Kann falsche Mischpulteinstellung Grund für Boxendefekt sein?

von TobsJVIMBB, 12.04.12.

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  1. TobsJVIMBB

    TobsJVIMBB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #1
    Hallo Leute.

    Ich habe eine Frage.

    Wir haben uns vor kurzem eine Anlage aus Verstärker und 2 Boxen gekauft.
    Uns wurde empfohlen die Lautstärke über ein Mischpult zu regeln.
    Das haben wir auch gemacht. Die eine Box ging leider bei einem Soundcheck kaputt.
    Uns wurde gesagt, dass sie kaputt ging, weil der Verstärker nicht vollständig aufgedreht war.
    Zur Zeit des Defekts war aber auch der Bass am Mischpult ganz aufgedreht.
    Subwoofer können wir uns im Moment noch nicht leisten
    Jetzt meine Frage, kann es auch daran gelegen haben, dass die zwei Tieftonmembranen der Box kaputt gegangen sind?

    Verstärker war zu dem Zeitpunkt der the t.amp TA2400 MK-X , den wir aber gegen den t1400 getauscht haben, da wir zuerst dachten der Verstärker sei zu stark, was uns Fachmänner aber nicht bestätigen konnten.
    Die Boxen: 2 x the box PA 252 ECO MKII
    Das kleine "Mischpult": Behringer Xenyx 802
     
  2. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #2
    Wenn die Tieftonmembrane kaputt gehen, ist das normal nicht ein Übersteuerungsproblem. Insofern scheidet 'Verstärker nicht aufgedreht' aus. Da hätte es die Hochtöner erwischt.
    Wenn ihr den Bass voll aufdreht, wird die Kiste natürlich maximal belastet. Der Verstärker ist etwas heftig für die Boxen, bei Markenprodukten würde ich sagen noch im Rahmen, aber bei den Billigkübeln kann das zu viel sein.
    Wenn ihr sicher sagen könnt, das weder bei dem Amp noch an dem Mischpult die roten 'Clip' LEDs an gingen, sollten das die Boxen aber vertragen.

    Aber wenn man wüsste, was an den Tieftönern kaputt ging (durchgebrannt? Schwingspulenträger gelöst?) oder wie dieser Soundcheck ausgesehen hat, könnte man etwas weniger Glaskugel einsetzen...
     
  3. TobsJVIMBB

    TobsJVIMBB Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #3
    Also da ich neben dem Mischpult und dem Verstärker stand, kann ich sagen, dass keine rote ´Clip´LED anging!
    Was hälst du von dem kleineren Verstärker? Ist dieser angemessen?
    Was genau an den Tieftönern kaputt ging, kann ich dir leider nicht genau sagen. Uns wurde das irgendwie so erklärt, dass über das Mischpult ein falsches Signal an die Boxen kam. Da kenne ich mich aber nicht aus.

    Soundcheck ist ein bisschen übertriben. es sah so aus: Wir hatten die Boxen neu, wollten sie mal aufdrehen. Es lief gerade Dubstep und wir wollten mal den Bass hochdrehen, nur zum Test. Sollten wir diesen in Zukunft besser nicht mehr weiter am mischpult aufdrehen?
     
  4. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #4
    Mit der starken Endstufe, voll aufgedrehtem Bass und Dubstep hat man in der Tat eine Chance die Billigpappen durchzubraten.
    Mit der kleinen Endstufe sollte das schwieriger werden aber bei Dubstep (durchgehender sehr tiefer Vollgasbass) weiterhin wenn's blöd läuft möglich.
    Wo man aufdreht ist eigentlich egal, solange keine Clip Leds aufleuchten, aber Bass voll aufziehen sollte man lassen, besonders wenn der Bass (bei Dubstep 30-50 Hz) eh unterhalb des Übertragungsbereichs der Boxen liegt.
     
  5. TobsJVIMBB

    TobsJVIMBB Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #5
    Danke für die Antworten. Wir halten mit den Boxen kleine Veranstlatungen in einem nicht allzugroßem Raum ab (50-100 personen). Dubstep wird da nie gespielt, das war wie gesagt nur einmal beim Ausprobieren der Boxen. Ist es eurer Meinung nach schlecht den Bass am Mischpult bei Chart also Mainstreammusik ab und zu ein wenig aufzudrehen? Also voll werde ich ihn wohl nicht mehr aufdrehen, aber wie sieht es so mit nem Viertel aus?
     
  6. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #6
    Dubstep hat einen sehr tiefen Bass, den selbst viele Subwoofer nicht mehr wiedergeben können. Bei solchen Boxen wie deinen erhöht der nur ungemein die Erwärmung, ohne das man viel hört.
    Außerdem ist der Bass bei Dubstep fast ein Dauerton, nicht nur ein Peak. Und während die Boxen kurzzeitig extrem viel Leistung abkönnen ist so ein Dauerton mit der vollen Leistung des starken Amps der Tod... Bei Rock / Pop kann man die starke Endstufe schon nehmen, da hier die Dauerleistung 1/4 bis 1/10 der Maximalleistung ist. Bei Dubstep aber oft nur 1/2, und dann überlastet der Amp die Box. Da passt dann die kleinere wieder (oder weniger aufdrehen).
    Ansonsten spricht nichts sagegen die Klangregler maßvoll zu benutzen, dafür gibt es sie ja. Aber bedenke, +3dB sind eine Verdopplung der Leistungsabgabe des Amps. Also die vollen +15dB bedeuten, man jagt 32 mal so viel Leistung in dem Frequenzbereich in die Boxen. Und so kommt man schnell in den Überlastbereich, speziell wenn man einen Frequenzbereich der Musik derart anhebt, den die Boxen fast nicht wiedergeben können...
     
  7. Stefan089

    Stefan089 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.12   #7
    Hallo.

    Von wem stammt die Aussage, vom Händler, Techniker...?

    Dubstep und D&B (nicht die Marke) haben in der Tat oft lange Dauertöne im Bassbereich, wenn da kein vernünftig eingestellter Limiter davorhängt kann dass schnell ins Auge gehen...

    Hast du den Defekt schon reklamiert? Ich hatte mal einen Schaden an einem Yamaha Lautsprecher, von dem Pärchen dass im Einsatz war ist bei einem der Tieftöner ausgefallen. Ist mir am Folgetag beim Nachcheck aufgefallen. Wie deutlich am Mischer nachzuvollziehen war wurde die Lautstärke um 6-7dB über den von mir Vorgegebenen Wert erhöht. Der Limiter war richtig eingestellt und muss dauerrot gewesen sein.
    Der 2te Speaker lief einwandfrei.
    Ich hab das Ding ohne weitere Angabe von Gründen eingeschickt und der Tieftöner wurde ohne murren oder Rückfragen getauscht. Man teilte mir nur mit, dass die Spulenisolierung geschmolzen sei, dass das jedoch ein Fertigungsfehler wäre...

    Der Verkäufer im Laden meinte Anfangs zu mir, dass ich das auf jedenfall selber zahlen kann, der Hersteller war da kulanter...

    Ich kenn mich jedoch nicht mit dem t-Support aus, evtl läuft das bei denen Anders!?
    Wäre interessant da mal Erfahrungen von Usern zu dem Kulanz Thema von t-Produkten zu hören...

    Grüße Stefan
     
  8. Witchcraft

    Witchcraft R.I.P. exMOD Ex-Moderator

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    Erstellt: 13.04.12   #8
    Wenn ich mir die "Highend" Chassis und Frequenzweichen in den ECO Teilen so ansehe, scheint es ein leichtes diese durchzubraten :rolleyes:

    tbox 006.jpg

    tbox 005.jpg
     
  9. TobsJVIMBB

    TobsJVIMBB Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.12   #9
    Zur Info: Ja ich habe die Box kostelos repariert bekommen. Der Händler meinte eben, es kommt davon dass wir den Verstärker nur auf 2/3 aufgedreht hatten. Wir hätten ihn ganz aufdrehen sollen.
    Das die Boxen nicht die besten sind ist mir klar, aber da wir erst angefangen haben und noch nicht das nötige Kleingeld für bessere Boxen haben müssen sie wohl erst mal reichen. wir haben sie auch deswegen genommen, da viele Käufer dieser Boxen sehr positiv gegenüber diesen eingestellt waren. Klanglich bin ich auch wirklch zufrieden. Nur bei einigen Liedern fehlt halt der Subwoofer, der leider im Moment auch noch nicht drin ist. Deswegen muss ich ab und an den Bass am Mischpult etwas hochdrehen. Die Boxen liefern für einen nicht all zu großen Raum auch wirklich satte Bässe, da bin ich voll zufrieden. Nun habe ich natürlich dabei immer ein mulmiges Gefühl. Berechtigt? Meint ihr bei diesem Verstärker und vllt. viertel aufgedrehtem Bass können sie wieder kaputt gehen?
     
  10. Stefan089

    Stefan089 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.12   #10
    Da kann ich mich nur der Aussage von Carl oben andchließen: das mit dem 2/3tel Aufdrehen am Amp ist da relativ Wurst.
    Wie lange haben die Speaker das mitgemacht bei eurem "Test"? Wie haben sie sich verabschiedet? Von jetzt auf gleich oder gabs erst eine hörbare Veränderung am Sound?

    Wie weiter oben schoneinmal erwähnt kann es gut davon kommen, dass die Speaker Signale vom Amp bekommen haben die sie nicht wiedergeben können, hier wäre meines Erachtens nach so oder so ein, den Speakern entsprechender Low-Cut dringend zu empfehlen!!! Dieser schneidet dann die Tieffrequenten Signale die die Speaker sowieso nicht abkönnen einfach raus. Das bedeutet weniger Stress für die Pappen und weniger Belastung! Besonders bei Dubstep und Co würde ich keine Speaker oder Subs ohne selbigen betreiben!!

    Je nach Budget lässt sich da schon sehr günstig ein entsprechendes Gerät finden... Es gibt Frequenzweichen oder EQ's mit regelbarem Low-Cut.
     
  11. TobsJVIMBB

    TobsJVIMBB Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.12   #11
    Also ich würde sagen die Boxen haben das ca. 30 sec bis 1 Minute ausgehalten. Der Bass war kräftig und irgendwann fing es erstens an zu stinken und ein wenig zu klappern. Das klappern hörte man aber erst deutlich als man an die Box herangegangen ist. Wir haben natürlich die Musik sofort leise gemacht und nochmal an beide Boxen hingehört. Die eine lief reibungslos, bei der anderen kam geklapper aus Richtung der Membra. Danach nahmen wir sie ausßer Betrieb.

    Ein Low-Cut hört sich ja recht gut an. Wie viel kostet sowas? In diesem gebiet kenne ich mich nicht wirkich aus also habe ich dazu ein paar Fragen: Kann man irgendworan sehen was einzelne Lieder für Frequenzen haben? ich meine klar, bei Dubstep und so weiß man das ja, da werde ich falls wir es mal wieder hören den Bass am Mp runterdrehen. Wie seiht es denn so mit Diskomusik aus? Die haben ja auch Bässe, allerdings kommen mir die meistens nicht all zu tief vor, also großer Unterschied zu Dubstep. Was macht eigentlich die Box mit einem Signal mit einer niedrigen Frequenz die sie nicht abspielen kann? Bisher habe ich immer gedacht da passiert dann garnichts, aber anscheinend ja schon. Wie gefährlich kann das sein und vorallem ab wann wird es richtig gefährlich? Also die Boxen fangen bei 45 Hz an. Meint ihr es ist auch schon für Disko bzw. eben Chartmusik nötig so einen Low-Cut einzubauen?
     
  12. Stefan089

    Stefan089 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.12   #12
    Die Angabe mit den 45Hz halte ich für einen Scheinwert, in der Praxis schaffen sie das evtl mit einem Pegelabfall von -10dB oder mehr evtl...
    Wenn man den Pegel dort aber laut haben will muss man sicher gut am EQ drehen, was wiederum zu einer drastischen Leistungssteigerung führt (wurde oben schonmal erwähnt).

    Das mit dem Lowcut ist ein erster Ansatzpunkt, jedoch würde ich nicht erst bei den 45Hz trennen sonder schon deutlich früher. Habe im Netz auf die schnelle leider kein Frequenzdiagramm von den Speakern gefunden, das macht es leider nicht einfacher.
    Des Öfteren wird das Lautsprechermanagementsystem von Behringer empfolen, DCX 24xx da kann man auch einen Low-Cut setzen. Nächster Schritt ist dann ein Limiter, den hat der Behringer auch an Bord, ich habe jedoch keinerlei Erfahrung mit dem Behringer und kann deshalb leider nichts über die Güte sagen.
    Jedoch ist es auch im Hinblick auf eine evtl Erweiterung des Systems mit Subwoofern o.ä. irgendwann eh an der Zeit sich nach so etwas umzuschauen, Frequenzweiche ist bei solchen Managementsystemen immer drin.


    In jedem Fall in dem der Amp mehr Power als die Speaker haben würde ich einen Limiter und einen Low-Cut verwenden, hochwertigere Pappen halten sicher länger durch, allerdings haben Amps mit der doppelten Leistung sicher keine Probleme damit die Chassis zu grillen, noch dazu bei Sachen wie Dubstep.

    Den Limiter stellt man bei solchen Musikrichtungen dann lieber etwas großzügiger ein um auf der sicheren Seite zu sein...


    Nun noch kurz zu der Low-Cut Sache:
    Je tiefer ein Signal von der Frequenz her ist, desto mehr Energie ist notwendig es wiederzugeben!
    Wenn der Frequenzgang des Lutsprechers (was ja normal ist) nach unten hin stark abfällt sollte man den Cut möglichst vor der abfallenden Schwelle setzen.
    Mal angenommen bei einem Lausprecher fällt die Frequenz ab 100Hz um 10dB bis 45Hz, dann spielt dieser Lautsprecher zwar bis 45Hz, aber um einen linearen Frequenzverlauf im Bassbereich zu erzielen muss der EQ in dem Bereich so stark angehoben werden, dass gleichmal locker die 8-fache Leistung benötigt wird!!! (3dB bedeutet doppelte Leistung)

    Gerade bei Mainstream Sachen ist ein potenter Bassbereich der schonmal ~10dB über dem Normalen Pegel liegt oft erwünscht, dass realisiert sich dann mit Subwoofern!

    Prinzipiell gilt die Devise: willst du Bass, nimmst du Subwoofer; willst du mehr Bass, nimmst du mehr Subwoofer.
    Auch wenn die Speaker eine Doppel 15" Bestückung haben und laut Hersteller bis 45Hz spielen werden sie keine Basswunder sein!! Das EQing führt zu dem was euch schon passiert ist: kurz viel Bass, dann Chassis tot.
     
  13. Witchcraft

    Witchcraft R.I.P. exMOD Ex-Moderator

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    Erstellt: 13.04.12   #13
    Bevor der TE jetzt einen DCX anschafft, sollte er eher die Wurzel des Übels beseitigen, und das heißt ECO ;)
     
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  14. Stefan089

    Stefan089 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.12   #14
    @Witchcraft: da will ich dir nicht wiedersprechen!

    Hatte weiter oben ja auch schonmal auf das Budget angespielt.
    Dann war meine Überlegung eben nur noch auf das bestehende Equipment gerichtet. Jetzt wo du es sagst ist es natürlich schon irgendwo fraglich für einen Controller mehr auszugeben als für einen Speaker :gruebel:

    Danke! :great:
     
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