Kaufberatung IEM - LD oder Shure?

von Airwolf89, 20.04.16.

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  1. Airwolf89

    Airwolf89 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.04.16   #1
    Hallo Leute,

    ich suche derzeit nach einem IEM. Habe mir da auch schon 2 in Frage kommende Systeme ausgesucht:

    Zusammen mit:

    oder


    Wollte vom Preisbereich her gern unter 500€ bleiben.

    Bisher bin ich der einzige in unserer Band (4 Leute, Gitarre, Bass, Drums, Gesang -> Ich) der ein IEM will, aber ich gehe eigentlich davon aus dass das nicht lange so bleiben wird. Hauptsächlich will ich eigentlich nur mich auf den Hörern haben. Zumindest fand ich es bisher immer ausreichend wenn ich mich selber gut gehört habe und den Rest der Band halt gedämpft durch die Kopfhörer. Arbeite im Proberaum derzeit mit geschlossenen Kopfhörern von AKG. Auch ist derzeit noch nicht viel Technik da, sodass ich nicht wirklich davon ausgehen kann dass bei jedem Auftritt ordentliche Mixer usw. dabei sind, d.h. eigentlich Minimalanforderungen. So viele Gigs sind es bei uns auch erstmal nicht.

    Ich weiß halt nicht was besser ist, also mehr Geld in Sender & Empfänger investieren und dafür erstmal mit den SE112 zu arbeiten oder doch lieber das günstige LD Systems nehmen und dafür dann noch bessere Hörer zu nehmen (SE215)
    Nen bisschen rauschen würde mich glaube ich gar nicht stören, mir ist halt wichtig dass ich mich halt gut höre. Otoplastiken würden dann bei mir auch noch anstehen, da ich das Glück habe dass unser Drummer Hörgeräteakustiker ist und in ner Firma arbeitet die sowas herstellt. =)

    Zu was würdet ihr mir raten? Das LD ist von den Frequenzen her ein wenig flexibler als das Shure. Man findet teilweise auch recht unterschiedliche Bewertungen zu beiden.
    Unser Gitarrist verwendet für seine Gitarre nen Drahtlossystem, das Line6 G50, das läuft auf 2400MHz, da sollte es dann ja keine Probleme von den Frequenzen her geben, richtig?

    Danke im voraus.
     
  2. deXta

    deXta Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.16   #2
    Hi,

    zunächst: Ich kann zum Shure Set nichts sagen, da ich es selbst noch nie getestet habe.
    Meine drei Bandkollegen spielen jeweils mit dem Shure SE315-CL, also der größere Bruder des von dir geposteten Shure Hörers. Einer über ein LD MEI 100, einer LD MEI 1000 und der Drummer spielt kabelgebunden über ein Behringer P1. Ich habe auch ein MEI 1000 und spiele angepasste Hörer!
    Soundmäßig sind alle zufrieden. Das LD rauscht leicht, ist aber nicht mehr wahrnehmbar sobald man beginnt zu spielen!

    Ohne das Shure IEM zu kennen unterstelle ich ihm einfach mal, dass es eventuell etwas rauschfreier arbeitet, wobei aber wahrscheinlich die mitgelieferten Ohrhörer dem Shure SE315-CL (und seinem kleinen Bruder) unterlegen sein werden.

    Ich persönlich würde eher zu einem LD Systems mit guten Hörern raten als zum Shure Komplettpaket.

    Frequenzmäßig kommt sich da gar nix in die Quere, spiele auch ne 2,4 GHz Funke, da stört sich nix.
     
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  3. Bassonkel

    Bassonkel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.16   #3
    Ich habe vor 4 Wochen unsere Band (Gitarrist, Sänger und mich - Bassist. Drumer spielt kabelgebunden) mit dem LD MEI 1000 G2 und den Shure SE215 ausgerüstet. Allerdings auch gleich ein Behringer X32 Rack dazu. So kann sich jeder seinen eigenen Mix selber und individuell gestalten.

    Bisher haben wir es nur im Proberaum genutzt. Am Samstag kommt (vermutlich) der 1. Livetest. Dann werde ich in meinem Thread zum Thema meine bisherigen Erfahrungen mal etwas detaillierter versuchen zu vermitteln.
    https://www.musiker-board.de/thread...00-g2-x32-rack-kann-man-das-so-machen.635119/

    Was ich bisher sagen kann... ich habe, bzw. wir haben uns noch nie so gut gehört! Wenn man sich mit den Funk- Frequenzen etwas eingefuchst hat, dann läuft die Verbindung auch störungsfrei. Allerdings planst du ja vorerst auch nur eine Funkstrecke in der Band.
    Rauschen nehme ich eigentlich gar nicht war. Hin und wieder mal ein (nicht weiter störendes) kleines Störgeräusch. Auch wenn ich das bei der letzten Probe eher auf die zuneige gehende Batterie schieben würde. Nach dem Batteriewechsel war wieder alles bestens.

    Zu der ShureFunke kann ich nix sagen.
     
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  4. Airwolf89

    Airwolf89 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.16   #4
    Hi,

    danke für eure Antworten.

    Von dem LD 1000 hört man eigentlich ne ganze Menge, scheinen wirklich viele einzusetzen, von daher machts glaube ich wirklich mehr Sinn das Teil zu nehmen und dann die besseren Kopfhörer dazu zu nehmen.
    Allerdings hat's sich jetzt ergeben dass ich nächste Woche beim Thomann bin, vielleicht kann ich mir ja beide mal anschauen. Werde dann mal von meinen Erfahrungen berichten.
     
  5. JoeBalls

    JoeBalls Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.16   #5
    Hallo,

    meine Band ist auch vor kurzem komplett auf In Ear umgestiegen. Der Gitarrist und Sänger hat schon länger ein Shure System verwendet. Der andere Gitarrist und ich haben dann auch überlegt, ob wir uns das Shure oder das LD Systems Teil holen (der Preisunterschied ist ja enorm). Wir haben uns das LE Systems Teil geholt und sind damit glücklich.

    Das Rauschen, was in vielen Reviews beschrieben wurde, hatten wir so nicht. Wichtig ist hier das korrekte Gain Staging und Qualität des Signals, und das fängt weit vor deinem In Ear System an. Auch hier gilt: kommt Scheiße rein, dann wirst du auch über einen guten Sender und Top Kopfhörer Scheiße hören.

    1. Wir spielen ausschließlich über Modellingamps, die gehen direkt per XLR rein. Das bereitet schonmal weniger Probleme. Wenn ihr was abnehmen wollt, müsst ihr hier schon schauen, dass dass Kabel, Mikro und die Abnahmeposition gut sind und nicht von sich aus ein rauschen verursachen.
    2. Zustand eurer Instrumente: Wenn eine Anschlussbuchse kaputt ist, der Tonabnehmer nicht richtig geerdet ist etc., dann wird es so oder so rauschen. Auch hier gilt: Equipment in Schuss halten.
    3. Gain einstellen am Pult. Wenn ihr eure Amp / Drum Signale am Pult um die -25 db einpegelt, dann braucht man sich nicht über ein späteres Rauschen wundern. Hier sollte man bereits am Pult selbst den Pegel möglichst hoch einstellen, ohne, dass es zu Clipping kommt. Der Preamp eines Pults arbeitet nämlich rauschfreier als der Verstärker an deinem Empfänger!
    4. Ist die Klamotte mit dem Gain Staging am Pult erledigt, dann geht es an den Sender. Auch hier gilt die Devise: Noch arbeitest du über Kabel und der Preamp ist besser als der deines Empfängers. Auch hier möglichst hochziehen ohne Clipping
    5. Wenn du die Schritte befolgt hast, wirst du dich wundern, wie wenig du nur noch den Lautstärkeregler an deinem Empfänger hochdrehen musst und wie sauber der Klang ist.

    Die mitgelieferten Kopfhörer kannst du eher für Zuhause oder fürs Joggen verwenden. Ich habe den Eindruck, dass die von sich aus rauschen. Die Dämpfung ist schlecht, ich hab mir darüber normale "Micky Mäuse" drübergezogen. Mittlerweile hab ich wesentlich bessere InEars. Der Sound mit dem LE Systems ist Teil ist super. Ich bin echt froh, keine 700 EUR gezahlt zu haben. Und es ist auch gut, dass du dich für das 1000er System entschieden hast, denn da hat der Empfänger ein Limiter (den du UNBEDINGT einschalten solltest). Den EQ "Boost" musste ich nicht verwenden.

    Der Nachteil gegenüber dem Shure ist natürlich, dass das LE Systems Gerät die freien Frequenzen nicht automatisch raussucht. Im Proberaum kein Problem, Live sicherlich etwas schwerer. Ein paar Kinderkrankheiten hat das Gerät auch. Wenn du den Empfänger einschaltest, dann rauscht es kurz. Nach zwei Sekunden ist der Klang aber super. Ich möchte hier auch anmerken, dass ich mit den In Ears bis jetzt auch nur ca. acht Meter vom Sender entfernt stand. Klangeinbußen hab ich nicht wahr genommen.

    Um es kurz zu fassen:
    Sicherlich sind die In Ear Systeme von Shure, Akai oder Sennheiser über LD Systems einzuordnen. Aber hier gilt gleiche wie bei Instrumenten: Lern dein Equipment kennen, setz dich damit auseinander und nutze es vernünftig. Dann bekommst du auch für weniger Geld einen guten Sound. Wenn du das mit dem Gain Staging nicht berücksichtigst, dann wird auch das teuerste Sennheiser Modell rauschen und nur Mist liefern. Ein 300 EUR Squier Bass mit frischen Saiten, vernünftig eingestelltem Hals und gepflegter Elektronik klingt immernoch besser als ein Fender Teil, welches 12 Jahre ohne jegliche Pflege und Einstellung in der Ecke stand.

    Von daher:
    Gute Entscheidung :great:

    ------
    Ich sehe gerade, dass der Vorpost etwas her ist. Vielleicht hilft es doch jemanden weiter.
     
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