Kaufberatung Vox Tonelab vs. Röhren-Combo

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Hallo,

da ein Kaufberatungsfred über eine Les Paul Topicmäßig aus dem Ruder gelaufen ist, mache ich nun hier, den Forumsregeln entsprechend, in der richtigen Rurik einen neuen Fred auf.

Folgende Situation: Seit gestern bin ich stolzer Besitzer einer Gibson Les Paul Worn Cherry, ein tolles Gerät, fürwahr.

Ursprünglich spiele ich ja Akustikgitarre in einer 3-Mannband (2x A Gitarre und Gesang, 1 x Schlagzeug) und möchte die E-Gitarre für Licks und Soli einsetzen, zu den Liedern, wo es eben passt. Ich hätte gerne einen vollen, warmen, bluesigen und druckvollen Sound, ähnlich dem von Mark Knopflers Paula in "Brothers in Arms".

Da ich ja schon eine PA (1 Mischpult + 2 Aktivboxen) habe, wollte ich keinen Extra-Röhrenverstärker zusätzlich herumschleppen, sondern gleich von der Paula in ein Vox-Tonelab und dann direkt in das Mischpult gehen.

Nun wird mir in oben genanntem Fred davon massiv abgeraten, obwohl das logistisch gesehen so eine schöne Lösung wäre.

Na gut, ich höre ja auf Euch und werde also nicht blindlings das Tonelab abholen, sondern die Paula nochmal ins Geschäft mitnehmen und Combos antesten - auch im direkten Vergleich Tonelab in Kombination mit einem Transistorverstärker.

Wenn ich mir jetzt einen Röhrencombo in der Gegend um 350 Euro nehme, haben die in der Regel nur Speaker-Ausgänge. Sind solche Ausgänge tauglich zum Einstöpseln ins Mischpult, oder muss es schon ein "symetrischer Line Out (6,3 mm Klinke) mit Speakersimulation" sein, wie beim ENGL Gigmaster? Oder muss ein Röhrencombo unbedingt mit einem Mikro abgenommen werden?

Gibt es auch Topteile (die ja transportlogistisch viel einfacher handzuhaben sind), von denen man ohne Boxen dazwischen direkt in das Mischpult gehen kann?

Mehr als 300 bis 400 Euro möchte ich eigentlich nicht ausgeben. Vielleicht auch 500, aber dann muss das Teil schon ganz super sein.

Der wichtigste Aspekt bei dem Ganzen: Möglichst wenig schleppen, also möglichst ein kleines Teil, das großen Sound macht und mit dem ich gleich direkt ins Mischpult/PA gehen kann.

Danke schon mal im Voraus für Eure Tipps!

LG vom Pappenheimer
 
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schmendrick
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Dann frage ich hier nochmal: Spielst du in so großen Sälen, dass du den Amp abnehmen musst? :)
 
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Dann frage ich hier nochmal: Spielst du in so großen Sälen, dass du den Amp abnehmen musst? :)

Sir, yes, Sir! ;)

Geht nix anders, muss über die PA sein. Wir spielen vor allem im Freien. Da stell ich mir schon das Horrorszenario vor: Der Gittenamp brüllt die Band an, dass alles aus ist, und die Zuhörer weiter hinten kriegen nicht mal mit, dass ich eine neue Paul hab. So gehts nicht! :D
 
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Hallöchen Meister "Pappenheim",

Du scheinst ja auch zu jenen zu gehören, die neben der akustischen Gitarre auch gelegentlich der "Stromgitarre" fröhnen.

Bin über deine Beiträge ja schon hin und wieder in einem anderem Forum gestolpert. ;-) Daher erst einmal liebe Grüße von einem "älteren Kollegen", der ähnliche Vorlieben hat. :) Ich habe einen ähnlichen Amp wie Du gesucht und bin bei einem kleinem Laney VC-15 fündig geworden. Klasse Röhrensound für die Musik, die Du beschreibst. Dabei ist der Laney sehr klein, handlich und für einen Röhrenamp auch recht leicht. Sollte auch in das von Dir beschriebene Budget passen. In der Regel habe ich da noch einen VOX Satchurator (recht universell einsetzbare Zerre) und eine VOX Time-Machine als Delay davor. Damit decke ich eigentlich alles ab, was ich im Bereich Blues/Rock so brauche. Einen Amp wie den Laney würde ich ganz klassisch mit einem Mikro abnehmen (bzw. müsste man wohl auch). Live vielleicht auch eher mit einer 2x12er Box. Der Laney hat nur einen 10er Speaker an Bord. Der kleine Brüllwürfel kann mit seinen 15 Watt aber auch schon erstaunlich Laut sein. ;-) Für Live Auftritte im Freien reicht das natürlich aber bei weitem nicht. Was ich mir für Deine Zwecke auch ganz gut vorstellen könnte ist der neue H&K Tube-Meister. Den gibt es als Top und als Combo. Der Sound könnte auch gut für deine Richtung (und zu deiner Gibson) passen. Netter Weise kannst Du den Tubemeister auch direkt in die PA schicken. Soll sehr vernünftig klingen. Allerdings habe ich das Teil bislang nur "pur" gehört. Aber das fand ich recht überzeugend.

Aber wie bereits geschrieben, für mich war der Laney eine gute Lösung, auch wenn ich gerade darüber nachdenke mich von ihm zu trennen. Ich spiele nur noch in meinem bescheidenen Heim und da ist der Laney, wenn die Röhren schön fett "crunchen" sollen, schon ein wenig laut. Daher verwende ich zur Zeit auch wieder häufiger mein Boss E-Band und denke gerade über einen Vox VT 80+ (wg. dem 12er Speaker) nach. Die Dinger klingen auch leise noch ganz "nett", aber halt nicht wirklich wie eine "echter" Röhrenamp.
Aber der alte Mann schweift schon wieder vom eigentlichen Thema ab.......

Liebe Grüße
SlowGin
 
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Hallo Pappenheimer,
ich spiele in einem Duo und stand vor einer ähnlichen Frage wie Du.
Zuerst wollte ich mir auch für ein paar Songs einen kleinen Röhrencombo
holen, dachte aber auch, dass ich auf zusätzliches Schleppen von Equipment
keine grosse Lust hatte.
So habe ich mir das VOX Tonelab ST gekauft und muss sagen, für meine
Zwecke ist es genau das Richtige.
Ich habe mir 2-3 Sounds eingestellt und spiele, neben meiner A-Gitarre direkt in
die PA.
Bisher bin ich mehr als zufrieden.
Ich hoffe, ich konnte helfen
 
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Servus,

ich hätte jetzt auch zu nem Floorprozessor wie dem Tonelab geraten (hier aber eher nach dem alten SE oder LE Ausschau halten, die neuen sind ziemlich "kastriert") und ggf einen Aktivmonitor für die Bühne. Falls es jedoch unbedingt ein Amp sein muss bietet H&K hier mit Edition Tube und Tubemeister gute Amps für eben diesen Zweck, der angesprochene Laney ist auch absolut ok. Wenns nicht unbedingt zu 100% röhren muss wäre ein Blick auf die Vox VT Serie, einem Fender Mustang oder einem der neuen Kustoms auch was wert....
 
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Das Tonelab St kann unheimlich viel (Computer Audio Interface, Verstärker Simulationen, breite Effekt Palette, Boxen Simulation, Tuner, Volumen-/Wahpedal,... in einem Gerät) und ist sicherlich jedern Euro wert, den es kostet.
Ich habe es mir als Recordinglösung gekauft, wo für es IMO auch am Besten geeignet ist.
Bei der Verwendung als (Pre-)Amp ist IMO eine Wiedergabe über eine PA/Aktiv-Box die zu bevorzugende Lösung.
Für jemanden (und eine Band), der(die) es gewohnt ist, dass die Instrumente komplett mit der PA übertragen werden, ist so eine Modeling-Lösung IMO eine eben vor allem äusserst praktische Angelegenheit.
Man muss sich jedoch im Klaren sein, dass "modelliert" halt nicht zu 100% "echt" sein kann. Da muss man sich über seine Ansprüche im Klaren sein. Brauchbare Sounds bekommt man mit einem Vox Tonelab ST IMO alle mal hin und das sehr unkompliziert, doch das Gefühl über einen "echten" Röhrenverstärker zu spielen, kann es schwerlich vermitteln. Ob das Publikum den Unterschied am Ende hören kann/wird, halte ich für fraglich und ob dieses Gefühl in konkreten Fall wirklich wichtig ist, lese ich aus der Frage des TE auch nicht heraus.
 
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Ob das Publikum den Unterschied am Ende hören kann/wird, halte ich für fraglich und ob dieses Gefühl in konkreten Fall wirklich wichtig ist, lese ich aus der Frage des TE auch nicht heraus.

Na ja, das weiß der Textersteller selber net so ganz genau ... :gruebel: ... die Paula klingt ja jetzt schon supergeil, über den Roland SA-300 ohne nix. Nur der Druck fehlt halt, ich muss da schon sehr laut aufdrehen, und der Klang könnte auch "fetter" sein.

Heute abend probier ich die Paula ganz pur nur übers Mischpult aus (das war gestern nach dem letzten Gig noch alles nicht aufgebaut). Mal sehen, wie es mit den Mixereffekten (Preamp, Chorus und EQ) klingt. Jedenfalls kann das Tonelab darüber hinaus ja nur eine Verbesserung sein!?!

Toll, dass der Fred jetzt richtig in die Gänge kommt, danke dafür! :)

Morgen jedenfalls fahre ich mit der Paula nach Stockerau ins ProSound und werde das Tonelab nochmal ausgiebig durchtesten. Und wenn es mich nicht hundertprozentig überzeugt, dann spare ich noch 2 Monate und nehme den Hughes & Kettner Tubemeister, der kostet 500 Euro und mit dem kann man direkt in die PA. Das scheint mir transportlogistisch das allerkleinste Übel zu sein, da das Teil ja doch relativ klein ist und sonst nix braucht (Boxen etc.)...
 
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Der wesentliche Unterschied sind IMO die unterschiedlichen "Konzepte":
31 Amp Simulationen + 11 Boxensimulationen + 4 oder 5 Boost-/Overdrive-/Distortionpedale vs. 2 Kanäle mit Gain- und Master Volume
Dabei will ich überhaupt nicht werten was "besser" ist. Ich habe mittlerweile das VoxTonelab und einen Engl Gigmaster zusammen im Einsatz ;)

Daher noch ein Tip für das Antesten vom Tonelab: Da sollte man dann wirklich etwas Zeit mitbringen. Die 200 Presets durchzusteppen braucht schon alleine seine Zeit, aber nur sehr wenige Presets sind IMO immer gerade für die gewählte Verstärkerumgebung und bevorzugte Musikrichtung passend.
Selber Sounds zu programmieren ist dann eine ziemliche Frickelei wegen der oben angedeuteten zig Möglichkeiten.
Es gibt hier aber einen hier Tonelab-User-Thread wo die Ampmodelle sehr schön verständlich und übersichtlich aufgelistet wurden. Die würde ich in jedem Falle vorher ausdrucken und mitnehmen! Ansonsten geht man in dem Gerät unter ;)
 
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HIch habe einen ähnlichen Amp wie Du gesucht und bin bei einem kleinem Laney VC-15 fündig geworden. Klasse Röhrensound für die Musik, die Du beschreibst. Dabei ist der Laney sehr klein, handlich und für einen Röhrenamp auch recht leicht. Sollte auch in das von Dir beschriebene Budget passen. In der Regel habe ich da noch einen VOX Satchurator (recht universell einsetzbare Zerre) und eine VOX Time-Machine als Delay davor. Damit decke ich eigentlich alles ab, was ich im Bereich Blues/Rock so brauche. Einen Amp wie den Laney würde ich ganz klassisch mit einem Mikro abnehmen (bzw. müsste man wohl auch). Live vielleicht auch eher mit einer 2x12er Box. Der Laney hat nur einen 10er Speaker an Bord. Der kleine Brüllwürfel kann mit seinen 15 Watt aber auch schon erstaunlich Laut sein. ;-) Für Live Auftritte im Freien reicht das natürlich aber bei weitem nicht.

Unterschreib ich zu 100%, bis auf den letzten Satz. Der Amp geht über Mikro in die PA und über Monitor wieder raus, was soll daran im Freien verkehrt sein?


ggf einen Aktivmonitor für die Bühne..........ein Blick auf die Vox VT Serie, einem Fender Mustang oder einem der neuen Kustoms auch was wert....

Du enttäuschst mich gerade... :) Ich habe von dir schon sehr viel Gutes gelesen, aber das.. Der Mann hat sich eine GIBSON LES PAUL gekauft, und du empfiehlst ihm Modeling-Amps. Ich sag´s gerne nochmal. Dieses Konzept konsequent umgesetzt, hätte eine 250€-Squier gereicht. Und klingt mit den entsprechenden Simulatoren, Frequenzanhebungen und -absenkungen, Noisegate usw. GENAUSO!

Und nochwas an InTune: wem es zuviel Arbeit ist, die fertigen Presets NICHT zu nutzen, sondern für den Eigenbedarf zu programmieren, sollte das Tonelab erst recht nicht kaufen.
Gott... Schon das Wort PROGRAMMIEREN macht mir in Verbindung mit einer solchen obigen Gitarre Bauchschmerzen. Geht´s denn niemand genauso?

Und Tante Edit: Ich habe dich gebeten, die Gibson Worn zu probieren, du hast also ungefähr meinen Geschmack. Jetzt bitte ich dich, dir den 15W-Laney mal anzuschauen. Was spricht dagegen, einen Amp statt über Lineout (was in unserer Preisliga sowieso wieder mit Klangverlusten einhergeht), mit einem Mikro abzunehmen? Das ist nicht mal ´n Kabel mehr, das Mikro passt ins Schallloch der Elvis...
wink.gif
 
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Hi schmendrik,

da hast Du natürlich völlig recht. Ich habe mich vielleicht etwas ungeschickt ausgedrückt. Zum Ausdruck bringen wollte ich, dass der kleine Laney OHNE Abnahme live im Freien wohl doch zu schwachbrüstig ist. ;-) Eine externe Box würde ich (persönlich) verwenden, weil der Sound da doch sehr viel fetter rüber kommt. Weniger wg. der Lautstärke. Der interne Speaker klingt zwar ganz ordentlich, ist aber halt "nur" ein 10er und das macht sich schon recht deutlich bemerkbar.

Grundsätzlich bevorzuge ich zwar pure Röhrenamps, aber ich mache da keine Religion daraus. Das Teil muss letztendlich seinen Zweck erfüllen. Für jemand der vielleicht viele Cover-Songs bringt ist so eine programmierbare Kiste ja durchaus eine nette Geschichte. Ob man da eine Paula oder was auch immer verwendet ist doch erst einmal egal. Ich habe so einige unterschiedliche Gitarren (auch im "Paula Style") und ich hätte auch kein Problem damit sie an so eine "digitale Wunderkiste" zu stöpseln, wenn es halt gerade Sinn macht. (Wie z.B. zum Aufnehmen mit meinem E-Band) Klar...für den richtig geilen Blues-Sound mit einer Paula (z.B im Style von Warren Haynes) macht ein Röhrenamp ganz bestimmt sehr viel Spaß. Allerdings wage ich auch hier zu behaupten, das der größte Teil der Zuhörer da gar keinen Unterschied mitbekommt. Hauptsache das Bierchen ist kühl und das Feeling ist da. ;-)

Grüße
SlowGin
 
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Ich sehe das viel weniger dogmatisch.
Das Tonelab liefert ordentliche und vor allem brauchbare Sounds, kann aber sicherlich nicht mit einem "realen" Verstärker konkurieren. Kann ein Golf mit einem Porsche auch nicht und dennoch ist es für viele das "bessere" Auto. Es kommt gänzlich auf den Anspruch und auf den Zweck an. Die Ansicht das es angeblich egal ist, welche Qualität das Instrument hat, mit dem man über einem Modling Amp spielt, teile ich nicht vollständig. Auch unter den "echten" Röhrenverstärkern gibt es "ehrliche" und "beschönende" Modelle und auch da ist die Frage welche Sorte für welchen Typ von Gitarristen eigentlich der "Bessere" ist.
Das Modler "schön" klingen (sollen) und so oft getrimmt sind, ist doch ok. Das man der Gitarre dadurch dann evtl. auch die Eier abschneidet, sollte man wissen, wenn man sich mit solchem Equipment in einer Band spielt und entsprechend gegen steuern.

Das "Programmieren" oder besser gesagt der schiere Überfluß an Möglichkeiten bei den Modlingkisten, halte ich auch für deren größten Nachteil, weil man sich eben sehr leicht ins Soundgefummel verliert und darüber letztlich das Musik machen zu kurz kommt. Doch im Falle des Tonelab wird man dem Gerät IMO nicht gerecht, wenn man es nur nach den Presets beurteilt, weil die ab Werk scheinbar für alle möglichen Konfigurationen und Musikstile gemacht wurden. Da sollte man sich schon die Mühe machen, sich das zusammenzustellen, was man eigentlich sucht.

Aber ich möchte eigentlich diese unsägliche Diskussion Röhre vs. Prozessor gar nicht mit tragen. Beides hat seine Berechtigung und beides kann glücklich machen. Alles andere halte ich für einseitig und engstirnig gedacht.
 
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Allerdings wage ich auch hier zu behaupten, das der größte Teil der Zuhörer da gar keinen Unterschied mitbekommt. Hauptsache das Bierchen ist kühl und das Feeling ist da. ;-)

Das ist leider wahr. :) Deshalb habe ich auch Schwierigkeiten, mit Gallagher-Covern u.ä. Muggen zu bekommen und die Hausband des nahe gelegenen Hotels mit in pseydoenglisch vorgetragenen Karmellen spielt jedes Wochenende. Weil´s so gut ankommt. :D


Das Modler "schön" klingen (sollen) und so oft getrimmt sind, ist doch ok. Das man der Gitarre dadurch dann evtl. auch die Eier abschneidet, sollte man wissen, wenn man sich mit solchem Equipment in einer Band spielt

Das nochmal für den Pappenheimer :) zum Nachdenken.
 
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Wenn du kannst, bestell dir das Tonelab und teste aus, ob es dir gefällt.
Du wirst hier 100 verschiedene Meinungen hören, dass Röhrenamps nicht mehr zeitgemäß sind und Modeller jede Gitarre gleich klingen lassen.

Ich hab beides - einen H&K Statesman und ein Pod HD500 - kann dir trotzdem aber nicht sagen, was da jetzt besser ist. Ich kenne die Tonlabs nicht, aber das HD500 reagiert genauso auf die Gitarre (Volumepoti) und den Anschlag wie der Statesman.
Wenn du eine vernünftige PA hast, würde ich das Tonelab zumindest testen und mir nichts erzählen lassen.
 
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Pappenheim
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N´Abend beisammen,

so klingt sie, die neue Paula, wenn man sie direkt ins Mischpult reintut, ist nur ein wenig Reverb dabei: http://www.youtube.com/watch?v=4iTMUCoz368&feature=channel_video_title

Und schlagt mich nicht wegen dem ab und zu holperndem Solo, wir werden erst warm, wir beide ... ;) ... und außerdem übe ich noch ... :D ... und die Aufnahme war ganz auf die Schnelle.

Morgen fahren wir testen ... ich hab grad nochmal mit dem Musikladenbesitzer Konstantin in Stockerau telefoniert - er hat eine Menge Amps zum testen dort ... also schaumer mal.:cool:
 
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Hallo Pappenheim!:)
Was ich nicht verstehe: Wieso ist man nicht bereit, bzw. streubt man sich über einen Amp zu spielen, wenn man ja zur E-Gitarre sagt?

Unser 2. Gitarrsit spielt auch so Multieefekrgerät (Boss) an seinem Amp. Vorweg, er kitzelt da schon einige sehr überzeugende Sounds raus.
Aber: Wenn er meine VOS SG anschließt klingt es fast genauso, wie wenn er mit seiner Studio LP spielt. Wirklich kaum ein Unterschied
Unsere beiden Gitarren unterscheiden sich aber deutlich. Schließt er seine Paulette an meinen 1959 Super Lead an, klingt die Paula auf einmal völlig anders als meine SG. So soll es m.M ja auch sein.

Ein kleiner Amp, der nicht so viel kostet, aber sein Geld mehr als wert ist: http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Fame-GTA-15-Combo-/art-GIT0007942-000
9 kg sollten ok sein?
 
Pappenheim
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So, nun war er testen in Stockerau, der Pappenheimer.

Also erstmal dieses Vox Tonelab gegriffen. An einen Transistoramp clean gesteckt und ordentlich hingelangt. Das Ding hat so viele Knöpfe und Möglichkeiten, dass einem schwindelig wird. Brauch ich das echt für einen warmen, druckvollen Cleansound zum Solieren in einer Akustiker-Combo? Wohl eher nicht. Aber egal, ich hab mir mal die ganzen 50 Sounds angehört, die Vox so vorprogrammiert hat. Da sind schon einige dabei, die mir gefallen täten. Gibts nix dran zu deuteln. Ein paar böse Sachen für Heavy Mörtel - falls es mich mal wieder überkommt - wären auch dabei, ganz tolle sogar.

Dann hab ich einen leicht angezerrten Sound mit Reverb entdeckt, der genau das Richtige für mich wäre. Also sagte ich zum Konstantin, den Ladenbesitzer, das ist sehr brauchbar und ich würde es nehmen, aber weil die im Forum so herumgenervt soll er doch bittesehr mich mal an einen Röhrenamp anhängen, damit ich das direkt vergleichen kann. Er hat mich dann samt dem Vox Tonelab an ein DV-Mark Topteil mit 15 Watt angesteckt, ein wenig Gain, aber immer noch "cleanlike" und den Unterschied konnte ich dann schön hören, wenn ich einfach beim Vox auf Bypass ging.

Tja und was soll ich sagen: Ihr hattet recht. Aber sowas von recht. Da sind ja nicht Welten dazwischen, sondern Galaxien, wenn nicht gar Universen. Da sah das Tonelab aber gleich sowas von blass aus, und es lag nicht an der Lautstärke (dass einem 15 Watt so die Ohren einhauen können!), denn ich hab die Lautstärke des Tonelab gleich nachjustiert. Und so sah der Vergleich unterm Strich aus:

Vox Tonelab: Plötzlich garnicht mehr toll. Klingt im Vergleich wie Chemie, wie synthetisch, indirekt und ohne Druck. Macht tatsächlich die Gitarre zum Billiginstrument, das zwar ganz annehmbar klingt, aber wo man erstens das Gefühl hat, dass noch mehr drin wäre eigentlich; und zweitens dass es bei hohen Lautstärken über eine PA ganz ärmlich klingen würde.

DV-Mark Topteil 15 Watt: Ja, das ist Herrenmusik, :D das ist was ganz anderes. Das hört sich viel direkter an, druckvoller, wärmer, dynamischer, unterm Strich einfach schöner, ach was sag ich - geiler, und die Gitarre klingt nach Les Paul! Und wie die nach Les Paul klingt!

Na gut, also das war gleichmal entschieden. Was also nun, welcher soll es werden? Der DV-Mark hatte nur einen Kanal und auch keinen Ausgang, von dem man in eine PA gehen könnte. Mit dem Tubemeister 18 Topteil von Hughes & Kettner habe ich ja schon die ganze Zeit geliebäugelt, denn das Teil ist handlich, hat wirklich tolle Technologie drin und alle Video- und Textrezensionen sprechen sich sehr stark für das Ding aus. Vor allem der Red-Box-DI Ausgang, der auch in dem Video von Session Music im Vergleich sehr gut abschneidet, hat mich überzeugt, denn so brauch ich auch nicht viel herumschleppen als das kleine Teil und kann direkt in die PA.

http://www.youtube.com/watch?v=8NECrUyFCUU&feature=player_embedded

Nun meinte aber der Konstantin, und da hat er recht, wenn ich noch einen Hunderter drauflege, habe ich genau das Gleiche in Combo mit einem 10-Zöller und kann immer und überall üben, ohne wasweißichwas aufbauen zu müssen.

Und so fiel die Entscheidung: Hughes & Kettner Tubemeister 18 Combo https://www.thomann.de/at/hugheskettner_tubemeister_18_combo.htm

der leider nicht lagernd war, aber in ein bis zwei Wochen habe ich ihn.

Die Vorfreude ist auch die schönste Freude, heißt es immer, nicht? Wenn er da ist, gibts dann eine neue Aufnahme, diesmal mit Gain! :D
 
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He, he... ein Mann der Tat! Dann viel, viel Spaß damit...
 
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Na das ist doch mal ein Kaufberatungsthread, der zu auf Erkenntnissen basierenden Entscheidungen führt. :great: Viel Spass und Erfolg mit dem Röhrenwürfel.
 
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Ich sag´s gerne nochmal. Dieses Konzept konsequent umgesetzt, hätte eine 250€-Squier gereicht. Und klingt mit den entsprechenden Simulatoren, Frequenzanhebungen und -absenkungen, Noisegate usw. GENAUSO!

Dummerweise wird deine 250€-Squier sich wohl kaum so schön spielen lassen wie seine Les Paul.

Da sah das Tonelab aber gleich sowas von blass aus

Ja gut, wenn das Tonelab an so einer Transe angeschlossen ist, wundert mich das ehrlich gesagt auch nicht. In verbindung mit einem wirklich guten Aktivmonitor (und nur dafür sind die Modeler eigentlich gedacht) sähe das Ganze schon wieder anders aus.

Aber Glückwunsch zu deinem neuen Verstärker.
 

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