Kein Fortschritt mehr...

von patrice, 07.01.05.

  1. patrice

    patrice Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #1
    Hallo,

    ich spiele E-Gitarre seit August 2004 und bin Autodidakt... d.h. bald gehe ich in den Gitarrenunterricht.

    Mein "Lehrer" wird ein sehr guter E-Gitarrist sein, denn ich kenne ihn von Konzerten und der ROCKT wirklich voll ab und bin sehr froh, dass ich zu ihm darf.

    Kommen wir zurück, eigentlich will ich Gitarrenunterricht nehmen und sonst im Internet weiterfahren selbst mir Wissen und Praktisches anzueignen.

    Ich habe noch nie so richtig abgerockt und kann eigentlich schon mittelschwere Licks, Riffs und hab' auch schon ein paar Solos schön hingekriegt.

    Ich habe aber immer noch so meine Probleme wirklich den Rhytmus zu halten und das Vorgeschriebene so zu spielen, wie man auch sollte, sprich korrekt.

    Könnt ihr mir helfen und mir sagen, wie ich zukünftig an Songs heran gehen muss, d.h. was zuerst lernen, und wann und wie im Takt spielen, u.a.

    Danke!

    M.F.G.
    Patrice
     
  2. St.Ray

    St.Ray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #2
    Wie an Songs herangehen?
    Langsam. Ein häufiger Fehler ist, dass Leute versuchen einen Song direkt auf original Tempo zu spielen. Dabei schleichen sich ziemlich oft Fehler ein, die man später nur sehr schwer wieder ausbügeln kann. Wenn du also einen neuen Song spielst, spiel ihn brutal langsam aber dafür exakt (am besten mit Klick). Wenn du die Rhytmik drin hast, kannst du das Tempo langsam steigern.
     
  3. patrice

    patrice Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #3
    Jo, danke erstmals!
    Also sollte ich zuerst alles ganz langsam spielen dafür sauber und "schön".
    Wenn ich die Rhtymik 'raus habe, dann kann ich schneller werden, werde ich so machen.

    Ich habe noch ein Problem:

    Die Rhytmik hab' ich zwar 'raus, aber ich kann es nicht umsetzten mit meiner Anschlagshand. Was ratet ihr mir? Warten bis ich in den Unterricht kann und dann dort üben?
     
  4. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 07.01.05   #4
    Das ist alles normal.
    Fast alle fangen mit Solos und Licks an, spielen das ganze meist sehr unexakt und sobald es um EINFACHSTE Liedbegleitung geht (Akkorde schrummen) ist es aus und vorbei.
    Akkordeschrummen ist halt nicht so lustig wie ein kreischendes Lick, deshalb übt man es als Anfänger nicht.
    Da Du ja jetzt bald Unterricht hast, wird alles gut werden.

    Bis dahin übe einfache Rhythmus Übungen mit METRONOM!!!!
    LANGSAM beginnen.
     
  5. patrice

    patrice Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #5
    Akkorde hatte ich im Anfang alle geübt und geübt und wollte eigentlich Rhytmusgit. spielen doch dann kam ich zu den schönen netten Licks :D

    Jo, Metronom ( :rolleyes: ) besorg' ich mir noch, hab' gemeint, ich hab' n stimmgerät mit metronom integriert gekauft, aber nein, dann hol' ich mir eins :D

    Jo das kommt gut beim Git.unterricht ;)
     
  6. suse

    suse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #6
    Metronom findeste auch kostenlos im Internet, den Link weiß ich grad nicht, das Ding heißt aber Free Metronome. Spaßiger ist aber eine einfache Drummachine (z.B. HammerHead), da kann man auch mal Achtel-Schläge einstellen, die einen an die Hand nehmen.

    Mit der Rhythmusüberei hab ich mir anfangs auch einen abgebrochen. Bin gaaanz langsam durch die Lieder geschlichen (mein Lehrer war auch äußerst pingelig mit Auf- und Abschlägen, fudeln war nicht drin).
    Gut zum Üben sind Sachen von den Ärzten ("zu spät") oder Nirvana-Zeugs (einfach zu spielen, was das Greifen angeht, da kann man sich schön aufs Zählen konzentrieren :D )
     
  7. Dow_Jones

    Dow_Jones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #7
    Ich spiele jetzt gut ein ganzes Jahr.

    Ich bilde mir ein, das alles was ich spiele richtig ist. Natürlich hier und da unsauber, aber das hab ich schon mitbekommen und es wird ausgebessert.

    Aber nun mein Problem. Ich glaube einfach nicht, das alles richtig ist, was ich spiele. Ich habe schon oft gehört, dass es schwer ist, sich das selbst bei zu bringen, und das sehr viele Fehler einschleichen.

    Ich habe auch NOCH keinen Lehrer der mich unterrichten könnte.

    Nun mein Problem, wie bekomme ich meine Fehler besser mit? Ich meine, dass ich alles richtig spiele kann irgendwo nicht stimmen. Ich hörs auch nicht.

    Jetzt mal meine Vorgehensweise:

    1.Titel anhören/ verinnerlichen/ auswendig kennen
    2. Rhythmparts lernen, Soli und so, das kommt erst später
    3. meistens chronologiche Reihenfolge.
    4. üben ( Gestern zB. hab ich 2h am Stück am Mittelteil von Seek and destroy gesessen und hab es beinahe hinbekommen)

    Aber irgendwie muss ich auch fehler machen.
    Ich spiele nicht laut und nicht so verzerrt um es besser zu hören.
    Wenn ihr mir mal Fehler verraten könnt, die man schlecht hört, bzw. was man schlecht mitbekommt, wäre das sehr schön. Oder auch bestimmte Methoden, wie man sich selber besser kontrollieren kann ob es stimmt.

    Mit dem Rhytmus hab ich eigentlich keine Probleme und kann auch ohne Probleme mit Powertab mitspielen. Nur Powertab zusehen und gleichzeitig spielen is sau schwer.

    Danke, wenn ihr mir/uns helft.
     
  8. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 07.01.05   #8
    Meiner auch. Er sieht jeden heimlich eingeschlichenen "Economy Pick" und schreit "Nicht sweepen!"
     
  9. suse

    suse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #9
    Jo, ich denke, die korrekten Up- und Downstrokes machen schon was aus. Es klingt ja schon anders, ob du 'nen Aufschlag machst oder 'nen Abschlag.
    Und blöderweise kommen die auch nicht immer sinnig oder ökonomisch daher, gerade bei gebundenen Noten neigt man anfangs dazu, falsch anzuschlagen (ich jedenfalls).
    Vieleicht hilft's anfangs, die Ups und Downs unter die Noten zu kritzeln, bis es sich automatisiert hat.
     
  10. St.Ray

    St.Ray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #10

    Wenn du die Möglichkeit hast dich aufzunehmen, tu das. Am besten so, dass du auch einen Klick mit auf der Aufnahme hast. Und dann hörst du dir das Ganze mal an und prüfst ob es überall 100% groovt.
    Beliebte "Holper-Stellen" sind übrigens Slides, Hammer-Ons und Pull-Offs. Da kannst du dann ja mal besonders drauf achten.
     
  11. Dow_Jones

    Dow_Jones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #11
    Ja Aufnehmen, das is erstmal die Idee. Und Merzweckfähig. Du bekommst ein Bienchen und 5 Sympatiepunkte.


    Kannst du mir noch verraten, wie am besten? dann mach ich ne 10 draus.
     
  12. al

    al Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #12
    also, ich sag' mal, vier monate git spielen ist überhaupt keine zeit.
    da kann man eben einfach noch nichts, und gescheit tempo halten erst recht nicht (vom groove wollen wir mal eben nicht reden;-).

    das ist also normal, was du da erlebst. der trick ist, wie schon gesagt, gaaaanz langsam, aber sehr präzise üben (das darf auch alle meine entchen sein, völlig egal).

    der "groove" kommt schon, aber später.....
     
  13. Schwammkopf

    Schwammkopf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #13
    naja .. also wenn man nach 4 monaten mehr oder weniger intensivem spielen immer noch kein tempo einigermaßen halten kann dann sollte man es echt mal schwerpunktmäßig üben ... ohne jemandem angst machen zu wollen ;)
    man darf da vor allem nciht zu verkrampft rangehen ... locker und ruhig ... und je genauer man die technik erstmal beherrscht, umso weniger muss man dann halt auf umgreifen etc achten und dann kommt das timing von selbst
     
  14. St.Ray

    St.Ray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.05   #14
    Danke fürs Bienchen.
    Einfach Mikro vorn Amp und dann mit einem Programm aufnehmen. Freeware Lösung ist Audacity . Optimal wäre z.B. Adobe Audition, was auch einen integrierten Klick hat aber das kostet undzwar nicht zu knapp.
     
  15. Regenwurm Rollt Ranzig

    Regenwurm Rollt Ranzig Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.05   #15
    Wollt ihr mich verarschen? Ich fange jetzt erst mit Soli an und habe mit so billiger Schrammelakkorde angefangen... :screwy:
     
  16. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 10.01.05   #16
    Dann hast Du's ja richtig gemacht.
    Ich finde Rhythmus/Timing ist das allerwichtigste, Akkordeumgreifen oder Tonleitern spielen kommt erst danach.
    Leider weigern sich die meisten Anfänger (und nicht nur die), ein Metronom zu benutzen.
     
  17. Stringgod

    Stringgod HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 10.01.05   #17
    Da kann ich Hoss33 nur zustimmen. In guten Bands sind oft eher die Leute gefragt, die ne gute Rythmusgitarre spielen, die gut begleiten können. Und wenn du an deiner Rythmusarbeit feilst, werden deine solistischen Fähigkeiten automatisch besser. Lass dich nicht von Sprüchen wie "Solos spielen ist viel schwieriger als Begleitgitarre" beindrucken. Totaler Unsinn und der falsche Weg so zu denken.
     
  18. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 10.01.05   #18
    Genau!
    Und die großartigsten, richtungsweisenden Leadgitarristen waren immer auch phantastische Rythmiker. Eddie Van Halen (seine Chords gefallen mir besser als sein Tapping), oder Stevie Ray Vaughan (der hat live alleine für 2 Gitarristen gespielt)
     
  19. Regenwurm Rollt Ranzig

    Regenwurm Rollt Ranzig Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.05   #19
    jaja keine Sorge, ich bin zufrieden und ncihts kommt zu kurz. Hab halt erst vor kurzem angefangen mit Soli und so weiter, mein Problem ist nur, das ich zu faul bin, irgendwas vom Blatt zu lernen, also werde ich so lange auf der Gitarre rauf und runter spielen, bis ich die geilsten Soli kann ohne zu wissen welchen Ton ich grade spiele... :screwy: :rolleyes: ;)
     
  20. NorthWalker

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    Erstellt: 10.01.05   #20
    "Wozu brauch ich ein Metronom? Entweder man hat den Rhythmus im Blut oder halt nicht, son' Mist brauch ich nicht". Wenn dann der Herr Rhythmiker mal sein eigenes Geschrammel zusammen mit einem Jamtrack als Begleitung aufnimmt stellt er plötzlich fest das er scheinbar blutleer ist, jedenfalls ist der Rhythmus seines Gespielten im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten auf einmal oft gar nicht mehr "im Blut", halt "Out of Time" *g*.

    Womit ich nicht sagen will das ich rhythmusfest bin, ganz im Gegenteil, bin ja selber Anfänger und brech mir oft genug einen ab. Aber ich übe von Anfang an mit Metronom, ist zwar gelegentlich etwas nervig, aber gerade bei Haltebögen und Triolen (auch wenn ich bei letzteren gelegentlich das Gefühl habe zu verzweifeln...) zur Selbstkontrolle für mich unverzichtbar.

    Eine nette kleine Rhythmusübung für den der damit ganz am Anfang steht ist z. B. der Rhythmuspart von Rough Boy -ZZ Top-, das ist einfach zu spielen und zu halten. Mein Gitarrenlehrer hat mir das in Form der Akkorde aufgeschrieben, ich habs mir dann seinerzeit mal in Guitar Pro getappt ums mitlaufen lassen und so beim Spielen Abweichungen erkennen zu können.

    Bei Interesse kann ichs hier gern mal posten.

    Warum eine Menge (Anfänger) das Metronom ablehnen kann ich nur vermuten:

    1. Wirkt es ihrer Meinung nach vielleicht zu anfängerhaft und "uncool"
    2. Empfinden sie das "Rumgefummel" damit als nervig
    3. Hört man mit Metronom sehr genau die eigenen Unzulänglichkeiten, und, auch wenns gerade darauf ankommt um diese gezielt anzugehen, ist das für viele zu frustrierend. Was ich nicht höre kann nicht als Fehler gewertet werden a la "Ich spiel erst 3 Monate aber kanns schon besser als Kirk Hammet..."

    Meiner Meinung nach dürfte der unter 3. genannte der ausschlaggebendste Grund sein.
     
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