Ich halte nicht soo viel von dem Ansatz genau zu analysieren, à la: das ist jetzt ein Takt Shuffle, dann ein halber Takt straight, dann wieder... das ist so wie Bilder von van Gogh analysieren: hier ist mehr gelb, da ist der Hintergrund... das befähigt einen niemals, solche Bilder zu malen. Was mir hier fehlt, und was imo bei Jimi entscheidend ist, ist seine Haltung.
Seine Musik ist immer Ausdruck von etwas anderem, und nicht Selbstzweck. Er spielte auch keine Skalen, oder vorher auswendig Gelerntes, oder reproduzierte... es ging immer um etwas anderes. Das ist für mich auch der Unterschied Jimi – andere: er spielte Gitarre, um etwas auszudrücken. Und fast alle anderen spielen Gitarre, weil sie Gitarre spielen wollen.
Wenn ich also Jimis Sachen nachspielen wollte, dann wäre mein Ansatz: in diese Haltung kommen, und dann in etwa die Sachen nachzuspielen. Es käme nie darauf an, wo welche Note genau sitzt, sondern wie komme ich dem, was Jimi da musikalisch ausgedrückt hat, möglichst nahe.