Irische und schottische Folkmusik mit Altblockflöte

von michaeldewerd, 25.06.20.

  1. michaeldewerd

    michaeldewerd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.20   #1
    Liebe Leute

    Es würde mich reizen mich etwas mehr mit der irischen und schottischen Folkmusik zu beschäftigen. Ich habe früher einige Lieder aus der dieser Richtung gespielt und seit einundhalb Jahren habe ich auch eine Harfe, worauf es viele passende Folkmusik gibt. Natürlich wäre Flöge auch sehr reizvoll, aber bisher habe ich nur Altblockflöte gespielt - vor allem Barockmusik. Die klassiche Flöte ist zwar die Tinwhistle, aber ich frage mich, ob es die Mühe ist, speziell dazu eine neues Instrument zu lenren. Ich spiele ja schon viele verschiedene Instrument. Der Vorteil ist natürlich, dass es ein sehr preiswertes Instrument ist.

    In Bezug auf die Blockflöte habe ich - vielleicht zu Unrecht - den Eindruck, dass bei Folkmusik eher die Sopranblockflöte gespielt. Bisher hatte ich eine gewisse Aversion gegen sie, weil der Klang zu schrill finde. Eine andere Option noch die Tenorflöte zu lernen, damit ich auf jedem Fall alle Stücke für C als für F-Flöte spielen kann. Aber auch dort frage ich mich, ob es die Mühe wert ist ein neuen Fingersatz zu lernen. Insgesamt kommt mir die Altflöte als das nützlichere Instrument vor, weil es dafür auch die meiste Solomusik gibt.

    Ich würde gerne wissen, was Ihr mir da sagen kann . Soll ich einfach für Folkmusik einfach die Altblockflöte nehmen oder mir doch noch eine zweite Flöte zulegen und welche?

    Liebe Grüße von Michael
     
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  2. DieDa!

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    Erstellt: 25.06.20   #2
    Ich kann sehr das Heft Irish Melodies empfehlen, das gibt's, wie du an meinem Link siehst, auch für Altblockflöte. Wenn's hoch sein soll, könntest du ja bei Thomann eine Plastiksopranino kaufen, die ist auch in F und du müsstest nicht umlernen.
     
  3. Bernhard_Baptist

    Bernhard_Baptist Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.20   #3
    Falls du wirklich halbwegs authentisch Irish Folk spielen willst, dann solltest du auch unbedingt in eine Whistle in d investieren. Die Spielweise ist ähnlich wie Blockflöte, aber beileibe nicht gleich. Das Griffschema unterscheidet sich und die Whistle braucht viel weniger Blasdruck. Außerdem wird sie nicht mit deutlichem Zungenstoß gespielt, das gilt als Verzierung. Aber das Umlernen des Griffschemas ist nicht wirklich ein Problem.
    Ich habe das am eigenen Leib erfahren, weil ich diese Woche eine Prüfung in "Künstlerischer Praxis im Irish Folk" abzulegen hatte. Auch ich hatte zackig auf Whistle umzulernen, was mir offensichtlich binnen weniger Wochen gelang, denn ich habe mit gutem Erfolg bestanden :-)
    Falls Interesse besteht, kann ich hier bei Gelegenheit auch was zu den im Irish Folk sehr speziellen Verzierungen schreiben.
     
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  4. michaeldewerd

    michaeldewerd Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.20   #4
  5. Cecilia

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    Erstellt: 26.06.20   #5
    Was haltet Ihr von Andreas Joseph? https://tinwhistles-noten.de/
    Er vertreibt Tin Whistles und unterrichtet. Ich habe auch zwei Lehrbücher von ihm. Ich habe eine Clarke Whistle in D.
     
  6. Lessa

    Lessa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.20   #6
    Ich finde ihn gut, durch seine Bücher hab ich nach vielen Jahren ohne Musik wieder zum Instrument gefunden, die Bücher fand ich gut strukturiert und ich kam schnell voran. Vor allem sind die Bücher mal nicht in englisch, was ich sehr hilfreich fand
     
  7. Ralinem

    Ralinem Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.07.20   #7
    Mir ging es auch einmal so, dass ich dachte, das Holz der Clarke sei ein Vorteil. Aber mein Exemplar war totaler Schrott und ging sofort zurück - wie immer bei Thomann auch problemlos.
    Ich habe mir sagen lassen, dass die Qualitätsstreuung bei diesem Modell sehr hoch sei.
    --- Beiträge zusammengefasst, 01.07.20, Datum Originalbeitrag: 01.07.20 ---
    Siehe auch meinen Thread aus 2015:
    https://www.musiker-board.de/threads/clarke-pennywhistle-erzeugt-nur-wind.625051/

    Ich mag zwar die irische Musik, aber viel gespielt habe ich meine Whistles nicht.
    Inzwischen bin ich ja sowieso beim Tief-Blech gelandet.
     
  8. michaeldewerd

    michaeldewerd Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.20   #8
    Ich habe inzwischen geschaut, was für Tin Whistler hier in Wien in Geschäften verkauft werden. Das ist mir angenehmer als in Versandhäusern, weil man Beratung bekommen und sie probieren. So weit ich sehen kann, ist das Angebot leider beschränkt. Welche Erfahrungen habt ihr mit den Tin Whistles von Waltons. Der Sweetone von Clarke, der oft empfohlen wird, habe ich leider nicht gefunden.
     
  9. solemn_eyed

    solemn_eyed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.07.20   #9
    Ich spiele hauptsächlich Quer- und Blockflöte (Sopran und Alt) und habe auch Tin Whistle probiert und muss sagen, dass ich einfach nicht warm mit der Tin Whistle werde. Ich habe unterschiedliche Modelle probiert (alles außer eine richtig hochwertige aus Holz) und spiele die nur gaaaanz selten mal für den Effekt. So in einer richtigen Session klingt es ganz nett, aber so alleine... Da bin ich lieber unauthentisch und klinge angenehm.
    ich spiele allerdings gemischten Folk (auch skandinavisch und deutsch), da ist man etwas lockerer mit der „Authentizität“.mich liebe die Traumflöte von mollenhauer für Folk, die klingt nicht so blockflötig sonder eher offen.
    Wenn du eine Sopran Blockflöte als schrill empfindest, wirst du mit der High D Whistle keine Freude haben. Vielleicht mit einer Low D oder einer Low G...

    Es ist allerdings so, dass viele Folk-Stücke für die Alt-Blockflöte nicht gut liegen, entweder von der Tonart oder von Tonumfang. Außerdem ist die Alt-Blockflöte eher leise und geht in der Session schnell unter. Ich habe auch mal jemanden mit einer Tenor-Blockflöte bei einer Session gesehen - gehört habe ich sie allerdings nicht, weil sie einfach untergegangen ist. So eine Sopran-Blockflöte ist durchsetzungsfähiger.

    Ich bin jedoch über diese nette Sammlung gestoßen von Stücken, die auf der Alt-Flöte gut liegen:
    https://annedelong.timetraces.ca/altorecorder.htm
     
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  10. solemn_eyed

    solemn_eyed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.20   #10
    P.S.: Viel wichtiger als das Instrument und ob dies authentisch ist, ist die Art und Weise WIE man spielt. Eine hilfreiche Einführung findet sich hier:



    Und wenn Du am schwedischen Folk-Tunes interessiert bist, die auf Alt-Flöte gut liegen, schick mir eine PM
     
  11. michaeldewerd

    michaeldewerd Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.20   #11
    Das habe ich mir auch schon ein wenig gedacht. Sopranblockflöte gefällt mir tatsächlich nicht so gut. Tin Whistle habe ich bisher nicht so oft gehört, aber bei einem Musikfest ein Mädchen gemeinsam mit ihrer Lehrerin auf der Tin Whistle irische Lieder, begleitet von ihrer Mutter auf der Gitarre. Das fand ich eigentlich so schön klingen, dass ich vorschlug, dass wir mal gemeinsam musizieren würden. Beim nächsten Fest habe ich das schottische Lied Loch Lomond gesungen, begleitet von den drei und war ein großer Erfolg. Deswegen mein Interesse für den Tin Whistle.
    Es ist Schade, dass nicht mal ein Tin Whistle probieren kann. Auch in den Musikgeschäften, wo ich bisher war, habe ich keines gefunden. Allerdings hat es den Vorteil, dass sie so billig sind, dass nicht viel Geld verloren ist. Wenn ich es vergleichen mit meinem letzten Instrumenten kauf - ein Kontrabass für € 850,-- und der war in Verhältnis spottbillig. Dann kann ich noch ohne große Zweifel wohl einen Zehner für einen Tin Whistle ausgeben. Die Low Whistles sind allerdings um vieles teuer und ob ich das riskieren will, bin ich mir nicht sicher.
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.07.20, Datum Originalbeitrag: 19.07.20 ---
    Vielen Dank! Das möchte ich gerne mal probieren!
     
  12. solemn_eyed

    solemn_eyed Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.20   #12
    Sowohl bei Tin Whistle als auch bei Blockflöte ist der Klang stark abhängig von der Person, die spielt. Allerdings ist es so, dass auch bei den Whistles die Profis meist handgebaute Instrumente spielen, deren Preise im 3-4 stelligen Bereich liegen (Ausnahmen wie auch bei Blockflötisten kommen vor ;-) ) Eine hochwertige Blockflöte bekommt man heutzutage günstig „von der Stange“, Whistles sind einfach seltener.

    Ich bin nur allergisch gegen die Aussage, dass man Folk auf einer Whistle spielen MUSS und Blockflöte so gar nicht geht... :D

    Aber wenn du gerne auch mal Whistle testen möchtest dann ist das natürlich unbedingt empfehlenswert, wenn man bedenkt, wie günstig Whistles idR sind. Wenn du noch Kontakt zu den Damen hast, mit denen du gespielt hast, würde ich empfehlen diese zu fragen, welches Modell sie spielen, denn der Klang hat dir ja offenbar zugesagt.

    Ich spiele zuhause (wenn ich Tin Whistle spiele) eine Dixon trad aus Brass (tunable), aber die scheint überall vergriffen zu sein? Die ist nicht so laut. Ich hatte mal eine Clarke, die hat mir die Zehnägel hochgerollt. Dankbarerweise ist mein Sohn mit dem Bobbycar drüber gerollt, so dass ich die dann durch die Dixon ersetzen konnte. :D
    In der Session nehme ich eine Susato Kildare, die ist aber nicht so Anfängertauglich, die ist laut und braucht mehr Luft.
     
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