Instrumente aufeinander abstimmen

von Ruonitb, 29.04.07.

  1. Ruonitb

    Ruonitb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.07   #1
    Hallo!

    Bei Aufnahmen wird ja darauf geachtet, dass kein Instrument zu sehr im Frequenzbereich eines anderen Instruments liegt, da es sonst einen Soundmatsch gibt. ;)

    Sollte man das dann auch Live bzw. auf Proben mit der Band machen?

    Manche Bands haben ja einen extrem guten Livesound, andere eher nicht...wenn das nicht am Equipment an sich liegt, dann wohl doch an den Einstellungen.

    Habt ihr also eure Instrumente innerhalb der Band auf einander abgestimmt?

    Mich würde interessieren, wie ihr das gemacht habt, bzw. was zu empfehlen ist...

    Beim Schlagzeug ist das ja nicht so einfach zu verändern, daher sollte man wohl zuerst den Bass und die Bassdrum aufeinander abstimmen. Den Gitarren möglichst Mitten und nicht zuviel Bass.

    Aber wie ist das bei 2 Gitarren...also, es geht ja schon darum, die irgendwie zu differenzieren. Das passiert natürlich schon durch unterschiedliche Amps, aber wie weit darf man bei den EQ-Einstellungen gehen?

    "Darf" man z.B. einer Gitarre viele Mitten und dafür wenig Bässe und Höhen geben, während die andere wenig Mitten und dafür verstärkt Bässe und Höhen hat?
    Im Mix wird das ja ab und zu gemacht...aber geht eine Gitarre dann nicht total unter?

    Was gibts da für Möglichkeiten? Und was ist sinnvoll?


    Ich spiele in einer Band ohne Bass. Normalerweise haben die Gitarren doch wenig Bässe, damit sie nicht den Bass zudecken, aber wie ist das jetzt in meinem Fall? Kann ich den Gitarren (oder eben zumindest einer) mehr Bässe geben? (es geht hier nicht darum, den Bass irgendwie zu ersetzen...dass das nicht möglich ist, ist mir klar ;) ).


    Würde mich über Erfahrungen und Tipps freuen! :)
     
  2. Puncher

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    Erstellt: 29.04.07   #2
    Was klanglich gut im Studio ist, ist im Livebetrieb sicherlich nicht schlecht ;) Auch live ist das Abstimmen der Instrumente und das Zuweisen von Frequenzbereichen eine Sache, die guten, klaren Sound sehr wesentlich beeinflusst. Das kann man natürlich teilweise schon selber machen (also z.B. bei den Gitarren mehr Mitten, weniger Bass), ist aber auch eine Sache, die ein guter FOH-Tech macht oder eben nicht. So richtig genau kann das eigentlich auch nur am Mischpult geregelt werden, wobei ihr zumindest schonmal einen halbwegs richtigen Grundsound liefern könnt.
     
  3. TheH

    TheH Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #3
    Ich finde diese Abstimmung ist wirklich seeehr wichtig und sollte nicht unterschätzt werden. Das Publikum kann normalerweise nicht unterscheiden, ob eine Band scheiße spielt oder ob der Sound scheiße ist. Daher sollte man am besten schon im Proberaum anfangen die Instrumente so einzustellen, dass sie sich nicht zu sehr überdecken und trotzdem als Gesamtheit gut klingen.
    Mit der Bassdrum würde ich da allerdings nicht anfangen, weil deren Live-Sound zu sehr von der Art der Abnahme oder der PA geprägt ist (= FOH Mann Aufgabe). Ich finde, dass man den Gitarren und dem Bass schon etwas mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Alleine 2 verschiedene Gitarrentypen klingen aber oft schonmal ziemlich unterschiedlich. Evtl besteht bei euch dann auch gar kein Handlungsbedarf mehr.
     
  4. churchi

    churchi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.07   #4
    Also erstmal stellst du jedes Instrument am Mischpult so ein, dass es am bestmöglichsten klingt. Das mit dem Frequenzbereich bezieht sich eigentlic nicht auf die EQ Einstellungen. Wenn du die Instrumendemal am Mischpult so hast, dass sie gut klingen, dann stell die Lautstärken von allen Instrumenten so ein, dass es in Summe rein von den Lautstärken her am Besten klingt.
    So erst jetzt gehts um die Frequenzbereiche: Da gehts darum, dass ein Keyboarder oder Pianist, oder Synthie spieler in allen Frequenzbereichen spielen kann. Wenn er aber jetzt die tiefsten Tasten nimmt, dann ist er dort wo der Bass ist und dann kann der Bassist heimgehen. Denn da hat nur einer was verloren. (Ausser man stimmt es aufeinander ab, was gerade bei den beiden Instrumenten schwer is) Naja und wie macht man das mit 2 Gitarren: Grundsätzlich sollte man es eigentlich vermeinde, dass 2 Gitarren das komplett identische spielen, es sei denn es geht um Soundunterschiede (Wobei selbst da eigentlich nur selten 2 Gitarren das geliche spielen sollen)

    Naja und vom Grundaufbau her: Der Bassist geht mit der Base um den Grundbeat mit dem Schlagzeuger zu geben! Das gibt mal den Hauptgroove vor!!! (Deswegen sollte acuh ein Tastenspieler nicht so tief spielen, weil er dann leicht den Groove rausnimmt, da der Bassist einfach dann überspielt wird) Die Restlichen Instrumende machen dann entweder Unterstützungen vom Groove, oder melodien. Dabei ist drauf zu achten, das nicht (was unter vielenMetal Bands sehr schnell passiert) die Musiker der Band gegeneinander sondern miteinander spielen. Weniger ist oft mehr. Bands ind enen 3 Leute gleichzeitig Solis würgen sind meißtens nach 10 Minuten nicht merh zum Anhören

    Soviel mal zum Thema Liedaufbau und Arrangemeints schreiben.

    Nun, warum klingen manche Bands live besser, oder schlechter als im Studio?
    1. Live verzeiht viel merh! Wenn man live Fehler macht, dann fällt das kaum wem auf. Aber auf einer CD... Naja udn deswegen spielen viele Bands Live auch komplett andere Sachen als auf der CD 8Vor allem andere Solis)
    2. Im Studio kann ich Instrumente mit einspielen, die ich Live vielleicht einfach nicht zur Verfügung habe
    3. Im Studio spielen oft nicht mal die Bands selber wirklich was ein, sondern so genannte Studimusiker
    4. Live hängts viel mehr davon ab wie man mit den Leuten komunziert und wie man die Leute dort abholt wo sie stehen und sie mitnimmt dorthin wo auch immer man will, naja und das ist ganz was anderes als ein Instrument perfekt zu beherrschen.
    5. Manche Bands machen auf der Bühne so eine Simmung, dass alle voll mit gehen und der Stimmung wegen die Konzerte dann acuh gut sind, naja und die Stimung bringt man auf CDs halt nicht so rüber wie Live ;-)
     
  5. sfd

    sfd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.07   #5
    Den Thread würd ich gern mal weiter aufgreifen..wie fängt man sowas am besten an? Wie weiss wann es gut ist?
     
  6. ratking

    ratking Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 05.11.07   #6
    Naja, es ist dann gut, wenn es gut klingt :D Sorry, das musste sein - aber im Ernst, ein gutes Zeichen ist schon mal, wenn jeder sich resp. sein Instrument gut hört. Das bedeutet, dass jedes Instrument seinen eigenen Platz im Frequenzspektrum hat - überschneiden sich hier Instrumente, dann kommt der typische Proberaum-Effekt zum tragen: Alle drehen auf wie blöd, und trotzdem hör sich keiner.

    Spielt das einfach mal für alle Instrumente durch ... Versucht, herauszuhören, wo der klangliche Schwerpunkt des jeweiligen Instruments liegt. Zum einen natürlich Bass Drum und Bass aufeinander abstimmen. Hier lässt sich durch Bedämpfen der Drum viel ausrichten, im Gegenzug muss man natürlich auch am Bass-Amp die EQ-Settings anpassen. Für den Bass sind dabei gerade die Tiefmitten sehr wichtig, in den Bässen kann man dagegen ruhig etwas sachter zu Werke gehen und gewinnt dabei meist sogar noch an Druck (Bässe brauchen sehr viel Verstärker-Leistung, der Sound wird trotzdem kaum besser wahrgenommen).
    Bei zwei Gitarren sollte man auch die Sounds differenziert einstellen, also unterschiedl. Schwerpunkte setzen - dabei auch aufpassen, dass man der Stimme nicht zu sehr in's Gehege kommt! Grade bei verzerrten Gitarren: Nicht mit dem Gain übertreiben, weniger ist oft mehr. Zu viel Gain klingt einfach nur nach Matsch, richtig tighte Heavy-Sounds brauchen viel weniger Gain, als man vermuten würde! Und auf keinen Fall die Mitten vernachlässigen, dass ist der zentrale Fequenzbereich für Gitarren. Badewannen-EQ-Settings klingen zuhause im Wohnzimmer gut, im Proberaum (oder live) kacken sie schlicht und ergreifend ab.

    Im Wesentlichen geht's also darum, festzustellen, welches Instrument welchen Schwerpunkt im Frequenzspektrum einnehmen soll, das setzt man dann mit den gegebenen Einstellungsmöglichkeiten um. Dann klingt's auch bei deutlich gerinegren Lautstärken im Proberaum gut. Ggf. auch mal 'ne Probe mitschneiden und den Gesamt-Sound analysieren ... Auch für Live-Auftritte seid ihr dann optimal gerüstet, auch wenn mal kein fähiger Ton-Mensch zur Hand ist, habt ihr dann schon mal 'nen tragfähigen Grund-Sound ...
     
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