[Kaufberatung/Erfahrungsbericht] Fernandes Gravity Deluxe 5

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Hallo ihr Bassisten da draußen :D

Ein weiterer Gitarrist möchte sich am Tieftöner versuchen und bittet euch um Erfahrungen zu diesem Bass. Der Grund warum mich gerade der Fernandes Gravity interessiert ist, dass ich einen Rockbass suche der sich in einer klassischen Rock/Metal Band durchsetzt und mir der Sound des Metallica-Bassisten sehr gefällt. Ist das Teil seine 1200 € wert? Gibt es vielleicht günstigere Alternativen mit denen ich zu einem ähnlichen Ergebnis komme?

lg ZnD
 
ratking
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Hm, ich kenne die Fernandes Bässe leider überhaupt nicht ... Aber Erle-Body, Ahorn-Hals, EMG J-Style Pickups und aktive Elektronik sind jetzt kein Konzept, dass so einmalig wäre - vergleichbares müsste sich bei den meisten Herstellern finden lassen, halt einfach mal alle aktiven J-Style-bestückten Aktiv-Bässe testen, die dir so in die Finger kommen! Denn unabhängig davon, ob Sound und Qualität passen, musst Du ja auch mit Hals-Shaping, Bespielbarkeit, String-Spacing etc. klar kommen!

Der Sound von "The Ape-Man himself" ... hm, schwierig, was die Bässe angeht. Rob hat ja grade früher häufig Yamaha gespielt (absoluter Preis-Leistungs-Tip, schon der RBX375 ist auf jeden Fall 'n Anspieltip trotz des günstigen Preises, oder eben der TRB1005), hat 'n Warwick Signature-Modell (Streamer komplett aus Ahorn mit zwei J-Styles), spielt ab und an auch MusicMan, habe aber auch schon viele Live-Pix von ihm mit 'nem 4-String Fender Precision gesehen (spiele ich selbst auch sehr gerne - EIN Sound, aber der ROCKT :D) ...

Der gute Mr. Trujillo wechselt also seine Bässe wohl ziemlich nach Lust und Laune (auch Zon spielt er ja, und, wenn ich mich recht erinnere, auch mal 'nen Rick), könnte also schwierig werden, von seinem Bass-Sound her die Bass-Wahl einzugrenzen ;)

Hilft also wohl wirklich nur, sich - am besten unabhängig vom Preisschild, man erlebt immer wieder Überraschungen in den mittleren Preislagen - durch alles zu testen, was man in die Finger kriegt. Auch bei Ibanez und ESP könntest Du deinen Traum-Bass finden, u.U. auch für deutlcih weniger Geld! Die SR 500er und BTB 700er Serie von Ibanez würd' ich mir auf jeden Fall mal ankucken, auch wenn's keine J-Style-Singlecoils sind ... Aber wir gesagt, Mr. Trujillo hat ja auch wenig Hemmungen, Bässe unabhängig von der PU-Bestückung zu wechseln ;)

Wichtiger als die PU-Bestückung des Basses ist kräftiges Finger-Training und 'n aufgerissener Ampeg :D Zeigt mal wieder, wie viel vom Bassisten selbst abhängt - egal, welchen Bass Rob grade verdrischt, es klingt immer nach ihm ;)
 
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Hi ratking,

danke für die Antwort :) Dass der gute Ape-Man himself seine Bässe wie andere ihre Unterhosen wechselt ist mir auch schon bekannt (find ich irre dass sein Signature Bass gleich mal mit knappen 8 000 €iern zu buche schlägt). Aber dass gerade J-Style Pickups mit aktiver Elektronik weniger Einfluß auf den Sound haben überrascht mich dann doch. Gerade auf das (+ eventuell Neck-thru) habe ich nämlich bei meiner Suche geachtet.

Bei Warwick bin ich wegen der Optik im mittleren Preissegment nicht wirklich fündig geworden. Von Ibanez hab ich bis jetzt die Finger gelassen weil ich dachte gelesen zu haben dass die Bässe genauso wie die E-Gitarre diese Zahnstocher-dünnen Hälse haben (vl irre ich mich ja auch).

Die Sache mit dem Amp lass ich jetzt mal weg da ich schon bei meinem Gitarrensound auf einen Amp verzichte und alles übers Laptop spiele :)

einen Fender Precision hatte ich auch schon im Auge aber als 5 Saiter doch etwas zu teuer und ich denke nicht dass ich mit so nem Teil dieses böse "grummeln" hinbekomm ^^

lg ZnD
 
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Die Soundgear Serie von Ibanez ist in der Tat für ihre recht schmale Halskonstruktion bekannt, bei den BTB Bässen hat man dagegen breitere Hälse verbaut. Gerade den 705er BTB würd ich auf jeden Fall mal anspielen
 
ratking
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Wenn Du 'nen guten Warwick im mittleren Preissegment haben willst, dann bleibt fast nur der Gebrauchtkauf ... Ich hab' z.B. meinen Streamer LX5 gebraucht für knapp 600€ gekriegt - zwar 'n Schnäppchen, aber schon ab und an mal zu finden! Wäre mit zwei J-Styles und Aktiv-Elektronik durchaus 'ne Überlegung wert ...
Oder mal die Rockbässe antesten - haben nicht den holzigen "Knurr" der "richtigen" WWs, sind ein bissl neutraler und glatter, aber auch sehr gute Bässe für richtig kleines Geld - und evtl. sogar näher dran am Erle/Ahorn-Sound von Rob?
Ich hatte mal den aktiven Rockbass Streamer LX, bevor ich den gebrauchten "großen" LX5 gekriegt habe. War ein sehr guter Bass, der in der gehobenen Mittelklasse durchaus mithalten konnte, zum Einsteiger-Preis :)

Beides natürlich die Bolt-On-Variante. Das mit der Halskosntruktion würde ich jetzt aber net so kritisch sehen - das ist nur ein klangformender Faktor unter vielen, kann gut sein, dass ein Bolt-On-Bass aufgrund der Höler, PUs, Elektronik und der Gesamtkonstruktion trotzdem eher den gewünschten Sound liefert als ein Neck-Through ... Grade deswegen würd' ich da mal ganz ohne Scheuklappen testen. Bolt-On kann dem aggressiven, schnellen Spiel sogar entgegen kommen, wenn man net gar so reinholzen kann/will wie der Herr Trujillo ;)

Gilt auch für die PU-Bestückung. Natürlich haben J-Style-Singlecoils 'nen sehr eigenen Sound, ich spiel' auf meinen Warwicks auch nix anderes mehr ;) Aber es gibt eben auch Soapbars, die in den Höhen vergleichbar präsent sind, und auch MM-Style-PUs sind für 'nen klaren, durchsetzungsfähigen Sound eigentlcih ideal. Grade beim Bass sind z.B. auch die verwendeten Saiten (und das Alter derselben ;)) ähnlich klangprägend wie die PUs.

Wenn Du dich auf aktive J-Style-Bässe konzentrierst, machst Du schon mal nix falsch, kein Thema. Aber ruhig mal was anderes in die Hand nehmen, wie gesagt, man erlebt immer mal wieder Überraschungen.

EDIT: Zu Halsmaßen & Co., da nicht markenspezifischen Klischees auf den Leim gehen ;) Bei Ibanez geht die Palette von superflach und extraschmal (Soundgear-Reihe) über flach und ordentlich breit (BTB) bis hin zu richtig Holz in der Hand (ATK) - da ist für alle Geschmäcker was dabei ;) Gilt ja auch für die Gitarren - die RGs sind das eine Extrem, wenn man 'ne SZ, AX/AR oder so in die Hand nimmt, ist das wieder GANZ was anderes ...
 
Tumbletweed
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oh cool da hab ich ja einiges vor heute im Musikgeschäft :)))

ich werde mal sehen ob sie einen Rockbass Streamer, Ibanez BTB, Warwick Streamer :)D), Fernandes Gravity und eventuell auch einen Sterling by MM Stingray da haben :) ich denke mit der Auswahl könnte ich schon mal ein gutes Fundament für knurrigen Bass-Sound gelegt haben oder?

lg ZnD
 
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Wenn's knurren und rocken soll, rhig auch mal den Ibanez ATK (gute MusicMan-Alternative zum Schweinepreis) und den Preicision (imemr noch DER Rock-Power-Sound schelchthin ;)) in die Pfoten nehmen ... Und wenn's nur dem Vergleich dient - den Preci NIE unterschätzen ;)
 
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Ich kenne die Fernandes, und sie sind nicht der Schlüssel zum Trujillo Sound. Er hat ja auch zig andere Bässe (unter anderem das ZON Signaturemodell). Wesentlich wichtiger ist da der Zerrsound, den du mit einem Ampeg einem Sansamp oder ähnlichem erreichst.
 
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So ein G&L L2500 Tribute hat auch nen schönen Knurr und irre viele andere gute Sounds. Wahnsinnig flexibel und preislich weit unter dem Gravity Deluxe.
 

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