Vorallem kommt DEM EMPFINDEN NACH (!) noch eines dazu, was mir das ganze erschwert. Hier täte mich ganz besonders interessieren, was Ihr Gitarreros so als Erfahrung dazu habt:
Ich schreibe bewusst Gitarreros, denn i.d.R. ist es wie folgt:
"Undank" ist der Welt Lohn".
Warum? Weil es die anderen in der Band oft so sehen. Warum?
Als Gitarrist, und besonders Leadgitarrist, steht man meistens in Front. Und das meine ich auch hinsichtlich des Sounds. Man wird daran gemessen und viele Fans hören und bewerten eine Band VORRANGIG wegen des Gitarrensounds. Spielt man also sein Solo, so rasten viele Fans wegen des Gitarrensounds aus; positiv gemeint, wollen was hören. Keyboard? Drums? Bass? Wen interessiert das schon groß?
Die Folge ist, das ich oft allein dastehe; ganz allein (in den Solos sowieso!). Beifall kommt zu oder wegen mir primär - und der Rest der Band schaut oft blöd in die Röhre, weil sie dem EMPFINDEN NACH den nicht für sich beanspruchen können. Ich gebe das weiter an die Jungs, weil ich ein Solo nicht nur allein fiedeln kann, sondern es baut ja auf die Performance der Band auf. Aber viele in der Band EMPFINDEN das eben nicht für sich, sondern schauen hier eher unwirsch, gar neidisch, so dass ich beim nächsten Mal erst gar ned so lange Solos fiedeln soll lt. Auswahl der Songs oder nicht so laut spielen soll. Es geht mir echt und immer mehr auf den Sender, weil ich nicht weiss, wie ich das ändern kann - ausser, dass ich vorschlage, dass mal ein Drumsolo oder Bassolo gespielt werden soll oder ich in manchen Stücken erst gar ned mitspielen möchte, sondern dann nur Percussion bedienen möchte - um eben raus aus dem Vordergrund zu sein. Unser Leadgitarrist kann ebenso gut Solis fiedeln, nur fühlt er sich eben in dieser Rolle nicht so wohl. Ihm ist es am liebsten, wenn er möglichst weit hinten auf der Bühne möglichst noch hinter dem Keyboarder stehen kann...
Hier regiert also scheinbar Unverständnis der eigenen Arbeit gegenüber und ich habe auch hierfür bislang keine Lösung, ausser es den Männern der Band jedes Mal wieder zu sagen, wie sehr ich ohne sie nichts kann und auf sie aufbaue. Aber besonders unser Sänger ist hier eine unheimliche Mimose.
Gruß Michael