im "Frag doch mal Uli Behringer"-Thread habe ich nach der Machbarkeit bzw. Verfügbarkeit von Lightning-HW als Erweitung für das iPad nachgefragt (vor allem wegen dem iStudio/iDoch). Mal gespannt, was wir hier aus "Erster Hand" hören werden. Der "Lightninganschluss" bietet viel mehr Möglichkeiten wie der alte Steckverbinder....
Das glaube ich sofort. Der Erfolg oder Misserfolg dieses Docks wird entscheidend davon abhängen, inwieweit Apple Fremdentwicklern gegenüber (und zu welchen Konditionen) das Ding öffnet, bzw. inwieweit der USB-Teil (warum eigentlich noch 2.0?) standardkonform sein wird.
Dieses "geschlossene System" hat auch Vorteile - das ist m.E. die einzigste Möglichkeit, Handhelds sicher in Unternehmensnetzen zu integrieren.
Naja, der einzige sicher nicht - aber der für die Admins der Unternehmen sicher der bequemste, das stimmt. Und da gilt auch wieder, was ich eingangs sagte: Der Apple-Weg funktioniert oft um einiges besser und runder, solange das Tablet für sich steht und mit der Außenwelt nur über das Netzwerk kommuniziert (weil dabei die Industriestandards eingehalten werden) - oder solange es sich bei der direkt angeschlossenen Hardware um speziell für iPhone/Pad entwickeltes Zubehör handelt. Genau das ist ja bei deinem Szenario erwünscht: Bitte kein nicht-autorisiertes Zubehör anschließbar.
Als Privatmensch im eigenen Netz und einer Menge bereits vorhandener non-Apple-Hardware sieht die Welt anders aus.
Außerdem interessieren sich vermutlich 90% der Benutzer nicht für Explorer + Co, die möchten das Ding einfach benutzen.
90% der Apple-User, richtig. Die, die ein Tablet in dem Sinne "einfach benutzen" möchten, dass sie nicht verschlungene Umwege gehen müssen (über iTunes, Dropbox, spezielle Apps) um einfach ein paar Daten zu transportieren, landen bei den Alternativen zu Apple. Ich gebe dir insoweit recht, dass Apple es wie kein zweites Unternehmen schafft, die Usability innerhalb der Apple-Sandbox zu optimieren und da die Nase ganz weit vorn hat. Der Preis dafür ist aber manch einem zu hoch (nicht finanziell...): Für eine ganze Reihe von Usern (Tendenz steigend) ist die Apple-Sandbox eben zu klein und zu stark reglementiert. Da beides zusammen (Offenheit und Perfektion) nicht ohne weiteres zu haben ist, ist dann halt die Entscheidung zwischen den beiden Polen das, was jeder User mit sich selbst abzuwägen hat.
Für Entwickler ist das iPhone/Pad genial - ein Programm läuft auf allen Plattformen, egal ob iPad 1 oder das neue iPad 8. Andorid kann hier (jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen) hier leider nicht mithalten....
Auch das ist (z. T. ) wahr. Andererseits haben Entwickler auf Android alle Freiheiten, auch Dinge zu implementieren, die bei Apple auf dem Index stehen (z.B. Apps für Funktionen, die es im Betriebssystem schon gibt...)
Ich bin mal gespannt, wie MS diesen Punkt mit Windows 8 RT realisiert - wäre klassen, wenn sich neben dem iPad eine vergleichbare Plattform (Apps, Sicherheit, "gleiche Schnittstellen") etablieren würde.
Von Windows erwarte ich ehrlich gesagt im Moment nicht viel. Vor allem glaubst du doch aber selbst nicht, dass es kompatible Apps geben wird, oder verstehe ich dich da falsch? Dito Schnittstellen: Die Windows-Phones werden aller Voraussicht nach entweder eigene Schnittstellen (und zwar jeder Hersteller seine) oder etwas USB-Kompatibles haben. Das allein schon, weil nur bei Apple Hard- und Software aus derselben Hand kommen, und weil Apple sicher nicht seine Schnittstelle an Microsoft lizenzieren wird...
Ich habe jetzt übrigens verstanden, warum sämtliches Lightning-Zubehör nicht unter einem gewissen Preis zu haben sein wird: Jeder Stecker braucht einen Prozessor, der erkennt, wie herum er eingesteckt ist. Schlau, die Jungs in Cupertino. Man hätte diese Erkennung ja auch das Tablet/Phone verlegen oder gleich passiv umsetzen können. So verdient man
definitiv an jedem Zubehör mit. Das Argument mit der Größe zählt übrigens nicht: Micro-USB ist kleiner als Lightning...