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Ja, ich brauche eine richtige Anleitung, das ist richtigIch finde das Hörbeispiel schön und sehr gut gesungen. Aber voll ausgereift klassisch ist es (noch) nicht.Daher könnte ich mir gut vorstellen, daß du dich mit der richtigen Anleitung auch auf einen poppigeren Klang umstellen könntest.
Für mich kommt jetzt Musikhochschule Bremen oder Karlsruhe in Frage, im Rahmen von einem Erasmus Austausch Semester im Frühling - in dieser Zeit könnte ich mich erkundigen, Jazz Professoren besuchen und abklären, ob ich was auch in diesem Bereich tun könnte. Ich glaube, dass ja, aber mit mir reicht es diesmal nicht
Obwohl.. ich glaube, dass in Musikhochschule Karlsruhe gibt es leider keinen Jazz Studiengang..
). Was ich aber mal zu bedenken geben moechte ist, dass es in Popularmusikstudiengaengen jeglicher Couleur heutzutage nicht nur um Stimmbildung, sondern auch um "artistic identity", Marketing, Portfolio, Projekte mit Mitmusikern/Band und musikalische Stilsicherheit geht (ist hier zumindest so). Trotzdem mal so als Denkanstoss: Willst Du Jazz, oder willst Du Pop?
ich habe keine grosse Stimme, noch nicht geeignete für Oper

). So gesehen könnte ich mir schon vorstellen, dass deine Chancen, den Stil erfolgreich zu wechseln, noch intakt sind. Ob sich deine Stimme für andere Stile aber grundsätzlich eignet, dass kann ich halt nicht beurteilen.Wenn ich mich entscheiden sollte, Pop. .

Pop und Klassik gleichzeitig, also an einer Hochschule/Akademie, das dürfte schwierig werden.
Ich glaube, das wird schwierig - kombinierte Klassik/Popstudiengänge gibt es (m.E. aus gutem Grund) selten im Performance-Bereich. Was anderes ist es natürlich, wenn Du eher Musikwissenschaften studieren willst, oder Dich eben auf Rostock festlegst. Ansonsten wirst Du Dich in aller Regel, zumindest während des Studiums, entscheiden müssen.Vielleicht wissen sie, wo kann man (in Europa) gleichzeitig Klassik und Pop studieren - als in Rostock?
Ich habe keine Ahnung. Aber das läßt sich doch über Google sicher herausfinden ?


HaraldS, mit Deinem Post habe ich ehrlich gesagt ein bisschen Bauchschmerzen, gerade aufgrund meiner eigenen Erfahrung, und auch aus mehreren Gründen (ist aber nicht böse gemeint).
Mir hat man jahrelang gepredigt, dass "klassischer Gesang ja total mein Ding" sei, und dass es dumm wäre, umzusteigen/nicht abzuschliessen. Ich habe da auch lange drauf gehört und die Faust in der Tasche gemacht, bis ich nicht mehr konnte - und das muss nicht sein. Das kann aber wie gesagt nur missgrape selbst wissen. Von (künstlerischer) "Identität" sprechen sollte man aber nur sehr vorsichtig, denn hier kennt sie niemand persönlich.
Darüber hinaus hat Pop kein stimmliches Klangideal, nur ein stilistisches. Man kann Pop z.B. auch mit weiterer Ansatzrohreinstellung und kopfstimmiger singen, das hängt ganz vom Genre ab. Im Pop ist viel mehr stimmlicher Freiraum als z.B. Musical Theatre
Und dem "es ist weder möglich, noch sinnvoll, deinen guten klassischen Klang über Bord zu werfen" stimme ich ehrlich gesagt überhaupt nicht zu. Wer sagt, das sei nicht möglich?
Sorry, wenn ich da vielleicht etwas sensibel reagiere, aber ich musste mir jahrelang von anderen anhören, was angeblich geht, und was nicht. Oft von Leuten, die ihr Leben lang nur einen Stil gesungen haben...