fangen wir mit einfachen Dingen an:
    Bei den Mikros hats Du 3kHz um +11dB aber mit einer Filtergüte (Q) von 6,7 aufgedreht. 6,7 ist ziemlich hoch. Üblicherweise verwendet mand da Werte von 0,7-2.0 frü klangformende Filtereinstellungen.
    Filter wie bei den E-gitarren (Band 1 und 2) sind bei den Frequenzen und Q-Werten eher nutzlos. Bei 800 hoch und bei 1000 runter. Das ist fast eine Nullsumme.
    Generell sind die Q-Werte zu hoch und auch die Gains zu viel, aber das kann eine Folge der Q-Werte sein, denn sonst hörst du keinen Unterschied.
     
  8. littlebalu

    littlebalu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.16   #8
    Ok vielen Dank erstmal, dass du dir die Zeit genommen hast :)
    Ich wollte mit der hohen Filtergüte vermeiden, dass ich zu viel und zu breitbandig anhebe, was ja dann z.B bei den Stimmen wieder Einfluss auf das Akkordeon etc haben würde, aber ich werde das natürlich mal mit niedrigerer Filtergüte versuchen, danke! Die Gitarre habe ich bei 800Hz so abgehoben damit sie "kerniger" klingt und wollte dann mit der Senke bei 1000Hz Platz für die Keys machen... Wie wäre die Lösung den in diesem Fall besser damit sich Keys und Gitarre nicht in die Quere kommen? Gitarre bei 800-1000 etwas anheben und dann nochmal bei ca 2kHz und die Keys eher bei 1,5-2kHz und teilweise bei ca. 600 Hz ansiedeln?

    Ich hätte dann noch eine Frage zum globalen EQ eines jeden InEar Kanals. An den hab ich mich bis jetzt nicht so recht rangetraut. Würde es Sinn machen sich erstmal paar passende Songs über Aux im InEar anzuhören und anhand dessen den globalen EQ anzupassen sodass es "geil" klingt oder davon lieber die Finger lassen?

    Was würdest du im Fall des Akkordeons machen?

    Ich weiß Fragen über Fragen aber iwie hat mich da jetzt der Ehrgeiz gepackt :p
     
  9. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 02.05.16   #9
    Generell sind musikalisch eingesetzte Filter mit geringeren Q Werten besser. Hohe Filtergüte nehme ich eigentlich nur um "Problemzonen" zu bearbeiten. Wenn zum Beispiel irgendwo sog. Raumoden mal eine unangenehme Frequenzerhöhung verursachen dann ziehe ich sie schmalbandig (mit hoher Güte) raus. Klanglich aber eher mit weniger Güte da das Signal dann gleichmäßiger bleibt.
    Bei Boxen-Übertragung versuche ich mir die 2-2,8 kHz etwas freizuhalten da hier die Sprachverständlichkeit zu Hause ist. Vor allem wenn man den Text noch verstehen soll. Bei dem Rest versuche ich immer der Funktion entsprechend die prominenten Frequenzen der Instrumente festzulegen. Generell eher etwas schlanker vom Grundsound, tiefe Mitten (so 150-350 Hz) machen da meist viel Müll, da reduzier ich alles was da nix verloren hat ohne natürlich die Wärme komplett aufzugeben. Akustikgitarren und Flächensounds können da ganz schönen Flurschaden verursachen;-) Meist bleib entweder der Bass oder der Kick da fast alleine übrig. Gut finde ich wie beherzt du zum Lowcut greifst. Das macht schon viel an Transparenz aus. E-Gitarren ziehe ich eher auch da unten raus und gebe je nach Bedarf mal um die 800-1000 rein oder auch mal um die 2 bei Solos. aber das ist jetzt FOH-Mixing-Strategie, denn ein Soloinstrument kann sich auch mal durchaus im Stimmenbereich bewegen ohne Konkurrenz zu sein. So was könnte man auch mit Effekt-Presets an der Gitarre selbst machen um die Solos durchsetzungsfähiger zu machen ohen einfach alles lauter zu stellen. Ich steh ohnehin auf Mixing by EQ anstelle stumpf die Fader rum zu schubsen. Keys leg ich unter die Gitarren rein, wobei ich dann so bei 1,5-2 entweder was dazugebe oder auch deutlich über die 3 kHz. Je nachdem was es ist. Was nervt wird weg gedreht was gut tut reingedreht.
    Ich bin ja nicht so der IEM Experte, da können andere mehr dazu sagen. Viele schwören auf Stereo-IEM (ginge das bei euch) um die wichtigen Informationen in der Mitte zu halten und den Rest etwas links-rechts zu verteilen. Bei 5 Mixes geht sich das mit dem X32 locker aus. Eventuell überlegt ihr auch mal mit der Monitor-App X32-Q zu arbeiten. auch die Mixingstation hat einen Monitor-Modus. Auch könnte man mit Hall eine Tiefenstaffelung erzielen aber das ist etwas schwierig weil jeder etwas anderes vorne haben will.

    Akkordeon ist wirklich nicht trivial, ich arbeite hin und wieder mit einem aus unserer Gegend, der hat DPA's am Gerät und da zieh ich beim Bass die Höhen ziemlich weit nach unten raus (so ca um die 3 kHz), der LowCut ist aber auch bei 100 Hz. bei 2 kHz zieh ich auch ncioh etwas raus (ich schau grad auf eine Szene der Band). Im Diskant zieh ich unten recht viel raus, geb aber bei ca 2 kHz was dazu, Ganz oben zieh ich leicht raus um dem Teil die Schärfe zu nehmen. kompressor nehm ich ganz wenig, so max. 4-5 dB GR bei Ratio 2 im Diskant, Bass gar nix. Aber der Typ spielt auch recht dienlich, der weiß genau was dem Stück gut tut und was er bleiben lassen soll.


    Meinst du Konserve? Naja, nur um dich an den Klang des Hörers zu gewöhnen, aber dann nicht mit 128kB MP3, die sind sch.... für so was;-) Mit dem X32 hast du ja eine einfache Möglichkeit des Mitschnittes. Du könntest einige Stücke von euch aufnehmen und dann ohne Instrumente mit den anderen Bandmitgliedern in aller Ruhe einen Monitorsound zurechtzimmern. Das sollte schon recht nah ans gewünschte Endergebnis kommen es sei denn ihr fahr trotz IEM auf der Bühne an die 140-150dB;-)
     
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  10. littlebalu

    littlebalu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.16   #10
    Okay das war jetzt schon mal sehr viel hilfreiche Info für mich, vielen vielen Dank!
    Dann war ich mit der Gitarre ja gar nicht mal so weit daneben :D die hat sich auch schon recht gut angehört und das sag ich als ziemlicher Perfektionist was meinen E-Gitarren Sound angeht :D ich denke da werd ich noch einiges rum probieren müssen mit den Keys und dem Akkordeon aber deine Tipps geben mir da schon eine gute Richtung :)
    Stereo können wir leider nicht fahren, da wir die Funkempfänger im MixMode betreiben und so quasi jeder nur eine Hälfte eines Stereo Kanals als eigenen Aux Weg hat aber dann halt so, dass man auch nur seinen "Kanal" hört sprich komplett auf Links oder Rechts am Empfänger. Damit haben wir uns damals die Anschaffung von 2 weiteren Sendern "gespart" was jetzt aber bei genauerem Überlegen wsl nicht so vorteilhaft war...
    Die APP Mixing Station nutzen wir alle (hab dafür extra ben WLAN Router ins Rack integriert) es geht also weniger um die Lautstärkenverhältnisse jedes einzelnen Kanals, sondern wirklich um dessen EQ/Kompressor Einstellungen.

    Zum Akkordeon will ich nur noch anmerken, dass nur die Diskant Seite bei uns abgenommen wird, da der Bass eine eher untergeordnete Rolle spielt und das Akkordeon eher das Melodie Instrument darstellt. Aber die Tipps für den Diskant kann ich ja trotzdem verwenden ;)

    Okay, ich denke ich lass dann einfach mal paar Mitschnitte von uns und paar hochwertige Produktionen von ähnlich besetzten Bands übers InEar laufen und pass den globalen EQ mal vorsichtig etwas an. Ich spiel noch nicht lange mit den Stagedivern und der extra Subbasstreiber macht schon ordentlich dampf wodurch es ab und zu etwas "dunkel"klingt. Denke aber das sollte mit nem moderaten EQ machbar sein.

    Wie schauts aus mit Gates auf den Gesangs- und Schlagzeugmikros und evtl auch Akkordeon? Mir ist aufgefallen, dass da beim letzten Gig schon sehr viel " Dreck" vom Publikum mit im Mix zu hören war... Ja oder lieber erstmal bleiben lassen bis der Rest passt?

    Auf jedenfall vielen Dank für deine Tipps, das hilft mir schon mal sehr viel weiter! :)
     
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