Intervalle bei Moll?

von Supra, 02.09.10.

Sponsored by
Gravity Stands
  1. Supra

    Supra Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.07.09
    Zuletzt hier:
    28.05.15
    Beiträge:
    655
    Ort:
    Nürnberg
    Kekse:
    2.063
    Erstellt: 02.09.10   #1
    Hab jetzt mal wieder ein paar Fragen zu den Intervallen.

    Seit knapp 3 Tagen befasse ich mich nun mit Intervallen und hab das inzwischen denk ich auch so einigermaßen brauchbar verstanden :D

    1) Nun ist es ja so, wenn ich es richtig verstanden habe, wenn ich zum Beispiel den Abstand zwischen C und F# wissen möchte, dann nehme ich C als Grundton und gehe die C-Dur-Tonleiter nach oben, bis ich beim F lande, also C-D-E-F... F ist mein vierter Ton also eine reine Quarte. Zum F# einen Halbtonschritt nach oben, dann ist das F# eine übermäßige Quarte. Oder vom nächsten Ton, G, einen Halbtonschritt zurück, dann ist das F# eine verminderte Quinte (die dann eher als Gb bezeichnet werden würde)?

    2) Und wenn ich jetzt zum Beispiel von E nach C möchte, dann gehe ich die E-Dur Tonleiter nach oben und lande dann beim C# als sechsten Ton, dieses C# ist dann die große Sexte. Zum C geh ich dann einen HS zurück und erhalte eine kleine Sexte. Oder ich gehe vom B aus einen HS nach vorne und C# ist dann eine übermäßige Quinte?

    Soweit alles richtig?

    3) Und, was mich noch sehr interessiert, wie ist es denn bei Moll-Tonarten? Wenn ich den Abstand zweier Töne innerhalb einer Moll-Tonleiter wissen möchte, wie schreibt man dann das? C-Dur und A-Moll beinhalten ja die selben Töne, aber in einer anderen Reihenfolge. Ist bei A-Moll dann trotzdem der dritte Ton die Terz und der sechste Ton die Sexte... etc. - oder verwendet man bei Intervallen nur Dur? Weil, hab im Web jetzt 100te Seiten zu dem Thema gefunden, aber alle beziehen sich nur auf Dur-Tonleitern, deshalb die Frage.

    Vielen Dank schonmal für jeden hilfreichen Beitrag :D
     
  2. möchtegernbach

    möchtegernbach Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.10.09
    Zuletzt hier:
    2.07.18
    Beiträge:
    402
    Kekse:
    128
    Erstellt: 02.09.10   #2
    1. ja wenn es eine verminderte quinte sein soll dann Ges übermäßige quarte Fis das hast du richtig verstanden

    3. wenn deine tonart amoll ist sei es sinnvoll auch in amoll zu denken das wäre ja irsinnig zu sagen von a bis c sei eine prim
     
  3. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

    Im Board seit:
    26.06.05
    Zuletzt hier:
    17.09.20
    Beiträge:
    1.476
    Kekse:
    4.434
    Erstellt: 02.09.10   #3
    Alles richtig - wobei deine eingeklammerte Aussage wichtig ist.

    Der Tonbuchstabe gibt immer das Intervall vor. E - C# ist die große Sexte. Sexte eben, weil es 6 Stufen sind (e f g a b c). Du kannst die Versetzungszeichen beliebig verändern, man würde es immer als Sexte bezeichnen. Wenn du das Kreuz vor dem C wegnimmst, wird das Intervall kleiner - es wird eine kleine Sexte. Wenn du noch ein b davor schreibst, wird die Sexte noch kleiner, sie ist dann eine verminderte Sexte.
    Eine Quinte wird es aber nie werden. Die reine Quinte ist von E nach B. Übermäßig wird sie, wenn du E zum Eb machst, oder B zum B#. Wenn du B# zu C umdeutest (enharmonische Umdeutung), ergibt das die kleine Sexte. Es klingt in unserer temperierten Stimmung gleich, wird aber musiktheoretisch als zwei unterschiedliche Intervalle gehandhabt.

    Intervallbezeichnungen sind eindeutig und nicht von der Tonart abhängig.

    Ja, nur ist die Sexte in Moll die kleine Sexte. A-F# ist eine große Sexte, wie du weißt. Das Intervall A-F in A-moll ist ein Halbton kleiner und demzufolge die kleine Sexte.

    Gruß
     
  4. Supra

    Supra Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.07.09
    Zuletzt hier:
    28.05.15
    Beiträge:
    655
    Ort:
    Nürnberg
    Kekse:
    2.063
    Erstellt: 03.09.10   #4
    Alles klar, hat mir sehr geholfen :great:.
     
  5. Suicide Snowman

    Suicide Snowman Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.09.09
    Zuletzt hier:
    20.02.11
    Beiträge:
    113
    Kekse:
    119
    Erstellt: 15.09.10   #5
    du kannst dich auch selbst kontrollieren und zwar folgendermaßen:

    z.b. kennst du das intervall von D zu A und willst umgekehrt A zu D wissen. Dann geht man halt die HTS ab -> dis, e, f, fis, g, gis, a. das sind 7 -> also reine quint.

    so jetzt der trick. zieh das intervall immer von neun ab. quint ist das 5te intervall -> 9 minus 5 = 4. welches ist das 4te intervall? -> die quart -> wie viel HTS hat die? -> 5. und fünf + sieben = zwölf. aha. eine oktave hat immer 12 Töne.

    intervalle gibt es in 2 formen. die, die vermindert, rein und übermäßig sein können.
    und die, die vermindert, klein, groß und übermäßig sein können.

    nach dem abziehen des intervalls von 9, musst du nurnoch die qualität umkehren.

    groß wird klein und umgekehrt. vermindert wird übermäíg und umgekehrt. rein bleibt rein. fertig.

    Du musst also immer auf zwölf kommen. das ist gleichzeitig die erklärung dafür, warum der quintenzirkel auch quartenzirkel heisst.

    anderes bsp: E zu fis -> E = prim. F = Sekund. E zu fis = 2 HTS. sekund mit 2 HTS = groß. sekunde = 2tes intervall. 9 minus 2 = 7. groß wird jetzt klein und tada eine kleine sept (11 HTS)
     
Die Seite wird geladen...