Kaufberatung für Notfall-PA-Anlage

HerrM
HerrM
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
14.02.15
Registriert
12.11.14
Beiträge
12
Kekse
0
Ort
NRW
Über mich:
Bin seit kurzem hauptberuflich mit Vorträgen und kleinen Soloprogrammen unterwegs und suche eine PA-Anlage für Notfälle. Damit meine ich eine Anlage, die nicht im Dauereinsatz ist, sondern nur dann zum Einsatz kommt, wenn der Kunde keine eigene stellen kann und es zum Mieten zu kurzfristig ist. Leider bin ich mit der Auswahl einer Anlagen grenzenlos überfordert und suche daher dringend Hilfe.

1.) Anwendung

Die Anlage sollte kompakt und einfach zu transportieren sein. Also ab in den Kofferraum zu den anderen Requisiten und los. Vielleicht gleich ein Komplett-Set?

a) Musikart:
Hauptsächlich für Sprache, nur wenig Musik (ca. 2 Titel pro Show, mp3, iPod als Quelle)

b) Größe und Location der Veranstaltungen:
Bis ca. 50 Leute, selten mal um die 100. (in der Regel leises, sitzendes Publikum)

Übliche Größe der Locations, in m²:
Unterschiedlich: Kleine Säle, kleine Aulen, Buchhandlungen, kleine Bühnen, Konferenzräume usw..
Indoor

c) Anzahl und Art der Boxen:
Kann aus Unkenntnis nichts ankreuzen. Hätte gerne zwei Lautsprecher die rechts und links von der Auftrittsfläche/Bühne stehen.

[ ] komplettes Front-System
[ ] Mid/High-Speaker
[ ] Subwoofer
[ ] Monitore: Anzahl:____
[ ] komplette PA: Front und Monitore

d) aktiv / passiv
Das wüsste ich auch gerne! Oder was das überhaupt bedeutet, oder was besser für mich ist.

2.) Budget
Jetzt werden wieder viele seufzen und mit dem Kopfschütteln. Die Anlage sollte so günstig wie möglich sein. Dafür muss Sie auch nicht brillante, sondern nur zufriedenstellende Leistung bringen. Es handelt sich ja gewissermaßen "nur" um einen akustischen Ersatzreifen für Notfälle und Proben.

3.) Vorhandenes PA-Equipment (Typenbezeichnung nicht vergessen):
Null, nada, nothing.

4.) Klangliche Ansprüche:
Natürlich so gut wie möglich für so wenig Geld wie möglich. ;)
Dass man bei kleinem Budget keinen High-End-Klang bekommt ist mir schon klar.

5.) Zukunftsfähigkeit:
Mittelfristig sollte es zwar schon halten, wird aber eh nicht intensiv genutzt.

6.) Zustand des zu kaufenden Equipments:
Neu oder gebraucht ist eigentlich egal. Oder? Sind gebrauchte Anlagen eine echte Alternative oder die Katze im Sack? Worauf muss ich achten?

Wenn Beratung für den Kauf einer Komplett-Anlage (inkl. Mikros, Mischpult, Verkabelung,...) gewünscht wird, bitte den folgenden Teil noch ausfüllen:

Möchte zwar eine komplette Anlage und brauche auch noch neue Funkmikros (z.B. 1x Bügel o. Lav und 1x Handmikrofon), weiß aber nicht was ich hier ankreuzen muss.

7.) Mischpult
[ ] analog
[ ] digital
[ ] egal

Anzahl Mono-Kanäle:___
Anzahl Subgruppen:___
Anzahl pre-Auxwege (Monitor-Wege):___
Anzahl post-Auxwege (Effekte):___

Sonstiges:
[ ] integrierte Effekte
[ ] Meterbridge

8.) Erwünschte externe Effekte:
???

9.) Sonstiges/Bemerkungen:
Leider weiß ich überhaupt nicht wonach ich suchen muss, bzw. welche technischen Spezifikationen für meine Zwecke richtig sind.
Das einzige was ich noch hinzufügen kann ist, dass die Anlage unkompliziert und von einer einzelnen Person zu bedienen sein sollte.

Angesichts meiner Ratlosigkeit bin ich für jeden Hinweis, jede Hilfestellung, jeden Link und jede Erklärung von Fachchinesisch mehr als dankbar.

Vielen Dank im Voraus
Micha
 
Eigenschaft
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Yamaha Stagepass 400 i wäre auch eine Möglichkeit.
Gibt es auch als Komplettset mit Boxenstative.
Vorteil bei zwei aktiven Boxen ist nicht wie beim System mit Sub das eine Box immer funktioniert.
 
Zur Stagepass: (hab mal bei Thomann nachgefragt)

Du kannst dabei einerseits natürlich den Mixer aus der Box nehmen und 2 Boxen betreiben.
Somit kannst du problemlos auf der Bühne die Lautstärke anpassen etc.

Andererseits kannst du den Mixer auch im Rücken der Box lassen und hast somit eine "Aktivbox" mit vielen Eingängen.

Möglich wäre auch z.B. eine Behringer B812neo , eine Ld Mix https://www.thomann.de/de/ld_systems_mix_6_ag2.htm oder z.B. eine https://www.thomann.de/de/alto_pro_truesonic_ts110a.htm

Zu jeder Box eben noch ein Stativ.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich war da seinerzeit mal auf der Musikmesse und habe das SoundCaddy-System von HK gesehen und gehört:

http://hkaudio.com/products.php?id=237

Eigentlich wäre das für Dich richtig gut geeignet. Es braucht sehr wenig Platz zum aufbauen, ist ruck-zuck hingestellt (von Aufbau kann man eigentlich schon gar nicht mehr sprechen), der Hochtöner wird zum Transport einfach in die Box geschoben, es sind also keine Stative notwendig. Rollen für einen einfachen Transport sind auch dran. Das System hat richtig Kraft und ist gut laut. Der Nachteil: es ist mit gut 2000,-Eur schon recht teuer.

Ich vermute, für den genannten Zweck wäre es prima geeignet, da es in beengten Situationen auch auf einer Fläche etwas größer als ein DIN A4-Blatt aufgebaut werden kann. Mehr als ausreichend Leistung ist definitiv vorhanden, bei Sprachbeschallung gehen hier sicher auch 150 Pers. open-air sehr bequem.

Gruß, Jochen
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Oh da fällt mir noch was ein: ein Bose L1 compact wäre sicher auch eine sehr gute Lösung. Besonders gut gefällt mir daran der tolle Raumklang - für Lesungen, Vorträge etc. absolut erste Sahne...

Gruß, Jochen
 
Hi Jochen ;)
Statt dem L1 wäre das Maui 11 meine Wahl.

Ich schätze aber, dass das Budget nicht über 300€ liegen wird, weshalb diese sehr schönen Möglichkeiten wohl nicht klappen werden :/
 
Hey,

da du das, wie du sagst "hauptberuflich" machst, sollte auch deine "Notfallanlage" nicht das unterste Niveau darstellen (jedenfalls hätte ich den Anspruch an mich selbst)
Ausserdem gehe ich davon aus, dass du bei deinem Job auch was verdienst, und nicht das Ganze mit negativem Umsatz fährst -> d.h. es sollte doch ein ordentliches Budget zu vergeben sein
Und ich glaube Arbeitsgerät kann auch noch steuerlich abgesetzt werden.

Darüberhinaus würde ich mir, in deinem Falle, auch gerne Equipment aufstellen, das auch einigermaßen ausfallsicher und langlebig ist...

Ich gehe mal hin und empfehle etwas hochwertiges zu kaufen und nicht Chinaböllerklasse
Kauf die 2 schöne kleine aktive fullrangeboxen (doppel 6" + Treiber, oder 8" +1" o.ä) ordentliche Stative und Kabel, einen ordentlichen Kleinmixer und vor allem ordentliche Funkmikros

pi x Daumen würde ich mal mind. 3000 ,- (in Worten dreitausend, um der Verwechslungsgefahr vor zu beugen) ansetzen!!!
 
Ich muss da @PattiF teilweise zustimmen. Zwei ordentliche Säulenlautsprecher, ein Sub, ein Rackmixer und die Funkstrecken sauber in einem Rack sollte schon das Minimum darstellen.
LD Maui11, Soundcraft EPM6, zwei Shure-Funken, Rack - das geht alles für unter 3000, also mind. 3000 halte ich für übertrieben.
Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt.
 
Leute, jetzt bleibt mal bitte auf dem Teppich.
Die Anforderung lautet: Sprachanwendungen und MP3-Hintergrundgedudel für ca. 50 (leise!) Personen !!
Und das Equipment ist eine NOTFALL-PA.....

Gegenfrage: was empfehlt ihr dann als Band-PA für 100 Personen?
Dass man ca. 10.000 Euro auf den Tisch legen muss - oder was?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
3.000€ für eine Ersatzanlage, die bei 70% der Auftritte im Auto verweilt finde ich schon etwas stolz.

Eine Maui 11 mix, das Stagepass oder eine Aktivbox mit integriertem mini-mischer reicht hier meiner Meinung aus.
Wenns ohne Funk geht, kann man hier mit 600-700€ auskommen.

Gruß
Jan
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Leute, jetzt bleibt mal bitte auf dem Teppich.
Die Anforderung lautet: Sprachanwendungen und MP3-Hintergrundgedudel für ca. 50 (leise!) Personen !!
Und das Equipment ist eine NOTFALL-PA.....

Gegenfrage: was empfehlt ihr dann als Band-PA für 100 Personen?
Dass man ca. 10.000 Euro auf den Tisch legen muss - oder was?

so hab ich das nicht gesagt...
Hier handelt es sich um professionelle Anwendung, die ein gewisses Niveau verlangt und nicht ne Hobby Band, die nicht nur 2 Boxen und nen Mixer braucht, sondern noch vieles mehr.... (und deshalb bei allen Komponenten Abstriche im Klang macht)
Alleine die Maui 11 Mix kostet schon 600,-
wie wollt ihr das aufstellen? Ich gehe mal davon aus dass das irgendwelche Kleinkunstbühnen oder ähnliches sind, wollt ihr das Maui dann hinter den Akteur stellen, damit er sich dann auch noch hört? (dann wird aus manchen Bühnen, die schöne Vorhänge seitlich und hinten haben, nicht mehr viel im Publikum (vor allem im hinteren Drittel) ankommen)
Meiner Meinung nach brauchts mindestens ne L/R Aufstellung,
d.h. das MAUI x 2 dazu dann, wie geünscht 2 (Headset o. Lavalier und ein Handmikro) ordentliche Funkmiks (400 - 600 / Stück) + Kabel dann seid ihr aber auch schon bei ca. 2500,- !!!!!!!
 
Hier handelt es sich um professionelle Anwendung,
Machen wir hier in der Firma z.B. auch - täglich laufen bei uns Vorträge von 20 bis 200 Personen. Mehrere gleichzeitig.

die ein gewisses Niveau verlangt
DAS ist die Frage - und das ist die Kernfrage was "Niveau" bedeutet.

Wir erledigen z.B. Vortragsjobs bis 50 Personen - auch mit Multimediabeschallung - mit DEUTLICH (also damit meine ich: deutlich) weniger Aufwand als das was Du z.B. da vorschlägst:
eine einfache 10/1er Akku-Box von db technologies mit integriertem Funkempfänger und einfachem Funkheadset, alternativ eine JBL EON G2 + Mini-Soundcraft-Pult + einfaches Shure PGX Funksystem. Das wars. Funktioniert 1A und ich würde mal sagen, das hat sogar ein "gewisses Niveau".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich stimm' @PattiF vollkommen zu. Es ist ein Gewerke bei welchem Geld verdient wird und da hat eine Multimediabeschallung auf niedrigem Niveau mit Chinamaterial nichts verloren. Mein Standpunkt.

Wenn so mancher meint, man könne das so machen, dann bitte, aber das ist nicht professionell und ich als Kunde würde den Dienstleister zur Mina machen. Selbst wenn es nur 20 Personen sind, gehört da vernüftiges Material her.

Mit 3k€ kommt man schon recht weit.
2 potente und gut klingende 8" oder 10" Boxen, z.B. TW Audio M8 oder M10, Seeburg TSM8 oder TSM10.
Ritterbusch und Barth Audio haben auch so nette Teile im Portfolio.

Solche Linienstrahler alla Maui oder Bose würde ich nicht nehmen, da (ich behaupte das mal so einfach) alle klangmässig sehr eingefärbt sind. Auch so ne Lukas Nano.... ich halte nicht viel von dem Ding.

Ich rate dem Threadstarter zu einem direkten Vergleich unter entsprechenden Bedingungen.

Beim Mischpult würde ich ein kleines Yamaha aus der MG Serie nehmen oder ähnliches. Hier kann man noch den größten Kompromiss eingehen.

Bei der Funkstrecke auf zuverlässige und vor allem zukunftssichere Technik setzen, also keine ISM oder Mittenlücke, keine GHz Schleudern. Ich würde den Bereich 400-600 MHz wählen, da dieser meiner Meinung nach nun stabil und sicher ist, in punkto Digitale Dividende.

Im Zweifelsfall gibt es noch Vermietbuden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Harry, was kostet eure Lösung?
 
Wenn ich es richtig im Kopf habe lag die db Akku-Box bei ca. 700 Euro inkl. der Funkstrecke.
Und was hat eine EON G2 gekostet - weiß ich nicht mehr. HEUTE würde ich die jedenfalls nicht mehr kaufen, da es heute andere, viel smartere Lösungen für sowas gibt.

Siehe mein Post #2 - die Behringer B112MP3. Da brauchst du nicht mal mehr ein Mischpult. Und eine kleine Funkstrecke bekommst du für 200 Euro oder noch weniger.
 
Mein Standpunkt wäre ein anderer:
Es ist immerhin nur eine Ersatzanlage.
3.000€ muss man erst mal verdienen ;)

Man nehme eine Box wie die Qsc K10 und setzte sie auf ein Stativ.
Dann verzichtet man auf den "Luxus" Funk und haut ein Sm58 ran und gut ist.
Ein Lavellier/Headset geht, wenn es sein muss, mit einem 48v Speiseteil.

Damit kann man meiner Meinung zufrieden sein.
An meiner Schule beschwerte sich bei Lesungen bis 100 Mann auch keiner mit 2 Yamaha Msr 400.

Gruß
Jan
 
ich akzeptiere eure Meinung, kein Thema (meinen Ansprüchen würde das nicht gerecht, aber gut verschiedene Menschen, verschiedene Ansprüche)
Fakt ist jedoch, dass weder für 300,- noch für 600,- da wirklich was zu machen ist. Ein bisschen mehr Geld muss man schon in die Hand nehmen (ich nehme mal an, dss der TE einen Grund hat warum er ein Lavalier oder Headset anfragt, wahrscheinlich bewegt er sich auf der Bühne und braucht die Hände frei oder für was anderes ;-) )

Gute Diskussion, die aber für mich hier abgeschlossen ist, zumal der TE sich noch kein einziges Mal wieder gemeldet hat und evtl. aus unserer Beratung mal gesagt hat in welche Richtung seine Ansprüche als Profi gehen.
 
Hallo allerseits und vielen herzlichen Dank für die vielen nützlichen Tipps und Ratschläge.
Mit eurem Wissen habt ihr mir schon sehr weitergeholfen, aber auch viele neue Fragen aufgeworfen. Ich werde mal versuchen möglichst strukturiert auf die einzelnen Punkte einzugehen:

Vorweg noch mal zu Bedarf und Budget:
Harry und Donsiox haben es schon richtig erkannt, es handelt sich um eine Ersatzanlage! In meinem Arbeitsbereich ist es schlicht üblich, dass die Veranstalter eine Anlage stellen. Die PA-Anlage die ich mir zulegen möchte wird die längste Zeit im Lagerraum neben meinem Büro stehen und möglicherweise nur zwei oder drei mal im Jahr benutzt werden. Es wäre absolut unvernünftig unter den Umständen eine 3000-Euro-Anlage verstauben zu lassen.
Deshalb peile ich lieber ein Budget von ein paar Hundert als von ein paar Tausend Euro an.

Danke für die vielen Links und Infos. Ich habe einige Tage gebraucht mich dadurch zu kämpfen. Nun hätte ich noch einige Rückfragen.

1.) Auf Funkmikrofone verzichten?
Ich habe mir u.a. das Produktvideo zur Behringer B112MP3 angesehen. Da fällt ein entscheidender Satz:

„...fungiert als Vierkanal-Mischpult, mit Anschluss von bis zu drei Mikrofonen. Dafür muss man auf die Einsatzmöglichkeit von Funkmikrofonen verzichten.“

Warum? Was braucht es um ein Funkmikrofon einsetzen zu können und warum geht das hier nicht? Kabellose Mikrofone wären mir schon sehr wichtig.

2.) Aktivbox gegen Passivbox
Also bei Aktivboxen ist der Verstärker schon eingebaut. Richtig? Bedeutet das im Umkehrschluss, dass ich bei einem System mit Aktivboxen weniger Einzelkomponenten mit mir herumtragen muss? Wenn ja, spricht im Bereich Vortrag/Lesung irgendetwas gegen Aktivboxen?

2.2) Sind Aktivbox benutzerfreundlicher?

3.) Apropos Einzelkomponenten - Checkliste
Ich bin ehrlich gesagt etwas überfordert von den ganzen Einzelelementen die in euren Antworten teils nebenbei, teils als Abkürzungen aufgezählt werden. Habe dauernd das Gefühl, dass ich irgendwelche Teile übersehen habe. Welche Komponenten muss ich für eine funktionsfähige Anlage unbedingt kaufen? (Unterschiede zwischen aktiv und passiv?)

4.) Ein oder zwei Lautsprecher?
Einige der von euch vorgeschlagenen Lösungen scheinen aus nur einem Lautsprecher zu bestehen. Ich dachte immer, das ein Publikum mindestens von links und recht beschallt werden muss. Liege ich damit falsch?

5.) Was bedeutet "flugfähig (M10)"?


6.) Anmeldepflicht und Nutzbarkeit?
In der Zwischenzeit habe ich versucht mich auf dem Gebrauchtmarkt umzusehen. Bei einer kleinen Anlage stand dabei sie sei anmeldefrei. Was muss denn bei solchen Anlagen angemeldet werden und bei wem?

Bei einem Angebot stand "...auch nach 2015 nutzbar...". Was soll das denn heißen?


So, vorerst genug der Fragen. Nochmals vielen Dank, dass ihr mir etwas von eurer Zeit geopfert habt. Ich weiß das sehr zu schätzen.

Einen schönen Abend noch
Micha
 
Servus Micha ;)

Ich antworte mal direkt auf deine Fragen:
1. Funkmikrofone kannst du theoretisch an jeder Box mit XLR/Klinkeneingang einsetzen. Das Problem ist nur, dass ein Funkmikrofon einiges kostet.
Hier mal ein Beispiel für das selbe Mikro in Funk und Kabelversion:
https://www.thomann.de/de/sennheiser_e835s.htm
https://www.thomann.de/de/sennheiser_xsw_35_vocal_set_eband.htm

2. Es spielt nichts gegen Aktivboxen und ja, sie sind in deim Falle transporttechnisch von Vorteil. Alternativ funktionieren aber auch noch Varianten wie beim Yamaha Stagepass.

2.2 Für Leien - ja. Als Profi hast du mit Controllern etc. wieder andere Möglichkeiten.

3. Aktiv wäre: Mikro -> Kabel -> Mischpult -> Kabel -> Box. Bei vielen Aktivboxen kannst du aber das Pult weglassen, da schon ein Mini-Quellenmischer integriert ist.
Passiv wäre: Mikro -> Kabel -> Mischpult -> Kabel -> Verstärker -> Kabel -> Box.
Ob Funk oder Kabelmikro spielt hier keine Rolle.

4. Ein Sprachsignal ist eh mono. Da dein Budget zwei gute Boxen nicht zulässt lieber eine gute statt doppelt Schrott ;) Die Varianten wie mit Bose L1 oder Maui 11 sind hier speziell, da sie durch einen
breiten Abstrahlwinkel genau für den Betrieb mit einem System pro Bühne gemacht wurden.

5. Diese Lautsprecher kannst du mit Hilfe von Flughardware z.B. an einer Traverse aufhängen. Ist in deinem Falle aber nicht so wichtig. Du wirst ja wohl immer ein Stativ verwenden (müssen).

6. Hier stell ich einfach direkt einen Thomann-Artikel ein:

Zukunftssicher Funken!
n.gif

Viele Frequenzbereiche unserer derzeitigen UHF-Drahtlosanlagen wurden für die Verwendung von Mobilfunkdiensten (LTE) vergeben. Der Betrieb von klassischen UHF Drahtlosanlagen ist in diesen Frequenzbereichen nicht mehr, bzw. nur noch bedingt erlaubt. Diese Umstellung wird in Fachkreisen Digitale Dividende bezeichnet. In Deutschland endet die bisherige Allgemeinzuteilung dieser Frequenzen am 31.12.2015

Zum Glück unterstützen die meisten aktuell erhältlichen UHF-Anlagen mehrere Frequenzbereiche.

Übrigens: Moderne Wireless-Anlagen, die über die Drahtlos-Frequenzen von WIFI-Netzen senden, sind von der Digitalen Dividende nicht betroffen. Bitte beachten Sie dazu die Hinweise in unseren Produktbeschreibungen.

So funktioniert’s:
ddiv_help_1.png

Wir zeigen Ihnen die Frequenzbereiche an, die das ausgewählte Produkt unterstützt. Grün bedeutet, diese Bereiche können auch nach 2016 bedenkenlos betrieben werden.

Um es also kurz zu machen:
Manche Funkmikros darf man nach 2015 nicht mehr kostenfrei nutzen. Dann muss eine Gebühr gezahlt werden, welche nicht unbedingt billig ist.

Gruß
Jan
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben