JBL PA aus den 80ern, ein Problem...

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Hallo liebe Forumsgemeinde!

Ein Bekannter von mir hat für seine Probenraumbeschallung eine alte JBL- Discotheken PA zur Verfügung, Da es ein wirklich großer und vor allem Schalltoter Raum ist, ist das völlig in Ordnung.

Die Anlage besteht aus:

3 Stück JBL Urei 5235 Weichen
2 Crest 901 Endstufen
1 Clayton CA 4 Endstufe
1 Clayton CA 5 Endstufe

2 JBL 4770A
2 JBL 4755 A
2 JBL Bassrutschen

Aus den Aktivweichen gehts raus in die einzelnen Endstufen, 3- Wege Aktiv in die Boxen, pro Seite hängen die 4770 und 4755 parallel. Zusätzlich als 4. Weg dann noch die Bassrutschen.
Die obere Urei gibt alles über 7kHz an eine Crest, die die 2404 befeuert.
Unterhalb 7kHz werden die Frequenzen an die nächste Urei weitergegeben, daran hängt die nächste Crest für die 2 Zoll Treiber, bis hinunter zu 800 Hz.
Unterhalb 800 Hz übernimmt die nächste Urei, die über die CA4 die 12er und 15er antreibt.
Für die Bässe gibts am Mischpult einen extra Subwooferausgang, der füttert über die CA5 die Rutschen.

Vor einiger Zeit sprach mich der Bekannte an, daß die Anlage nicht so dolle klingt, ob ich mal danach schauen könnte. Da ich mich u.a. mit Lautsprecherreparaturen befasse, kein Problem dachte ich und hin.
Dabei habe ich dann 2 defekte HT (2404) ausfindig machen können und einen defekten 2226 in den 4770A.
Den 2226 konnte ich richten, für die 2404 Ersatzspulen bestellt und wieder hin zum Einbau. Zum Abstimmen habe ich dann mein gutes altes Lautsprechermeßsystem mitgenommen, um die einzelnen Wege mal halbwegs aufeinander einzupegeln. Bei der Gelegenheit noch einige Kabeldreher im Bereich der 3- Wege Boxen behoben.

Jetzt kommt das Problem:
Vom Frequenzgang her habe ich auch alles einigermaßen gut hinbekommen, aber bei der Messerei ist mir etwas aufgefallen was ich gar nicht verstanden habe.
Beim Durchmessen der einzelnen Wege (sowohl Rauschsignal wie auch gleitender Sinus) kam heraus, dass die Hochtöner 2404 ab ca. 3,5 kHz schon voll dabei sind!!?! Darüber fällt der Schalldruck CD Horn typisch ganz leger ab, aber das ist nicht das Problem. DIe Filtermodule in den Urei´s weisen eindeutig 7000Hz aus, WARUM steigen die 2404 schon bei 3,5 kHz ein? mir war ausserdem gar nicht bekannt, daß die soweit runterkommen...

Ist irgendetwas bekannt, daß die Urei´s bzw. die Filtermodule schon mal so einen Fehler produzieren?

Zur Messung: In ca. 3 m Abstand, während der Messung waren alle anderen Weichen heruntergeregelt. Der Frequenzgang kann also nur von den 2404 so produziert worden sein. Aus Zeit- und aufbautechnischen Gründen könnte ich nur eine Lautsprecherseite messen, aber der andere Kanal der Weiche zeigte das gleiche Verhalten.

Hat jemand eine Idee?

Grüsse aus dem oberbergischen
vom André
 
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7 kHz bedeutet, dass hier der -3 dB-Punkt liegt. Je nach Flankensteilheit des Filters hat man also bei 3,5 kHz noch -15 db oder auch weniger.
Wenn ein Treiber in diesem Bereich eine sehr starke Überhöhung hat, kann es also durchaus den Anschein haben, dass er deutlich tiefer spielt. Um das auszuschließen müsste man direkt die Frequenzweiche durchmessen; das geht auch mit dem ganz normalen Lautsprechermessequipment. Signal reinschicken, Antwort ab durch die FFT und fertig ist der Amplitudenfrequenzgang.

Vielleicht ist es auch sinnvoll, in diesem Fall einen Lautsprechercontroller anzuschaffen. Der schützt die Pappen und hat noch einige Funktionen mehr.
 
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