Kaufberatung Digital Piano bis 500€ (auch gebraucht)

E
Earlowski
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
18.08.22
Registriert
17.08.22
Beiträge
1
Kekse
0
Hallo an alle,

ich bin auf der Suche nach einem Digital Piano mit Lautsprechern und 88er Tastatur, Hammermechanik.
Ich brauche es als Übungs- und Studio Masterkeyboard.

Ich bin seit 20 Jahren in der Studio Produktion unterwegs, allerdings autodidaktisch, was Klavier angeht. Ich bin vom Niveau also ein Langzeit Einsteiger mit mittleren Ansprüchen :)
Da ich nun seit einiger Zeit gezielt übe, nerven mich die wabeligen Synthie Tastaturen.

Die Tastatur muss nicht super originalgetreu sein, da ich vom Synthie komme und daher leichtgängige Tasten gewohnt bin. Roland und Kawai habe ich angespielt. Die fand ich eigentlich super aber etwas (zu) schwergängig.

Yamaha fällt eher weg. Da mag ich den etwas weicheren Klang von Roland oder Kawai lieber.

Da ich das Piano nur zum Üben brauche, liegt bei mir der Fokus klar auf Spielbarkeit und Klang, so dass spontanes Üben Laune macht. Ich brauche keine 1000 extra Sounds. Ein paar gute Pianos reichen. Für längere Sessions kann ich auf meine Software Libraries zurückgreifen.
Auch auf Begleitautomatik und ähnliches kann ich verzichten.

Was mir bei meinen Recherchen immer wieder begegnet sind diese beiden Modelle:
  • Roland FP-30/FP-10
  • Kawai ES-110 (oder anderes ES-Modell?)


Hat jemand weiterführende Tipps für meinen "Fall"?
Oder Erfahrungen?
Ich freue mich auf Rückmeldungen!

Viele Grüße
Sebastian
 
Claus
Claus
MOD Brass/Keys - HCA Trompete
Moderator
HCA
Zuletzt hier
25.09.22
Registriert
15.12.09
Beiträge
17.148
Kekse
84.581
Hallo Sebastian, willkommen im Musiker-Board, :hat:

im Prinzip hast Du einige interessante und preiswerte Lösungen genannt, 500 EUR wären für Neuinstrumente allerdings zu knapp kalkuliert.
Das Roland FP-30/FP-10 und das Kawai ES-110 haben im Preisbereich recht gute Hammermechaniken. Das Kawai ES-110 bekommt aktuelle seinen Nachfolger ES-120 mit elektronischem (Minimal-)Update und deutlich höherem Preis bei gleicher Klangerzeugung und Tastatur wie seit Jahren, lt. Handbuch leider ohne vollwertiges Interface.
Ein Roland FP30 spiele ich selbst, das aktuelle Modell FP30X hat eine verbesserte Klangerzeugung und ein vollwertiges Interface für Audio und MIDI-Daten in die DAW. Das FP10 hat das beides nicht, aber immer die gleiche Tastatatur.

Ein Yamaha P-125 (oder P-121) wäre vielleicht auch gar nicht so falsch für deine Zwecke.
Es hat eine einfacherer Hammermechanik, die aber relativ leicht gewichtet ist. Solltest Du den Klang keinesfalls wollen, würden diverse VST bei allen genannten Modellen leicht Alternativen bieten. Ressourcenschonend und hervorragend klingend sind einige Grand Pianos von Modartt Piantoeq, ansonsten diverse Sample Libraries).

Ich wollte das Yamaha noch einmal ins Spiel bringen, weil ich aus deinem Beitrag lese, dass Du Autodidakt bleiben willst. Das bedeutet in der Regel zwangsläufig, dass es nichts mit klassischer Spieltechnik wird und dann bringen die schwerer gewichteten Tastaturen das Risiko mit sich, dass man beim Spielen aus den Fingern statt in koordinierter Bewegung von Fingern, Handgelenk und Arm durch die Anstrengung und unbewusste Spannungen bei viel Üben/Spielen Schmerzen bekommt, die hartnäckig werden können.

Wenn man bei den günstigen Lösungen bleibt und ggf. die Klangerzeugung in den Computer verlagert sind auch einige Casio interessant, weil die ebenfalls relativ leichte Gewichtung haben, bislang allerdings kein vollwertiges Interface.
https://www.thomann.de/de/casio_px_s1100bk.htm

Im Bereich ab ca. 1.600 Euro gibt es bessere Klangqualität (Kawai ES-920, Yamaha P-515, das Roland FP90X kostet aktuell leider rund 2.000 Euro, hätte aber neben vielen anderen Features auch eine sehr gute und vergleichsweise "leicht" spielbare Tastatur.

Wenn Du keine eingebauten Lautsprecher brauchst, wären einige weitere Modelle interessant.
Meine Wahl wäre heute wieder das Roland, aber natürlich das aktuelle Nachfolgemodell von meinem, also ein Roland FP30X.
Mit der Tastatur bin ich immer noch zufrieden, sie wirkt im Vergleich weder leicht noch schwer. Das Plus liegt im vollwertigem Interface sowie den Line Out L/R für Audtio-Signale, damit ist es für die typischen Anwendungen zu Haus und unterwegs gut ausgestattet.

Gruß Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
G
Godehard
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.09.22
Registriert
26.05.13
Beiträge
41
Kekse
625
Moin Sebastian,

willkommen im Forum. Du scheinst schon eine komplette Anlage zur Sounderzeugung zu haben. Claus hat es schon geschrieben, warum nicht die Klangerzeugung in den Comuter verlagern.

Ich stand auch vor dem Problem das mir (fast) alle Pianoklänge nicht gefallen haben. Ich erzeuge sie jetzt im Computer. Vom E-Piano nutze ich nur die Tastatur. Dann geht's per USB-Midi an den Computer. Ich benutze Pianoteq von modartt. Das besondere dabei: Die Klänge sind nicht gesampelt, sie werden berechnet und erreichen dadurch eine (meiner Meinung nach) unglaubliche Klangfülle. Das Programm braucht nur wenig Speicherplatz und einen einigermaßen aktuellen Prozessor. Du kannst Dir eine Testversion runterladen. Da funktionieren zwar einige Töne nicht, aber zum testen ist es ok.

Es gibt auch noch Gesampelte Klaviere als Software, z.B. Ravenscroft soll auch sehr gut sein, habe ich aber nie gespielt. Auch kostenlos gibt es einiges https://www.delamar.de/musiksoftware/audio-plugins/piano-vst-49732/

Es lohnt sich also in diese Ríchtung zu schaunen. Es langt dafür ein Keyboard ohne eigene eigentlich Sounderzeugung, z.B.Studiologic SL88 Studio. Wenn Du eine voll gewichtete Tastatur haben möchtest (die Tiefen Tasten gehen etwas schwerer als die hohen) dann z.B. Studiologic SL88 Grand.

Für die Soundausgabe brauchst Du dann aber Kopfhörer oder Boxen. Sowas ist aber sicherlich bei Dir schon vorhanden.
Viel Spaß beim finden Deiner Lösung. Tip: Kaufe Dir nix was Du nicht vorher gehört hast.

LG

Godehard
 

Ähnliche Themen


Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben