Jamiroquai-Cover - was spielt der Gitarrist im Clip (Transkriptionshilfe) ?

  • Ersteller Irsmaier
  • Erstellt am
Irsmaier

Irsmaier

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.04.21
Registriert
11.02.06
Beiträge
520
Kekse
1.008
Ort
Karlsruhe
Hi, ich hoffe, ich bin hier richtig :)


Was spielt der Gitarrist da? Bei Youtube/Ultimate Guitar finde ich nur Chords, aber mich interessiert was der da in dem Video genau spielt. Was steckt da dahinter? Vielleicht könnte mir jemand nen Tipp geben, auf was für einem "Konzept" das beruht?

Danke und Gruß
 
TE335

TE335

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
15.05.21
Registriert
25.05.15
Beiträge
1.016
Kekse
3.104
Ort
Hamburg
Nach meiner Einschätzung nach spielt er Akkorde. Mal die Töne gleichzeitig, mal in Form von Arpeggin
 
InTune

InTune

Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
15.05.21
Registriert
04.07.11
Beiträge
5.285
Kekse
31.032
Ort
Süd Hessen
Vielleicht klingt auch nur der Sound so speziell. Das ist viel Kompressor und etwas Modulationseffekt (Flanger, Phaser) drauf. Die Spielweise wird auch "Comping" genannt:

Für bekannte Blues Geschichten und um eine Idee zu bekommen:

Im Jazz will das noch weiter getrieben. YT ist voll von Tutorials dazu...
 
B.B

B.B

Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
15.05.21
Registriert
02.06.06
Beiträge
2.846
Kekse
28.206
Hier ist das was ich da höre. Muss aber nicht stimmen. Ich skizziere das nur, die genaue rhythmik findest du bestimmt selbst raus. Am Schluss ist mein Akku verreckt, aber es kommt eh nichts mehr dazu. Das Fill, dass er in der Bridge spielt sollte dadurch trotzdem grob klar werden.


liebe grüße B.B.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
B.B

B.B

Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
15.05.21
Registriert
02.06.06
Beiträge
2.846
Kekse
28.206
was die Frage betrifft was dahintersteckt... naja was soll man sagen, er begleitet eben, eine verlorengegangene Kunst in Zeiten von Shapes, Patterns und Scales und Modes.

Wie ist denn dein Stand ?

Die Sache ist halt, das er mit keys ( dem rhodes) zusammenspielt. Da empfielt es sich meistens die Rollen etwas zu verteilen und zu arrangieren. Würden beide volle Akkorde spielen Klänge es überladen. Er macht also recht perkussives Zeug, eh klar bei Funk. Das zweite ist, das er meist nur ein paar Töne eines Akkordes spielt. Das ist jetzt ansich nichts ungewöhnliches aber Gitarristen haben damit scheinbar oft Probleme. Er wählt eben Intervalle aus die den Akkord repräsentieren.

Wenn du zum Beispiel einen Cm7 hast der die Töne C Eb G Bb hat kannst du folgendes machen.

- nur Eb G Bb spielen ( also einen Eb-Dur-Dreiklang ) und den Bass das C übernehmen lassen

- C und Eb spielen ( kleine Terz ) oder Eb und C ( große Sexte)

- nur G und Eb spielen ( große Sexte )

-nur Eb und G spielen ( also eine große Terz )

- Emaj7 spielen, der Bass spielt ein C, dann hast du Cm9

- einen G- moll Dreiklang spielen, der Bass spielt das C. Das ist das gleiche wie oben ( g-moll ist sozusagen in Ebmaj7 enthalten )

etc etc etc etc

alles das funktioniert im richtigen Moment und im richtigen Kontext. Mann muss logischerweiße wissen wie die Akkorde zusammengesetzt sind und dann in der Lage zu sein spontan on the flyeinen "ausgedünnte Auswahl" zu treffen.

Im Zweifel hilft immer ein Buch über Harmonielehre im Zusammenhang mit viel Hörerfahrung

grüße B.B.
 
Irsmaier

Irsmaier

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.04.21
Registriert
11.02.06
Beiträge
520
Kekse
1.008
Ort
Karlsruhe
B.B du bist mein Mann! Herzlichen Dank für das Video und den Aufwand!!

Ich habe Grundkenntnisse in Harmonielehre, denke beim Gitarrenspielen allerdings (leider) hauptsächlich in
Shapes, Patterns und Scales und Modes.
:redface:
Da kommt man dann halt schnell an Grenzen, klar.

Ich hab mir Gitarre hauptsächlich autodidaktisch beigebracht; lerns aber grad klassisch mit Noten quasi nochmal neu...

Wie ist dein Ausbildungshintergrund?
 
Zuletzt bearbeitet:
B.B

B.B

Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
15.05.21
Registriert
02.06.06
Beiträge
2.846
Kekse
28.206
Ich hab mir Gitarre hauptsächlich autodidaktisch beigebracht; lerns aber grad klassisch mit Noten quasi nochmal neu...

Wie ist dein Ausbildungshintergrund?

bitte bitte

Ich bin auch Autodidakt, zumindest an der Gitarre. Als Jungendlicher hatte ich 8 Jahre lang Geigenunterricht, aber über Harmonielehre habe ich dabei genau gar nichts gelernt. Nur Notenlesen.

Das kann man sich alles aus Büchern aneignen. Mittlerweile natürlich auch bei Youtube, wobei es da natürlich auch viel halbgaren schwachsinn gibt und man schon eine "urteilsfähigkeit" haben sollte.

Hilft es dir wenn ich weiter erläutere wie das funktioniert was er da spielt oder bist soweit zufrieden damit , dass du weißt was er ungefähr spielt?

grüße B.B.
 
H

Hans_3

High Competence Award
HCA
Zuletzt hier
13.05.21
Registriert
09.11.03
Beiträge
16.540
Kekse
57.315
Hallo B.B. der klanglich hervorgehobene Akkord am Ende des refrainähnlichen Teils ist eindeutig Ab13 (X-11-13-11-11-13). Anders macht es auch keinen Sinn, wenn man die zuvor sich wiederholende Akkordfolge spielt und auf den gesamten Spannungsbogen achtet, statt Akkorde isoliert zu hören:

Hmaj7 / Bbalt / Ebm7 / Ab13 (Abj7?? = no sense = Spannung im Ar***ch)

*schnipp*


Es ist generell - egal, welcher Style und wofür - immer sinnvoll,

1. den Ablauf erstmal rudimentär reinzubekommen und seine Spannung aufzunehmen (hier: H - Bb - Eb - Ab = bIV - V - Im - IV).

2. Wenn man sich diesem Korsett sicher ist im nächsten Schritt den Erweiterungen und Tensions/Klangfarben nachgehen.

@Threadsteller: Bei dieser Musik ist das "Korsett" rhythmisch und harmonisch durch Keyboards, Bass, drums und Gesang bereits komplett festgelegt. Das muss man erstmal so erkennen. Und sich ale Gitarrist dann die Nischen suchen: wo kann ich Akzente setzen? Welche Stellen innerhalb der Dramaturgie des Songs kann ich verstärken? Wo sind sie geschmackvoll und wo sollte ich mich raushalten? UNd wie und wo bekomme ich da auch noch einen eigenständigen logischen Bogen hin?

Viele anspruchsvolle Aufgaben stellen sich da dem Gitarristen plötzlich, wenn er wenig(er) machen soll ;) und nicht seinem Spieldrang nachgeben darf, sondern umgekehrt fragt: Was verlangt der Song eigentlich von mir? - In dem Song macht das der Gitarrist total perfekt. Es ist ein langer Weg dahin. Den kann man aber gehen, wen man jeden "next Step" als Herausforderung ansieht und nicht als Qual ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Irsmaier

Irsmaier

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.04.21
Registriert
11.02.06
Beiträge
520
Kekse
1.008
Ort
Karlsruhe
Hilft es dir wenn ich weiter erläutere wie das funktioniert was er da spielt oder bist soweit zufrieden damit , dass du weißt was er ungefähr spielt?
Jetzt unmittelbar fürs Spielen eher nicht, aber auf lange Sicht vielleicht schon.
 
TE335

TE335

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
15.05.21
Registriert
25.05.15
Beiträge
1.016
Kekse
3.104
Ort
Hamburg
...Hilft es dir wenn ich weiter erläutere wie das funktioniert was er da spielt oder bist soweit zufrieden damit , dass du weißt was er ungefähr spielt?

grüße B.B.

Ich würde das gerne in Anspruch nehmen :)
 
B.B

B.B

Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
15.05.21
Registriert
02.06.06
Beiträge
2.846
Kekse
28.206
Hallo B.B. der klanglich hervorgehobene Akkord am Ende des refrainähnlichen Teils ist eindeutig Ab13 (X-11-13-11-11-13). Anders macht es auch keinen Sinn, wenn man die zuvor sich wiederholende Akkordfolge spielt und auf den gesamten Spannungsbogen achtet, statt Akkorde isoliert zu hören:

Hmaj7 / Bbalt / Ebm7 / Ab13 (Abj7?? = no sense = Spannung im Ar***ch)

*schnipp*

danke @Hans_3 für die Korrektur.

Das gleiche gilt dann auch für den Refrain über " Futures made of virtual insanity......blablub" ..... Ich höre nacher nochmal rein wenn Zeit ist.


zugegeben liegts genau daran, ich hab "durchgezappt" und dabei die große Struktur übersehen. Sollte nicht passsieren.

grüße B.B.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen

Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben